Mittwoch, 25. März 2015

Deanston 'Virgin Oak'

Nachdem ich längere Zeit keine Tastingnotes ins Netz gestellt habe - Krankheit, Faulheit und Dummheit waren Gründe-, probiert und aufgeschrieben habe ich natürlich dennoch, kommt heute mal wieder ein sogenannter Einsteigerwhisky ins blog.

Aus einer Destillerie, über die Ian Buxton in seinem Buch 101 Whiskys to try before you die zum 12 jährigen Single Malt anmerkte:It makes it into this list as one of the most improved whiskies I can call to mind, coming from a distillery as interesting as it is obscure. kommt mein heutiger Testkandidat.
Das interessierte mich durchaus. Wobei seine Einschätzung zum bisherigen Whisky aus besagter Destillerie, Deanston was first released as single malt in 1974 and, by stages, was developed to a 12 Years Old product. But, to be blunt, it wasn’t terribly good. Not bad; neither interesting nor memorable. nun auch nicht so klang, als wäre es schwer das Level anzuheben.
Meine Flasche erstand ich Anfang 2014 und sie kostete 25.90 für die 0,7 Liter.
Wenn man heute bei den richtigen Onlinehändler nachschaut, gibts ihn sogar für 24.50 - in aktuellen Whiskyzeiten ein durchaus überraschender Trend.
Warum der Virgin Oak und nicht der verbesserte, 12 Jahre gereifte seinen Weg in mein Regal fand?
Ich gucke meist, bevor ich mir einen Whisky kaufe, an den einschlägigen Orten nach wie der von meinen obsessiven Leidensgenossen aufgenommen wurde.
Nun, das Rating für beide in der whiskybase ist mit 79.X eher deutlich unter dem dortigen Durchschnitt, Serge bewertet den 12 jährigen mit 81 den VO mit 79.
Da allerdings Gottkönig Jim Murray für den VO satte 90 Punkte raushaut und den 12 jährigen eher bei 74/75 Punkten dümpeln lässt, gab das für mich den Ausschlag.
Ist der Virgin Oak also ein 90 Punkte Whisky? Im Ranking des Whiskypapstes also "brilliant"?

Was merken die erleuchteten Knospen des blödbabblerischen Geschmacks dazu an?
Sollte der VO tatsächlich ein 5-6 Fass-Bekommer sein?

Der Deanston Virgin Oak kommt in einer schlichten, eher dünnen Pappschachtel daher, was mir gut gefällt.
Geld lieber in anständigen Whisky als in die Verpackung zu stecken ist ein angenehmer Zug, einer der leider immer mehr in Vergessenheit gerät.
Deanston 'Virgin Oak' Flasche
Die Flasche mit ihrem old-style erinnert mich eher an eine Brandyflasche, aber ist eben auch eine Abwechslung zu schlank und hoch.
Auf der Rückseite der Verpackung finden sich dann sinnvolle Informationen und sinnfreies Marketingblabla in trauter Einigkeit.
So erfahren wir das junge Deanston Malts in neuen frisch ausgebrannten Holzfässern aus amerikanischer Weißeiche 'gevatted' wurden eben in Fässer wie sie sonst für Bourbon benutzt werden.
Natürlich sind die Fässer alle von einem kleinen Küfer-Familienbetrieb -und nur aus der erlesensten Qualität des Holzes- des Nachts unter tätiger Mithilfe von Zwergen bei Vollmond mundgeklöppelt worden.
Was allerdings wirklich gut ist, auch das erfahren wir, wir haben es mit einem Whisky mit 46,3% zu tun, der nicht kühlgefiltert ist.
Mir gefiel der Hinweis:un-chill filtered(exactly as it should be) auf der Verpackung gut.
Da von den frischen Eichenfässern massig Farbe abgegeben wurde benötigt man auch zur Farbanpassung für die Doofen keine Schippe voller Zuckerkulör. Brav!
Ich hatte ja bereits mit dem Benromach "Organic" einen Whisky der in jungfräulichen, neuen Fässern (nach)reifen durfte; den fand ich durchaus ansprechend.
Also, nach langer Vorrede kommen jetzt meine Eindrücke des Deanston Virgin Oak.

Gewöhnlich schreibe ich ja nix zur Farbe, aber die hier war schöner Bourbonton und erfreute mich.
In der Nase ist der Deanston eher ein Leichtgewicht, wenig aber merkbar süß. Mandarine mit Crème brûlée irgendwas in dieser Richtung. Ich weiß nicht was der gute Cicero da gerochen hat für seine Notizen in der base- von muffigem Keller keine Spur. Leicht und lecker kommt mir eher in den Sinn.

Im Mund ist er süß und fruchtig, leichte Zitrusnote und deutlich frisches Holz.
Er ist schön samtig, etwas fettig und dabei immer lecker. Der Mund wird allerdings etwas trocken, aber ein guter Malzgeschmack balanciert souverän dagegen an.

Im Verschwinden ist er deutlich warm und wird einen Tacken bitter(er). Was mich einzig an diesem Whisky stört, ist das er meine Zunge leicht aufpelzt- das habe ich nicht so gerne.

Also definitv kein 90 Punkte Überflieger, aber ein Whisky der mir so wie er ist Spaß gemacht hat und lecker zu trinken war. Für den Preis sicherlich ein guter Kauf, wenn man mal einen etwas anderen Whisky probieren mag und imho deutlich besser, als es die 79 Punkte die meine Mittrinker im Netz gerne vergeben suggeriert. ;-)


Wertung Single Malt
Deanston 'Virgin Oak'


Geschmack:
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile5

Fazit: Ein altersloser Whisky wiedergeboren aus jungfäulicher, amerikanischer Weißeiche und zu einem wahrlich guten Einsteigerpreis. Was will man mehr? In dieser Preisklasse erfreut mich dann ein NAS-Whisky durchaus - wenn die Preise allerdings dreistellig werden, dann schüttele ich den Kopf und mir lieber einen dram vom Deanston VO ins Glas oder trinke einen alten, gereiften für den dreistelligen Preis.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Dienstag, 24. März 2015

Fernsehen als Nebenwirkung

Vorhin in der ARD hängengeblieben.
Es ging um Scharlatanerie und quasi religiöses Tun, also Homöopathie und ähnlichen Humbug.

Herr Beckmann zeigte uns geschäftstüchtige Parasiten die sich von menschlichem Leid nähren und das Geschäftsgebaren dann gerne noch als Wohltat verkaufen.
Ein bekannter TV-Sender, einer der Esoterik jeglicher Art an den Mann oder -vermutlich öfter die Frau(sorry, der musste sein, ich habe einen Ruf zu verlieren!)- bringt, war ebenso dabei wie bizarre Heiler jeglicher kulör. Es reichte offenbar nicht dem Moderator ein Ei auf den Kopf zu klatschen, aber es war ein Anfang.
Mir persönlich hätte bei diesem Gruselkabinett ja eigentlich noch einer dieser sich kanzerös in meinem TV festsetzenden Bibel-Sender gefehlt – immer voller sinnfreier Heilsversprechen und immer nah am im ArschPuls Gottes - aber man kann ja nicht alles haben.

Spannender wurde es aber nach Beckmann dann bei Plasberg, einer Sendung die ich gewöhnlich nicht gucke, da mir der Pseudo-Proporz der Schwätzer zumeist ein Dorn in der Thea oder eben im Poppes ist -was aufs Gleiche hinauskommt.

Niemand kommt auf die abwegige Idee zum Thema Holocaust, oder wenn man von amerikanischen Serien und deren Nomenklatur weg will, der Shoa, ein Rudel Nazis und Antisemiten einzuladen –verstehn‘ schon wegen der Ausgewogenheit muss das sein!
Dem Jud' nicht das Wort und die Deutungshoheit alleine überlassen, Meinungsvielfalt ist wichtig.

Bullshit!

Wenn es jedoch um irrationale Ängste, vorwissenschaftliches Gehabe also schlicht Scharlatanerie geht, ist der Proporz nicht weit.
Da sitzen ängstliche Retter des Abendlandes in den warmen Sesseln des Proporzes und abgewählte FDPler dürfen kräftig absenfen nur damit auch jeder mal an den offenen Mülltonnen der vermeintlichen Meinungsfreiheit schnuffeln kann.
Wie scheinbar eines der 10 Gebote des öffentlich-rechtlichen Sendungsauftrags, gemeißelt in und durch die Betonköpfe der Sendungsverantwortlichen, erscheint er ungefragt in jeder Talkshow – der Proporz.
Und zwar nicht mit dem Hinweis: Achtung, Satire! Das befolgen der Handlungsanweisungen der ‚Alternativen‘ könnte ihrer Gesundheit oder ihrem Verstand schaden, aber wenn sie noch alle Tassen im Schrank haben, tun sie ja eh' nicht befolgen tun, was die quasseln.
Sondern die Bauchmeinungen werden quasi gleichberechtigt eingeführt, so als wenn eine Meinung den gleichen Erkenntnischarakter hätte wie eine wissenschaftliche Studie.

Herr von Hirschhausen, den ich für einen der schlechtesten Witzereißer halte, zwar deutlich vor dem Olympiastadionvollmacher Barth, aber weit hinter bspw. Wolfgang Schäuble oder dem Lucke, hat aber auch eine sinnvolle Aufgabe im Leben die er ausfüllt -die des (Kinder) Arztes.

Da er einen gewissen Unterhaltungswert- und auch eine Grundintelligenz- mitbringt ist er ein guter Vertreter für wissenschaftliche Ansätze die man dem gemeinen Plasberggucker ans Herz legen möchte.

Es ging im überwiegenden Teil um "das Impfen bei Masern", wogegen -zumindest bei klarem Verstand und jenseits einer esoterisch angehauchten und von wohlstandsgesichterter Lebensauffassung- kein Mensch Anstoß nehmen kann.

Die Zusammensetzung war klar: Auf der Seite der 'das alles mal kritisch, aber ganzheitlich sehen Müsser' saßen zwei Homöopathen(die eine davon (zusätzlich?) Heilpraktikerin und die andere Ärztin).
Dazwischen saß eine Wetterfee, eine die homöopathische Mittel -wenn sie bei ihr ganz doll gewirkt haben- auch total toll findet, aber ansonsten zum Thema "Impfen" eher bei den Impfbefürwortern war.
Als klare Impfbefürworter etablierten sich besagter Herr von Hirschhausen und der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V..
Fairerweise muss man erwähnen, dass die beiden Homöopathinnen nicht zu der Sorte "Komplett-Stumpfsinnige-Impfverweigerer" zu zählen waren, zumindest nicht wenn man ihren Ausführungen Glauben schenkt.

Dennoch wurde sinnfreier Weise -und Herr v. Hirschhausen wies dankbarerweise darauf hin- eine gewisse Gleichrangigkeit der Meinungen suggeriert.
Dem ist offensichtlich nicht so, auch wenn die beiden Frauen immerhin auf Aussagen des Robert Koch Instituts verwiesen, anstatt mit Globuli zu werfen.

Ich rätsele immer noch, muss ich mir bei klarem Kopf morgen nochmal anschauen, ob sie Recht haben und es einen Todesfall pro Jahr als Nebenwirkung bei der Masernimpfung in Deutschland gibt oder nicht.
Bezogen auf wie viele Impfungen und was wäre da die Prozentzahl?
Es wird dort -beim RKI- eine Zahl von 0,9% genannt, die sich aber auf eine Studienzeit von 12 Jahren bezieht und auf Fallzahlen Bezug nimmt, bei denen mir nicht klar ist, welche der im Text genannten Fallzahlen gemeint sind.
Das RKI beziffert die Todesfolgen für Masern in Deutschland auf 1 pro 1000 Erkrankte, wo liegt der Wert wenn wir eine deutlich schlechtere Durchimpfungsrate hätten?
Immer noch bei einem pro Tausend, aber die Zahl der Erkrankten wäre natürlich deutlich höher, somit auch die Mortalität.
Wie gesagt ich schaue morgen mal ob ich es besser verstehe wenn es hell vor der Tür wird.

Dass in Erfurt bei einer Waldorfschule die Masern ausbrachen überrascht natürlich auch nicht. An diesen Orten(also Walldorfsalatschulen nicht Erfurt) sammelt sich ja die geballte, ach so kritische und dabei so strunzdumme Mittelschicht, jene die sich selbst auf dem Weg der Erleuchtung dünkt.
SUV-zum-Biomarkt-Fahrer. Verzogene-Terror-Kinder-auf-die-Welt-Loslasser.

Warum man dann allerdings wieder die sanfte, ach so alternative Medizin Quaksalberei des Herrn Hahnemann versuchte als echte Medizin zu etablieren, ist ein Rätsel der öffentliche-rechtlichen Ausgewogenheitsparanoia an dem ich noch kaue. Gehässigerweise wurden die beiden Homöopathinnen mit einem Einzelschicksal eines an den Spätfolgen der Masern verstorbenen Jungen konfrontiert - einer Methode der sich sonst gewöhnlich die Homöopathie bzw. deren Vertreter bedient um ihre 'Erfolge' zu belegen. Anekdoten und Einzelheilungen statt des Nachweises signifikant mehr Heilung als innerhalb der Placebogruppe und jenseits des besagten Effekts Ergebnisse zu erzielen. Das war aber nur eine Randnotiz die mich schmunzeln ließ, obwohl das Schicksal des Jungen und seiner Eltern natürlich naheging.

Aber das schrieb ich ja bereits vor einiger Zeit in meiner Antwort an Frau IGing, natürlich ist jedes Einzelschicksal bedauerlich und natürlich gibt es die Möglichkeit von Impfschäden - man muss abwägen, was wahrscheinlicher ist und entsprechend handeln. Jedes Einzelschicksal, sei es Impfschaden oder -was wahrscheinlicher ist- Masernschaden ist brutal und bedauerlich. Nur, mit dem einen Ansatz versucht man gesamtgesellschaftliche Besserung und mehr Sicherheit zu etablieren und mit dem anderen reitet man auf der Hoffnung, dass die anderen mit ihrer Immunisierung es schon richten werden. Man versucht den Schutz zu bekommen ohne ein Risiko einzugehen und das ist arschig und asozial!

E. von Hirschhausen wies zurecht drauf hin, wann Homöopathie eine Alternative sein kann - zu Zeiten in denen Medizin mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Nichts tun ist besser, als was falsches zu tun.

Zum Beispiel die Medizin vor über 200 Jahren. Nur hat sich die Medizin seit dieser Zeit weiterentwickelt, wir haben inzwischen eine Ahnung, meist sogar verifizierbares Wissen, was krank macht - etwas das der Homöopathie bis heute fehlt.
Die behandelt nach dem Motto "Gleiches mit Gleichem" Symptome nicht Ursachen.
Und das nachweislich im luftleeren Raum.
Das Grundregelwerk liegt in der 7. unveränderten Auflage von vor 150 Jahren vor und ist immer noch Ausbildungsgrundlage für Homöopathen.
Keine Widerlegung von Gottes Worten. Stillstand. 200 Jahre Erkenntnisvakuum.
Sogar einige der aktuellen monotheistischen Religion sind da kritikfreudiger als die Jünger Hahnemanns. Kein gutes Zeichen.

Das schlucken von Zuckerkügelchen, wenn es denn nicht viele Kilos davon sind, ist natürlich ungefährlicher als ein sinnfreier Aderlass oder das massive Einflößen von Quecksilber wie es zu Zeiten des Erlösers vom Onkel Doktor angezeigt wurde.
Oh, hoppla, Quecksilber findet der olle Hahnemann ja auch doll, allerdings so verschüttelt das es ungefährlich ist. ;-)

Das nun die Frau Wetterfee bei Plasberg immer wieder -unwidersprochen- von der Natürlichkeit homöopathischer Mittel sprechen konnte, zeigt mir, dass sich der Moderator wenig vorbereitet hat oder er es bewusst zuließ diesen Unfug lanciert zu sehen.
Ich weise wieder mal auf Leprazellen, Eiter oder Hundekot hin, alles sicherlich natürlich aber anders als es die Wetterfrau meint -vermute ich zumindest.
Das Einzige was es erträglich macht diese Sachen zu sich zu nehmen, ist, dass nach den magischen Schüttel-und-Klopf Ritualen und der massiven Verdünnung des Ausgangsprodukts eh' nix mehr davon in den Gläschen ist.
Was bleibt ist zumindest Ekel bei der Vorstellung

Solange die grundlegende Struktur der Homöopathie augenblicklichem, gesicherten Wissen der Naturwissenschaften widerspricht ist sie also eher was für die Sendung vom Beckmann über Scharlatanerie, denn ein würdiger Diskutant, geschweige denn ein gleichwertiger für wissenschaftliche Erkenntnisse und eine evidenzbasierte Medizin.

Wer Partys bestellt muss bezahlen.
Wer Behauptungen aufstellt muss sie beweisen.
Das gilt für Götter ebenso wie für Heilmethoden.
Nicht der Kritiker muss die Nichtexistenz oder Nichtheilung beweisen, sondern der, der sich was ausdenkt und damit an die Öffentlichkeit tritt muss ein diskutables und argumentatives statement abgeben.

Ich schüttel‘ mir jetzt mal einen mit meiner Hochpotenz zur Nacht und verbleibe Hochachtungsvoll
Ihnen Ihr Blödbabbler, zu dumm um skeptisch zu sein.

#Ah, bei den Skeptikern gibts auch was, vor allem hat Herr Harder das Video schon verlinkt. via gwup#

Samstag, 21. März 2015

As time goes by

Ich bin kein Freund davon Filme, die ich schon kenne, nochmal zu gucken.

Zumindest nicht ritualisiert. Ich schüttele immer den Kopf wenn im Freundes -und Bekanntenkreis wiedermal die jährliche Aufführung vom Ring und seinem Herren, nicht dem des Nibelung, sondern dem vom ollen Tolkien in der Darbietung von Peter 'Braindead' Jackson ansteht.
So wenig Lebenszeit und so viel Bekanntes.

Doch gebe ich zu, hin und wieder -in den wenigen Situationen in denen ich noch Fernsehen anhabe- meist klettig hängenzubleiben, wenn man denn einen Film zeigt, den ich als 'mag ich gerne' verbucht habe.
Allerdings habe ich aber auch nie behauptet konsequent zu sein in Bezug auf diese banalen Dinge des Lebens. Und wenn doch, hey, wer nimmt mich denn bitteschön Ernst oder gar beim Wort? Siehste!

Ich als alter romantisierender Kitschfan, die Ms. kriegt schon plaque wenn sie nur daran denkt, liebe natürlich romantische Komödien.
Ich mag Notting Hill, Pretty Woman und auch die 4 Hochzeiten und den einen Todesfall. Hey, niemand ist perfekt und man sollte zu seinen Schwächen stehen.
Marx sagt: mach deine Schwäche zu einer Waffe und hau sie dem Kapitalisten um die Ohren, oder war das doch Lao-tse?
Egal, wenn einer der obigen Filme im Fernsehen läuft und ich durch Zufall reinzappe, dann gucke ich den meist bis zum Ende - meinem oder dem des Films. Was halt eher kommt.

Letztens lief Out of Rosenheim und ich war erneut bezaubert, auch wenn selbstredend die heimische Stube das morbide Flair eines Programmkinos in den sterbenden 80ern des letzten Jahrhunderts in Frankfurt City nicht ersetzen kann.
Magic!

Mit einem weiteren Meisterwerk, einem das glücklicherweise ebenfalls gut gealtert ist, wurde ich kürzlich im Nachtprogramm beglückt - einem Juwel des Kintop.
Gute Musik, Schauspieler die ihrem Beruf Ehre machen und ein absurdes, schwüles und gewalttätiges Szenario mit einem grandiosen Dennis Hopper - was kann ein Sterblicher des Nachts mehr verlangen? Also vom Fernsehen.
Es gab Blue Velvet.
Ich mag es wie Roy'leider viel zu früh gestorben' Orbison's 'In Dreams' in die soziopathischen Ausbrüche von Dennis Hopper als Frank eingebunden wird; ich liebe die Version von Blue Velvet die Isabella Rosselini ins Mikrofon haucht. Wie schwach fällt dagegen die Version von der durchaus ambitionieren Lana del Rey aus, aber was ist auch ein Werbefilm im Vergleich zu Lynchs Meisterwerk? Eben, Scheissdreck!
Einzig die Fassung von den Clovers, zwar schmalzig gesungen, aber mit schönen Saxophon zu Beginn ist mir ebenfalls zu später Stunde genehm, eben wegen des Saxophons.

Leider gibt es auch ehemalige Klassiker, schlecht gealtert, bei denen es mir die Schuhe auszieht. Vor einigen Erdumdrehungen sah ich "Dead men don't wear plaid", inzwischen deutsch vertont.
Schlimm! Eigentlich ein Verbrechen gegen die Menschheit. Wie habe ich diesen Film (und Woody Allens Play it again, Sam) geliebt.
Darin wurde schon geböhmermannt bevor es youtube oder Jauche im Ersten gab - die Welt war gut & klar. Reformen bedeuteten noch den Versuch die Situation für Menschen besser zu machen und nicht die Sauerei die man heute damit verbindet.
Zwar drohte uns täglich der atomare Overkill, aber hey, wir hatten dafür wirklich schöne Filme im Kino und durften dort sogar rauchen. Und fummeln, knuddeln und seine sozialen Kompetenzen erweitern. Ein Ort des Vergessens, des Lernens und auch der Hoffnung.
Letztens sah ich auch Woody Allens "Purple rose of cairo", ein wunderbarer Film alleine schon des bezaubernden cheek to cheek von Fred Astaire und Ginger 'der Steppdecke' Rogers wegens. Leider hat der Film selbst über die Jahre eher ein wenig Rost statt wohltuender Patina angesetzt. Schade.
Musikalisch schließt sich hier der Kreis, wenn man Tony 'Blue Velvet' Bennet und Lady Gaga beim unfreiwilligen Parodieren mittels cheek to cheek zuschauen darf - und die Gaga ist -imho auch wenn ich ihre Musik nicht mag- noch eine der Talentierteren im augenblicklichen Business.

Jetzt liegt - aufgezeichnet- noch einer meiner all-time-favorites hier rum, Harold & Maude *seufz* -die Liebesgeschichte par excellence.
Ich hoffe mal, dass der gut gealtert ist.
Ich mochte den Film früher gerne - auch wegen seiner Musik.
Allerdings ist ja der gute Cat Stevens irgendwann verblödet verblödet und aus ihm heraus kam Aliengleich ein Yussuf Islam, ein Narr der gerne satanische Verse zum Anlass nahm um Menschen den Tod anzuempfehlen. Abstoßend!
Ich hoffe diesen unappetitlichen Teil krieg ich beim Gucken aus dem Kopf um mich an der schönen Liebesgeschichte zu erfreuen.
Mal sehen.

Ich denke noch mit einem Schmunzeln zurück an die Zeit, als eine meiner favorisierten Lehrerinnen ihrem Unverständnis Ausdruck verlieh, die Rocky Horror Picture Show sei ein Kultfilm. Die Kinder des Olymp, ja das sei Kult, aber dieses Sing- und Tanzkrempel? Sicher nicht! Ich habe da nie einen Widerspruch gesehen. Bin aber vermutlich auch einer der wenigen Menschen, der damals Videos mit David W. Griffiths epochalem Werk "Intoleranz" von 1916 im Freundeskreis verschenkte und mich dennoch kindisch am Terminator erfreute. :-D

Wie der Prophet sagt: Es gibt Zeiten zu sähen und andere Zeiten zu ernten, aber am besten sind die Zeiten in denen man sich nicht zum Sklaven einer (Denk-)Richtung machen lässt.

So sind mir Menschen suspekt die nur schottische Single Malt gelten lassen wollen, wie auch Geschmackspolizisten in Kunst & Kultur. Warum muss ich das Eine verdammen nur weil ich es eventuell nicht verstehe oder nicht mag?

Ich wies beim geschätzten Herrn wvs darauf hin, dass man eine Begrifflichkeit von Kultur benötigt um sinnvolle Kritik an deren augenblicklichen Erscheinungsbild äußern zu können.

Was ist Kultur und was soll sie sein? Ist es sinnvoll Theater zu subventionieren oder gibt man das Geld besser dem youtube channel Macher der sich um Gegenwartslyrik verdient macht? Ist das Kunst? Gar Kultur?
Stopft man Geld in Unterhaltungsindustrie oder fördert man neues, jenseits der ausgetretenen Pfade von Goethe, Schiller und Bukowski?
Was kann Kultur bedeuten, was ist Kunst und wieso? Kann Kunst & Kultur allgemein sein oder muss sie klassen- oder schichtenspezifisch betrachtet werden?
Sollte Kunst & Kultur nur als Metaebene existieren, losgelöst von möglichen realen Rezipienten oder muss sie Bodenhaftung haben?
Sind Impressionisten Kunst, aber der Beuyssche Fettstuhl nicht?

Aber jetzt schweife ich ab, ein untrügliches Zeichen für eine vorgerückte Stunde und den angenehmen dram Bowmore 100 proof der mich begleitete.
Und, weil ich gerade sozusagen in the mood bin, könnte jetzt zwar noch der gute, alte Glen Miller hier erklingen, aber ich ziehe jetzt gerade Tom Waits vor.
Der Meister, der uns daran erinnert was wir sind und wann: Innocent when you dream

Einen ruhigen Schlaf wünscht Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 4. März 2015

Gott impft nicht!

Das Dilemma von Religion und ihren Vorschriften trifft auch den gemeinen Veganer.
Denn, oh Schreck, Impfen ist nicht vegan - was kann man da nur machen?
Bei der Vermehrung von Viren müssen tierische oder menschliche Zellkulturen, spezifisch beispielsweise aus Lungen- oder Fötenzellen, unabdingbar als Basis dienen. Im Falle von Bakterien werden Nährlösungen gebraucht, in denen eben auch tierische Eiweiße zwangsläufig enthalten sind. Da es zu den Herstellungsverfahren bislang keine Alternativen gibt, kann kein Impfstoff die Kriterien allein für die Bezeichnung vegetarisch oder gar vegan erfüllen. da kann man mehr lesen.
So ein Schlamassel aber auch.
Ich vermute mal plump, dass man dabei ebenfalls -wie schon beim Zufüttern von künstlichem(!!!!1!) Vitamin B12 zur Verhinderung des ernährungsbedingten Vitaminmangels- kein Problem sieht, die Situation wieder nicht beim Schopfe packt und sich nochmal kritisch mit der eigenen Lebensweise und der Sinnhaftigkeit beschäftigt.

Und wo ich schon beim Thema Religion und doofem Verhalten bin.
Ich hatte ja bereits berichtet, dass ich dieses Sylvester mit Krachern die bösen Geister vertreiben wollte die mich immer krank machen.
Nun habe ich ja seit kurz vor mythmas die Seuche am Hacken kleben, Erkältung wechselt sich ab mit Virusgrippe, die dann wieder an die Erkältung übergibt etc.
Da mich Atemnot des Nächtens ziemlich panisch stimmte, suchte ich die Ärztin meines Vertrauens am folgenden Morgen auf und bekam ohne Umschweife eine Einweisung ins Krankenhaus.
Verdacht auf Lungenembolie galt es auszuräumen. Da ich damit eine unselige Vorgeschichte habe, war ihr das mit Hausmittel zu heiß, schweres Gerät musste her - das Krankenhaus dafür der richtige Ort.
So brachte ich gestern 4,5 Stunden in der Notaufnahme zu, bekam zwei (grüne) Braunülen geschoben (in den Handrücken und die Armbeuge) und wurde brav am Monitor angestöpselt.
Als geübter Hypochonder erkannte ich an der Sauerstoffsättigung, dass zumindest nichts dramatisch Akutes in Richtung einer Lungenembolie anstehen sollte. Beim letzten Mal war die Sättigung bei garstigen 60+% und mein Körper reagierte mit Todesangst, Sehr unangenehm das. Diesmal lag die Sättigung im grünen Bereich, dennoch durchlief ich die gesamten Stationen. Blutabnahme, Herzsono, Bruströntgen und noch ein Gefäß-CT. Danach stand fest, was immer ich habe ist definitiv keine Embolie und auch keine Lungenentzündung oder eine Rechtsherzschwäche(die gefundene Unregelmäßigkeit ist wohl ein Andenken der bisherigen Embolien).
Man vermutete stattdessen, dass die Atemprobleme immer noch von der Virusgrippe stammen.

Lenins klassische Frage stand im Raum: Was tun?
Der Tipp: weiterhin schonen, wenig onanieren dafür fleißig inhalieren und abends einen guten dram Whisky trinken(hat zumindest der Oberarzt gesagt!) :-)

Nun rätsele ich. Hat mein Kracherzauber gewirkt? Denn ich habe ja keine schwere Erkrankung abbekommen, zumindest bis jetzt nicht.
Oder ist nicht alleine die Tatsache, dass mich bereits die Symptome so mitnahmen, so dass eine Embolie im Bereich des Wahrscheinlichen lag ein Zeichen für die ‚krachende‘ Unwirksamkeit meiner Krachertherapie?
Habe ich also, wie man es bei anderen Religionen auch feststellen kann, einfach zu wenig geopfert? Muss ich mithin nur mehr Kracher werfen damit mich mein Gott der Dämonenvertreibung schützt, oder -ketzerische Überlegung- kann ich so viel werfen wie ich will und es gibt gar keinen solchen Gott?
Ich mache es mal wie alle Gläubigen - vom Verganer, den Neoliberlaen über den Jehova bis hin zu den Anhängern der Friedensreligion- ich suche den Fehler bei mir.
Also dem, der sicher unwürdig ist und seinem Gott nicht genug gehuldigt hat. Wenn also Gebete oder Kracherwerfen nicht hilft, dann muss man selbstverständlich mehr beten und mehr Kracher werfen ist doch klar. Kann ja gar nicht anders sein.
Ist es auch Irrsinn so hat es doch wenigstens Methode.

Durchatmende Grüße von ihnen ihrm Blödbabbler

Sonntag, 1. März 2015

Kürzungen erlaubt?!

An diesem Wochenende bieten uns die ausgefuchsten Mathematiker einer Supermarktkette, jener, die fast den gleichen Namen hat wie ein Stromkonzern mit drei Buchstaben, in ihrem bunten, papierenen Bilderallerlei folgendes zum Kauf an:
Riesengarnelen ohne Kopf,8/12 mit Schale, getaut.
Tjo, 8/12 klingt halt für den gemeinen Einkaufslemming gleich nach deutlich mehr, als die schnöden und altmodischen 2/3 gelle. :-D m(
Oder hab ich da was übersehen?

Aufgetaute Grüße von Ihnen ihrm Blödbabbler

Montag, 23. Februar 2015

Impfgegner sind letztlich Mörder!

Bisher wars ja noch witzig mit den Masern in Berlin, der offenen Hauptstadt der Teesocken und Betroffenheitsmittelschichtler.

So erfreute mich der treffende Satz von SRSLY:Wenn meine Kinder später mal krank werden, weil ihr eure Kinder lieber mit veganen Kräuter-Smoothies vollpumpt, statt sie zu impfen, dann schlägt der Kaufhausdetektiv aber Rambazamba. >hier das ganze Video bei youtube

Doch spätestens mit dem Tod eines Kleinkinds wird die Problematik und letale Gefahr einer Maserninfektion hoffentlich wieder stärker in den Fokus gerückt.
Ich schrieb ja bereits im Sommer 2013 nach einem Masernausbruch im Umfeld einer dieser Walldorfschulen dazu etwas mit dem Thema:Gegen Dummheit kann man nicht impfen!.
Selbst wenn durch eine Masernimpfung -was inzwischen hinreichend widerlegt ist- Autismus entstehen könnte, bleibt die berechtigte Aussage: [...]es wundert mich an diesem 'Argument' von diesen Leuten, wie es jemanden so an Liebe zu den eigenen Kindern fehlen kann, dass man seine eigenen Kinder lieber tot als autistisch hätte. via fefe.
Es scheint, als wenn sich die Sorte bildungsbürgerlicher Kleinbürgergeister - jene die in allem erst einmal Gift vermuten was ihnen als zivilisatorischer Fortschritt dargeboten wird-, jene die sich gerne alternativ behandeln lassen, weil das so sanft und natürlich ist, inzwischen noch dümmer geworden sind, als sie es schon in den Zeiten vor dem Internet waren. Das Internet wirkt bei solchen Schwachköpfen wie ein Dummheits-Inkubator. Man findet Gleichgesinnte und bestärkt sich in seinem Irrsinn, wittert Verschwörungen der Pharmaindustrie und vermutet, dass früher alles besser, weil natürlicher war. Nur weil hier lange keine Kinder und Erwachsenen mehr an Polio gestorben sind oder für ihr Leben lang verkrüppelt wurden blendet man die Gefährlichkeit aus und glaubt Abstand nehmen zu müssen, von den Errungenschaften, die das erst möglich gemacht hat. Man glaubt stattdessen an die Heilkraft von Globuli, weil die so schön natürlich seien - dabei enthalten diese Teile zumindest als Ausgangsstoff eben auch solche Leckereien wie Hundekot(o.k das ist natürlich :-D) oder auch Leprazellen (beispielsweise hier oder einfach direkt im Flyer bei den Skeptikern nachzulesen:
Viele Menschen missverstehen Homöopathie als sanfte Pflanzenheilkunde. Die Tropfen, Globuli, Tabletten, Salben und Injektionslösungen werden häufig aus ganz anderem Material hergestellt: giftigen chemischen Elementen, Tier­ und sogar Krankheitsprodukten – darunter auch, was wenig bekannt ist, Gruseliges wie etwa Fliegenpilze, Schlangengift, Speichel tollwütiger
Hunde, Kopfläuse, Kakerlaken, Hundekot, Eiter, Krebs­ und Leprazellen, Arsen, Quecksilber und Plutonium.

Und mal ehrlich, wenn sogar eine CDU Frau fordert es müsse bekannt sein was da ekliges drin ist, sollten wir uns darüber doch schon längst klar sein, oder?
Aber das ist halt sanfte Naturheilkundefür diese Armleuchter.
Und da passen ‚natürlich‘ solch aggressive und gar invasive Mittel wie eine Impfung nicht ins Weltbild der sanften Weichköpfe.
Man gibt vor Kinder vor Nebenwirkungen schützen zu wollen, die übrigens in den meisten Fällen banal sind, und riskiert stattdessen Verkrüppelung, Verblödung oder den Tod weit über das eigene Kind hinaus. Wenn das mal nicht verachtenswert ist, dann weiß ich auch nicht.
Wenn sich diese Menschen von ernsthafter, weil argumentativer Kritik und einem analytischen Umgang mit der Umwelt inzwischen schon soweit emanzipiert haben, dass sie in Glaubens-und Bauchgefühlswelten zurückfallen, wünsche ich jedem Einzelnen davon die Krätze an den Arsch.
Der gemeine Impfgegner ist meiner bescheidenen Meinung nach Tucholskyscher Lesart ein Soldat der Neuzeit; letztlich mordet er –früher oder später- und ist deshalb in meinen Augen mit einem Mörder gleichzusetzen!
Wer wider besseres Wissen Unfug verbreitet und Menschenleben dadurch gefährdet handelt mindestens unethisch und unverantwortlich. Im schlimmsten Falle verbrecherisch.


Impfen immer, Globuli nimmer!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 13. Februar 2015

Erwischt!

Nachdem ich jahrelang nicht einmal mit normalen Erkältungen zu kämpfen hatte -Händewaschen und Hände-weg-vom-Gesicht- Disziplin sei Dank- haben mich seit kurz vor Mythmas die kleinen Biester des Öfteren lahmgelegt.
Freitag vor zwei Wochen hat mich dann eine echte Virusgrippe im wahrsten Sinne des Wortes flachgelegt.
5 Tage lang Fieber um die 39 Grad, dann hab ich mich doch mal von der Ms. zur Frau Doktor fahren lassen.
Die fand es zwar löblich, dass ich Fieber aushalte und nicht gleich anfange das senken zu wollen, befand aber, die Zeit sei deutlich zu lang und es wäre clever dagegen jetzt was zu tun.
Zwei Tage novalginartige Tropfen und das Fieber pendelte sich als erhöhte Temperatur ein.
Inzwischen hatte ich knapp 6 Kilo abgenommen, denn obwohl ich Hunger hatte, wurde mir beim Essen schnell übel und das war nicht genau das was ich wollte.
Das viele Liegen und die körperliche Schwäche griffen offenbar auch den Kreislauf deutlich an - des nachts schwindelte es mich und rumms lag ich auch schon im Flur, wie ein Käfer den man auf den Rücken gedreht hatte.
Als ich im Anschluss auch noch das Krampfen anfing ängstigte ich die Ms. damit deutlich, sodass die mich mit der 112 beglücken wollte- was ich ablehnte.
Einen Moment später schlief ich auch schon wieder. Meiner Hauptbeschäftigung für die ersten 8 Tage der Erkrankung.
Denn es gibt gute Krankheiten, das sind solche, bei denen man lesen, fernsehen oder zocken kann.
Dann gibt es das was ich hatte. Kopfschmerzen und Watte im Kopf ließen mich so tolle Dinge wie "Augen-zupressen" und "Schlafen-versuchen" tun. Sehr dröge.
Inzwischen bin ich nur noch schwach, fange an zu schwitzen wie ein Marathonläufer im Sommer in Marathon wenn ich so crazy Dinge tue wie: atmen, mich bewegen oder etwas essen.
Aber es sind ja auch erst 14 Tage seit ich erkrankte. :-D
Eben las ich bei SpOn die Grippewelle rolle verstärkt und mächtig durch den Osten und Süden der Republik und der Impfstoff sei vermutlich nicht so doll dieses Jahr, da die kleinen Viren sich schon wieder verändert hätten...
Trotzdem steht mein Entschluss für dieses Jahr fest, diesmal lasse ich mich impfen, denn scheinbar bringt die Ms. von der Arbeit gerne mal was mit was dann mich niederstreckt. Da sie selbst meist Grippe geimpft ist, habe ich sie als Überträger in Verdacht der mich mit den Krankheiten der Mitmenschen beglückt.

In Kürze gibts dann endlich wieder Whiskybesprechungen.

Grippefreie Zeit wünscht Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 25. Januar 2015

Inseln

Eine weitere Insel gegen die Dummheit des Lebens bot sich gestern Abend in der großen Stadt mit F.

Der werte Herr AausF hatte zur Zelebrierung seines Geburtstages geladen und so bot sich die Gelegenheit mal wieder alte Freunde und Bekannte in geselliger Runde zu treffen.
Man speiste nach Art der Waltons.
"John-Boy kannst du mir mal die Kräuterbutter rüberreichen?"
"Danke, Jim-Bob für die Paprika."

Nette Gespräche und guter Rotwein(für den Blödie Wasser) rundeten die Zusammenkunft fein ab.

Da die geschätzte Frau IausF, Gespielin Gefährtin des Geburtstagskindes eine beachtliche Anzahl an guten Whiskys ihr eigen nenne darf, verkrümelte ich mich natürlich in die "Die-sind-geöffnet" Ecke zum Begutachten und verkosten der guten Tropfen.
So ließ ich mir einen Littlemill 1984/1996 aus den Lowlandes, abgefüllt vom unabhängigen Abfüller Signatory, schmecken.
Traurig, das aus dieser Destillerie nicht mehr kommen wird, denn sie ist inzwischen (seit 1992) geschlossen, demontiert und abgebrannt. Wenn jeder Whisky von dort so schmeckte, dann ist es ein wahrer Verlust.
Danach ging es in die nördlichen Highlands zur Destillerie Clynelish und ihrer 12 jährigen Abfüllung. Der Geruch ließ mich schlimmes befürchten, roch es doch stark nach Sherry. Doch im Geschmack war der Sherry Geschmack in der aufdringlichen Art eine Nachreifung den ich nicht wirklich gerne mag nicht da. Ein runder und ausgewogener Geschmack - der das Urteil von Fau IausF bestätigte, dass dies ein leckerer Trinkwhisky sei- erfreute meine Mundhöhle. Notiz an mich: mir in Kürze mal den 14 jährigen Bruder bei mir im Regal mal genauer angucken.
Da der kleinliche clynlishe Whisky auch so etwas wie eine kleine Rauchnote anbot, vollzog ich den Schwenk zu den deutlich rauchigen Whiskys der offenen Flaschen im Anschluss.
Vom unabhängigen Abfüller Gordon & Macphail befand sich eine Flasche aus der Secret Stills Abfüllung von 1989 von der Insel Islay. Das Internet verrät, dass es sich dabei um einen Bowmore handelt.
Bei dieser Flasche machte sich leider im Aroma bemerkbar, dass sie bereits eine ganze Weile geöffnet ist. Ich vermute mal das die ehedem deutlich mehr Rauch in der Nase zu offerieren hatte, so bleibt das Geschnuffel leider unbefriedigend. Im Geschmack aber ist der Whisky immer noch ein Knaller. Sehr leckerer Geschmack und auch immer noch genug Rauchanteil inkludiert. Feiner Stoff, Tipp an die Frau IausF - umfüllen oder schnell leermachen.
Zum Abschluss nuckelte ich an den letzten Resten einer Ardbeg Renaissance Abfüllung. Ein sehr leckerer Stoff, irgendwie halt fast wie der Ten. Inzwischen kostet die Flasche, wenn man sie denn nicht geleert hätte fast 300 Euro. Aber mir ist es so deutlich sympatischer, denn: whisky is for drinking and not to speculate with.

… and now for something completely different...

Da mein jammervolles Schicksal in Bezug auf Glückskekse das weiche Herz der Frau IausF offenbar berührte, schenkte sie mir gestern einen Filz-Glückskeks.
Zu meinem Glück nutzte sie die mögliche Steilvorlage nicht selbigen ebenfalls ohne Zettel darzureichen.
So fand sich darin eine Weissagung, dass man mir für dieses Jahr 365 Glückstage auf mein Konto überwiesen habe. :-)
Und da ich mich an den offenen Flaschen gütlich halten durfte, war der erste davon sicherlich gestern. :-)

Glückliche Grüße von Ihnen Ihrm Blödbabbler

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Herzlichen Glückwunsch...
... mein lieber Herr pathologe. Und ja, ich freue mich...
doktorp - 29. Mrz, 16:01
Oh weh, da ist mir doch...
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bloedbabbler - 21. Mrz, 15:40
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