Dienstag, 15. Mai 2012

Hrhrhrh

Wie ein Text –sinnfrei zerlegt und seiner Ironie beraubt- zitiert werden kann, lässt sich bei kapitalt r e n d s .de schön beobachten.

Welches Ergebnis man erhält, wenn sich dumpfe Maschinen fremder Texten annehmen, selbstverständlich ohne deren Inhalt oder gar Intention zu verstehen, sieht man hier.
Ohne Hirn kommt eben so etwas heraus. :-D



Oder war das doch Absicht? Die Ironie absichtlich ihrer Jungfräulichkeit zu berauben?

Rätselt noch ein wenig -bei einem Schluck Ballentine's Finest- im gnadenlosen Selbstversuch

Ihnen Ihr Blödbabbler

P.S. Hier gehts zum Originaltext

Montag, 14. Mai 2012

Bruichladdich 3D3

Der dritte im Bunde unseres Whisky Tastings war der Bruichladdich 3D3, welchen uns netterweise der werte Herr virtualmono zur Verfügung stellte.

Wie auch bei den anderen wurde lediglich ein dram verkostet, in meinen Augen eigentlich zu wenig, um als Nicht-Profi ein faires Urteil abgeben zu können.
Aber da wir uns austauschten sind die Ergebnisse zumindest nicht völlig aus dem hohlem Kopf Bauch heraus entstanden.

Die Flasche, eher Buddel, hat die Bruichladdich typische Farbverirrung in türkis am unteren Rand aufzuweisen, oberhalb davon sieht man glühende Kohlen (oder Troststückchen?) und sie steckt in einer starken Metalldose mit Plastikhalterung gefangen.
Bruichladdich 3D3 Dose
Der 3D3, so preist uns das Label, wurde aus Whiskys von drei unterschiedlichen Jahrgängen, drei unterschiedlichen Lagerhäusern und drei verschieden hohen Torf(Rauch)Stufen zusammengemixt und gibt sich daher heavily peated.
Wenn die Infomation stimmt, fanden sich auch Teile des Octomore in der dritten Abfüllung - hhhmmmjam.

Die Nase des 3D3 ist überraschend honig-süßlich, etwas zitrus und schwaches Salzaroma mit insgesamt mehr Rauch als beim Waves.
Das ganze wirkt auch deutlich runder als beim Waves und insgesamt stimmig.

Im Geschmack dann wieder der süße Honig (Frau IausF empfand der Geschmack ginge eher in Richtung Met), herrlich gepaart mit knackig-trockenem Rauch und schwacher Salzigkeit auf den Lippen.
Küstenwhisky at its best - zwar noch mit Luft nach oben, aber schon eine Klasse Mischung die da aus den Trögen von Jim McEwan geschlüpft ist.

Der Abgang des Bruichladdich 3D3 ist leicht süßlich, dabei etwas warm(nicht unangenehm), fein rauchig und schön lang.

Der Bruichladdich 3D3 kostete in der 0,7 Liter Flasche irgendwas um die 35-37 Euro, ist aber bei fast allen Händlern nicht mehr erhältlich.

Ein leckeres Stöffchen, ingesamt stimmig und ausgewogen zwischen angenehmer honig-süße und knackig trocknem Rauch. Bruichladdich kann gute und leckere Whiskys basteln, auch wenn sie meistens noch junge Hüpfer sind verglichen mit der Konkurrenz der 10-16 jährigen Standardabfüllungen der anderen Islay Destillerien.

Wertung Single Malt
Bruichladdich "3D3"

Geschmack:
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4
Fazit: Ein leckerer Whisky, wunderbar zusammengestellt mit feiner Honigsüße und ansprechendem Rauchanteil. Falls man ihn noch irgendwo sieht und der Preisirrsinn nicht schon zugeschlagen hat, eine unbedingte Kaufempfehlung



Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Sonntag, 13. Mai 2012

Bruichladdich Waves

Der zweite im Bunde unseres letzten Whisky Tastings war der Bruichladdich Waves, welchen uns dankbarerweise der werte Herr AausB zur Verfügung stellte.

Wie auch bei den anderen wurde lediglich ein dram verkostet, in meinen Augen eigentlich zu wenig, um als Nicht-Profi ein faires Urteil abgeben zu können.
Aber da wir uns austauschten sind die Ergebnisse zumindest nicht völlig aus dem hohlem Kopf Bauch heraus entstanden.

Bruichladdich Waves Dose

Die Nase ist etwas alkoholisch, rauchig und geht ein ganz kleines bisschen in die Aroma-Richtung, die ich bei Caol Ila 12 so mag - die Schiffsbilge.
Allerdings liegt hier der Fokus stärker auf den Schmierölkomponenten, denn auf dem herrlichen Amalgam von salzigem Meerwasser, rostigen Schiffsinnereien und öligem Schmierfett.

Sein Geschmack ist überraschend weich, geprägt von rauchiger Kohle, dabei süß und leicht salzig zugleich.

Im Abgang bleibt er schwach salzig an den Lippen, ist dabei deutlich trocken und rauchig bei mittellanger Verweildauer.

Der Bruichladdich Waves kostet (noch) in der 0,7 Liter Flasche um die 30 Euro.
Da Bruichladich den Waves allerdings - neben einigen anderen Whiskys - im Rahmen ihrer Portefoliobegradigung einstellt hat, wird er vermutlich in der nächsten Zeit sicher teurer werden.

Er ist, obwohl ein wenig unrund, in meinen Augen deutlich besser gelungen, als beispielsweise der Bowmore Enigma.
Bei diesem steht die Süße und der Rauch sinnfrei nebeneinander und bilden keinerlei Einheit, geschweige denn entsteht eine Harmonie.
Von Harmonie ist auch der Waves noch ein gutes Stück entfernt, aber er ist trotzdem angenehm zu trinken, kein Masterpiece aber ein brauchbarer kleiner Freund für den schnellen dreckigen Spass. :-D

Wertung Single Malt
Bruichladdich "Waves"

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Ein akzeptabler Whisky, ohne ernsthafte Ecken und Kanten. Macht durchaus eine Zeit Spass, für 30 Euro gibt es allerdings deutlich bessere Zeitgenossen, bspw. würde ich immer einen Talisker 10, Caol Ila 12 oder erst recht wenn er im Angebot ist einen Laphroaig 1/4 Cask vorziehen. Waves: Kann man muß man aber nicht getrunken haben.



Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Samstag, 12. Mai 2012

Whesskey

Das Eröffnungsdram des Tages für unser Whisky Tastings war der Whesskey, ein junger Single Malt Whiskey aus Hessen von der Brennerei Höhler.
Mitgebracht von der hochverehrten Frau IausF, unserer weiblichen Quotentesterin für diesen Tag, da leider Frau JausD krankheitsbedingt und Frau DausD terminnotgedrungen absent blieben.

Zuerst, ich gestehe: Mit deutschen Whisky(e)s habe ich so meine Probleme.
Nicht so sehr der etwas andere Geschmack macht mir dabei zu schaffen, sondern die eher ambitioniert zu nennende Preispolitik.
Man kann jungen Stoff durchaus zu guten Preisen auf den Markt werfen, Bruichladdich hat uns das mit dem Octomore mehrfach in Meisterklasse beweisen.
Aber diese Klasse, die technische Raffinesse und das wundervolle Endprodukt ist es dann leider eben noch nicht, was aus deutschen Destillblasen herausrinnt und in den Fässern kurz vor sich hinreift.

Whesskey Flasche

Der Whesskey kostet für den halben Liter zwischen 25 und 30 Euro, dafür bekommt man durchaus auch schon mal einen Lagavulin 16 oder einen 18 jährigen Glenfiddich - dennoch finde ich es gut und wichtig, das in Deutschland Destillerien neben der Obstler- und Kornproduktion auch Whisky(e)s herzustellen in der Lage sind.
Mehr Auswahl, andere Aromen und Geschmäcker erfreuen einfach des suchenden Trinkers und Testersherzelein.

Der Whesskey wurde 2008 destilliert und 2011 auf Flasche gezogen, mithin ein dreijähriger Rabauke der es sich in unserem Glas bequem gemacht hat.

Die Nase ist geprägt von Zitrus und ganz wenig Karamell, insgesamt eine eher unbefriedigendes Aroma, das sich hinter einen gehörig Wusch von Alkohol verbirgt.

Der Antritt ist wuchtig, mit jedem Tropfen schreit es: "Ich bin (zu) jung!". Auf der Zunge macht er ein wenig trocken und ist etwas bitter.
Irgendwie schmeckt er auch ein wenig säuerlich, ob das von dem verwendeten Rotweinfass kommt ist nur eine Vermutung, mögen tat ich diese Note nicht.

Im Abgang bleibt diese Säure leider dominant, begleitet von schwacher karamelliger Süße. Die Verweildauer im Mund ist kurz bis mittellang.

Tja, was soll ich zum Whesskey schreiben?

Ich fand ihn durchaus interessant und werde mir die Brennerei sicherlich dieses Jahr anschauen.

Ob ich ihn auch lecker fand?

Mir waren da zuviele Elemente dabei, mit denen ich nichts anfangen mochte; die unnötige rotweinige Säure, das zu junge alkoholisch Aufbrausende und die nichtssagende Nase machen ihn definitiv nicht zu einem meiner Favoriten.
Aber eine zweite Chance bekommt die Brennerei sicherlich, schon alleine aus hessischem Nationalstolz heraus.

Ich würde aber gerne mal einen etwas älteren und länger gereiften Whesskey probieren, gerne auch aus einem anderen, als einem gefinishten Rotweinfass.
Mit Sherry und Rotweinfinish habe ich es scheinbar nicht so, Portwein- wie beim Glenmorangie Quinta Ruban jedoch geht eher, das habe ich dann gerne. :-D
Im direkten Vergleich zum Bavarian Single Pott Still aus dem Spessart fiel er allerdings deutlich ab, auch im Vergleich zu einer deutlich länger gereiften Blauen Maus machte er keinen Stich.

Wertung Single Malt
Brennerei Höhler "Whesskey"

Geschmack:
Fass2
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile2
Fazit: Ein brauchbarer Whisky, der zwar billiger als die meiste deutsche Konkurrenz ist, aber letztlich trotzdem für einen Liter mehr kostet als ein Ardbeg Ten. Seine rotweinfinish geschuldete Säure ist nicht mein Fall, aber die experimentieren ja in der Brennerei Höhler mit diversen Abfüllungen über die Jahre. Auf jeden Fall im Auge behalten.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Freitag, 11. Mai 2012

Fatwa Morgana

Mal wieder meldet sich ein Vertreter der einzigen Friedensreligion auf diesem Planeten zu Wort, weil .. nun, weil ihnen mal wieder etwas nicht passen mag.

Ein Lied, des mir völlig unbekannten Rappers Najafi, erscheint einem der Irren im Iran als - na klar! Gotteslästerung - was sonst?

Und was macht man dann als Spinner am besten?

Genau, man salbadert eine Fatwa in die Welt und ruft dazu auf den bösen Menschen zu töten.
Business as usual in der kleingeistigen Zwangsjacke der Religion des Friedens.
Quasi der konsequente und normaler Gang der Dinge, wenn man denn sein Gehirn selbst in einen intoleranten Mikrokosmos aus erdachtem Irrsinn einsperrt.
Wenn einem dann etwas nicht gefällt, was genau in diese kleine Schubladenwelt des Schwachsinns passt, dann bleibt einem -quasi aus Notwehr- natürlich nur eine Todesdrohung oder billiger, weil weniger Mühe machend, man fordert andere dazu auf, die anfallende Drecksarbeit zu erledigen.

Warum überrascht mich das nicht?

Lausiges mörderisches Dummbratzenpack, dem man eigentlich permanent mit dem Hammer das dämliche Maul zerschlagen müsste ,um der Umweltverschmutzung durch ihr Tun Einhalt zu gebieten.

Aber, eventuell gibt es ja diesmal von offizieller Stelle unserer staatlichen Vertreter, also nicht Volker Beck oder ähnlichen, jetzt eine Reaktion gegen diese Mordaufrufe und nicht erst wieder nur einen jämmerlicher Nachklapp nach 5 Jahren wie bei Westergaard.

Ehrlich Leute, langsam ödet es mich an.

Ihnen Ihr Blödbabbler


[update 20120515]
Und ein weiterer friedensreligiöser Verrückter spielt laut die Arschgeige und sich zum Herrscher über Leben und Tod auf.
Ein weiterer Großajatollah spricht eine Fatwa gegen den in Deutschland lebenden Rapper Shahin Najafi aus fr-online.de
Ein weiteres normales Leben ist somit am Ende und wie immer kommt kein Protest der Bundesregierung gegen diesen Mordaufruf an einem in Deutschland lebenden Bürger.
Schäbiges Pack, allesamt!
Wenn ich die Kohle hätte, würde ich den Spieß umdrehen und die lausigen Herren mit dem langen Bart alle wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Vernunft anklagen - wo bitteschön ist den ein obligates Mossad Killerkommando, wenn man mal eins braucht?
Immer noch alle auf der Suche nach mehr Atomwissenschaftlern?
[/update]

Montag, 7. Mai 2012

Treffen der Idioten

Zuerst einmal, nicht das wieder gleich jeder denkt, klar der blödbabbler, dieser alte Nazi, logo verteidigt der die ProNRW-Nasen. :-D

Zuerst einmal mein Disclaimer: Ich halte von diesen ProNRW Spinnern mal so rein gar nichts.
Deren vermeintliche Religionskritik ist letztlich nur der Ausdruck ihrer dumpfen Xenophobie, ein vorgeschobenes Mittel mit dem sie ihre närrische Phobie vor dem "Fremden" bemänteln.

Aber, soweit ich das Ganze verstanden habe, haben die lediglich Karikaturen von "Mohammed" gezeigt, was - wenn ich mich nicht täusche- immer noch eine erlaubte Meinungsäußerung in dieser Republik ist.
Die Gegendemonstranten aus den Reihen der fundamentalistischen Friedensfreunde haben dann das gemacht, was sie immer tun, wenn ihnen etwas oder jemand nicht passt.
Sie haben andere Menschen mit dem Tod bedroht und massive Gewalt (gegen Polizisten) angewandt.

Daraufhin entblödet sich Frau Kraft nicht, von sich zu geben, was ihre gescheiterte Landesregierung deshalb tun werde.
„Dazu gehören Platzverbote für Salafisten, die als gewalttätig aufgefallen sind ebenso wie die Auflage an Pro NRW, islamkritische Karikaturen nicht mehr zu zeigen. (fr-online)“
Platzverbote für gewalttätige Salfisten, also das, was die Herrschenden in diesem Land gewöhnlich mit biertrinkenden Obdachlosen, Punks oder Fußballhooligans machen.
Ich dachte das wäre eine Selbstverständlichkeit, also das man bei als gewalttätig bekannten Personen eine Vorfeldabschätzung macht und entsprechend handelt.
Was mir aber nicht ganz einleuchten will, ist der zweite Teil.

Sie plant also die legale und legitime Meinungsäußerung des Grundrechts einzuschränken, um, so interpretiere ich das Mal, eine Provokation von Verrückten zu verhindern.
Moment! Ganz langsam nochmal zum auf der Zunge zergehen lassen.
Das Recht auf Religionskritik, hier in Form von Karikaturen herzeigen, soll verboten werden?
Weil sonst fanatische Spinner deswegen, oder wegen einem der vielen anderen Gründe -die sie immer finden- Bambule machen können?

Sollte man also auch den Christopher Street Day verbieten, weil sich die Herren Vollbartträger sonst durch das ganze gottesunwürdige Schwulenpack beleidigt fühlen könnten und sonst was machen müssen? Randale?!
Sollte man den Verkauf von Bikinis einstellen, weil nackte Haut den gottesfürchtigen Mützenträger sonst in Versuchung führt und er sich nur durch Säure vor dem Weibsvolk schützen kann?
Sollte man Mädchen Bildung vorenthalten, weil sonst die dummen Männer noch mehr ihre Minderwertigkeitskomplexe ausleben müssen, am besten durch sinnfreie Gewalt innerhalb und außerhalb?
Sollte man Viecher nur noch schächten, weil es so geschrieben steht?
Muss man dies tun, weil jene spezifische Form des Glaubens, in seiner existent-aggressiven Form, besonders geschützt gehört und werden muss?

Was ist das denn bitteschön für eine hanebüchene Scheiße?

Der Rechtsstaat kneift und schränkt lieber das Recht auf freie Meinungsäußerung ein, hier speziell zum Schutz von eingebildeter Wahrnehmung und Realitätsverweigerung?
Wenigstens hat sich die Justiz den Blick für Realitäten bewahrt und geurteilt, dass die rechtsextreme Splitterpartei „Pro NRW“ bei einer Kundgebung in Bielefeld am Montag die umstrittenen „Mohammed“-Karikaturen zeigen [darf].(taz)
Es geht mir dabei -wie gesagt- nicht um eine Verteidigung dieser hirnlosen Rechtsausleger, sondern darum, dass ich mir nicht durch religiöse Spinner religionskritische Äußerungen oder Satire oder Karikaturen verbieten lasse.

Die vorherrschende Feigheit, die das ganze Politikerpack an den Tag legt -eierlose Gesellen allesamt-, Narren die in Karikaturen das Problem sehen und nicht in dem was damit aufgezeigt wird, scheint immer mehr zu werden.
Jene Menschen, die Westergaard 5 Jahre lang -und immer noch- hemmungslos im Stich gelassen haben, jene die Rushdie und auch van Goghs Dramen als deren eigene Schuld ansehen und nicht begreifen können, dass es keinen Frieden mit Anhängern einer mundtot machenden intoleranten Bewegung geben kann.
Menschen die nicht begreifen wollen, das eben jedes (staatliche) Entgegenkommen, jedes Beschneiden von Grundrechten für eine Religion ein immenser Verrat an den idealen eines aufgeklärten freien Rechtsstaats ist; und jedes Eingeständnis von Toleranz entsprechend als Schwäche wahrgenommen und direkt attackiert wird.
Es geht mir nicht darum Menschen ihre Religion zu verbieten, das ging es nie.
Nur immer den sumpfigsten und fauligsten -am weitesten von Moderne entfernten- Verrückten einen Sieg durch "nicht antreten" zuzubilligen, indem mal eben unser Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten werden soll, ist sicherlich nicht akzeptabel.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 6. Mai 2012

Geschafft!

Nach mehreren Anläufen haben wir unser Whisky-Tasting dann doch gestern zielstrebig erledigt.

Bis auf zwei weitere krankheitsbedingte Ausfälle waren die Freunde des rauchigen Stöffchens zusammengekommen.

Die edle Frau IauF brachte, weil wir neulich davon sprachen und sie -in ihren enormen Schnapsvorräten- eine davon hatte, eine Flasche Whesskey Single Malt (Dest. 2008 Bottled 2011) mit.
Das war zwar ähnlich passend, wie jener Italiener der zur Schießerei mit dem Messer auftaucht, um Sean Connery aus den Untouchables mal zu zitieren, aber dennoch natürlich ein guter Einstieg in den Nachmittag.

Da die verkosteten Mengen jedoch weit unter meinen üblichen Referenzmengen lagen - gewöhnlich richte ich erst über einen Whisky, nachdem ich ihn ein paar Mal im Glas hatte, sind meine die Tage erscheinenden Tastingnotes eher ein vorläufiger Eindruck.
Da wir uns allerdings untereinander austauschten, liegen die meisten Vermutungen dennoch sicherlich nicht ganz weit ab vom Schuss.

Der Herr AausB brachte uns, solange es ihn noch gibt (den Whisky, nicht den Herrn AausB ;-) ) eine Flasche Bruichladdich "Waves" mit.
Leider hat ja Bruichladdich seine Palette vor zu straffen, was dann eben das Ende für den Waves, Peat, Sherry Classic, Links 15J, alle 16J und den Port Charlotte An Turas Mor bedeutet(mehr Infos dazu beim Blog von Horst Lüning).
Der allgemeine Tenor zum Geschmack und Geruch des Waves war überwiegend positiv.
Die Einschätzungen schwankten zwar, aber die Tendenz war ähnlich.
Gut trinkbar, aber nichts wirklich Besonderes.

Der endlich wieder mal aufgetauchte Herr virtualmono, der Dank des ÖPNV, mit einer satten Verzögerung erschien, übersprang aufgrund seiner Absenz den Whesskey -hatte selbigen allerdings erst letzte Woche gekostet- und brachte zur Freude aller eine jungfräuliche Flasche des Bruichladdich 3D3 mit.
Diese durfte er dann auch schön selber aufmachen; bei der anschließenden Verteilung gab ich mir dann wieder Mühe die Gläser nicht bis unter den Rand sachte einzuschenken.

Denn, beim Waves hatte es -dem Thema angepasst- irgendwie geschwankt und so kamen ein paar mehr Wellen in den Gläsern an, als beabsichtigt.
Egal, der Herr AausB nahm es mit Humor und wir anderen mit entsprechend sportlichem Ehrgeiz. :-D

Tja, der 3D3 ein weiteres Stöffchen aus den Trögen von Bruichladdich, welches leider auch nur noch in Restbeständen bei einigen Händlern für deutlich angezogene Preise zu ergattern ist.
Umso feiner das der Herr virtualmono uns in die Möglichkeit versetzte uns noch einen Eindruck darüber machen zu können.
Ein klarer Qualitätssprung vom Waves hin zum 3D3. Eine wesentlich wuchtigere rauchige Nase (fanden alle außer dem Herrn EausH, der es genau andersherum sah) und ein recht stimmiger Geschmack machten diesen Whisky zum erklärten Liebling des Tages.

Eine geradezu schmerzhafte Enttäuschung war der Big Peat Xmas Edition 2011.

Gedacht als krönender Abschluss, als Alpha und Omega, als (Einladungs-)Grund und beglückendes Labsal, entpuppte er sich dann als alkoholisch sprittiges unmotiviertes Rauchamalgam der staubigen Art.

Eine wirklich schlechte Nase, sekundiert von komisch unangenehmen Geschmack, welcher sich allerdings durch kräftige Zugabe von Wasser (nach 4 spoons ging es langsam) etwas besserte - jedoch es bleibt ein langer und dornenreicher Weg hin zum normalen, von allen geliebten, Big Peat.

So zumindest das einhellige Urteil der Tester.

Normaler Big Peat genial, diese Editon eine Frechheit.

Gut, er ist vermutlich besser und angenehmer zu trinken, als die Isle of Jura Superstition Flasche des Herrn EausH, aber das kann ja keine Entschuldigung sein, für gar nichts, oder?

Ich hatte den Eindruck, man kann den Big Peat Xmas eventuell noch trinkbar bekommen, die Hoffnung ertränkt sich bekanntlich zuletzt, und werde daran sicherlich auch noch arbeiten.
Mehr Zeit im Glas lassen, mehr Wasser hinzu und dann eben mal abwarten ob sich da noch was machen lässt. Sehr überzeugt davon bin ich allerdings nicht.

Meinen Lacher hatte der Herr EausH dann aber dennoch.

Ich muss vorausschicken, ich mag seinen Forscher- und Sammlerdrang, der dem meinen nicht unähnlich ist.

So probierte er denn auch noch einen kleinen Schluck des Maiswhiskeys "Mellow Corn" und meine All-time-Referenz für miesen Single Malt, den Loch Lomond NAS.
Dass er den Mellow Corn dann durchaus als trinkbar bezeichnete, überraschte mich nicht, denn trotz seiner Industriesprittigkeit hat er einen wunderbaren ersten Geschmack(leckere Maissüße) auf der Zunge, die wirklich Spaß machen kann.
Aber, als er anfing, den Loch Lomond dann intern besser zu raten, als den (zugegebenermaßen schlechten) Big Peat Xmas Edition zeigte mir, das er noch viel zu lernen hat, der junge Whisky-Padawan. :-p

Spaß beiseite, natürlich hat jeder seinen eigenen Geschmack und wat den een sien Uhl, is den annern sien Nachtigal... und wer Isle of Jura ...*hüstel* ... nun Loch Lomond passt da sicherlich ins Beuteschema. *eg*

Um jedoch aber nicht allzu frustriert, nach dem veritablen Flop mit dem Big Peat Xmas, auseinanderzugehen, erleichterten wir noch die im Regal stehende Ardbeg Ten Flasche um ihre Neige.
Man merkte wieder, ein richtig guter Whisky ist einfach nicht mit Torf aufzuwiegen - Qualität, technische Raffinesse und ein absolut stimmiges Endprodukt.

Als dann die wackeren Tester gingen, war bereits die Nacht angebrochen und verschluckte nach kurzer Zeit schon die Rücklichter der (des) Autos.

Wichtig: Für unser Whisky-Tasting wurden auch diesmal keine Robbenbabies misshandelt und niemand fuhr alkoholisiert Auto. Lediglich eine Illusion wurde schonungslos entzaubert, nämlich jene, das man bedenkenlos alles kaufen kann, worauf der Schriftzug "Big Peat" prangt.

Ach so, noch ein dickes Sorry an Alle, denen ich gestern die Ohren mehr als blutig gesabbelt habe, aber Freude und Zufriedenheit läßt mich manches Mal leider noch mehr babbeln als gewöhnlich - und das will, wie einige bereits schmerzvoll wissen- schon was heißen.

Danke an Euch Alle, dass ihr bei uns und so ambitioniert dabei wart.
Besonderes Danke an SausB und AausF die sich tapfer mit nicht alkoholischen Getränken fit hielten, um die erfolgreichen Trinker sicher nach Hause zu bringen.

Und natürlich ein großer Schmatz an die beste Ms. von allen, meine, die uns mit Kaffee, Kuchen und diversen Käsen gut bei Laune hielt.


Blödbabbler

Hinweis an IausF und AausF: Na, habt ihr schon gemerkt was ihr vergessen habt? :-D

Freitag, 4. Mai 2012

Blasphemie? Absurdes Theater in Kuwait

Wer schon immer mal wissen wollte, wie es aussieht wenn sich Idiotie ihre Bahn bricht, der schaue heute nach Kuwait.

Für den grotesken Tatbestand der Blasphemie, also Kritik an einer eingebildeten Entität, gibt es dort nun bald die Todesstrafe.
Immer wieder schön, wenn ein Land, das über diverse Beteiligungen Anteile an deutschen DAX und MDAX Unternehmen hält, tiefer in die Steinzeit zurückrutscht und es keine Sau schert.

Spontan kein Betroffenheitsveitstanz der unsäglichen Claudia Roth, die sonst schon anfängt zu heulen, wenn jemand innerhalb eines 10 Meilen Radius an Robbenbabies denkt.

Keine Protestnote des Außenministeriums an das Land, wegen dessen Herrscherfamilie der Irak letztlich zertrümmert und sich selbst überlassen wurde.

Wir sehen sowohl in Kuwait, als auch in der BRD: Ein Parlament kann ein Hort der Vernunft sein, ist es aber in realiter eher selten.
Schon gar nicht, wenn offenbar die Gehirne der Insassen dort durch exzessive Religionsnutzung bereits weich gekocht sind.

Hingewiesen sei mal wieder darauf, dass auch das vom Katholizismus brachial vergewaltigte Irland, ein wunderschönes Land, mit netten Leuten und anständigem Whiskey vor einem Jahr einen Schritt heraus aus dem Kreis der zivilisierten Ländern getan hat.

Immerhin kostet es dort nur (bis zu) 25.000 Euro, wenn man denn sein Gehirn einschaltet und die Existenz eines eingebildeten Freundes verneint.
Katholischer Irrsinn, so scheint es, ist noch einen Schritt weniger weit zurück in der Evolutionsleiter, als der islamische - plumpes Geld statt rollender Köpfe.

Und auch der Hinweis auf das Bundesland Bayern sei erlaubt, auf ehemals geplante Auswüchse der dortigen Innenministerin Merk und des inzwischen verklappten Edmund Stoibers in Bezug auf "Blasphemie", welche ich bereits in "Fisting of the southern star!" kritisiert habe.

Überall das Gleiche, sie fordern Toleranz für ihr Tun in der Öffentlichkeit, für ihren Weg an der Seite eines imaginären Freundes, versuchen das Ganze dann staatlich abzusichern und drakonisch zu sanktionieren.

Sauber: Sich etwas einbilden, dann andere, welche das nicht mitmachen wollen zügig ins Gefängnis werfen, mit Geldbußen überziehen oder einfach gleich umbringen lassen, wenn sie sich negativ dazu äußern.

Zum Glück haben wir noch Reste von Meinungsfreiheit, welche es uns auch erlauben Religion für das zu kritisieren, was sie nicht ist: Nämlich ganz sicher keine sinnvolle Handlungsdirektive, oder gar Grundlage für einen Rechtsstaat.

Religion ist und bleibt Privatsache, genauso wie einvernehmlicher Analverkehr oder die Whiskyprobe nach Feierabend mit Freunden.

Im Gegensatz zu letzteren ist sie allerdings meistens unbefriedigend, lustfeindlich und basiert eben vollständig auf Einbildung; leider unkreativerweise meistens noch nicht mal auf der eigenen Imaginationsfähigkeit.
Und, weil die Gläubischen hirnlos hinterhertrotten, werden sie eben auch von den Führern ihrer Kulte gerne Schafe, bei den Protestanten niedlicher Schäfchen, genannt.
Lemminge geht sicherlich auch.
Anderen Menschen qua Machtposition die eigenen Phantasiewesen aufzwingen, Ihnen dann noch das Recht absprechen das anzuzweifeln, Kritik daran zu äußern oder sich spöttisch, gerne auch satirisch, damit auseinanderzusetzen, ist schlicht pure Gewaltanwendung und Missachtung elementarster Menschenrechte.

Von den Verrückten in Kuwait gar nicht zu sprechen.

Besonders apart war dieser Tage auch die Aktion der saudischen Religionspolizei die die subversive Kinderaktion mit den Schlümpfen wegen unerlaubter Musik hochgehen ließ.
Übrigens eine Aktion zur Förderung der Tugend und gegen das Laster wie der Presse zu entnehmen war.
Die Saudis, wir erinnern uns, sind jene waschechten Demokraten, die wir mit Panzern beliefern, die in Bahrein die Opposition unterdrücken halfen und helfen und in deren Land der Blogger Hamza Kashgari aus Malasia abschoben wurde.

Hat jemand seitdem was von ihm gehört?


Ihnen Ihr Blödbabbler

Postösterliches Whiskytasting

As time goes by.

Eben habe ich mich noch darüber gefreut, rechtzeitig vor Weihnachten die Xmas Edition des Big Peat erstanden zu haben.
Nun ist schon fast Sommer und die Flasche ist noch immer nicht geschnabbeldiekorkt.

Dämlicherweise war ich zwei Mal passend zum Tastingtermin krank - nun steht morgen endlich der dritte Versuch an.
Inzwischen leider bei sommerlichen Temperaturen, dafür aber findet die gemeinsame Verkostung wenigstens im Kreise der Lieben statt.

Noch hoffe ich, dass bis morgen der entzündete Rachen- schönen dank liebes Kortison!- wieder ein wenig weniger verärgert auf alkoholische Essenzen mit einem Volumenalkoholgehalt von > 5% reagiert.

Falls nicht, dann steht in den Tastingnotes sicherlich: brennt heftig im Abgang. :-D

Netterweise bringt der Herr virtualmono noch einen Bruichladdich 3D3 mit, den er bisher -vor uns und sich- sicher verwahrte.

Für die Fahrer(innen) wird die Ms. ein paar Kuchen und entsprechend Nichtalkoholisches darbieten - wir sind inzwischen so etwas von scheissverantwortungsvoll geworden im Alter, man glaubt es kaum.

Leider werden Frau DausD und Herr FausD unseren Kreis aus Terminnöten nicht verstärken können, aber ich denke wir werden dennoch 10 durstige Seelen sein.

Den beiden sei an dieser Stelle aber erst einmal herzlich gedankt für den wohlfeilen Kanister mit feinem selbstgebastelten Äppler, welchen sie der Ms. und mir vor ein par Tagen mitgaben.
Ich habe es gestern Nacht getestet; mein erster Apfelwein seit 2004!1!!!! - eine Offenbarung vor dem Herrn.

Leider hatte mir ja die Gesundheit, genauer die leidige Absenz derselben, in den letzten Jahren einen gemeinen Strich durch die Rechnung gemacht dabei des Hessen liebstes Stöffchen sanft die Kehle herunterrinnen zu lassen.

Seit gestern jedoch schwarzeneggert es nun in mir :"I'll be back!".
Bei laienhaften Nicht-Hessen schwarzeneggert es übrigens nicht, sondern rumort, gluckst und sorgt gewöhnlich für einen hektischen Stuhlgangsprint.

Selbstverständlich wird es vom kommenden Whisky-Tasting in Kürze hier dann zu lesen geben, wie es mundete und was uns dabei auffiel, oder eben auch nicht.

Zusätzlich zur Freude des Whiskytrinkens habe ich, Dank der Verführungskünste von Frau DausD, inzwischen auch das Verkosten von Rum als eine sehr spaßige - wenn auch meistens eher süße- Bereicherung meines Lebens entdeckt.

Angefixt durch einen Old Barbados Rum der Rum Company, der schlicht wunderbar schmeckte - leicht, vanillig und mit der richtigen, nicht zu heftigen, Süße begleitet - habe ich mir auch mal ein paar Rums ins Haus geholt.

Die Reise geht dabei aus vom eher weihnachtlich und babbsüßen Captain Morgan Flagschiff Private Stock von Jamaika über einen Clément Rhum VSOP aus Martinique, dann weiter über einen venezuelischen Diplomatico Reserva Exclusiva 12 Jahre und den Pampero Aniversario bis hin zu Plantations Old Reserve 2000 und Barbados Extra Old 20.

Notiz an mich: Mehr Schränke kaufen! :-D

In Vorfreude auf das kommende Ereignis werden ich schon mal die Tumbler vorwärmen und das Eis kalt stellen GlenCairn- und Bugatti Gläser polieren, das Quellwasser aus der nahegelegenen Quelle des Vergessens mundschöpfen und ein paar Irish Setter passende Folkmusik einüben lassen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

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