Samstag, 26. Juli 2014

Und der Herr verteilte Hirn...

Man sagt gewöhnlich, wenn man gut in etwas ist, dann geht man in die Wirtschaft - der Rest landet dann in der Politik oder so.
Als jemand der auch mit Führungskräften in der Wirtschaft zu tun hat(te) kann ich das pauschal zwar nicht bestätigen, aber der andere Teil scheint zu stimmen.
Diese Woche drängten sich wieder Politiker danach zu zeigen wie wenig man können oder verstehen muss, um dennoch - oder gerade deswegen? - einen wichtigen Posten zu bekleiden.

Ich hörte nebenbei -in jener Sendung, die Frau Will präsentiert- zum Thema "Die Toten des Fluges MH17 - Welche Verantwortung hat Putin? " eine Ansammlung von dumpfer Ideologie und wenig Erhellendes.(Wer mag kann noch -bevor privatwirtschaftlich diktierter Lobbyismus in Form der Untat des Depublizierens zuschlägt- die Sendung hier gucken um sich ein eigenes Bild davon zu machen.)
Das konnte so nicht ausbleiben, bei aller Suggestivität und klaren Schuldzuweisung, die bereits der Titel induzierte und bei den geladenen Gästen.

Unter den Gästen schien eine Art heimlicher contest zu laufen; mit dem Titel: Wer ist der unsympathischste und aalglatteste Phrasendrescher in dieser Runde.
Behauptungen statt Beweisen, Verdächtigungen statt Beweisen, Dummgeschätz statt Beweisen, business as usual, deutsche Politik in deutscher Talkshow - ein deutsches Trauerspiel.

Zwischen den beiden Botschaftsangehörigen der Ukraine und der Russischen Föderation konnte es selbstredend kein sinnvolles Argumentieren geben, stand doch der jeweilige Standpunkt bereits fest: Russland ist schuld an allem Bösen auf der Welt oder Russland wäscht seine Hände in Unschuld. Geschenkt.
Aber der Politiker von der CDU war in seinen Behauptungen gegenüber Russland, seinen klaren Schuldzuweisungen noch deutlich intensiver, als der Ukrainer und blieb noch mehr Beweise dafür schuldig.
Wenn so die Politik in diesem Land aussieht, dann muss man sich nicht wundern.
Obwohl der Mann -oder gerade weil?- er einen Abschluss in Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre sein eigen nennen kann und darf, vermittelte er doch dabei nie den Eindruck von Intelligenz oder gar Vernunft.
Es war eine der Überraschungen dieser Sendung für mich, dass ein Soldat, dazu ein ehemaliger NATO Mann und Generalinspekteur der Bundeswehr als Einziger einer Vernunft geleiteten Argumentation mächtig zu sein schien.
Ein Soldat, der den Politiker zu seiner Linken, jenen Herrn Wellmann von der CDU, des Öfteren an die Aufgaben von Politik erinnern musste, was dieser allerdings nicht zu begreifen schien.
Wenn Soldaten nach Vernunft rufen, nach klaren Beweisen für Anschuldigungen und die sinnfreie Eskalationspolitik und einseitigen Schuldzuweisungen kritisiert, dann ist man im Jahr 2014 in Deutschland angekommen.

Ein Land das mich immer mehr beschämt, dessen groteske Politik uns Pfandflaschensammler, Bettler vor den Supermärkten und in den Städten sowie institutionalisierte Almosenvergabestellen beschert hat.
Ein Land in dem sich der Abschaum wieder traut laut nach der Ausrottung von Juden zu gröhlen.
Ein Land in dem man Kriege wieder für moralisch vertretbar und für sinnstiftend hält.
Über dem Land liegt eine mediale Dunstglocke randvoll gefüllt mit: "Uns gehts doch allen gut!" "Mehr vom Gleichen!" und ein stumpfes: "Weiter so Deutschland".
Alles bleibt gut solange wir nur keine (natürlich immer ungerechtfertigten!) Forderungen an die Wirtschaft oder die Politik stellen - morastig stecken wir fest in ausgespuckter Ideologie und Propaganda.
Ein Überbau, der in einer eigenen Welt lebt und das Volk oder besser, den Bürger nicht mehr versteht oder verstehen will.
Ein Land, bei dem die Eliten sich nicht mal mehr die Mühe machen Politik für den Bürger zu machen, nicht weil sie es nicht wollten -obwohl das vermutlich auch-, sondern, weil sie schlicht nicht mehr verstehen, was den gemeinen Michel und die Micheliese umtreibt.

Dazu passt dann auch der werte Herr Stephan Weil, Niedersachsens SPD-Ministerpräsident der messerscharf analysiert, warum die SPD -trotz- wie er es nennt einem sehr erfolgreichen politischen ersten Halbjahr in den Umfragen bei 20% herumdümpelt.
Nicht die gebrochenen Versprechen des Wahlkampfs, das Verrichten der Drecksarbeit weniger gegen alle ist das Problem, sondern *Trommelwirbel* das zu wenig wirtschaftsfreundliche Gesicht der SPD.
Ja, ne, genau!
Daran wirds sicherlich liegen. Die Menschen im Land brauchen mehr von jener Sorte Klassenkampf, für den die SPD seit spätestens Schröder steht, - mehr Umverteilen von unten nach Oben dann klappts auch wieder mit den Wahlergebnissen. m(
Aber vermutlich erscheint ihm das nur logisch und konsequent auf dem Planeten "Sozialdemokratie 21 Jahrhundert", wenn man nicht mal mehr Emanzipation oder eine bessere, weil gerechtere Gesellschaft dem Bürger als Wahllüge auftischen will und muss.

Man hat sich inzwischen schon so in der Rolle als willige Zweigstelle Bad Godesberg bei den Schwarzen integriert, dass eine Politik jenseits des Enddarms der CDU oder gar eine fortschriftliche Utopie außerhalb des möglichen eigenen Erkenntnishorizonts liegt.
Mich wundert, wie der geschätzte, kürzlich verstorbene Iring Fetscher es bis an sein Lebensende bei diesem Verein ertragen konnte.

Doch zurück zum Interview des Herrn Weil, in dem er wiederum messerscharf erkennt:Maßgeblich ist die Programmatik, die sich in dem Slogan widerspiegeln sollte. Das ist zum Beispiel 1998 mit der Aussage „Arbeit, Innovation und Gerechtigkeit“ gut gelungen. Die SPD sollte immer die Themen Arbeit und Zukunft nach vorne stellen
*Hüstel* Eventuell wird ihm, wenn er mal kurz das Hirn einschaltet auch dämmern: "Klar, wir haben damals -und stärker noch in der Regierungszeit danach- die Leute so krachend verraten, haben dieses Land so dermaßen sozial geteilt, haben es möglich gemacht das Menschen von ihrer Arbeit nicht mehr leben können und einseitig das Kapital gepampert - Logo, das nehmen uns die das einfach immer noch krumm." Vielleicht erkennt er: “Wir müssen endlich wieder ehrlich werden, zur parteilichen Programmatik stehen und nicht auf Teufel komm heraus mit dem politischen Gegner koalieren wollen, wir müssen uns wieder der Verantwortung für die bewusst werden, die uns brauchen und nicht in den Hinterzimmern gegen die Bürger Politik exekutieren.“
Vermutlich kommt diese Einsicht aber eher nicht, denn er schlussfolgert stattdessen:Die SPD muss deutlicher als bisher machen, dass es uns nicht nur darum geht, für eine gerechte Verteilung dessen zu sorgen, was erwirtschaftet worden ist, sondern dass wir uns auch zuständig fühlen für die Erwirtschaftung. Das ist in den letzten Jahren zugunsten eines starken Profils bei der sozialen Gerechtigkeit in den Hintergrund getreten. Das müssen wir ändern. Für meine Partei liegt darin eine Chance, denn das größte Risiko in Zeiten des demografischen Wandels wird der Fachkräftemangel sein. Und da hat die SPD in ihrer Programmatik jede Menge im Angebot.
So, so die gerechte Verteilung ist also ein Anliegen der SPD, welches man zu stark akzentuiert hat in den letzten Jahren. :-D Ehrlich? Zu stark? Gerechte Verteilung? o.k. ich gebe zu der kam echt unerwartet, ich rolle noch vor Lachen auf dem Boden hin und her.*Prust!*
*Schnauf* O.k. jetzt gehts wieder. Nee, sorry, muss noch mal rollen.
*puuh* Lachen ist echt gesund. Aber zurück zum Thema.
Eventuell sollte man das dann einfach mal machen, also sich um eine gerechtere Verteilung des Produktivitätszuwachses kümmern, statt nur nach Sonntagreden auf Parteitagen ein Hohelied darauf abzusingen.
Aber dieser Teil der Antwort kommt ja auch nur als Alibifunktion -quasi als Einleitung zur wahren Absicht daher. Was ihn sorgt und umtreibt ist vielmehr -ich übersetze mal den sprachlichen Kleister- eben das Pampern der Wirtschaft; auf Kosten von wem wohl?
Nun ja, aber wir sorgen uns natürlich auch um die gerechte Verteilung, sie verstehen schon, deswegen gibt’s bspw. keine Vermögenssteuer, keine Besteuerung von Firmenerben, und eine Kapitalertragssteuer von 25%.
Denn, das wissen wir doch alle: das Kapital ist ein scheues Reh und die Politik wohl der Bock der zum Gärtner gemacht wurde, wie es scheint.
Warum nur klingt der Satz mit den Bullshitbingofloskeln "demographischer Wandel" und "Fachkräftemangel" so, als hätte er ihn aus einem Seminar bei der Bertelsmann Stiftung oder direkt von der INSM Klippschule für politisches Denken vorgelegt bekommen?
Ach so, weil es sicherlich auch so ist - deutsche Politiker beziehen offensichtlich die meisten Informationen von Lobbyisten und deren Organisationen; und die größten Lautsprecher des Kapitals finden sich eben in diesen beiden.

Aber mal ehrlich, mit Sozialdemokratie hat das doch alles schon ganz lange nix mehr zu tun, gelle. Deswegen resignieren die Menschen und wählen gar nicht mehr, oder sie wählen gleich das Original, weil die wenigstens eine Frau an der Spitze haben.

Nur eins da -kann man sich sicher sein- braucht Deutschland ganz bestimmt nicht: eine SPD die sich als Büttel der Kapitalinteressen versteht und auch so handelt, kapische?

Ihnen Ihr Blödbabbler

Alle Zitate aus dem Interview mit Herrn Weil stammen von hier.

Sonntag, 20. Juli 2014

Schrittgeschwindigkeit und Willkür

Vor einiger Zeit wurde ich mit einer wahrlich merkwürdigen Tatsache des Bußgeldkatalogs, der bei Verstößen gegen die StVO greift, konfrontiert.

Ich fuhr aus einer Tempo 30 Zone in einen "Verkehrsberuhigten Bereich" ein, einen kleinen Weg der zwei Straßen miteinander verbindet.
Dieser Weg hat ungefähr eine Länge von 250-300 Metern und besteht aus einem ebenen Pflaster ohne gesonderten Fußgängerweg. An der rechten Seite sind Parkflächen ausgewiesen.
In näherer Umgebung befindet sich ein eine Grundschule ca. 1,5 Km entfernt.
Gewöhnlich befinden sich auf diesem Weg zu Schulzeiten ca. 1-2 Kinder oder Erwachsene, wenn Schulschluss ist auch mal ein Pulk davon.

Ich befuhr diesen Weg während der Ferienzeit, tagsüber sodass sich dort genau zwei PKWs parkend auf der rechten Seite befanden, Fußgänger waren keine vorhanden.
Da ich mit der Ms. im Gespräch war und das Auto gefühlt mehr rollte als fuhr, achtete ich nicht auf mögliche Fallensteller des Ordnungsamtes.
Und siehe da, schon gab es ein hübsches Frontfoto des Blödbabblers.
Eines der beiden Autos war die camouflierte, mobile Blitzanlage unserer Freunde vom Ordnungsamt.
Ein schneller Blick auf den Tacho belehrte mich das ich um die 30 km/h schnell gewesen sein muss - sicherlich nicht Schrittgeschwindigkeit.
Ärgerlich, aber so ist eben die Regel bei Gesetzen. Halt dich dran oder, wenn du erwischt wirst, steh dafür grade.

Also kräftig auf den Bediener des Blitzers geschimpft, die Offensichtlichkeit des Abkassierens an dieser Stelle hervorgehoben. Denn, wenn dort Gefahr bestünde, weil dort Fußgänger unterwegs sind, dann kann man nicht schneller fahren als Schrittgeschwindigkeit - die Ferienzeit war offensichtlich der Grund für die Messung.
Aber dadurch gabs halt -aus meiner Sicht- auch keinen Grund dort zu blitzen, außer eben dem, sichere Beute zu machen. Sei es drum.

Zuhause angekommen wollte ich dann wissen wie hoch mein zu erwartender Obolus an die Stadt sein würde.
Und hier stieß ich dann auf jenen Akt, der für mich definitiv als ein willkürlicher anzusehen ist.
Es gibt keine bundesweite Definition -in realen km/h- für "Schrittgeschwindigkeit". :-O
Wenn ich das Glück hätte in Leipzig geblitzt zu werden, würde man von 15 km/h ausgehen, in Köln dagegen von 7 und in Hamm von 10 km/h.
Sie, die Schrittgeschwindigkeit müsse "[...]jedenfalls deutlich unter 20 km/h [...] liegen.

Da saß ich also, mit der Vorstellung ca. 30 Km/h (+/- 5 km/h) schnell gewesen zu sein und der Vorstellung bei möglichen 7 km/h Höchstgeschwindigkeit selbige um 23 km/h (+/- 5 km/h) überschritten zu haben.
Es drohte mir -wen ich mich recht entsinne- nach dem alten Bußgeldkatalog als Spanne einer möglichen Strafe etwas von 15-25 Euro bis hin zu einem Fahrverbot, 100 Euro Strafe und einem Punkt.

Sehr nett, das nenne ich Rechtssicherheit, denn man weiß natürlich nicht, was die eigene Stadt als Grundlage für den Begriff "Schrittgeschwindigkeit" anlegt. Liegt man eher bei den 15 km/h aus Leipzig oder richtet man sich eher nach Kölner Einschätzungen?
Oder gar nach der aus dem Land des Jagertees?
Dort sind es nämlich 5 km/h.

WTF!
Wie kann es denn sein, das hier keine Rechtssicherheit besteht, indem keine echte Geschwindigkeit hinterlegt ist?
Mein alter Audi fing -glaube ich- erst bei 20 km/h an seine Tachonadel zu bewegen. Der Golf zeigt wohl bereits ab 5 km/h an.

Nachdem ich mir eingeredet hatte, das die Stadt das Geld haben möchte und nicht ans Land abdrücken will, somit vermutlich eine höhere Geschwindigkeit erlaubt sei, vergingen die fast 4 Wochen, die ich auf den Zahlungsbefehl wartete, wie im Flug. :-D

Nun weiß ich, meine Heimatstadt rechnet mit 10 km/h für die Schrittgeschwindigkeit, mir wurden 25 km/h zur Last gelegt und das zu zahlende Geld betrug 25 Euro. Bezahlt und gut.
Aber, was bleibt ist das unangenehme Gefühl beim Durchfahren von verkehrsberuhigten Bereichen in anderen Städten und Bundesländern - denn selbst im ersten Gang bei 'keinem Gas' ruckelt mein Auto locker mit 10 km/h vor sich hin.
Ums bequemer zu haben sind es schon mal 15 km/h, deutlich zu viel in Köln, fast legal bei mir zuhause. ;-)
Rechtssicherheit sieht anders aus, das Maß scheint willkürlich.

Findet Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 13. Juli 2014

Endspiel ohne Bernhard

Endspiel also, so so.

Im Lande tönt es bereits wieder großdeutsch und überheblich.
Man spricht davon: wir haben es verdient Weltmeister zu werden, wir sind endlich dran.
Klingt so ähnlich, wie weiland Kaiser Willys Legitimation auf der Suche nach einem Platz an der Sonne, anmaßend und widerlich.
Verdient? Wegen des Spiels gegen Brasilien? Oder, weil Deutschland endlich wieder eine größere Rolle spielen soll, ja nachgerade muss, wie uns die im Gleischschritt marschierenden Medien und unsere politischen Führer nicht müde werden zu propagandieren?

Bin ich eigentlich der Einzige, der Eins und Eins zusammenzählt?
In allen Sender sprechen sie vom brasilianischen Verband als einem der korruptesten innerhalb der an sich schon nicht wirklich sauberen FIFA.
Und wir wundern uns über ein überraschendes 1:7 der Brasilianer, ein Spiel bei dem es wirkte als haben sie verlernt zu spielen?
O.k. die waren auch in den Spielen vorher nicht wirklich besser, aber da hatten sie Glück und einen Superstar der traf.

Mal gucken wie die Wettquoten lagen, gab bestimmt ein paar fette Abräumer bei den Spielen der WM, die ja allesamt sehr überraschende Ergebnisse aufzeigten.
Eventuell wurde einfach mal die ganze WM verschoben? Natürlich alles nur Spekulation und Verschwörungstheorie, aber vielleicht regt das ja ein wenig zum Nachdenken an.

Ein weniger unsympathischer Gegner als Argentinien und ich wäre tatsächlich mal verleitet worden, heute Abend dem Gegner die Daumen zu drücken.
Aber die bekreuzigen sich für meinen Geschmack zu viel und sind veritable Großkotze vor dem Herrn.
Nebenbei spielen sie miesen Defensivmauerfußball und hoffen blind drauf, dass vorne ausgerechnet ein Messie aufräumt - ulkige Vorstellung, oder?
Ich tippe mal ganz platt, wenn Deutschland ein Tor schießt, gewinnen sie, wenn Argentinien eins schießt die.
Ansonsten ist der Ball meistens rund und Spiel dauert so lange bis es abgepfiffen wird. Sieger ist dann der, der bei der FIFA dafür eingeplant war. ;-)
Endlich kann ich abends jetzt wieder früher schlafen, Serien gucken oder was anständiges lesen.

In der Zeit der WM wurde die mediale Empörung bezüglich spy vs. Spy hochgefahren, aber die Erkenntnis, dass die Amis auf Bürgerrechte in Deutschland scheißen, die hat sich immer noch nicht in den denkfaulen Hirnen unserer Führungselite etabliert.
Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf.

Man steckt so tief im Darm der Amis drin, dass man sich nicht wundern muss, wieso es in diesem Land immer noch so viele Braune gibt und es an allen Ecken stinkt.

There is something rotten in the state of Germany.

Dies, was nach Aas riecht und auch so aussieht, sind die faulenden Reste unserer Demokratie; gemeuchelt von Landesverrätern, die sich selbst die Diäten erhöhen, aber ihrer Schutzpflicht für die Bürger des Landes nicht nachkommen. Das Pack, das Bürgerrechte und Demokratie auf dem Altar von Bündnistreue -ich glaube ich muss kotzen- opfert. Ein Bündnis sie zu knechten, Bündnistreue ein noch dollereres Supergrundrecht, als wie das vom ehemaligen Bundespudel ausgerufene Supergrundrecht auf Sicherheit? Manchmal fragt man sich wieso der Mollath einsitzen musste und die noch von unseren Geldern profitieren dürfen.

Genau das Pack, das sich nicht scheut seine Bürger an die Amis zu verkaufen, Grundrechte und das Grundgesetz umgeht und missachtet um nur nicht Bündnisuntreu zu wirken.
Und die wollen mir was von Demokratie, Recht und Ordnung im Land erzählen?
Schutz der gemeinsamen Werte? Freiheitlich demokratische Grundordnung?
Wenn ich nicht so eine vollgefressene Wampe hätte, würde ich mich vor Lachen angewidert schütteln. So bleibts bei Sodbrennen, wenn ich an diese Elite denke, wobei ein trockener Furz aufs Auge sicherlich treffender wäre.
Profiteure und Absahner allesamt, Zerstörer von Frieden und Freiheit auf dem Seelenverkäufer „MS Deutschland“.

Scheinbar war das Problem in der DDR nicht, wie ich bisher irrtümlich annahm, massive Überwachung, Bespitzelung und Staatsterror gegen die Bürger, sondern nur, dass es die falschen Menschen gemacht habe. Halt die und nicht man selbst.
Klingt ein wenig nach dem alten Woody Allen Satz, den Sonja als Begründung des Tyrannenmordes an Napoleon in "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko" anführt.
Dort zitiert sie Attila den Hunnen: "Gewalt ist gerechtfertigt, wenn es im Dienst der Menschheit geschieht."

Und so schließt sich der Kreis, der Bundespfaffe der nach Kriegseinsätzen und mehr 'Verantwortung' gröhlt, die Kanzlerin, die immer noch zur vollständigen Überwachung der ihr anvertrauten Bürger und des Landes schweigt und lieber Putin maßregelt, als sich Gedanken über vollzogenes Unrecht und Gesetzesbruch im eigenen Haus zu machen und dementsprechend zu handeln.
Nicht die zwei enttarnten 'Spione' sind das Problem; dass sich Dienste gegenseitig bespitzeln gehört zum Programm.
Das andere Länder bespitzelt werden ebenfalls.

Das sich aber die Regierung ein Jahr nachdem offengelegt wurde in welchem Ausmaß die Bürger der BRD überwacht werden, immer noch so getan wird, als sei das ein verzeihlicher Ausrutscher ist in meinen Augen eine Straftat und sollte die Verhaftung der Regierung und der anderen Verantwortlichen nach sich ziehen.

Ich merke mir euren Verrat und werde das nicht vergessen.

No pasaran!

Blödbabbler

Montag, 7. Juli 2014

Wettergott - Arschloch!

Wenn der Blödbabbler mal ein Wochenende 'urlaubt' kann man sicher sein, dass das Wetter ihn verhöhnt.
Darunter litten natürlich auch die Frau IausF, Herr AausF und die Ms.
Die alte Römerstadt Trier war ausgedeutet worden um ein schönes Wochenende an der frischen Luft -lustwandelnd zwischen der Römer Hinterlassenschaften- zu verbringen.
Dazu war eine schöne Unterkunft bezogen worden, die mit leckerem Essen -inklusive einer genialen crème brûlée in durchaus feiner Größe- aufwarten konnte.
Die Anreise am Freitag ging entspannt von der Hand, während der Autofahrt strahlte die Sonne, wie weiland Alfred E. Neumann zwischen seiner Zahnlücke.
Ungefähr eine Stunde nach Ankunft begann der Himmel sich zu bewölken, hielt sich aber mit Regengüssen zurück, sodass wir draußen an der Mosel speisend bis in den späten Abend angeregt plauschten.
Sehr schön. :-)

Für den Samstag war bewölkter Himmel angesagt, am Sontag, dem Tag der Abreise sollte es dann entsprechend regnen. Passt eigentlich, dachte man sich und freute sich auf den kommenden Morgen.
Der begann dann pünktlich zum Frühstück mit Regen, der danach von stärkerem Regen abgelöst wurde, welcher sich bis in die Nacht konsequenterweise hielt.
So viel zum Thema "Wetterprognosen und Vorhersagen". Aberglaube und unwissenschaftlicher Humbug sondergleichen.

Treffsicherer war der werte Herr AausF der bereits am Abend vorher bemängelte das seine Gespielin und der armselige Schreiber dieses Blogs noch Karamellreste an den Schälchen übriggelassen, mithin Schlechtwetterbringer seien.
Ein launiges Hoch auf ihn an dieser Stelle für seinen Weitblick. :-D

Nun war für den unwahrscheinlichen Fall eines Regenschauers als blödbabblerscher Notfallplan nur das -von mir sehr gemochte- Landesmuseum eingeplant. Der Fußmarsch von der zugigen und windgepeitschten Porta Nigra durch die Innenstadt hin zur Konstantinbasilika und dann in Spuckweite des Museums war ein wenig unerfreulich, Herr AausF brummelte ob des Wetters und der ungewohnten Form der Fortbewegung vernehmlich, auch das Stadium seiner Durchnässung hob seine Laune nicht unbedingt. Da hatte das arme Museum natürlich einen schweren Stand.

Das darin befindliche Café zeigte sich so, wie ich es bereits kennengelernt hatte, damals ziehen sich die Bedienungen gegenseitig lautstark vor den Gästen der Inkompetenz und ich mussten beiden Seiten Recht geben.
Die Suppe die man auch mit einer Einlage vom Tier damals bekommen konnte, kam -trotz dieser Bestellung- natürlich ohne daher. Und siehe da: Déjà-vu, Déjà-vu!"
In der Kokos-Curry-Suppe sollten Klumpen vom Huhn baden, doch -trotz unserer Dahingehenden Bestellung- war es nur deren Badewasser, allerdings schön süß. Der Herr AausF bekam einen Kaffee statt des bestellten Milchkaffes und war danach nicht unbedingt deutlich besserer Laune. :-D

Nach mehreren Stunden Fußmarsch durch die Geschichte waren wir alle schon deutlich platt und liefen noch zu den Kaiserthermen, gingen aber -was uns der Herr AausF dann aufs Brot schmierte- nicht hinein, irgendwie waren wir müde, hungrig, nass und angepisst. Das uns Menschen mit angeklebten Ohren in grober Tracht über den Weg liefen, weil nebenan das Mittelalter ausgebrochen war - für 8 Euro pro Kopf- sorgte zwar für launige Sprüche unsererseits, aber nicht für den Beginn der Renaissance.
Um meinen Begleitern nochmals richtig auf den Keks zu gehen, schleppte ich sie zum Geburtshaus von Karl Marx, der allerdings -wie es schien- nicht zuhause war. In der näheren Umgebung tummelt sich dafür die esoterische Szene in Form eines Bürgerbüros der Grünen, direkt neben einem Bio-Öko-Wunderkerzen Laden und irgendwelchen Wunderheilern. Karl, mir graust!

Da wir den armen, nassen Herrn AuasF natürlich nicht auch noch dazu ausdeuten wollten am Abend der Fahrer und somit Nichttrinker zu sein - und weil es daheim sowieso am Besten schmeckt, mampften wir nochmal im Hotel und schliefen bereits, als Costa Rica aus der WM ausschied.

Am Sonntag, dem Tag der prophezeiten Sintflut begrüßte uns strahlender Sonnenschein, der die Haut und das Gemüt traf wie ein kräftiger Tritt in die unteren Weichteile.
Aber besser Sonne, warm und schwül als trübe und nass, selbst für die Heimfahrt, welche tankenderweise und selbstverständlich auch um die Whiskyvorräte deutlich aufzustocken über Luxemburg ging.

So fuhren wir langsam die Mosel lang und machten noch einen Halt, als die Sonne immer noch schien, im wunderschönen Beilstein mit seinem grandiosen Ausblick über Mosel.

Danach trennten sich unsere Wege und bis jetzt habe ich noch nichts von oder über Frau IausF und den Herrn AausF gehört - vermutlich sitzen sie in ihrem Auto fest, umzingelt von Zombies und den Kofferraum voller Schnaps. Möge der Plastiktrichter ihnen helfen!
Ihnen Ihr treuer Chronist
Blödbabbler

Montag, 30. Juni 2014

Fußballgott tanzt Pogo

Fußballspiele und besonders die Krönung - Weltmeisterschaften- sind ein schönes Panoptikum für die bizarre Form von religiösem Selbstverständnis.
Da wird sich bekreuzigt oder die Handflächen gen Himmel gereckt das die Schwarte kracht.
Ein personalisiertes Wesen, das offenbar nichts besseres zu tun hat, als Sportlern beim Torschuss behilflich zu sein, ein Wesen das scheinbar 'Glück' bringen soll, wie eine fette, goldene Buddhafigur an der sich ein Eber reibt.
Wie arm muss die Selbstwahrnehmung dieser Sportler sein, wie niedrig das Vertrauen in den eigenen Beruf wenn ich ein vorgeblich allmächtiges Wesen anrufe mir zu helfen(Von jener Armut, die zu dieser Überzeugung führte ganz zu schweigen)?
Hilfe und Beistand erflehen also; und zwar nicht in den Zeiten der Eiszeit oder während die Seevölker Troja marodierten, sondern 2014 im heißen Brasilien während eines sportlichen Wettkampfs.

Nun ist ja nahezu alles inzwischen durchkapitalisiert auf diesem Planeten.
Jene Organisation, die für die Wettkämpfe verantwortlich zeichnet, ein scheinbares Gebilde erbaut aus Bakschisch und Omerta -mit einem schweizerischen Paten an der Spitze- wäre nun ein echter Grund um mit dem Beten anzufangen.
Oder halt mit was Sinnvollem wie der Zerschlagung dieser Strukturen und konsequenter Bestrafung der Verantwortlichen.

Es ist ein schlechter Witz das nationale Gesetze mit der Wirtschaftsmacht der Fifa im Rücken außer Kraft gesetzt werden können; bsp. das seit elf Jahren bestehende Alkoholverkaufsverbot in Stadien in Brasilien.
Warum? Ganz einfach, weil der Hauptsponsor amerikanische Plörre dort als Bier verkaufen will.
Ich bin gespannt mal ob das auch bei den religiösen Fanatikern -und dem dortigen Alkoholverbot- in Katar so einfach wird, oder ob man sich dort dann dem gelebten Irrsinn beugt.
Sorgen dann im Land die menschenverachtenden Taliban oder die Hamas - die dort 'Botschaften' haben- für Bombenstimmung?
Treibt man dann keine Sau, sondern Homosexuelle durchs Dorf?
Eventuell tritt ja ein Steinverkäufer oder ein Schwerthersteller als Hauptsponsor auf. Wissen schon, Gesetze des Propheten umsetzen, *knicknack*
Wie trennt man eigentlich dort im Stadion die edlen Menschen, also islamische Männer vom Abschaum, also allen anderen Männern und gar solchen Untermenschen wie Frauen? Burka für alle? Vollbartzwang?
Aber ich schweife ab.
Beim Spiel der Russen gegen Algerien, bei dem Russland zu Recht nach Hause geschickt wurde, weil kein einziger Ball sein Ziel traf, konnte man es auf dem Platz und im Rund frömmeln sehn, bis der Arzt hätte kommen müssen.
Aber leider, immer wenn man einen mit der Zwangsjacke bräuchte, versorgt der noch zusammen mit Schwester Ratched den lieben McMurphy.

Alleine schon dieses Verhalten macht es mir heute leicht mich zu Deutschland auf dem Platz zu bekennen.
Wobei ich -im Gegensatz zu den meisten Linken- eigentlich immer zu Deutschland beim Fußball halte; die lächerlichen Blüten die es treibt nur, weil man Deutschland für so furchtbar undemokratisch, gar faschistisch hält dem Iran oder Saudi Arabien die Daumen zu drücken ist Teil des Perzeptionsproblems dieser Kreise beim Thema "Menschenrecht".
Doch zurück zur deutschen Mannschaft und den sie bevölkernden Söldnern.
Auch dort ist durch Katholizismus zwar schon eine Menge Hirnschaden angerichtet worden, aber zumindest die Zuschauer sind nicht aufdringlich am Beten und den Herrn beschwören.
Da schlucke ich auch die zu erwartenden geistlosen "Sieg"- Rufe, bei denen man unwillkürlich immer auf den zweiten Teil der grausigen Botschaft wartet, mal runter.

Mal gespannt ob der IdiotenmonatMonat der Selbstkasteiung die Algerischen schwächt oder ob sie sich doch Getränke auf dem Platz reichen lassen.
Was ich vom Fasten halte, egal ob bei Christen oder Muslimen habe ich ja schon deutlich geschrieben. Zusammengefasst: Weniger als nichts!

Ein Orakel habe ich heute leider auch nicht.
Da mir allerdings letzte Nacht ein fliegendes Pferd -das sogar sprechen konnte- mitteilte: Gott sei genauso genervt wie ich von den ganzen banalen Anfragen, Ansinnen und Belästigungen seiner Jünger und Anhängerschaft und würde lieber 'ne Runde Pogo tanzen gehen, statt sich den Fußballunfug anzuschauen, wird es wohl 'nur' auf die Spieler selbst ankommen und da haut Deutschland Algerien mit 3:0 weg.

Deshalb: Rote Beete statt Runde Beten

Ihnen Ihr Blödbabbler

#Halbzeitupdate
Meine Güte, so eine lausige Leistung habe ich in dem Moment erwartet, als ich die Aufstellung sah. Eine Abwehrreihe die den Namen nicht verdient, Spieler die überfordert sind einen Pass zu spielen, der über eine Distanz von mehr als einem halben Meter auch ankommt. Immer zwei Schritte zu langsam, ein Torwart der den Sechzehner verlassen muss und seinen Spaß dabei hat, zeugen von einem Fehlen einer echten Defensive. Boateng noch mehr Totalausfall als gewöhnlich, Mustafi extrem schwach, Özil mit Lachen im gesicht obwohl man ob seiner Passgenauigkeit eher weinen müßte. Höwedes der Schwächste der Schwachen und Mertesacker unsicher bei jedem Ballkontakt. Götze unfähig und Kroos der Einzige bei dem es wirkt als wenn er durch einen Zufallstreffer wenigstens etwas zum Spiel beitragen könnte. Schweinsteiger mit Einsatz und der beste Feldspieler der Deutschen im Moment. Ein ganz schlimmes Gekicke, scheint als hätten die deutschen Söldner beim Einlaufen ihre Eier verloren, schwanzloses Gekicke. Nach meinem obigen Text muss ich feststellen, bisher hätten es die Algerier verdient zu gewinnen. Mal schaun ob der Bundes-Jogi dieser Schande der Fußballzunft die Leviten anständig liest. Oder schenkt man das Spiel aus Reue für die Schande von Gijon her?#

#90Minuten Update
m( #

Samstag, 28. Juni 2014

Kriegstreiber allesamt

Passend zum Jubiläum des ersten, im industriellen Maßstab vollzogenen Abschlachtens trommelt unsere Elite wieder für den Krieg.

Scheinbar hat die strukturelle Krise des Kapitalismus mal wieder ein Problem generiert was absehbar nur durch dramatische Vernichtung von Material und Menschenleben zu resetten ist.
Der Bundespfaffe plädiert ja seit geraumer Zeit dafür -gegen den erklärten Willen der Insassen der BRD- das wir mehr Flagge zeigen sollen, gerne auch in der Geschmacksrichtung "Germans to the front".
Währenddessen scheint die Zensursula endlich an dem Platz angekommen zu sein, wo sie den Schaden fürs deutsche Volk maximieren kann. Ihre Forderung nach Kampfdrohnen reiht sich nahtlos ein in die Kriegstreiberei, die man inzwischen immer öfter und lauter vernehmen kann.
Kriege, 'tschuldigung humanitäre Interventionen mit militärischem Gerät, sind wieder ein gängiges Mittel der Interessenwahrnehmung bei den Politiker dieser Tage.

Es hat immer den Anschein das die konservativen Bummsköppe es den Grünen und der Verräterpartei immer noch nicht verzeihen können, dass sie die Ersten waren, die Deutschland wieder in Kriegseinsätze gelogen haben.

Drum setzt man noch eine Schippe drauf.
Die einzige sinnvolle Handlung die der Spaßvogel Westerwelle als Außenminister vollbracht hat, war eben die Enthaltung im Sicherheitsrat, besser noch wäre ein Nein! gewesen.

Kriege sind wieder hoffähig; Menschenrechte und Gründe werden beliebig gebogen, bis sie zu der Farce passen, die gemeinhin in diesem Land Außenpolitik genannt wird .
Die Mutterkreuzler-Kriegstrulla, bei der spätestens bei ihren Zensurversuchen klar war, auch wenn es lächelt, steckt doch Böses dahinter, füllt ihre Rolle als Mutter der Kompanie ungefähr genauso aus, wie der Merkelator die seine als Kanzlerdarsteller.
Wer mir dabei irgendwie mit Genderunsinn daherkommt, mir was von weiblicher Politik vorfaselt und letztlich in Frauen den besseren, weil friedfertigeren Menschen sieht, der sollte seine Wahrnehmung nochmal fein justieren.
Es ist letztlich egal welches Geschlecht das Pack hat, das euch regiert, welches Gesicht hier Interessen von Kapitalfraktionen exekutiert.

Die Büttel, die Fleischwerdung von materiellen Kräfteverhältnissen die sich in den Positionen manifestiert sind immer Vertreter eben jener Interessengruppen, die sie stützen.

Lustigerweise glaubt der gemeine Michel -und seine Micheline - noch ihre Stimme wäre der Grund dafür, wie sie aber zu ihrer Meinung kamen und warum sie so und nicht anders gewählt haben, liegt meist im Dunkeln. Oder eben der gewünschten Umnachtung.

Pikanterweise findet sich im Moment ein klarer Widerspruch zu dem was die (politischen) Eliten wollen und dem, was die Insassen dieser Republik für sinnvoll erachten.
Dieser Widerspruch ist offen und bekannt, die Interessen der Herrschenden sind eben nie deckungsgleich zu den Interessen der Beherrschten, auch und gerade nicht in der Staatsform Demokratie.

Und die ehemalige Vierte Gewalt hat en gros nichts besseres zu tun, denn als platter Wirkverstärker der kriegstreibenden Interessen zu fungieren; es kuschelt sich offenbar gut im warmen Bett der Kapitalfraktionen, gerne und besonders auch bei den Qualitätsjournalisten der bürgerlichen, sich selbst noch liberal dünkenden Presse.
Journalistische Kritik wird an das kriegsmüde und feige Volk gerichtet, statt die Marschrichtung der Profiteure zu hinterfragen und mit der Feder -skalpellgleich- herauszupräparieren.
Schäbige Lautsprecher des Kapitals statt kritische Kontrolleure und Auf-die-Finger-Hauer.

Jetzt hab ich mich wieder geärgert, gut, dass es den Fußball und die WM gibt - da kann ich mich gleich wieder beruhigen und einlullen lassen.

Ich freue mich schon wenn sich die, die heute Kriege wieder als ultima ratio zu verkaufen trachten, bei den Feierlichkeiten zu den Menschenschlachtopfern mit tränenerstickter Miene zu Wort melden.
Auch dieser Krieg, der Große, ein imperialer; einer bei dem Kapitalinteressen die Fäden zogen an denen Marionetten die von Ehre, Ruhm und Vaterland verteidigen fabulierten.
Genau die gleiche Mischpoke wie heute - nur damals mit Monokel.

Ich wünsch euch Pack Furunkel am Arsch bis zum St. Nimmerleins Tag.

Angefressene Grüße Ihnen Ihr Blödbabbler

Donnerstag, 26. Juni 2014

Orakellos

Hier stand eigentlich ein ganz langer Text, der sich über die verzweifelte Suche nach einem Orakel für das Spiel Deutschland gegen die USA ausließ.
Auch ein Spottgedicht hatte ich brav integriert, einzig der Computer entschloss sich spontan herunterzufahren, bevor mein Text gesichert bzw. hochgeschickt war.
Ein paar kräftige Tritte später und voller Zorn stelle ich fest. Scheiß drauf. Also das Spiel geht 4:2 aus, weil der gute Plantation Rum Barbados 2001, den ich für kleines Geld vorhin in Frankfurt erstand eben 42% hat. Basta!
Meine Frage allerdings, ob man sich immer so schmutzig fühlt, wenn man aus einer S-Bahn aussteigt, stelle ich hiermit nochmal.
Bäh, ich hatte den dringlichen Wunsch mir die Hände und eigentlich auch alles andere zu waschen, als wir wieder daheim angekommen sind.
Ach so, natürlich wird das Spiel eher 2:2 ausgehen sagen mir meine Eingeweide, die rumoren etwas von schalem Senf aus Dijon, oder wars doch die Schande von Gijon? Egal, Hauptsache Eingeweide lesen.
Was fällt unter den Tisch? Die fetten Amerikaner die ich in Frankfurt miteinander züngelnd traf, definitiv kein Orakel für gar nichts, nicht mal guten Geschmack.
Horden von Hirnweichgespülten die passend zum Bumskopptag, dem Tag an dem jeder sich was weißes anzieht - Hauptsache schwarz-rot-gold - herumstrolchen.
Ich zog mir passend dazu -quasi als Kontrast- mein Deutschland T-Shirt an.

Störte aber keinen, denn Frankfurt ist nun mal scheißtolerant oder was ich eher vermute, die meisten Menschen im Konsumrausch können einfach nicht lesen. Oder es ist ihnen eben auch egal, Hauptsache Schnäppchen.
Zum Konsumrausch der Deutschen hat dankbarerweise heute Jens Berger was geschrieben, also zu der geistfreien Adaption durch SpOn.
So, ich ergebe mich jetzt dem Fußballrausch und wünsche meinen Mitmenschen einen ruhmreichen Tag, möge das Hirn siegen.

Blödbabbler, Arsch des Herrn

Samstag, 21. Juni 2014

Orakel 2.0 Revenge of the pickel

Heute habe ich -beim Duschen- mein körpereigenes Blödbabbler-Orakel dazu befragt wie denn das Spiel der deutschen Söldnertruppe gegen Ghana ausgehen könnte.
Auf dem linken Bein blühten -mal wieder als Nebenwirkung eines Medikaments- zwei Pickel, auf dem rechten nur einer.
Damit scheint es klar zu sein: Deutschland gegen Ghana 2:1.
Ich vermute mal, dass die ersten 10 Minuten wieder spielentscheidend werden - ein schnelles Tor und der Käse ist gerollt. Sonst wird es sicherlich zäh bei den Temperaturen.

Mal gucken ob mein nerviger Nachbar heute endlich in die Psychiatrie eingewiesen wird; seine Schlachtgesänge vor unserem Balkon gestern beim Italien Spiel klangen verdächtig nach einem dringend notwendigen Besuch samt Medikation bei Schwester Ratched.
Ich denke solche Art Menschen hat der werte Herr wvs im Kopf, wenn er über Infektion mit "Fußball" schreibt. Schlimm!

Ansonsten ist eine Fußball-WM bei der England und Spanien in der Vorrunde heimgeschickt werden zumindest ein guter Anfang, Italien kann gerne gedemütigt folgen.

Blödbabbler legt sich jetzt gleich aufs Sofa um den Spielern nachher frohgemut ein: "Lauf, du fauler Sack entgegenzuschleudern". :-D

Einen friedfertigen Samstag wünscht Ihnen Ihr Blödbabbler

#Update20140622#
Da mein Nachbar gestern komplett ruhig blieb, vermute ich das er tatsächlich abgeholt wurde. Oder er fährt immer noch mit seinem Auto im Kreisel herum seit dem Italienspiel.*eg*
Mein Tipp ging wieder in die Hose, denn man sollte sein Orakel auch lesen können, wie weiland Netzer Günter ein Spiel. Ich hätte die Mittelohrentzündung im rechten Ohr zugunsten Ghanas mitberücksichtigen müssen, dann häts gepasst. Aber hinterher ist man immer schlauer und ein Spiel dauert 90 Minuten + Nachspielzeit. Was bleibt? Der Experte der ARD Herr Scholl brachte es auf den Punkt pomadiges Spiel der Deutschen in der ersten Halbzeit - war man sich wieder zu ischer anstrengungslos zu siegen, oder klappte das Umschalten aus dem Bürokratiemodus nicht? Ich beobachte weiter#

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