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Falsch? Oder doch nur unpassend?

Die Tage kann man wieder beobachten was passiert, wenn vermeintlich Richtiges gesagt wird und es vom falschen -weil ideologischen- Gegner kommt.
Wacht auf, Empörte dieser Erde,
die stets man noch zum Jammern zwingt!

, möchte man lauthals die Internationale covern.
Was ist passiert?
Der amerikanische Teufel mit den selbstgefärbten, orangenen Haaren hat sich erlaubt darauf hinzuweisen, dass es shithole countries gibt und die garstige Protofaschistin Ann Coulter sekundierte auf twitter:Okay, yes -- Trump shouldn't call them "shithole countries." A little respect is in order. They are shithole nations
Nun kann man sich darüber echauffieren oder fragen ob da nicht was dran ist.
Man könnte sich fragen, wieso es in Haiti so aussieht, wie es aussieht, obwohl -im Gegensatz zu Kuba- nicht nur keine Sanktionen das Land in bitterster Armut halten, sondern massive Entwicklungshilfe nichts bewirkt hat, vielmehr Teil des Problems zu sein scheint.
Nun haben die USA sicherlich einen gerüttelten Anteil daran, sei es über vergangene systeminstallierende bzw. später stabilisierende Maßnahmen oder sei es über Zerstörung des heimischen Marktes durch hoch subventionierte Reisimporte der nordamerikanischen Farmer.

Wenn unser auswärtiges Amt als Reisewarnung folgendes schreibt:Die gesamte Infrastruktur des Landes (Gesundheitssystem, Straßennetz, Telekommunikation, Wasser- und Energieversorgung etc.) funktioniert nur eingeschränkt. Die Mobilfunkabdeckung ist in den Städten meist gewährleistet, jedoch nicht in ländlichen Gebieten.link Dann ist das für mich ein Hinweis auf ein typisches shithole. Gleiches kann man übrigens über die USA schreiben und -was das Gesundheitswesen angeht wohl auch langsam über GB. Man kann sich fragen, ob die Wortwahl gut war, aber am Kern der Sache gibt es schlicht nicht viel zu deuteln.
Man kann, wie Norwegen einen guten Anteil seines Ressourcenreichtums bei der Bevölkerung ankommen lassen, oder es stattdessen für goldene Paläste und der großzügigen Förderung des islamistischen Terrorismus ausgeben.
Norwegen hat sich für den ersten Teil entschieden, ein weiterer shithole country, Saudi-Arabien für den anderen.

Natürlich kommen mehr Menschen aus quasi failed states auf der Suche nach einem Leben als aus einem satten, sozial gut da stehenden Staat wie Norwegen, natürlich variieren die wirtschaftlich verwertbaren Interessen an den Menschen unterschiedlich. Muss man nicht gut finden, ist aber halt so.
Ein wichtiger Grund, warum sich übrigens auch Deutschland langsam mal ein Einwanderungsgesetz geben sollte, um den sinnfreien und staatlich erzwungenen Asylmissbrauch zu beenden, zu verringern und tatsächlich benötigten Menschen ein Auskommen legal zu ermöglichen.
Und ja, mir ist bewusst, dass man damit die Wirtschaftskraft der Länder aus denen migriert wird, damit nachhaltig schwächt.
Fragt mal Griechenland, Spanien oder Portugal nach ihren flexiblen, gut ausgebildeten jungen Menschen, die sich hier im Norden zur Arbeit eingefunden haben ob denen diese nicht fehlen. Aber da nennt sich dies ja EU-Freizügigkeit, gelle. ;-)

Man kann doch die Augen nicht davor verschließen, dass es Länder auf diesem Planeten gibt, die nichts gebacken kriegen, in denen korrupte Eliten das Volk auspressen und Bürgerkrieg immer eine Option für den nächsten Tag zu sein scheint.
Da haben Milliarden an Entwicklungshilfe nichts gebracht, außer dem Aufbau einer Hilfswerkindustrie in den Geberländern und oftmals als Kolateralschaden die völlige Zerstörung einheimischer Märkte bei den Nehmern.
Sich satt zurückzulehnen und immer und ewiglich dafür den Kolonialismus oder den klassischen Imperialismus -quasi als ewige Konstante der Verdammnis- heranzuziehen geht meines Erachtens deutlich fehl.

Viele der Staaten sind -ja, ja ich bin eurozentriert- eben tatsächlich Dreckslöcher; Dreckslöcher aus denen die Menschen in Legion fliehen, vor Armut, Krieg und Hunger, um Schutz und Arbeit, sowie ein Leben für sich und ihre Kinder zu suchen - gerne auch in der Festung Europa oder den USA. Warum sollte man das nicht so benennen? Aus falscher Rücksicht oder Diplomatie?

Und nun hat sich die AfD auch noch erlaubt das Parlament vorzuführen. Hammelsprung in Berlin statt Panthersprung nach Agadir, die Zeiten ändern sich.
Und was hat die gemeine Presse zu sagen, was die betroffenen Parteien und deren Diätnehmer? Wie damals, die nehmen das Parlament nicht ernst, die wollen uns mit dem Recht vorführen blabla. Und?
Wenn ihr eure Arbeit machen würdet und kein Gewohnheitsrecht auf Leistungsbezug ohne Arbeit eingerichtet hättet, wäre das ins Leere gelaufen. So waren zu wenig von Steuergeldern bezahlte Parlamentarier im Parlament um beschlussfähig zu sein. Der Fehler lag bei euch, meine lieben Altparteien und Diätennehmer, nicht bei denen von der AfD. Nur weil ihr euch in bequemen Unregelmäßigkeiten eingerichtet habt, ist es deswegen nicht falsch, wenn euch jemand qua Geschäftsordnung daran erinnert, was Recht und Gesetz sind. Egal, ob das von der braunen Brut kommt oder von wem auch immer. Macht euren Job, dafür werdet ihr nicht kleinlich bezahlt.

Ihnen Ihr Blödbabbler, kein Fan vom amerikanischen Orang-Utan oder dem dampfenden Haufen namens AfD
AausB - 19. Jan, 21:13

AausB

Schön geschrieben! Hat mir sehr gefallen.
Hab es beim Hoffen auf einen nicht ausfallenden Zug gelesen.
Schöne Grüße aus einem langsam den Norden in Richtung Zürich verlassenden Bummel-IC.

bloedbabbler - 20. Jan, 13:50

:-)

Hallo Herr AausB, schön von ihnen zu lesen, und schön wenn ihnen der Beitrag gefallen hat.
Nun frage ich mich, haben sie die Wartezeit der Bahn genutzt und doch eine Zwangsregistrierung bei twoday gemacht oder darf man endlich wieder anonym kommentieren?

Tja, die Bahn. Die ist ja nicht nur zu seligen Zeiten der k.und.k Monarchie kacke gewesen, wie ich in den Kommentaren zu Herrn steppenhund anmerkte, sondern heute in Deutschland ein wahres Ärgernis.
Sobald es draußen Wetter gibt(Sommerwärme-Klimaanlagenprobleme, Herbstwind-kaputte Oberleitungen und Dreck auf den Schienen, Winterschneematsch-eingefrorene Gleise, kaputte Oberleitungen, Dreck auf den Schienen und den Rest des Jahres dann Streiks) stehen die Züge.
Man möchte meinen, es brauche den guten alten Arbeitergesangsverein gar nicht mehr, der wohlig revolutionär intoniert:Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, Wenn dein starker Arm es will. link; dies bekommt man auch von Kapitalistenseite gut hin, fefe subsumiert sowas ja gerne unter Infrastrukturapokalypse. Ich nenne es das absehbare Ergebnis von freidrehender Profitmaximierung. ;-) :-D

Ich hoffe mal, sie sind inzwischen daheim angekommen und nicht aus lauter Verzweiflung bis zu den Schweizern gefahren zur Entdeckung der Langsamkeit 2.0.
AausB - 21. Jan, 14:44

AausB

Ja, ich bin mittlerweile wieder angekommen ohne den Umweg über Zürich zunehmen. Das wäre auch nicht spaßig gewesen, weil der eingesetzte Ersatzzug 3 Wagen weniger hatte und Reservierung demnach ungülitg. War recht eng. Wie war noch mal der Slogan: "Genießen Sie das Leben in vollen Zügen" oder so ähnlich.

Und ja, ich habe diese Zwangsregistrierung vorgenommen. :)
wvs - 20. Jan, 02:57

Die Wahrheit tut manchmal weh - und trotzdem sollte sie immer willkommen sein ....

Zunächst ist ja nicht Alles falsch was von der AfD an Argumenten kommt. Mindestens in diesem Fall sind die etablierten, satten *Alt*-Parteien selbst schuld wenn sie so vorgeführt werden können.
Bei twitter gab es dazu eine interessante Diskussion, interessant deswegen, weil es ein Schlaglicht auf die Dreistigkeit mancher Parlamentarier warf, ein Beispiel:
Was die U.S.A. / Trumps *shithole*-Aussage angeht ist es sicher korrekt zu behaupten, dass sie in der Absicht für ihre großen Konzerne den Weg zum Profit zu bereiten ganze Staaten destabilisiert haben und deswegen genau an der Misere die Hauptschuld tragen die jetzt offenbar ist.

Wenn der Dieb schreit: "Haltet den Dieb!" hatte ich mal vor einiger Zeit geschrieben [da ging es um Spionage] - und das trifft es genauo wie ihre Ausführungen. Es ist mindestens verlogen mit dem Finger zu zeigen wenn man selbst Mitschuld trägt oder sich gleich verhält. Aber in dieser Haltung sind die Evangelikalen ja geübt.
Selbstkritik ist allerdings den meisten Amerikanern fremd wenn es darum geht ihre eigene Position in der Welt zu beschreiben. Deswegen sind sie ja so unbeliebt geworden, obgleich sich schon vor Jahrzehnten andeutete was jetzt voll ausgeprägt ist: "The Ugly American" (englische Wikipedia).

PS Wikipedia (deutsch) dazu → "Der häßliche Amerikaner"

bloedbabbler - 20. Jan, 14:16

Inzwischen...

...ist man ja eher damit beschäftigt, das Bild des hässlichen Amerikaners in Gestalt von "Mein Freund Harvey" Weinstein zu zementieren und alle weißen Männer im noch feuchten Zementloch zu versenken. Abgerundet mit einer Prise "das ist Rassismus" und "das darf man nicht sagen"-Plattitüden. Da passt dann die eingeschränkte Wahrnehmung in reinen Freund-Feind Methapern durchaus ins Bild einer erlebten kognitiven Dissonanz in Reinkultur.

Ich würde den USA keine Hauptrolle an den arschigen Zuständen geben wollen, sie haben sicherlich einen nicht geringen Anteil, aber auch andere 'Großmächte' wie bspw. China(momentan in Afrika sicherlich die Nummer Eins beim Landgrabbing und ungleichem Tausch) und auch die Reste des sowjetischen Imperiums sind nicht frei davon. Und obwohl ich oben darauf hinwies, dass es mal gut sein sollte mit Imperialismus- und Kolonialismusbegründung als Erklärungsansatz für aktuelle shitholes, sind der Raubbau und die Ausplünderung (inklusive Formung bestimmter Eliten) ein nicht unwesentlicher Malus beim Entstehen von 'normalen' und guten Staatsformen und Gesellschaften.
Hier könnte man rekurrieren auf Max Weber und „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“und schelmisch fragen: hatte Afrika und seine Einwohner etwas zu viel Katholizismus und Islam und zu wenig von Calvin, Zwingli und den anderen Fanatikern?

Who the fuck is Thomas Mockenhaupt?
Verstehe ich ihren Beitrag bei twitter so, dass die Linke die Demokratie untergräbt? Oder wollten sie schreiben, sie tendieren ideologisch zur Partei "Die Linke"? Ich merke wieder mal, ich bin zu alt für diesen Zwitscherkram. :-D ;-)
wvs - 20. Jan, 21:46

Mockenhaupt ist ein SPD-Hinterbänkler aus dem Westerwald, da kam auch die Frau Bätzing her, die uns alle möglichen erfreulichen Dinge verbieten wollte weil sie *ungesund* seien ....
Besagter M. hat die AfD angegriffen weil sie die Geschäftsordnung forciert sehen wollte.
Ein "click!" auf den bereitgestellten Link geht zum Hintergrund der Diskussion & verschafft Klarheit - selbst wenn man sich bei twitter nicht so wohl fühlt & auskennt. Aber verzagen Sie nicht, mir hat der Herr Pathologe anfangs sehr geholfen den Einstieg zu finden, und ich zweifle nicht, dass er das für Sie auch tun wird.

Mein Hinweis auf "Die Linke" sollte nur bedeuten:
Ich bin kein AfD-Anhänger - und trotzdem finde ich den Ansatz das Parlament wieder mit Abgeordneten zu füllen und vor aller Öffentlichkeit zu diskutieren anstatt in Hinterzimmern (genannt "Arbeitsgruppen" und "Ausschüsse") zu kungeln und sich mit Lobbyisten zu ebensolchen Zwecken zu treffen.

Irgendwie habe ich den Eindruck Ihnen in letzter Zeit lästig zu fallen.
Habe ich etwas getan um Sie zu verärgern, nur frei heraus damit ....
bloedbabbler - 21. Jan, 12:22

Hallo Herr wvs,...

... ich habe keine Ahnung wie sie zu der Annahme kommen, sie fielen mir lästig, das Gegenteil ist der Fall. Nun frage ich mich was ich falsch formuliert bzw. signalisiert haben könnte, sodass sie zu solch einer Fehleinschätzung kommen konnten.
Wir teilen -wenn auch in Unterschieden- eine relativ ähnliche Meinung zu Themen der Gegenwart und Vergangenheit, die Unterschiede benenne ich gewöhnlich, sowohl in ihrem blog, als auch hier. Das tat ich aber bereits in der Vergangenheit und es ist ja auch normal, daran kann es also nicht liegen.

Mein Hinweis(who the fuck…) auf den Mockenhaupt war eher rhetorischer Natur, selbstredend las ich die von ihnen verlinkten Beiträge, wie ich es gewöhnlich mit allen Links tue die mir dargeboten werden. Ich hatte auch nach dem Meister gegoogelt, weil ich mir nicht sicher war, ob der nicht vielleicht bei den Linken ist(wegen dem Hinweis in ihrem tweet mit den Linken). Sie sehen, es war mir tatsächlich eher darum zu verstehen, wie der Teil des tweets gedacht war, mein Hinweis aus" Nicht verstehen" eben nicht nur ein Kokettieren mit der gewollten Unwissenheit.

Also nochmal in Klarheit: "Sie fallen mir nicht lästig", ich freue mich auf ihre Beiträge, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sein sollten.

Besser kann ich es heute leider nicht darbieten da mein Schädel brummt von irgendwelchen eingeklemmten ersten Rippen und dem Atlaswirbel die mir etwas zusetzen.
FausD - 20. Jan, 10:27

shithole

Da hat die Springer Presse nun mal recht. Und das im Jubiläumsjahr der grandiosen 68er. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass es nicht nur shithole Länder, sondern auch shithole Bundesländer gibt.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article172462683/Shithole-Affaere-Trump-hat-recht-Nigeria-ist-ein-Drecksloch.html?wtrid=socialmedia.email.sharebutton

bloedbabbler - 20. Jan, 14:31

Der Kommentar...

bei der Welt deckt sich ja ungefähr mit meiner Einschätzung obwohl ich kein Neger aus Nigeria bin da ja nur als nicht betroffener weißer, privilegierter alter Mann drüber schwätzen kann. ;-)
Leider fand ich einen zugrundeliegenden Beitrag der WELT zum Thema nicht, lediglich einen Anriß für WELT+, der allerdings eher mit jener Variante aufmacht, die Rassismus anklagt, weil eben bei der Nennung der shithole countries auch die Menschen dort mitgemeint seien.
Mal ehrlich, das klingt mir eher nach taz denn nach Adolf Axel Springers Nachfolgern - eventuell ist ja ihre Tageszeitung bereits von linksversifften Gutmenschen unterwandert worden auf deren Weg an die Futtertröge der Macht. :-D

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