Montag, 20. November 2017

Jamaika, kaputt

Ich gebe mal einen Tipp ab: Wann stets das Vaterland rief, stand die Verräterpartei schon Gewehr bei Fuß um es zu retten - und dies leider oftmals buchstäblich.
Nach Jamaika nun also doch wieder eine anarcho-syndikalistische, also schwarz-rote Koalition?

Die Sozialdemokratie wird ihr -von mir ersehntes- Ende durch eine Regierungsbeteiligung beschleunigen und mit Mama Merkel eine Neuauflage des Stillstands auflegen.

Im Gefolge dieser Heldentat bekommen die neoliberalen Xenophoben der AfD dann 30% bei der nächsten Wahl und werden die Regierung stellen oder als Juniorpartner die CSU vor sich hertreiben.
Gebt mir 4 Jahre Zeit...

Anstatt also, wie Erwachsene, die Chancen und demokratischen Möglichkeiten einer Minderheitsregierung zu ertragen, lässt man das völkische Stimmvieh nochmal wählen oder bleibt der Einfachheit halber lieber mit dem Kopf im Arsch des Anderen im Sumpf der Belanglosigkeit stecken.

FDP lebt das vor, was sie im Programm hat: Egoismus.

Grüne irritierte, dass ihre Forderungen bei den Sondierungen nach: "Mehr Kapitalismus wagen, aber biologisch!", bei der CSU nicht so schlecht ankam wie man es befürchtete. Man ärgerte sich aber über soziale Forderungen aus den Reihen der Schwarzen Pest.
Ihr grüner Shootingstar, der Autoindustriekapitän Kretschmann, war selbst den Schwarzen zu konservativ, hätte man sich aber sicher für einen guten Posten mit arrangieren können.
Trittin durfte, als vermeintlich linkes Irrlicht, für Schlagzeilen sorgen und Seehofer und Merkel verpassten durch das Sondierung-Theater ihren gebuchten Auftritt bei "Adam sucht Eva, Politikspecial", Schade!

Was bleibt?

Nach monatelangem Gestocher und verbalen Schwanzvergleichen(TittenKlitorisvergleich für die Gleichstelluingsbeauftragten) zeigt sich: Lindner sollte bei Boris Becker in der Besenkammer beim Pokern in die Lehre gehen. Die beiden eint ja auch eine Gemeinsamkeit in der vollzogenen Geschäftsfähigkeit, vielleicht wird daraus ja noch eine wunderbare Beziehung. Jamaika ist erstmal hinüber, dieser asoziale Homunkulus liegt nicht zu Unrecht in der Tonne. Merkel geht gestärkt aus den Verhandlungen, die Grünen auch, muss man doch seine ureigenste Klientel nun nicht darüber aufklären, wie weit man von den eigenen Idealen und der hohlen Menschenrechtsideologie inzwischen entfernt, wie weit man offensiv bereit ist, die Beine breitzumachen um die Macht zu empfangen. Die Grünen sind ein wenig wie aus einem Songtext von der E.A.V. entsprungen: And now, listen people,
I've something to tell you.
Maybe there are problems
in this world, war, rassism,
and I - I don't know.
Maybe it's a bad world.
But I don't want to see it.
Oh no, no, no!
All we have to do is to smile,
yeah, to smoke,
and you kick your troubles away like a coconut.
Yeah, you see, it's easy! (lyrics aus Rasta Disasta Reggae by Erste Allgemeine Verunsicherung)


Hätten doch mehr Leute dem Sonneborn ihre Stimme gegeben, dann wären Verhandlungen wenigstens unterhaltsam gewesen. So sind sie leider nur verstörendes Spiegelbild einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft, hier die Ellbogen, da die Opfer, subventioniert.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Rum trinken statt rumlabern!

Donnerstag, 9. November 2017

Unfehlbar?

So, so. Der heiligste aller Väter, das Oberhaupt des tuntigen Operettenstaats Vatikan macht sich Gedanken um die Gesundheit seiner Insassen.
Wir erinnern uns kurz, in der römisch -katholischen Theokratie in Rom ist es erlaubt, weibliche Kinder, also Mädchen, ab 14 Jahren zu verheiraten, bei den dort beliebteren Knaben sind es 16.
Man hat in diesem Zwergstaat zwar das Schutzalter 2013 auf 18 Jahre hochgesetzt(es lag vorher bei 12(!) Jahren), dieser Schutz gilt aber nicht innerhalb der Ehe. *knickknack*

Der Kirchenmann mit dem Phallus Pallium möchte -und tut es auch- den Zigarettenverkauf im Vatikan verbieten. Hurra! Erst nimmt man also den Priestern ihre potentiellen12 jährigen Knaben weg und dann auch noch die Zigarette danach...scheint konsequent, brauchts ja nun nicht mehr.

Wenn dem gottgleichen Unfehlbaren nun noch auffiele, dass der Kontinent Afrika und seine Bevölkerung an Aids leidet wie nicht gescheit und sein bigotter Trachtenverein eine nicht geringe Mitschuld daran trägt, könnte er ja vielleicht endlich bitte mal das Totd und Siechtum bringende Kondomverbot verbieten....nur so als gütlicher Vorschlag gemeint.

Stattdessen jedoch werden Teile ruhiggestellt, die das Verbot vermeintlich umgangen. Das ist mal ein wirklich fortschrittlicher Papst...Hosianna!

Dienstag, 7. November 2017

Offensichtliches & Schuldig!

Aufregung!

Reiche Menschen hinterziehen Steuern oder nutzen die von anderen reichen Menschen gemachten Gesetze, um ihren finanziellen Beitrag am Gemeinwesen möglichst gering ausfallen zu lassen.
Die anderen zahlen hier Steuern, zunehmend mehr, weil eben die Staatseinnahmen in Relation weniger hoch sind, als sie sein könnten.
Auch wegen dieser Defizite schließen dann die Kommunen Büchereien, Schwimmbäder und kommen mit der Schaffung von Kita-Plätzen nicht nach, während der gemeine Bürger feststellt: Ich habe immer weniger von meiner verdienten Kohle, dafür bröckelt um mich herum die Infrastruktur und zum Dank bin ich dann noch das weiße, privilegierte Arschloch das den Planeten im Alleingang retten soll.
Mancher mit wenig Blick für Zusammenhänge landet dann bei der AfD, klügere bei einer Kritik die deutlich radikaler ansetzt und eben -ja,ja- die Systemfrage stellt.
So oder so, stabilisierend auf das Staatsgefüge ist beides sicher nicht.

Wir erinnern uns an solch utopische und sinnschaffende Dinge wie eine Vermögenssteuer oder eine Erbschaftssteuer, solche, die den Namen verdienen.
Solche die durch ihre Existenz und die Vollstreckung ein wertvolles Instrument zur Schaffung einer gegenläufigen Tendenz zur wachsenden und dadurch destabilisierenden Ungleichheit im Land sein könnten.
Aber, das haben wir ja gelernt, dies ist offensichtlich nicht gewollt. Auch nicht von den Bürger, die mit ihrer vierjährigen Willensbekundung justamente die Parteien stärkt, die ein weiter-so im Programm haben.

Im Zusammenhang der Ungleichheit erinnern wir uns dabei an die Aussage von Thomas Piketty in" Das Kapital im 21.Jahrhundert" zu Erbschaften in heutiger Zeit und ihrer Bedeutung für steigende Ungleichheit.Auch ist die Vermögensungleichheit heute wie gestern hauptsächlich eine Ungleichheit innerhalb einer jeden Altersgruppe, und wir werden sehen, dass Erbschaften zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht weit davon entfernt sind, nahezu die gleiche Bedeutung zu erlangen wie zur Zeit von Père Goriot (Balzac).
Aber ehrlich gesagt, dies ist alles lange bekannt und es ist es nicht mehr wert darüber zu schreiben. Der Käse scheint gerollt und ein weiteres geleaktes Papier macht den Kohl nicht fetter. Wer Beweise bedurfte, der hätte sie schon lange haben können, wer daraus keine Schlüsse zog, politisch wie gesellschaftlich, der wird es auch jetzt nicht tun. Auch beim nächsten und übernächsten Mal nicht.
Wobei allerdings der Irrsinn noch nicht vollständig Besitz ergriffen zu haben scheint, trotz #metoo Mobs nebst Anklage und medialer Aburteilung ohne Richter, scheint mir das Thema "safe spaces, trigger warnings" und Konsorten zu sein.
Wenn ich mir zu jeder Aussage Gedanken machen muss, ob es eine Person geben könnte, die sich dadurch-warum auch immer- angegriffen fühlen könnte, dann erzeuge ich eine Schere im Kopf die zensiert oder zu Bigotterie führt.
Wenn ich das dann als herrschende Ideologie etabliere, dann erzeuge ich ein autoritäres System, in dem nur noch die Gedankenwelt dieser herrschenden Vorstellung existiert. Binär, es gibt keine Grautöne, keine Abstufungen mehr, alles ist dann Widerstand und muss sanktioniert werden.
Dagegen liest sich der Orwell‘sche Staat fast schon niedlich, totalitäre Gemeinsamkeiten sind beiden gegeben.

Es scheint, zumindest in den angelsächsischen Ländern, allen voran die USA, bereits ein Stadium erreicht zu haben, bei dem man merkt, wie sich dieses Gift bereits an sein unheilvolles Werk gemacht hat. Ursprünglich gute Ideen, den Rassisten und Sexisten kein Podium bieten zu wollen, eine Gegenkultur zu etablieren und Menschen vor Aggressionen zu sichern haben sich verselbstständigt. Dialektik is a bitch.

So sind viele der Ansätze inzwischen selbst Teil einer Unterdrückungsmaschinerie geworden. Feinste Verästelungen und ein immer weiteres aufspalten sorgen für eine Durchdringung der Gesellschaft mit vermeintlich korrektem Sprachdiktum.
Totalitäres Negieren anderer Standpunkte, denunzieren des vermeintlichen Gegners und ein beharren auf der eigenen wohldotierten Opferrolle überwiegen.

Arlie Russell Hochschild beschreibt im Beitrag "Weiß und stolz und abgehängt" in den Blättern für deutsche und internationale Politik 10/17, wie der Süden der USA quasi zu dem wurde, was er heute ist - Trumpland.
Sie beschreibt ausgehend von der Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg und der Rolle der "weißen Nichtplantagenbesitzer, also der armen Weißen", den damals schon "white trash" genannten, abgehängten, wie sich nach der Niederlage 'Glücksrittern' und Ausbeuter aus dem Norden in Wirtschaft und Politik durchsetzen und sich der Ressourcen bemächtigten.
Das gros der Menschen im Süden hatte keine Sklaven, denn die waren selbst zu arm, dennoch war das Plantagensystem Teil des amerikanischen Traums und Teil der herrschenden Ideologie.

Die Analyse mit den Glücksrittern klingt ein wenig nach der Nachwendezeit, als der Westen seine verdienten Profiteure und abgehalfterten Politiker den Osten plündern ließ. Zufall, dass sich dort -wie im Süden der USA- rechte Ideologie und das Heilsuchen im Abkapseln manifestiert?

Um aber den Bogen zu schlagen, denn mit Arlie Russell Hochschilds Beitrag wollte ich nicht nur darauf hinweisen, selbigen gelesen zu haben, sondern auch etwas zur Problematik der oben geschilderten Opfergesellschaft und ihrer (finanziellen) Dotierung sowie dem Verständnis von aktuellen Gegentendenzen hinweisen.
So schreibt sie(in deutscher Übersetzung):Mit dem Übergang von den 1960er Jahren in die 1970er Jahre verlagerte sich der Fokus der Bewegungen(soziale Bewegungen/ Klassenkampf in den 1960er Jahren bei denen der "white trash" von diversen Gruppen überholt wurde bloedbabbler) vom Gesellschafts- und Rechtssystem auf die persönliche Identität. Nun genügte es schon, amerikanischer Ureinwohner, eine Frau oder ein Homosexueller zu sein, um öffentliches Mitgefühl zu wecken.(S.58)
Übrig und auf der Strecke blieb der gemeine, weiße Mann im Süden, inzwischen selbst davon bedroht, der letzte seiner Art und damit Teil der Opfergesellschaft zu werden.

Ich habe hier ihren Beitrag, der lesenswert ist, bis an die Grenze der Aufrichtigkeit verkürzt, aber die weiteren Erläuterungen bzw. Hin-und Nachweise für ihre Argumentation führen von meiner Intention etwas weit weg, man sehe es mir nach.

Was ich daran festmachen wollte, war -wir haben eine wachsende Opferkultur seit den 1960/70er Jahren, die sich um das Millennium herum und danach deutlich beschleunigt.
Political correctness, ein ursächlich gutes Konzept verselbstständigt sich und schlägt um in eine totalitäre Gesinnungsdiktatur, bei der der Diskurs, Vernunft und Argument auf dem Altar von Befindlichkeiten geopfert, ja genauer, hingerichtet werden.

Eine voraufklärerische Geisteshaltung(ich denke es kommt nicht von ungefähr, dass gleichzeitig Konzepte der Esoterik, des Spirituellen und des mittelalterlichen, alchemistischen Brauchtums deutliche Zuwachsraten in diesen Zeiten zu verzeichnen haben) etabliert sich. Und dies auf beiden Seiten der Medaille.
Wir haben jene, die im Namen von political correctness andere Mundtot machen wollen, die andere als ihre Befindlichkeiten und Sichtweisen nicht gelten lassen wollen und die Gegenseite, die sich im Lichte alternativer Fakten, vulgo ihrer eigenen erlogenen Sichtweise, sonnen und den Diskurs meiden.
Die Spaltung der Gesellschaft ist perfekt.

Wir sehen hier -bei uns- bisher davon nur die ersten Ausläufer, noch ist das nicht so tief, wie bspw. in den USA, die Tendenz geht aber in die Richtung und wird sich verstärken. Ich habe ja schon des Öftern darauf hingewiesen, dass auch bei uns ein Klassenkampf tobt, bei der der "weiße Proll", rauchend, saufend und politisch unkorrekt, moralisch und ideologisch von Seiten der Öko-Bourgeoise angegangen wird.
Dieser, wirtschaftlich unter Druck durch die Kapitalisten und durch um seinen Job konkurrierende 'Ausländer' findet sich so wieder in der Rolle des Bösewichts bei diesem Theaterstück des frühen 21. Jahrhunderts.
Der "white trash" des amerikanischen Südens dupliziert sich in Deutschland, Ideologie und Herrschaftsanteile innerhalb der Kapitalfraktionen mögen wechseln, der Arsch am Ende der Nahrungskette bleibt aber stets genau dort oder wird weiter degradiert.
Das birgt auf Dauer den Stoff, aus dem der Bonapartismus oder eben direkt der noch hässlichere Enkel, der Faschismus entsteht und sich etabliert.

Selbstredend ist gesellschaftlicher Fortschritt nicht denkbar ohne Verlierer, wird bei einem Wechsel der Ideologie immer ein Teil der alten Eliten abgehängt, werden Regionen und alte Technik degradiert und bleiben zurück.
Wenn man sich allerdings keine Gedanken darüber macht, dass sich Menschen eben nicht als Verlierer fühlen und erleben sollten, dass sie nur noch mit Gewalt ihrer Ohnmacht Ausdruck verleihen können, dann sollte man sich bitte nicht wundern, wenn es zukünftig keine Wahlen mehr im Land gibt, der Verlierer von gestern mit den neuen Herren durch die Straßen marschiert und mehr als den Mund tot macht.
Jetzt bin ich aber doch wieder abgeschweift, ging es mir eigentlich nur um zwei Aufreger in einem Video des amazing atheist, einem eher krawalligen Vlogger, der seine Rants gerne lautstark äußert.

Dort beschreibt er eine absurde Situation in Bezug auf Rassismus, eine die aus dem von mir oben skizzierten Zusammenhang von entgleister political correctness ensteht, nämlich dann, wenn man meint aus bewusster Ungleichbehandlung könne etwas Gutes entstehen. Ich hatte meine Meinung dazu ja schon mal in Bezug auf die unterschiedliche Behandlung von Geschlechtergleichheit am Arbeitsplatz erwähnt. So halte ich es für einen Fehler via gesetzlicher Diskriminierung dafür zu sorgen, dass, wo es einen Frauenüberschuss gibt(bspw. Grundschule, Erzieherinnen) alles beim Alten bleibt und wo nicht, man dafür sorgt, indem man Frauen bevorzugt. Bin kein Freund von Quoten.
Ungleichbehandlung erscheint mir dabei der falsche Weg, Partikularinteressen und Sonderrechte für diverse Kleingruppen(das sind jetzt nicht die Frauen, sondern eher religiöse oder wirtschaftliche) sind immer ein Schritt weg vom Rechtstaat und seinem Gleichheitsprinzip. Zumindest in meiner laienhaften Betrachtung.

Das zweite Ärgernis betrifft eine Aussage einer Labour Politikerin in Neuseeland, die gefordert hat, man möge das "philosophische" Konzept der "Unschuldsvermutung" im Falle von Vergewaltigung umkehren. So habe der Angezeigte als schuldig zu gelten, bis er nachweist, unschuldig zu sein. Ein Ansatz, den auch gerne Religioten anführen.
Man könne ja versuchen zu beweisen, dass es keinen Gott gebe...wahlweise unsichtbare, rosa Einhörner oder Fee und Elfen.
Ich bin leidenschaftslos ganz old-school: falls jemand etwas behauptet, dann ist es an ihm den Nachweis zu erbringen, der vor der Ratio Bestand hat. Es ist nicht an mir eine Falsifikation seiner Behauptung durchzuführen.
Was nun eine Umkehrung der Unschuldsvermutung betrifft, so halte ich das für einen hochgefährlichen Weg, aber ich vermute, wer es für Erwiesen hält, dass jeder der momentan am #meetoo Pranger steht, auch ein Schänder ist, der wird auch diesen Pfad der Willkür gerne beschreiten.

Und noch eine persönliche Einschätzung von mir –ähnliches Thema- zu einem besonders dummen Artikel bei Spiegel Online unter dem Titel "Darf man die noch schauen?" von einem Oliver Kaever.
Sein Hinweis auf Woody Allen erheiterte mich dermaßen, dass ich mich fast vor Lachen übergeben musste. So schreibt er:Wie wachsweich die Haltung von Zuschauern dazu bisher war, zeigt sich deutlich am Beispiel Woody Allen. [...] Als Mia Farrow, damals Woody Allens Lebensgefährtin und die Hauptdarstellerin seiner Filme, 1992 Nacktfotos entdeckte, die Allen von ihrer damals 21-jährigen Adoptivtochter Soon-Yi Previn gemacht hatte, hätte sich der Blick auf diesen schlauen und witzigen Mann eigentlich ändern müssen.
Warum, so fragte ich mich, hätte sich mein Blick auf Woody Allen ändern sollen, weil er Nacktfotos einer 21jährigen Frau, die nicht genetisch mit ihm verwandt ist, besitzt? Was stört den Schreiber dieser Zeilen? Mag er Aktbilder nicht? Ist ihm das zu pornographisch, obwohl das eher nach Spaß unter Erwachsenen klingt, als nach Kinderschändung. Hat er den Verdacht, Woody Allen hat die Bilder heimlich von seiner jetzigen Frau gemacht, oder stört ihn Nackheit per se? Ich weiß es nicht, fand aber das ‚Argument‘ sehr befremdlich.
Oder war es gar, weil er offensichtlich seine "Kinder sammelnde" Frau Mia Farrow betrog?
O.k. , dann ist der Herr Allen wohl ist ein Schwein... oder vielleicht wars auch nur Liebe?
Die sucht doch nicht nur der Herr Allen, wie sonst nur Herr Rossie das Glück, sondern wir alle. Vielleicht war die Ehe auch so am Ende, vielleicht sogar wegen Frau Farrow und ihrer Art?
Ich weiß es nicht, aber er eben auch nicht. Was ich hingegen weiß, ist, Nacktbilder einer 21jährigen scheinen mir kein veritabler Hinweis auf sexuellen Missbrauch. Wenn sie 12 Jahre gewesen wäre, dann wäre das klar. Dann ein lautes „Pfui, Herr Allen“, aber so? Die Hinweise von Farrow im geführten Rosenkrieg und deren Adpotivkindern sollte man zumindest mit kritischer Vorsicht behandeln und nicht sofort als Wahrheit gegeben.
So schreibt selbst der Herr Kaever:Es war ja auch so leicht, die Anschuldigungen gegen ihn zu verdrängen. Die waren nicht bewiesen, und seine Filme waren keine Werke eines Pädophilen, der dem Zuschauer offen oder versteckt seine sexuelle Neigung unterjubelte.
Und damit liegt er fast auf der Linie der neuseeländischen Politikerin oder den spinnerten "Richter- und Henkerinnen in einer Person" von Femen.
So bedauert auch dieser Journalist, dass man den Mann nicht aufgrund von unbewiesenen Anschuldigungen verurteilt hat.
Ganz so weit weg von einer umgedrehten Unschuldsvermutung sind wir also auch in Deutschland scheinbar nicht, zumindest bei der schreibenden Meute.

Ihnen Ihr Blödbabbler, sexistisches Schwein und weißer, alter Mann(logo, was sonst?!)

Lebensmittelwarnung reloaded

Aus der beliebten Reihe "you get what you pay for".

Heute: Eine Wochenpackung Immun-was-auch-immer WunderNahrungsergänzungsmittel löst unter Umständen nach Anwendung durch Verzehr allergische Reaktionen aus.
Ja, was denn sonst?
Immunsystem stimuliert, Abwehr in Aktion und ... Treffer versenkt!

Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert,

Ihnen Ihr Blödbabbler, feature not a bug

Freitag, 3. November 2017

Nachtrag zu "Kinderficker, minderschwer!"

Der Missbraucher zweier 15 jähriger Schutzbefohlenen, den ich in meinem Beitrag "Kinderficker, minderschwer!" besprach, jener, der bis auf weiteres bei vollen Oberstudienratsbezügen suspendiert war, wurde nun zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Mal wieder nur zur Bewährung... vielleicht fehlte da ein hysterischer METOO Hashtag um die Tragweite anzudeuten?

Die Richterin wertet es als Glück für den Angeklagten, den missbrauchenden Oberstudienrat der seinen dämlichen Erwachsenen-Schwanz in seine Schülerinnen auch noch ohne Kondom gesteckt(und sie vermutlich, so lese ich das "Beim Sex mit den damals in dieser Hinsicht völlig unerfahrenen Mädchen hatte er nicht verhütet[...]" deflorierte) hat, dass selbige nicht auch noch schwanger wurden, denn dann und nur dann "wäre eine Bewährung nicht mehr möglich gewesen". So ein Glück aber auch!

Dieser vermeintliche Erzieher hat also Schutzbefohlenen unter 16 Jahren Alkohol und Marihuana gegeben, sie gefickt und in sein sexuelles Spinnennetz hereingeschmeichelt - mithin seine Stellung völlig ausgenutzt.
Dafür gibts dann nur eine Bewährungsstrafe. There's something rotten in the state of justicia.

Aber immerhin wurde der Mittvierziger nicht nach Jugendstrafrecht abgeurteilt, muss man ja heute schon froh drüber sein. m(

Es ist ein kleiner Trost, wenn es denn stimmt, dass der Täter aus dem Schuldienst ausscheiden müsste, wenn das Urteil denn rechtskräftig wird.
Etwas besser also, als bei den religiösen Kinderschändern, die meist in einer anderen Gemeinde fröhlich weitermachen durften mit ihrem widerlichen Treiben.

Wenn ich nicht schon krank wäre, würde mich das alles krank machen.

Ihnen ihr Blödbabbler

Dienstag, 31. Oktober 2017

Tag des antisemitischen Religionsstifters und stupider Gruselkommerz

Aufgrund von gesundheitlicher Beeinträchtigung diesmal nur ein - schon mal benutztes- Bild nebst schlichter Reimerei sowie ein Musikhinweis.



The Pumpkins are united...

Hoffentlich bis demnächst

Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 20. Oktober 2017

Nicht Me2

Niemand mag "Me too" Schreiberlinge, wirklich niemand.

In Foren waren diese schon verhasst, als der gemeine Troll noch unter der Brücke hauste und Sprachbrocken einsammelte für sein späteres, fulminantes coming out.
Keines eigenen Beitrag fähig und sich anderer Leute Ergüsse zu Eigen machen, dabei noch knappen Platz wegnehmen und einen Thread sinnlos aufblähen, das waren die Me2 Nasen.
So war es nur konsequent, als man den Danke Button in Forensoftware einführte, der dann an vielen Stellen half den unkreativen Nachahmern ihre "Me too" Beiträge in der Tastatur feststecken zu lassen.
Die Welt war dadurch etwas besser geworden. *seufz*

Nun also wieder mal Me too und sogar noch als Haschzeichen oder besser, Doppelkreuz.
Und, so scheint es mir auch, es ist ein doppeltes Kreuz mit dieser Aktion.
Menschen die vorgeblich alle geschändet wurden, machen in bester Internet Eventmanier ihrer gequälten Seele Luft, kost' ja nix. Die große, virtuelle Gruppe der gleichgesinnten Opfer im Rücken ist man endlich stark und traut sich mal so richtig ein:" Me too", zu äußern, mit wuchtigem Tastenanschlag und voller Inbrust. So, es dem Missbraucher mal endlich gezeigt und dann auch noch im Internet. Bravo!

Bitte nicht falsch verstehen, obwohl ich doch ein veritabler Sexist bin, so sagte es mir zumindest einst Frau IausL(und ich dieses Verdikt von ihr -quasi als Kompliment- gerne annahm), bin ich sicherlich kein Freund von Gewalt und schon gar nicht von Gewalt gegen Frauen.
Und um die geht es.

Gewalt die ausgeübt wird, gerne im Rahmen von Herrschaftsstrukturen, gerne von Menschen die in der Nahrungskette mit dem Ellbogen recht weit hochgekommen sind.
Darunter sind bauartbedingt viele Sozio- und Psychopathen, in mancher business Hierarchie scheint es geradezu Teil der geforderten Kernkompetenz zu sein, ein veritables Arschloch zu sein.
Banken, Medien und Film stehen da wohl nicht zu Unrecht im Verdacht.
Man wünschte sich für diese Art von Herrenmensch einen flüsternden laut schreienden Sklaven, oder, vielleicht heute angebrachter: einen freien Bürger, der ihm beständig ins Ohr krakelt: „Respice post te, hominem te esse memento.“

Gewalt von Männern trifft in erster Linie andere Männer, dies ist so ähnlich wie mit den Islamisten und ihren Terroropfern - das sind auch meist Muslime.

Sexualisierte Gewalt von Männern trifft meist -und dramatisch überwiegend- Frauen, zumindest außerhalb von Gefängnismauern und Kirchen.

Um nun mein eigenes Me too in die Waagschale zu werfen, bekenne ich: Ich habe Gewalt durch andere männliche Kinder in meiner Kinder-und Jugendzeit erfahren und auch selber ausgeübt.
Zu meiner Jugendzeit war es teilweise noch üblich, falls man Scheiße gebaut hatte und ein Erwachsener einen dabei erwischte, dass man sich dafür Prügel einfing.
Unser späterer Bürgermeister und damaliger Schuldirektor hat mir noch in der dritten Klasse eine Backpfeife gegeben, weil er sich vermutlich von mir provoziert oder überfordert gefühlt hat. Schmerzhaft und vermutlich nicht mehr legal zu dieser Zeit. Ich glaube das wurde 1972 abgeschafft im Westen von Deutschland. Sicher bin ich aber nicht.
Ich wurde öfters blutig geschlagen von anderen, älteren Kindern und Jugendlichen, die -da in einem raueren Umfeld großgeworden als ich- nichts von den Queensberry-Regeln des kultivierten Boxkampfes hielten, sondern selbsterlerntes Streetfight-Kickboxen präferierten.
Und ich muss sagen, es hat mir nicht gefallen.
So sah das damals aus.
O.k. es hat mir keiner von denen einen schlechten, schmutzigen Altherrenwitz erzählt und es hat mir auch keiner an den Arsch gepackt -in die Eier getreten oder geschlagen, ja, aber eben nicht an den Arsch.
Gewalt halt, aber eben größtenteils nicht sexualisierter Form.
Da ich nichts mit der Kirche am Hut hatte und auch die Pfadfinder nicht meine Form der Freizeitbeschäftigung waren, blieb mir auch das ritualisierte Kinderschänden erspart.
Gott sei Dank! ;)

Und da mir Burschenschaften an der Uni ebenfalls ein Gräuel waren, musste ich auch keines der gewalttätigen, oftmals sexualisierten Initialisierungsriten dieser Nasen über mich ergehen lassen. Auch den anderen Verein bei dem Missbrauch gerne mal vorkommt, verweigerte ich zivildienstlich, sogar schriftlich, aber ohne Anhörung.
Kurzum, nach meinen Kindheits-und Jugendjahren hat sich der Teil mit der erlittenen Gewalt deutlich eingeschränkt.

Heute werde ich lediglich ungefragt auf die Wange geküsst, aber das sind dann meist ältere Frauen(*eg*) aus meinem näheren Umfeld, alle verheiratet und die denken sich da sicherlich nichts bei. Und ehrlich, mich stört es nicht.
Und ich habe ja auch nicht "Nein!" gesagt, es auch nicht als sexuelle Übergriffigkeit empfunden. Selbst den kürzlich erzählten Altherrenwitz, den mir meine Ärztin erzählte, überstand ich tadellos und dies, obwohl es um Viagra, Ficken und Badehosen ging.
Das ging, sogar ganz ohne safe space und Zensurwunsch.
Wobei ich Witze meist schlimm, oftmals auch als körperlich beeinträchtigend empfinde. Mein Witzzentrum liegt eben nicht vor dem Fips Asmussen Meerbusen(wobei dieser ein veritabler Witzeerzähler ist), sondern deutlich eher -in einer Hängematte ruhend- auf John Cleese Island.
Mein Faschistenonkel hat mich in der Kindheit mit seinen Witzen traumatisiert; er immer einen roten Bregen vom Lachen über seine eigenen schlechten Scheisswitze und ich immer grollendes Magengrimmen, weil ich weg von ihm und seinen Witzen wollte.
Solcher Art ist mein Verhältnis zu Witzen heute, gestört.

Aber ich schweife ein wenig ab. Und auch wieder nicht.
Das Bild eines ständig notgeilen Mannes, das hier in der letzten Zeit in der Presse und im Umfeld von #metoo gezeichnet wird, stammt recht auffallend mit der islamischen Einschätzung desselben überein.
Denn, so haben wir gelernt: wegen dieser unkontrollierbaren und sexgesteuerten Männer sollen müssen dürfen sich ja auch Frauen verhüllen. Geh' in Sack und Asche und ich greif‘ dir nicht an die Pussy, um es etwas salopp nach Trumpscher Art zu formulieren.
Vielleicht ist ja doch die Religion des Friedens die einzige Chance für ein gesegnetes Miteinander der Geschlechter?
Sehe ja viele Feministinnen so, solche, die was von kulturellen Eigenarten schreiben die es zu achten gelte, und die sich dann lieber ganz kämpferisch über den vierten Nebensatz -und ein fehlendes *Innen darin- im Gespräch mit ihrem deutschen Arbeitskollegen voller alttestamentarischem Furor ereifern können. Chauvinist, mal mindestens, der Arsch, klar!
Tjo, dumm gelaufen -falsche Kultur eben dieser weiße Priviligierte. m(

Wenn es dann um dumme Beiträge geht im Umfeld von #metoo, dann könnte man den von Jules El-Khatib paradigmatisch rannehmenhernehmen:
„Kommentare der Männer, die sich über sexuellen Missbrauch lustig machen, zeigen deutlich, wie lang der Weg ist zur Gleichberechtigung“.
Nein, diese Kommentare zeigen erstmal nur, dass es sowohl Idioten als auch potentielle Nachdenker darunter gibt, dass es eben dabei keine (weltweite) homogene Aussage von Individuen gibt, auch dann nicht, wenn man sie via Geschlechtsschublade in eine Gruppe stopft.
Mit mangelnder Gleichberechtigung hat das erstmal so viel zu tun, wie der Pali-Feudel, den der Herr Jules El-Khatib sich -vermutlich aus sprachlosem Antisemitismus- unter den Bregen gewickelt hat, mit einem modischen statement.
Obwohl ich fürchte mal, da gibts tatsächlich wohl eher einen Zusammenhang anzudichten, als bei den Kommentaren und der Gleichberechtigung.
Aber vermeintlich linker Antisemitismus ist ja gewöhnlich auch nur erlaubte Israelkritik und die Hamas eine boygroup, no offence, gelle. m(

Doch zurück zu den Frauen. Nein, es ist nicht in Ordnung Frauen ungefragt zu betatschen, sie erpresserisch zu nötigen, sie letal in ihrer Existenz, als auch wirtschaftlich zu bedrohen, kurzum ihnen (sexualisierte) Gewalt anzutun.
Muss man das wirklich sagen? Und gilt das wirklich nur für Frauen?
Oder ist es schlicht auch bei Männern nicht in Ordnung wenn jemand dies tut?

Hilft insgesamt da eine mutige Twitterkampagne? Ist die Unterdrückung der Frau, deren Form und Intensität sexualisierter Gewalterfahrung tatsächlich immer gleich in Indien, Afghanistan oder Deutschland?
Gilt Hollywood hier zu Recht als Paradigma für eine gleichmacherische, weltweite und gesellschaftslose Betrachtung des Problems von ‚Männergewalt‘?
Ich denke nicht.

Man sollte überlegen, ob man sich einen Gefallen tut, wenn man banale Dinge, wie einen dummen Spruch(und darunter zähle ich auch den 'Altherrenwitz' Brüderle‘scher Art) tatsächlich auf eine Stufe mit tatsächlicher, gar sexueller Gewalt stellen sollte.
Das ist wie bei der AfD. Wenn alle gleich "Nazi" schreien, oder auch nur "Faschist", statt sich anzugucken, was im Einzelfall stattfindet, dann verwischt man die Analyse, macht sie angreifbar für jegliche Formen der Kritik und scheitert im Unverständnis der Situation.

Mir rasseln die Ohren immer noch vom safespace Gewinsel und den ganzen amerikanischen Irrwegen.
Das Inszenieren als Opfer ist ja inzwischen ein lukratives Geschäft geworden, heute mag man lieber Opfer sein, als sein Recht wahrzunehmen oder durchzusetzen.
Statt dass sich Prominente in ihrer priviligierten Stellungen bei Missbrauch wehren, wartet man stattdessen Jahrzehnte damit.
Warum? Um einen passenden Moment zu erwischen für eine Sammelklage?

Was, wenn Charmed-Hexe Milano nicht ihren #metoo abgesondert hätte?
Wären dann alle anderen missbrauchten Frauen weiterhin stumm geblieben?
Brauchen die alle eine Vortänzerin? Sind die wirklich alle so wenig emanzipiert, wie ich es leider inzwischen vermute?
Jammern lieber rum, warten auf andere, die ihre Kämpfe ausfechten, statt einfach ihr Ding zu tun und Verantwortung für ihr Leben und -dadurch auch für ihre Nächsten zu übernehmen?
Jeder Missbraucher der nicht angezeigt wurde, kann sich im folgenden weiter in seiner Rolle gefallen, so werden Opfer zu Mittätern, wird Schweigen zu Vorsatz.

Ach so, und stumm sind sie natürlich trotzdem, auch wenn sie was in die Keyboards hacken, neben der Empörungswelle die kurz trägt wird sich dadurch wenig ändern.
Masse zählt und das Gefühl im Mief der Gruppe was erreichen zu können ist sicherlich ein angenehmes, aber ob es auch nahrhaftes Futter fürs eigene Rückgrat ist?

Ich verstehe es und kann es nachvollziehen, wenn Kinder stumm bleiben, nachdem sie von Erwachsenen missbraucht wurden - ich verstehe Stille nicht beim Missbrauch von erwachsenen Frauen.

Und ich meine mit Missbrauch nicht -wie bereits oben gesagt- einen geilen oder abschätzenden Blick oder einen Spruch.
Auch wenn gerade das ja als Riesenproblem thematisiert wird. Ich sehe das halt anders.
Solche Sprüche oder Blicke sehe und höre ich eben auch von Frauen die im Biergarten, der Kantine oder dem Kaufhaus auf knackige Männerärsche starren und mit der Kollegin, Freundin oder Geliebten schwätzen.
Dabei geben sich die Geschlechter vermutlich -weder in ihrer Derbheit noch der Geilheit- nicht viel.

Dies schreibe ich, als ein inzwischen resignierteres, doch frauenbewegtes und domestiziertes Exemplar der Gattung Mann.
Einstmals war ich immer bereit zuzuhören, wenn mal wieder eine gute Freundin ganz unglücklich darüber war, dass mangelnde intellektuelle Fähigkeit, fehlende Eloquenz und gestörte Empathie der muskelgestählten Fickmaschine, die sie sich als Freund ins Haus geholt hatte, vorherrschten und ihr das Leben weniger angenehm machten, als es sie der mächtige Schwanz abends im Bett vermuten ließen. Also Trennung.... und dann... Überraschung!1!!!!!!
Der nächste Freund sah dann genauso aus und benahm sich genauso.
Wenn man sich die ungezähmten Testosteroniker ins Haus holt, bekommt man oftmals eben genau das, was man bestellt hat.
Und ja, das ist eine persönliche Anekdote und nicht die eigentlich zu thematisierende über angenommene Herrschaftsstrukturen, die Missbrauch systembedingt erzwingen, weil es Männer sind. ;-)
Dies ist nur ein spöttischer Hinweis meinerseits, auf bigotte Wünsche einzelner Frauen die ich in meinem Leben kennenlernen durfte.
Der weiche, moderne Mann westlicher Prägung ist dort gerne gesehen -als Kumpeltyp, ins Bett holt man sich dann aber doch lieber den wilden, der einem auch mal mit der Knute zeigt, wo es langgeht.
Und ja, das ist natürlich o.k., man sollte es sich nur einfach selber klar machen und nicht dieses Bild vom Tier dann auf die ganze Gattung projizieren.

Auch hier übrigens ein schöner Anknüpfungspunkt: der gemeine muslimische Mann hält auch nichts vom kochenden, Wäsche waschenden, weichgespülten Westmann, denn dieser sei “ja kein richtiger Mann mehr“, da mögen sie dann wieder mehr die Faschos, die wenigstens ‚noch Männer‘ seien. Falsche Ideologie zwar, aber sonst…MÄNNER!
So ziemlich genau bekam ich das neulich von meiner Freundin Frau CausD erklärt, stammte die Einschätzung aus ihrem Kosovo-Albanischen Freundeskreis.

Mein Fazit, als wenig übergriffiger Mann und bekennender Sexist lautet deshalb:
Wenn etwas vorgefallen ist, was strafwürdig ist, dann zeigt man dies zeitnah an!
Wenn man damit jahrzehntelang wartet und dann auf ein #metoo zwitschert, ist das nicht das notwendige coming out von (Zivil-)Courage, sondern leider nur ein eventbasiertes Mitläufertum.
Schade, Chance vertan.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Prügelknabe

Dienstag, 17. Oktober 2017

Brüste - eingesperrt!

Neulich schneite ich bei der Lieblingsbuchhändlerin auf ein Gespräch -und um ein bestelltes Buch (Philipp Möller: Gottlos glücklich) abzuholen, in den Laden.
Wie immer war es deutlich entspannter und anregender, als daheim auf den HermesDHL-Mann zu warten, der dann das erwartete Paket aus den Tiefen des Amazonas in die Drecktonne beim Nachbarn abliefert, weil er mich vorgeblich nicht angetroffen zu haben vorgibt.

Diesmal warf die Lieblingsbuchhändlerin die Forderung: "Es sollte in der Schule gelehrt und gelernt werden, wann ein BH richtig sitzt und passt!", ein.
Nun, ich hatte ja bereits des Öfteren davon gehört, dass sich Frauen aus Prinzip und Gedankenlosigkeit als Opfer der fiesen männlichen Unterdrückung im Besonderen und des patriarchalischen Herrschaftssystems im Allgemeinen gezwungen sahen, genau den BH zu kaufen, der ihnen gerade nicht passt. Arme, unterdrückte Geschöpfe die sie nun mal sind. Was lag also näher, als via Forderung dem Staat die Hoheitsaufgabe der Aufklärung über den richtigen Gebrauch des BHs nebst richtiger Auswahl und richtigem Kauf aufzuhalsen, indem man ein Schulfach damit anreichert.
Da stand ich nun mit der mir eigenen Art des Klugscheißens und ein wenig Erfahrung im BH Wesen.
Aber, so fragte ich mich, darf man sich als Mann, der nicht wegen exzessivem Bierkonsum voller Östrogen geflutete Adern und deswegen eine Notwendigkeit zum BH Tragen wegen ausgeprägter Pseudogynäkomastie besitzt, denn überhaupt dazu äußern, vielleicht sogar noch kritisch - oder ist das dann schon gelebter Sexismus?

Ich dachte kurz nach und sagte dann: "Also, wenn ich mir Unterbuchsen kaufen täte, bei denen ich mir die Klöten wundscheure oder schmerzhaft abquetsche, dann bin ich doch selbst daran schuld, oder?"

Da denke ich zu kurz, wurde mir mitgeteilt, wäre doch die Auswahl eines BHs wesentlich komplizierter, da sich sowohl das zu haltende als auch das Material der Halterung in beständigem Wechsel befände.

Ach so.

Nun, dann es natürlich tatsächlich schwierig, beinahe ein Problem quantenmechanischem Ausmaßes, aber so warf ich ein, da würde dann vermutlich auch eine Schulung oder wie man heute bei den Dummschwätzern sagt, ein coaching nichts nutzen.
Dann wüsste man zwar, wie man sich einen BH richtig aussucht ... Finger zwischen die Möpse, vorne anliegend, hinten anliegend, Bügel drunter und keine Quetschwurstbrust an den Seiten und im äußersten Häkchen einrasten..., aber wenn sich das Gefäß quasi minütlich, oder spätestens mit der nächsten Wäsche bereits verändern kann, wäre der echte Nutzen nur auf die Zeit der Anprobe beschränkt.
Immerhin, so denkt der gemeine Mann, aber vermutlich ist es noch nicht genug um die Frauen aus der Knute des Patriarchats zu befreien.

Nebenbei ändert sich auch -im Laufe des Lebens und auch so- die Brust der Frauen, ist diese also, wie es scheint, auch Tagesform abhängig(sic!).

Zwei sich in Permanenz verändernde Körper in eine formvollendete Deckungsgleiche zu bringen, erscheint mir dann tatsächlich ein schwieriges Unterfangen zu sein.

Wobei ich mal vermute, es würde bereits prozentual ausreichen, wenn Frauen sich keine BHs kauften, bei denen sie sich mit den Trägern in die Schultern schneiden, als wenn sie versuchten mit einem warmen Messer durch Butter zu gleiten.
Wenn sie ihre Brüste nicht so einsperren und pressen würden, dass sie ihr Kinn im Stehen auf den selbigen ablegen können.
Oder wenn sie sich nicht die Achseln rasieren und dann die Höhlen mit den seitlich rausquellenden Brustfettpolstern ausfüllten.
Auch wenn der harte und garstige Bügel eben nicht auf die Brust drückt und sie in eine Oberbrust und Unterbrust teilt, wobei die primitiven Männer finden ja sicherlich 4 Brüste -statt derer zwei- reizvoll, aber das sind ja auch sexistische Schweineigel.

Kurzum es hülfe, wenn ich mir Gedanken machte, ob sich etwas bequem trägt oder ob es eben wie die Pest zwickt und zwackt.

Die von der Lieblingsbuchhändlerin genannte Aussage," ...die Frauen lernen das ja schon falsch von Muttern... der Verkäuferin im Laden ... oder dem Verfassungsschutz", kann ich so nicht als Naturgesetz stehen lassen.
Der Mensch hat -auch wenn man das immer seltener merkt- die Fähigkeit Dinge zu hinterfragen, zu bewerten und zu verwerfen.
Wenn ich merke, dass mir überliefertes Wissen nichts nutzt(...der BH zwickt), dann arbeite ich an einer Lösung.

Dazu könnte ich etwas Geld in die Hand nehmen und einen Dessous-Laden aufsuchen und hoffen, dass es dort eine gelernte Fachverkäuferin gibt, die mich berät und die mir durch ihr Wissen hilft das passende Oberteil auszusuchen. Und, Nein, Aussehen ist da erstmal nicht das Hauptkriterium, sondern die Passform und Größe.

Ich könnte eines der unzähligen Videos gucken und hoffen, dass eines der Mädels die da was erzählt nicht nur vom Blasen, sondern auch vom Tuten Ahnung hat.

Ich könnte-wenn ich die Fähigkeit erlernt bzw. behalten habe- auch via Textverständnis einen der unzähligen "So finde ich den richtigen BH" Texte analysieren und das Gelernte in die Tat umsetzen.

Was ziemlich sicher nicht zielführend ist, ist heute mit 45-55 Jahren den gleichen BH zu kaufen, den man bekam, als die Möpse erstmalig aus dem Oberkörper herauskamen.
Es gibt viele Orte wo ein one-size-fits-all sicherlich funktioniert(bei Kondomen auch eher nicht), beim BH scheint es definitiv nicht so zu sein.

Deswegen jedoch nach einem Schulthema "BH-Kunde" zu rufen erscheint mir aber der falsche Weg, auch wenn meine Lieblingsbuchhändlerin das natürlich nicht wirklich so wollte, sondern nur auf ein wichtiges Thema hinwies, hoffe ich zumindest.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Kinderficker, minderschwer!

Heute im Lokalteil der FR, der Aufmacher, Lehrer gesteht Sex mit Mädchen von Stefan Behr, dem -unter anderem- genialen Gerichtsreporter der FR. Neben Stephan Hebel einer der beiden guten Gründe die Rundschau noch zu lesen.

Ein Mitvierziger, Oberstudienrat und somit wohl Besoldungsstufe A14 hat sich an zwei 15 jährigen Mädchen bei sich zu Hause vergangen und nebenbei auf seinem Rechner noch Kinderpornos angesammelt.
Diese seien aber von minderer Bildqualität gewesen, die Bilder, nicht die Mädchen, sodass er darauf wohl nicht abspritzen konnte. So lese ich das "[...]um sich an ihnen delektieren zu können."

Der Sex mit dem einen Mädchen fand wohl nach einem Trinkgelage mit drei weiteren Mädchen bei ihm daheim statt, die drei anderen schliefen, während oben im Schlafzimmer der Missbrauch stattfand.
Schülerinnensex und viel Alkohol in der eigenen Wohnung, wer wollte nicht, dass ein Lehrer mit so viel privatem Engagement die eigenen Kinder unterrichtet?
Wer wäre es schon unter uns, dies fröhliche Handeln anzuklagen?

Nun, zum Glück hat eines der Mädchen der Vertrauenslehrerin ihre Geschichte erzählt, danach kam dann still und leise der Stein ins Rollen. Nun steht er vor Gericht.
Bis auf weiteres ist er erstmal -bei vollen Bezügen- suspendiert. Mal sehen was da später bei rumkommt und an welcher Stelle im Unterrichtsprozess der Mann weiter seine Runden ziehen darf.
Oder ob der Missbrauch von Schutzbefohlenen mal mit größerer Konsequenz geahndet wird, wie ich immer noch träumerisch hoffe.
Ein weiterer Fall auf Seite F6, trägt die Überschrift "Mildernde Umstände" und das beschreibt gut, um was es darin geht(leider finde ich den nicht in der Onlinewelt der FR, deswegen der Link zur Oberhessischen Presse).
Ein anderer Mann hatte ein sogenanntes Liebesverhältnis mit mindestens zweimal vollzogenem Sexualakt mit einer 12 jährigen.
Strafmildernd befand das Gericht, die 12 jährige habe das "Liebesverhältnis" mit dem 26 jährigen ausdrücklich gewünscht.
Deshalb wurde das Ganze als minderschwerer Akt gewertet und mit 1 Jahr und 10 Monaten zur Bewährung für den Angeklagten ausgesetzt.

Und da saß ich nun, alleine beim Frühstück die Zeitung vor mir und das Brot in der Hand, den Mund weit offen.

Minderschwerer Fall? Ein Kind wünscht sich eine "Liebesbeziehung" zu einem Erwachsenen und das ist dann- wenn dieser dem nachgibt oder es ausnutzt- weniger schwerwiegend?
Hat sich das Kind den Sex wirklich ganz von alleine gewünscht? Oder wurde ihm der Wunsch vielleicht nahegelegt, mit kleinen Aufmerksamkeiten, Drohungen oder Versprechen beispielsweise?
Muss man das Schwärmen eines Kindes als Handlungsaufforderung verstehen, der man Folge zu leisten hat, ohne moralische oder rechtliche Bedenken? Mit was für einem Menschen haben wir es zu tun, wenn er 12 jährige Kinder betört und zu sich mit nach Hause nimmt und dort missbraucht? Kann solch eine Handlung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind tatsächlich "einvernehmlich" sein?
Ich denke, Nein.

Kann denn also, so frage ich mich, eine 12 jährige tatsächlich schon abschätzen worauf sie sich einlässt, wenn sie mit einem Erwachsenen ins Bett steigt?
Kann sie ahnen oder wissen, was eine "Liebesbeziehung" unter gleichberechtigten, erwachsenen Menschen bedeutet? Was man hinzunehmen bereit ist und was gegen den eigenen Wunsch geht. Kennt sie die Grenze zwischen einvernehmlich und aufgezwungenenem Sex? Wohl eher nicht.
Hat sie bereits die Kraft gleichwertig ihre Wünsche zu vertreten und auch zu behaupten?
Oder ist sie nicht vielmehr massiv und gezielt steuer-und manipulierbar durch einen wesentlich älteren Erwachsenen?

Weitere Klassiker der Rechtsprechung wären vielleicht noch: reduziertes Strafmaß wegen Alkohol oder Drogenkonsum, oder -immer öfter quasi der newcomer- wegen anderer kulturellem Verständnis von Geschlechterrollen.
Und wenn wir schon bei vergeigter Gerichtsbarkeit sind, eben -um mir den Magen weiter zu übersäuern- noch beim hpd gelesen: Der Hohn Berliner Richter, in welchem es um ein aktuelles Urteil zum Thema "Genitalverstümmelung" an kleinen Kindern in Deutschland geht.

Nachdem ja eine unheilige- oder muss man sagen heilige?- Allianz männliche Kinder muslimischen und jüdischen Glaubens vor 5 Jahren vom Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit ausgeschlossen hat, finden weiterhin solche Genitalverstümmelungen eben auch in den Hinterhöfen der Republik statt und werden, wenn sie denn geahndet werden, wohl eher lächerlich niedrig sanktioniert.

Im Urteil dann darauf hinzuweisen, dies "[...] sei eben Sitte in der Kultur" ist ein Schlag ins Gesicht jedes Bürgers, der sich den hiesigen Gesetzen unterordnet und ein kräftiger Tritt des Richters zusätzlich ins Gemächt des beschnittenen Jungen ist es obendrein.
Damit, also diesem kulturellen Bullshitgeseiere, könnte man wohl ebenso die Beschneidung von Frauen und Mädchen rechtfertigen, aber die wurden ja wohlweislich von der Regel ausgenommen, weil hier die Lobbyarbeit der Genderisten und Bionade(hmm die gehörten ja zu Radeberger und nun zu Hassia, trinken die Arschlöcher die dann überhaupt noch? Muss ich mal recherchieren gehn) Kamarilla ganze Arbeit geleistet hat. Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus / Zünd’ and’re an!

Und dann brennt uns auch noch der Goetheturm ab. Scheisstag!

Ihnen Ihr Blödbabbler

#Nachtrag 16.10.2017 zur Kenntnisnahme: Interview mit dem Anwalt der Mutter, Nebenklägerin in dem einige der oben von mir kritisierten Punkte in Bezug auf die Beschneidung und das Urteil relativiert werden.#

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