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Dienstag, 3. April 2018

Mitmenschen, dämliche

Nein, keine Worte diesmal von mir zu der inzwischen wieder üblichen "Der Russe wars" Propaganda.
Auch keine Worte zum "Der Jude tötet unschuldige Palästinenser" Gefasel oder den ihr-ganzes-Leben-freiwillig-an-Facebook Gebern, die jetzt so überrascht waren. Auch nichts dazu, dass ich dank der ganzen Whatsapp Clowns auch-obwohl ich noch nicht mal ein Smartphone besitze- bei Facebook und Konsorten auftauche, weil mein Kontakt ungefragt aus den Adressbüchern der kostenlos Lämmern auf den Marktplatz der Datenhändler geschoben wird.
Keine Worte zum völkerrechtswidrigen Krieg des Irren vom Bosporus gegen die Kurden und dem beschämend lauten Schweigen unserer Regierung dazu.
Nichts zum Handelskrieg und den zweierlei Maß mit denen Handlungen von Trump und Handlungen von Seiten der EU gemessen werden. Freihandel bleibt auch weiterhin eine Farce zugunsten des stärksten Handelspartners -TTIP und Konsorten werden sicher nicht richtig oder besser, nur weil jemand stattdessen den Protektionismus hochfährt und man gegenteilig agieren zu müssen glaubt. Verdammt, nun habe ich doch was dazu geäußert...kommt nicht wieder vor, versprochen. ;-)
Auch nichts von mir zu durchs Land mäandernde Putschdämonen auf den Weg in den sonnigen Süden Spaniens, die von Buffy der Vampirjägerin Klonen in Deutschland zur Strecke gebracht,oder um mit Konstantin Wecker zu enden:"Es herrscht wieder Frieden im Land!"

Deswegen -und damit ich überhaupt ein Thema habe-, wird es persönlich- ganz dem neuen deutschen Biedermeier entsprechend.

Nachdem ich heute wieder in einem der inneren Kreise der real existierenden Konsumhölle mit meinem Mitbürgern konfrontiert wurde, stelle ich nüchtern fest: "Es wird immer schlimmer mit dem Gesindel!"
Meist dachte ich ja bspw. meine Mitbürger seien einfach nur zu doof zum Autofahren, abgelenkt, überfordert und uninspiriert dabei. Inzwischen weiß ich die sind sogar zu doof zum Einkaufswagenschieben.

Doch kurz zurück zum Auto.
Das der Blinker an sich seltener eingesetzt wird, als der gewöhnliche Mitteleuropäer täglich Sex hat, geschenkt, man hat ja meist besseres zu tun.
Sich z.B. während der Fahrt einen blasen lassen, die neusten potentiellen Kopulationsopfer nach links oder rechts wischen, eine enorme Wichtigkeit twittern(„Bin gerade auf dem Weg zum Bäcker“), mit beiden Händen den dicken Bassknopf an der Anlage nach rechts wuchten oder schlicht dümmlich die Gebetskette rotieren lassen.
Alles wichtiger als die Fahrtrichtungsänderung anzuzeigen, ich schwör!

Letztes fuhr ich hinter einer Dame her, die es schaffte innerhalb von knapp 3 Minuten ungefähr alles falsch zu machen, was einem die Fahrschule einst versuchte zu vermitteln.
Sie blinkte um in den Kreisel einzufahren, dafür aber nicht um aus selbigem wieder rauszukommen.
Sie fuhr über das Stoppschild und überraschte mich halb kalt mit einer satten Bremsung bei weit einsehbarer, freier Straße vor einem "Vorfahrt gewähren"-Schild.
Dass sie die 30 km/h nicht einhielt, geschenkt, waren ja keine Kinder oder alten Menschen unterwegs und die Straße übersichtlich, auch wird der dadurch erhöhte Feinstaubausstoß sicherlich keine Landstriche entvölkert haben.
Und auch Bienen oder Wale mussten deswegen nicht sterben, also alles gut so.

Nachdem ich bauartspezifisch leider des Öfteren genötigt bin sogenannte öffentliche Toiletten -oder auch solche in Gaststätten, nicht Partymeilen!- aufzusuchen, stelle ich immer wieder angewidert fest: die meisten meiner Mitbürger, -oder einige besonders dämliche Exemplare- sind sogar zum Scheißen zu dumm, und dies ist literally gemeint.
Von der Ms. hörte ich, dass die hygienischen Verwüstungen auf den Toiletten der holden Weiblichkeit erschreckenden Ausmaßes seien; meist von oben bis unten bepisst, feuchte Brille klarer Blick?- den Rest verschweige ich mal.
Was kann man also von Menschen erwarten, die selbst beim Abkoten ihre lebensbegleitende Unfähigkeit stinkend neben statt hinter sich fallen lassen? Eben!

Nun trifft man sicherlich -schon qua Wahrscheinlichkeit und statistischer Spielerei- einige davon vermutlich auch in den Baumärkten oder Supermärkten und hat dort seine Freude mit dem Pack und seinen weiteren Macken.

Zu meinen Favoriten, den Flaschen-quer-zur-Laufrichtung-aufs-Band Legerinnen und den neben ihrem Kaufgut daherstehenden Salzsäulen, kam nun noch die Kategorie der "Mitten-im-Weg-mit-dem-Einkaufswagen-langsam-Vorwärtsblockierer". Genau immer so positioniert, dass man weder links noch rechts dran vorbeikommt, sobald man es dennoch wagemutig versucht, endet es wie beim Ben Hurschen Wagenrennen -der Vordermann schert genau in die Richtung, in der man seinen Versuch angetreten hat und verhindert ein erfolgreiches Überholen.
Diese Sorte Hindernismensch korreliert meiner Beobachtung auch wohlfeil mit jenen, die scheinbar nicht räumlich denken, bzw. sich im Raum bewegen -und ihre Umwelt dabei wahrnehmen- können.

Wenn man diesen Menschen dann einen Einkaufswagen gibt, endet es immer mit kreuz-und-quer fahrenden, gerammten Einkaufswagen; sie stolpern mit ihrem Wagen direkt in den Laufweg der eigenen Lastkarre, weil es sie offenbar heftig überfordert sich mit ihrer Position im Raum -und möglichen Kollisionsobjekten- vertraut zu machen.
Kurzum die verhalten sich wie die inkompetenten Arschlöcher, die sie vermutlich auch sind.

Auch scheinen mir viele der Konsumenten in den Läden inzwischen deutlich körperlich gehandicapt zu sein, wie man es früher heranwachsenden Jungen vorwarf: "Der lange Schlacks weiß nicht wohin mit seinen Händen und ist linkisch". Ich vermute da einen Zusammenhang mit dauerhaftem Smartphoneabusus.
Kenne ich ähnlich von mir, wenn ich früher nächtelang am PC gezockt hatte, war meine hand-eye coordination zwar super für die Endbosse im Spiel optimiert, beim kleckerfreien Einschenken eines Glases Milch jedoch wurde der Galaxienretter schnell zum ungeschickten Tatterich.

Merke ich heute noch hin und wieder. Wenn ich mal lange gelesen oder etwas programmiert habe, dann aber schnell noch mal in den Supermarkt muss, stolpere ich ebenso wie die anderen Idioten herum, das Geld aus dem Portemonnaie ziehen wird zum Glücksspiel, hektisches Wegräumen der Ware vom Fließband zum veritablen Slapstick.
Von daher bin ich natürlich in vielen Bereichen ebenfalls Teil der idiotischen Meute, mir aber- und ich denke da ist tatsächlich ein Bruch zur Masse- dessen bewusst und versuche es zu umgehen.

Und Einkaufswagen schieben ohne meine Mitmenschen zu gefährden oder 'Groß' auf dem Klo machen -ohne alles einzusauen- kann ich tatsächlich schon wie ein ganz Großer. :-D

Ihnen Ihr Blödbabbler, Osterhase des Herrn