Freitag, 9. Februar 2018

Vermischtes, Galle und Irrsinn

Nein, ich sage nicht: "hab ich doch gesagt"...oder... doch ich tus: „Hab ich doch gesagt!“ :-D
Sozialdemokratie und Rückgrat ist immer so eine Sache, sobald das Vaterland ruft steht diese Partei und ihre Granden-wenn auch mit kommunizierten Bauchschmerzen- Gewehr bei Fuß.
Mit Frau Nahles als künftigem Oberhaupt steht dann dem weiteren Fall nichts mehr im Weg, Olaf "Die Polizei hat alles richtig gemacht" Scholz, rechter Weggefährte der Schröderära rundet da das Komplettversagen fürs Team ab. Und tschüss, Sozis!

Ich bin mal gespannt, Wetten werden gerne angenommen, ob die AfD spätestens in 4 Jahren die 30% Marke knackt, oder ob es bereits früher der Fall sein wird.
Dass sie diese Marke erreichen werden, erscheint mir klar.
Erstens kenne ich meine Mitbürger und zweitens, falls die AfD -wie Augstein vermutlich richtig unkt- den nationalen Sozialismus verkünden, rennen ihnen sicher weitere Wahlschafe zu.

Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Primat des Marktes vor der Demokratie verkündet, die Rente weiter zusammengeschrumpft und die Eigenverantwortung bei den Habenichtsen propagiert wurde, während man gleichzeitig die Shareholder gepampert und die Großkonzerne vom unternehmerischen Risiko weitgehend losgelöst und sie gesellschaftlich abgesichert hat, wäre tatsächlich eine Partei, die den sogenannten kleinen Mann in den Blickpunkt nimmt(wahlweise auch die kleine Frau oder was man sich sonst noch zusammenfantasieren mag als Geschlechtsform) mit guten Chancen auf einen Stimmviehzuwachs zu sehen.

Da das Parteiprogramm der AfD momentan allerdings noch neoliberaler auf den Markt fixiert ist, als das freidemokratische Pendant, muss man hier vermutlich zur Unterstützung ein wenig mit bereits fest verankerter Ideologie arbeiten, um den Anschein bei den Schafen zu erwecken, sozial zu sein.
"Die beste Sozialpolitik ist eine gute Wirtschaftspolitik"."Wenns der Wirtschaft gut geht, gehts uns allen gut", und ähnlich sinnfreie Phrasen einer trickle down basierten Religion sind ja inzwischen bei den meisten Insassen dieses Landes Allgemeingut, eines das nix kostet, während gleichzeitig das reale Allgemeingut privatisiert und monetarisiert wurde - nicht zum Nutzen derer die vorher hypothetisch daran partizipierten. Das nur nebenbei.

Falls also die AfD diese Klaviatur bedient, oder, falls tatsächliche, also reale soziale Bereiche angegangen und verbessert würden, besteht die Chance, diese Partei im nächsten Jahrzehnt oder den nächsten tausend Jahren in Berlin sitzen zu haben.
Große Koalitionen sind eben Mist, Ausdruck von Stillstand und gesellschaftlichem Mittelmaß. Minderheitsregierung erscheint mir -unter demokratischen Gesichtspunkten- allemal besser fürs Land und die Leute.

Aber wir haben ja auch wichtige Dinge zu erleben, bspw. die Forderung nach Umbenennung von "Mohren" Apotheken in Frankfurt.
Und es geht den Forderern dabei nicht darum, dass hier mal wieder chauvinistisch die männliche, statt der richtigen!1!!!1!!!! weiblichen Form gewählt wurde, sondern quasi um den Mohr an sich.
Die CDU, sonst nicht unbedingt als der Hort der Aufklärung in Frankfurt bekannt schimpft über diese Forderung, während die Linke und die Grünen das tun, was sie immer tun um den letzten Sympathisanten zu verscheuchen.

Dabei gibt es tatsächlich gute Gründe mindestens eine der Mohren-Apotheken doof zu finden und diese zu kritisieren, so hält man es dort mit Schüßler Salzen, Homöopathie und Nahrungsergänzungsmitteln im Sortiment als 'Ergänzung' zur "Schul"medizin.
Diese Mittelchen sind sicherlich allesamt gut dazu den Umsatz anzukurbeln, medizinisch jedoch fragwürdig bis irrelevant oder eben sogar schädlich.
Das sind keine Dinge die ich von jemandem dem ich Vertrauen entgegenbringen muss, lesen, geschweige denn vertrieben sehen möchte.

Immerhin bietet man dort wenigstens keine Chlorbleichetrinkkuren oder schamanische Urinbäder an.
Und ein guter Satz aus der Diskussion zum Thema Mohren-Apotheke im Blog der FR lautet:Anstatt mittelalterliche Kunstwerke zu entfernen, müssten diese Menschen sich vielleicht fragen, warum sie beim Anblick eines dunkelhäutigen Menschen sofort an Rassismus denken. Das sagt einiges über Kritiker aus und weniger über den Gegenstand der Kritik, der in vielen Fällen beliebig zu sein scheint.

Das sind aber alles nur Belanglosigkeiten gegen die zwei echten Aufreger, die ich heute mitbekam.

Erstens, es wurde ein Stück Biobutter zurückgerufen, weil sich Kautschuk-Stücke darin befinden (können?), die beim Verschlucken gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen könnten. So, so. Man nimmt also beim Produktionsprozess nur regionalen Biolandrahm und erntet dann Kautschuk im Endprodukt?
Mahlzeit!
Eventuell wird das ja zukünftig für Veganiker zum Butter Substitut.
"Schatz ich schmier mir noch schnell etwas Kautschuk aufs selbstgehobelte Körnerbrot, fährst du inzwischen Malte-Sven schon mal in den Waldkindergarten?"

Zweitens scheint es eine Sorte Mensch zu geben, die, während die einzukaufenden Waren auf dem Förderband 'gen Kassiererin gleiten, direkt neben ihren Fetischen stehe müssen. Die bewegen sich nur, wenn sich ihre Waren bewegen, egal wie es vor oder hinter ihnen aussieht. Da kann noch so eine große Lücke sein auf dem Band, keiner von hinten kommt nahe genug dran, um seinen Krempel dort zu verklappen, steht doch dort -wie in Stein gemeisselt- der Standhafte und blockiert den Zugang.
Neben den Flaschen quer zur Zugrichtung aufs Band Legern ein weiteres, veritables Ärgernis beim Einkauf im Supermarkt um die Ecke. Und es war kein lesbischer, schwarzer Behinderter.

Nebenbei, ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass der Vegetarier inzwischen fast vollständig durch die religiöse Form des Veganers in den Medien ersetzt wurde?
Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 26. Januar 2018

Elfenbeine sind sexy, die Türme nicht

Und weiter gehts mit der Bevormundung im Umfeld der vermeintlich Guten.

So konnte man heute nur in der Printausgabe der FR lesen(FR 26.01.2018, F4 Frankfurt, Florian Leclerc: "Asta schafft 'Quartier Latin' ab), der Asta der Goethe Uni in Frankfurt veranstalte dieses Jahr nach 64 Jahren kein Quartier Latin, wegen Sicherheitsbedenken( in der Onlinefassung steht der Text entschärfter, von einer Anja Laud.Update) Schwerwiegenderer Grund war aber, so konnte man nur in der Printausgabe lesen: "Die Veranstaltung ist zum Massenbesäufnis verkommen" und "Die Kostüme, in die sich die Besucher kleideteten(sic!), um Einlass ins Gebäude zu erhalten, seien teils 'niveaulos und sexistisch' gewesen."
Stattdessen wolle man lieber, so der Asta Sprecher Bengican Gülegen,"[...]kulturelle und subkulturelle Veranstaltungen fördern.[...] beispielsweise feministische Hip-Hop Konzerte im Koz oder das Asta Sommerfest.

Tjo. Hmm. Das ist jetzt echt schwierig für mich. Fand ich doch das Quartier Latin schon zu meinen Zeiten an der Goethe Uni Kacke und unnötig. Ein Treffpunkt für spießigen Juristennachwuchs und BWL Blitz-Mädchen, die es an Fasching mal krachen lassen wollten.
Alkohol floss damals auch in Strömen, Sexismus wurde noch nicht nach der neuen Lesart verfolgt, also ein falscher Blick war noch kein schwerer Mißbrauch, sondern nur ein falscher Blick -schlimme Zeiten!1!!1!!
Damals schon ein Ort für schnelle Paarungsversuche und selbsterlebten und produzierten Kurzschluss zum täglichen, angepassten Alltagsstudium oder dem Studienalltag, schlicht ein kurzes, gelebtes Verharren auf dem Weg zur späteren Karriere.

Quasi ein Spiegelbild zum normalen Karneval in Deutschland - Saufen, Sex und schlechter Atem, Dreigestirn der närrischen Zeit.
War, wie gesagt, nie mein Ding. Ich habe stets anlasslos getrunken, mit größtem Anstand und voll Würde, eben nicht wie Betriebswirte und Juristen feiern, sondern wie ein Germanist lebt. :-D

Und und Aber, es wäre mir im Traum nicht eingefallen, deswegen, weil deren Gebaren nicht meins ist, diese Veranstaltung verbieten bzw. nicht stattfinden lassen zu wollen.
Vorallem wegen sexistischen Kostümen(wer befindet da worüber und wo ist es deklariert, was sexistisch ist, die Scharia Polizei oder doch das Feministische Plenum?) und Massenalkoholexzess? Wen störts?

Oder stört den neuen, linken universitären Betrieb eher das Massenphänomen daran?
Hat man sich auf dem Weg zur Elite-Uni auch wieder gegen den Massenteil in Massen-Uni zu verwahren? Sind uns die Massen an der Uni ungeheuer geworden, Bürde statt Hoffnung der Ideologie?

Passt die neue linke Prüderie nicht mehr zu der Realität vor Ort und schafft man deswegen dann lieber die Realität ab? Vom Kopf auf die Beine und zurück? Eine Art 360 Grad feedback der marxistischen Art?

Oder ist das genau die besagte Politik des Asta, wie man in der FR im Jahr 2017 lesen konnte: "Die neue Vorsitzende Schentke gab an, mit ihrer Stellvertreterin Sarah Fey „ganz deutlich für eine feministische Politik“ einstehen zu wollen.", bei der solche unfeministischen Veranstaltungen mal eben gekippt werden sollen?
Wenig überraschend stammt die Asta Frau aus der Grünen Hochschulgruppe und hat mit diesem Ansatz sicherlich Zukunftschancen in der Bundespartei.

Wenn wir schon bei den Grünen sind, fällt mir vor Ort auch immer öfter auf: es sind die Grünen die sich gegen Prostitution und gegen Spielhallen aussprechen, Orte die nicht in das moralisch-protestantische Weltbild passen und mit denen diese akademische Öko-Bourgeosie ungerne Kontakt hätte, wenn sie die eigene Brut aus dem Rudolf-Steiner-Gedächtniskindergarten abholen mit dem SUV.
Diese ganzen Privatschulen haben ja schon mal den Vorteil, dass man sich nicht mit den ganzen Ausländer- und Hungerleiderkindern gemein machen muss und so die eigene moralische refugee welcome und Mama Erde Ideologie erhalten bleiben kann. Malte-Jan, tanz mal deinen Namen!
Allein der verhuschte Gedanke an all die Unzucht und das Spiel scheint schon genug abzuschrecken, schiebt man gerne pastoral klingende Menschenbeschützungsformeln vor, auch und besonders oft gegen Interessenvertretungen der Betroffenen selbst und deren Kenntnis vom Milieu.

Das mit dem Biedermeier ist ja kein Witz, die Prüderie die sich eben auch durch oder mittels #meetoo breit macht, sicherlich ein deutlicher Rückschritt zu einer offenen Gesellschaft.
Mehr Sondergesetze und Ausnahmen fördern eben gerade keine (juristisch) gleichere Gesellschaft, sondern schaffen und beschützen Pfründe, sind Machtstellungen bei Verteilungskämpfen.

Aber zurück zu den Grünen, die sich inzwischen immer öfter ein Beispiel an den Errungenschaften des real-verreckten Sozialismus der kleinbürgerlichen Art der DDR zu nehmen scheinen.

So forderte ein Grünen Mensch in Bremen zu prüfen, "[...]ob Bands wegen populistischer Krawall-Texte verboten werden kann, in der Hansestadt aufzutreten.[...]".
Wargalla laut „Bild“: „Ich finde, dass Frei.Wild in ihren Songtexten Grenzen überschreitet. da stehts oder via burks
Das ist schön, denn Empfinden ist sicherlich die neue Münze mit der wir es den Bösen im Land heimzahlen, wer braucht da schon bestehende Gesetze oder solch absurde Dinge wie Meinungsfreiheit oder gar Kunstfreiheit, gelle.

Ich finde dieses Band auch kacke, zwingt mich aber keiner deren Dreck zu hören. Also noch nicht. Hat mich damals auch keiner gezwungen den Bots zu lauschen oder irgendwelchen dieser wirklich schlimmen Bands die auf den Demos aufgespielt haben, Betroffenheitslyriker mit miesem Gitarrenspiel, und dennoch sind die ein wichtiger Teil der Grünenhistorie. Vermutlich weiß das aber keiner mehr.
Doch zurück zu rechten Bands und Auftrittsverboten. Ich denke die Linie ist klar: Falls die Texte strafrechtlich relevant sind, dann sollte da der Staatsanwalt übernehmen, falls nicht, dann lasst die spielen.

Moralische und ideologische Bedenken als Richtlinie für öffentliches Handeln gesetzt, können sicherlich nicht der Maßstab sein, mit der eine Gesellschaft langfristig besteht.
Dafür sind allgemeingültige Gesetze notwendig, also lasst die Juristen wenigstens einmal im Jahr bei Quartier Latin die Sau rauslassen, sonst bleiben uns hinterher nur die autoritären Betroffenheitsapostel mit ihren Menstruationstassen und Quinoa-Müsliriegeln übrig, die den Rahmen für gesellschaftliches Handeln abstecken und unverstandenen Spaß und munteres Treiben moralinsauer sanktionieren.

Und diese Nasen will ich sicher nicht!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 19. Januar 2018

Falsch? Oder doch nur unpassend?

Die Tage kann man wieder beobachten was passiert, wenn vermeintlich Richtiges gesagt wird und es vom falschen -weil ideologischen- Gegner kommt.
Wacht auf, Empörte dieser Erde,
die stets man noch zum Jammern zwingt!

, möchte man lauthals die Internationale covern.
Was ist passiert?
Der amerikanische Teufel mit den selbstgefärbten, orangenen Haaren hat sich erlaubt darauf hinzuweisen, dass es shithole countries gibt und die garstige Protofaschistin Ann Coulter sekundierte auf twitter:Okay, yes -- Trump shouldn't call them "shithole countries." A little respect is in order. They are shithole nations
Nun kann man sich darüber echauffieren oder fragen ob da nicht was dran ist.
Man könnte sich fragen, wieso es in Haiti so aussieht, wie es aussieht, obwohl -im Gegensatz zu Kuba- nicht nur keine Sanktionen das Land in bitterster Armut halten, sondern massive Entwicklungshilfe nichts bewirkt hat, vielmehr Teil des Problems zu sein scheint.
Nun haben die USA sicherlich einen gerüttelten Anteil daran, sei es über vergangene systeminstallierende bzw. später stabilisierende Maßnahmen oder sei es über Zerstörung des heimischen Marktes durch hoch subventionierte Reisimporte der nordamerikanischen Farmer.

Wenn unser auswärtiges Amt als Reisewarnung folgendes schreibt:Die gesamte Infrastruktur des Landes (Gesundheitssystem, Straßennetz, Telekommunikation, Wasser- und Energieversorgung etc.) funktioniert nur eingeschränkt. Die Mobilfunkabdeckung ist in den Städten meist gewährleistet, jedoch nicht in ländlichen Gebieten.link Dann ist das für mich ein Hinweis auf ein typisches shithole. Gleiches kann man übrigens über die USA schreiben und -was das Gesundheitswesen angeht wohl auch langsam über GB. Man kann sich fragen, ob die Wortwahl gut war, aber am Kern der Sache gibt es schlicht nicht viel zu deuteln.
Man kann, wie Norwegen einen guten Anteil seines Ressourcenreichtums bei der Bevölkerung ankommen lassen, oder es stattdessen für goldene Paläste und der großzügigen Förderung des islamistischen Terrorismus ausgeben.
Norwegen hat sich für den ersten Teil entschieden, ein weiterer shithole country, Saudi-Arabien für den anderen.

Natürlich kommen mehr Menschen aus quasi failed states auf der Suche nach einem Leben als aus einem satten, sozial gut da stehenden Staat wie Norwegen, natürlich variieren die wirtschaftlich verwertbaren Interessen an den Menschen unterschiedlich. Muss man nicht gut finden, ist aber halt so.
Ein wichtiger Grund, warum sich übrigens auch Deutschland langsam mal ein Einwanderungsgesetz geben sollte, um den sinnfreien und staatlich erzwungenen Asylmissbrauch zu beenden, zu verringern und tatsächlich benötigten Menschen ein Auskommen legal zu ermöglichen.
Und ja, mir ist bewusst, dass man damit die Wirtschaftskraft der Länder aus denen migriert wird, damit nachhaltig schwächt.
Fragt mal Griechenland, Spanien oder Portugal nach ihren flexiblen, gut ausgebildeten jungen Menschen, die sich hier im Norden zur Arbeit eingefunden haben ob denen diese nicht fehlen. Aber da nennt sich dies ja EU-Freizügigkeit, gelle. ;-)

Man kann doch die Augen nicht davor verschließen, dass es Länder auf diesem Planeten gibt, die nichts gebacken kriegen, in denen korrupte Eliten das Volk auspressen und Bürgerkrieg immer eine Option für den nächsten Tag zu sein scheint.
Da haben Milliarden an Entwicklungshilfe nichts gebracht, außer dem Aufbau einer Hilfswerkindustrie in den Geberländern und oftmals als Kolateralschaden die völlige Zerstörung einheimischer Märkte bei den Nehmern.
Sich satt zurückzulehnen und immer und ewiglich dafür den Kolonialismus oder den klassischen Imperialismus -quasi als ewige Konstante der Verdammnis- heranzuziehen geht meines Erachtens deutlich fehl.

Viele der Staaten sind -ja, ja ich bin eurozentriert- eben tatsächlich Dreckslöcher; Dreckslöcher aus denen die Menschen in Legion fliehen, vor Armut, Krieg und Hunger, um Schutz und Arbeit, sowie ein Leben für sich und ihre Kinder zu suchen - gerne auch in der Festung Europa oder den USA. Warum sollte man das nicht so benennen? Aus falscher Rücksicht oder Diplomatie?

Und nun hat sich die AfD auch noch erlaubt das Parlament vorzuführen. Hammelsprung in Berlin statt Panthersprung nach Agadir, die Zeiten ändern sich.
Und was hat die gemeine Presse zu sagen, was die betroffenen Parteien und deren Diätnehmer? Wie damals, die nehmen das Parlament nicht ernst, die wollen uns mit dem Recht vorführen blabla. Und?
Wenn ihr eure Arbeit machen würdet und kein Gewohnheitsrecht auf Leistungsbezug ohne Arbeit eingerichtet hättet, wäre das ins Leere gelaufen. So waren zu wenig von Steuergeldern bezahlte Parlamentarier im Parlament um beschlussfähig zu sein. Der Fehler lag bei euch, meine lieben Altparteien und Diätennehmer, nicht bei denen von der AfD. Nur weil ihr euch in bequemen Unregelmäßigkeiten eingerichtet habt, ist es deswegen nicht falsch, wenn euch jemand qua Geschäftsordnung daran erinnert, was Recht und Gesetz sind. Egal, ob das von der braunen Brut kommt oder von wem auch immer. Macht euren Job, dafür werdet ihr nicht kleinlich bezahlt.

Ihnen Ihr Blödbabbler, kein Fan vom amerikanischen Orang-Utan oder dem dampfenden Haufen namens AfD

Mittwoch, 3. Januar 2018

2018...same procedure as last year?

Zwischen den Jahren wollte ich es ganz im deutschlandtrendigen Biedermeier halten.
Alles privat, muffig und gemütlich, kein unnötiger Ärger oder kein unnötiges Aufregen über meine Mitmenschen, egal ob positiver oder negativer Natur.
Aufreger?
Da dachte ich mir: da kannst du auch was im neuen Jahr zu schreiben, rennt ja nicht weg.

Nun musste ich feststellen: Andere tun meinen Job, besser und ausführlicher, als ich es tun könnte oder wollte. So bleibt mir nur, mit dem Satz aus "Time warp" der Rocky Horror Picturre Show anzumerken:

It's astounding;
Time is fleeting;
Madness takes its toll.


Deswegen ein paar kurze Meinungen von mir und die links zu den besseren Beiträgen.

Mir stieß positiv auf, dass sich die aktuelle Schachweltmeisterin über ihren "Sport" erhob und sich nicht bereitfand in der Saudi Arabischen Diktatur auf ihre Menschenrechte zu verzichten. Dafür verliert sie ihren Titel.
Und damit es auch so nicht zu viele Teilnehmer gibt, hatte man -den dortigen Gepflogenheiten folgend- die Juden sowieso vom Turnier ferngehalten; klar, deren Land, deren Rechte. Muss man verstehen, oder? Und sicherlich auch Respekt dafür aufbringen, man kann ja nicht jeden ins Land lassen, also nach Saudi Arabien. ;-)
Und da Juden auch bei den arabischen Brüdern aus Kuwait nicht fliegen dürfen und deutsche Gerichte das für einen normalen Geschäftspassus halten, kann man ja auch den israelischen Teilnehmern die Teilnahme am Wettkampf versagen. Logisch, oder?
Wo war da eigentlich der empörte Aufschrei unserer altvorderen Betroffenheitskamarilla, bitte in der Lautstärke den diese ganzen Arschgeigen z.B. wegen Trumps Muslim ban ausstießen?
Ich wies ja vor Monaten bereits darauf hin, dass es Einreiseverbote für Juden im nahezu gesamten arabischen Raum gibt. Stört nur keinen dieser Kulturrelativiererarschlöcher im Land.

Aber zurück zu Anna Musytschuk, wie gesagt, mir gefiel, dass die Frau zweierlei zeigte: Eier und Rückgrat, etwas was man hierzulande leider mit der Lupe suchen muss. Selten geworden sowas.
Dazu hatte burks bereits am 30.12 passend berichtet.

Ein weiterer Fall für den Blutdruck fand sich bei meinem Lieblingsverein wenns ums Thema "Fußball" geht, der Eintracht aus Frankfurt. Als Eintracht Anhänger hat man es bekanntlich nicht leicht, sportlich schon gar nicht. Deswegen erfreut es, wenn aus der dortigen Vorstandsetage eine klare Aussage zum Thema "Vereinbarkeit" oder besser "Unvereinbarkeit" von rechtem Gedankengut und Mitgliedschaft kommt. Der aktuelle Präsident der SGE hat sich im Gespräch mit der FAZ geäußert, wie man dort lesen kann:
„Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen“, sagte Fischer im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung / Rhein-Main-Zeitung [...]. „Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt.“[...]Wir sind als Gegner der Antisemiten bekannt.“ FAZ

Soweit so klar.
Jetzt könnte man anfangen zu lamentieren, AfD, zugelassene Partei, gewählt, blabla... oder man erfreut sich einfach daran, dass ein Mann klare Worte findet und sein Geschäft(die Eintracht) klar positioniert. Wie die Eintracht das auch in der Vergangenheit öfters getan hat. Mir ist allerdings auch noch aus den späten 70'ern und frühen 80ern das "Schiedsrichter-Judensau!" Geschrei aus dem G-Block im Ohr, die Faschos die damals unter den Fans standen und viele 'normale' Fans die das mitgegröhlt haben. Zwar nicht so systemisch wie bei den Dortmundern mit ihrem SS-Siggi, aber dennoch widerlich und abstoßend.
Zu dieser Thematik gab es einen lesenswerten Beitrag bei den ruhrbaronen.

Heute Morgen las ich einen Kommentar von André Mielke in der FR, der ein klares Problem, dass mit beiden obigen deutlich korreliert, in seiner Kolumne ansprach. Ungleichbehandlung. Vorauseilender Gehorsam und absurde Verrenkungen die Vätcherschen Staat(nicht nur der) an den Tag legt, wenn es um Flüchtlinge und Migranten aus den Ländern der gelebten Intoleranz und der systemischen Ungleichbehandlung von Geschlechtern kommt.
Der Aufhänger im Beitrag lautet:Vor der Anhörung fragt sie(eine Entscheiderin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge) jeden Asylbewerber, „ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist“. Falls nicht, übernähme womöglich ein männlicher Kollege.
Mein letzter Versuch beim Finanzamt nicht mit jener Frau reden zu müssen, die mich 'auf dem Kieker' hat und stattdessen lieber mit ihrem netten Kollegen, der sich sogar mit der Band "Slime" auskennt und auch gepflegten smalltalk beherrscht, wurde leider abschlägig beschieden. Da war nicht viel zu spüren von "Wahlfreiheit". Lag aber vermutlich an mir.
Wenn nun aber der Staat oder seine Bediensteten angehalten sind, 'Geschlechterunwohlsein' oder eine Herrenmenschenattitüde nicht nur nicht zu sanktionieren, sondern gar in vorauseilendem Gehorsam zu etablieren, sollte man sich nicht wundern, wenn das dem normalen Bittgänger in Deutschlands Ämtern und auf Deutschlands Straßen schwer bis gar nicht zu vermitteln ist. Während via #metoo Hexenjagd Männer generell unter Verdacht gestellt werden, schlichte und mögliche, unpassende Nebensätze zu schwersten Traumatisierungen hochstilisiert werden, wird von amtlicher Seite scheinbar aus falsch verstandener Rücksichtnahme (und mit dem Wohlwollen jener Frauen, die sich in Amt und Würden gerne mal verschleiern aus kulturellem Respekt m( ) eine Parallelgesellschaft etabliert, statt tatsächlich allgemeine Werte wie das Menschenrecht und die Gleichheit der Geschlechter klar und deutlich zu positionieren und zur Richtschnur hiesigen Handelns zu machen. Falsch und aus meiner Sicht dringend zu ändern.

Doch stattdessen schwappt die Empörungswelle über dumme und einfache Tweets von derer „von Strolch“ und Konsorten durch die Gazetten und politische Kommentatoren. Ernsthaft? Lasst die ihren Hass raushauen, lasst sie zeigen, wes Geistes Kind die sind, oder –falls die Kritik berechtigt ist- lehnt sie nicht ab, nur weil die Falschen sie artikulieren.
Kritik sollte an der Sache stattfinden und nicht an Personen aufgehängt werden.

Und nein, ich bin auch im neuen Jahr kein AfD Anhänger.
Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 31. Dezember 2017

Vorwörts immer, röckwörts nimmer!

Ich wünsche allen Mitmenschen, die hier noch mitlesen, einen wunderbaren Übergang ins neue Jahr.

Mögen sich all eure Wünsche, Träume und sonstigen Schweinereien stets bis zur Neige erfüllen und auch immer genug Gesundheit eure Hülle umschmeicheln.

So predigt der Blödbabbler. :-D

Immer einen fetten dram voll gutem Whisky in den Griffeln und die Muße ihn auch zu genießen.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Wanderer zwischen den Jahren

Dienstag, 26. Dezember 2017

Fest des Fickens

Wie anno tobak schon Oliver Kalkofe im Namen von Kassowart von Sondermühlen schrieb:
Weihnachten - Fest des Fickens - oder Fest der Liebe, wie Onkel Hotte es einmal lyrisch ausgedrückt hat. Weihnachten hat unseren Dichterfürsten aus Peine seit jeher inspiriert. Schon 1961, als er als einer der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus Holland heimkehrte, schuf er mit "Jingle Bells" einen der ganz großen internationalen Klassiker der Weihnachtslyrik. Aufmerksame Zuhörer erkennen hier das nämliche Motiv, wie dem vorhin schon erwähnten "Klingelingeling hier kommt der Eiermann." Lehnen Sie sich zurück und lauschen Sie den anmutigen Versen eines der für mich schönsten Gedichte, die die "grindige Lyrikqualle" - wie ihn einst sein Bewunderer Helmut Karassek genannt hat - je geschrieben hat.

(Hotte himself)

Und damit der Titel -neben des ihm eigenen Anmuts- auch noch wissenschaftlichen Sinn macht, hier der Hinweis auf die Untersuchung.
Und so stelle ich mir schelmisch- und auch bedauernd- folgenden Dialog vor:

Er:„Schatz, komm lass uns Liebe machen!“
Sie:„Ist denn schon wieder Weihnachten?“

Religiöser Zwang -und die folgende Lockerung davon- löst scheinbar den selbstverschuldeten Triebstau, könnte man wohl schlussfolgern.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen. ;-)

Ihnen noch ein fröhliches "Was-auch-immer-sie-treiben-wollen" und mir einen leckeren Festtagsbraten.

Blödbabbler, ganzjähriger Rammler

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Recht so?

Glückwunsch. Ein weiteres Produkt, steuerfinanziert und mit einem Nutzen für die Insassen der BRD, wird kostenpflichtig.
Man kennt diesen Akt, "Freie Wirtschaft vs. Staat", bereits vom Depublizieren, jenem stupiden Akt der Vernichtung steuerlich finanzierten Contents den unsere ach so freien und innovativen Privatmedien durchgesetzt haben, um sich in einen safe-space vor staatlicher Diktatur und Wettbewerbsverzerrung zu suhlen.
Nicht qualitative Inhalte, als Mittel der Kundengewinnung, und ein überzeugendes Angebot stehen im Vordergrund, sondern protektionistische Maßnahmen, bei denen der gemeine Bürger am Ende der Arsch ist.
So verschwinden Inhalte und es wird nebenbei verhindert, dass ein Archiv dieser steuerfinanzierten Inhalte sich etablieren kann, jenseits von paywalls und Abo-Modellen der privaten Anbieter.
Bedeutet in Konsequenz, Geschichte und Nachrichten werden dem allgemeinen, öffentlichen Zugriff in letzter Instanz entzogen, es entscheiden private Geldgeber darüber, was im Netz weiterhin auffindbar ist, Geschichte wird kostenpflichtig.

War eben dabei schon ein Ärgernis und sicherlich auch von stärkerer Reichweite und politischer Bedeutung für die Gesellschaft, als das Gerichtsurteil aus dem November gegen den Deutschen Wetterdienst(DWD), welches diesem verbietet seine kostenlose Warn-Wetter-App weiterhin kostenlos anzubieten.
Geklagt hatte die Firma "WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen GmbH" vor dem Landgericht Bonn, und von den Richtern den Zuschlag erhalten.

Nun hat der DWD seine App zweigeteilt. Es gibt nunmehr eine kostenlose, die kastriert und verstümmelt eher nicht mehr sinnvoll erscheint, sowie eine kostenpflichtige, bei der dann der Bürger -der bereits via Steuern für das Erstellen und zur Verfügung stellen der Daten dieser Bundesbehörde gezahlt hat- nochmal zur Kasse gebeten wird um dem Richterspruch Folge zu leisten.
Dies ist -dessen sollte man sich im Klaren sein- nicht die Schuld des DWD, sondern das Ergebnis jenes Gerichtsurteils, welche diese privatwirtschaftliche Firma angestrengt und in der ersten Instanz auch gewonnen hat.
Ich hoffe mal ganz gemein auf den Streisand Effekt und eine daraus resultierende, zügige Insolvenz des privaten Anbieters. Denn offenbar schaffte er es mit seinem Modell(Werbefinanziert/Kaufmich) nicht genug Umsatz zu generieren, bzw. die Reichweite der behördlichen App zu erreichen.
Bei den Bewertungen im Google Playstore fließt bereits die Umsetzung des Gerichtsurteils mit in die Bewertungen ein; Verärgerung und 1 Sterne Wertungen werden vermutlich das Rating in kürzerer Zeit stark tangieren.
Mal sehen, ob sich das für diese Firma nicht noch als ein Pyrrhussieg erweisen wird.

Mich kotzt es schlicht an, wenn sogenannte Marktteilnehmer es nicht schaffen sich durch Qualität oder Innovation abzusetzen, in diesem Fall auch noch von einer Behörde...lol.
Wenn ein behördliches Organ innovative und scheinbar performantere Software herstellt als jemand der damit Geld verdienen mag, dann sollte man nicht klagen, sondern sich mit dem Thema "Qualitätsmanagement" und "Innovation/Kreativität" auseinandersetzen. Mehr Geld für F&E statt für die Juristen ist immer ein guter Anfang.

Und ich höre schon den werten Herrn wvs sagen: "Wetter-Apps sind eh' Käse", läge doch deren Vorausschauen meist unter dem zu erwartenden GrundrauschenShhhhh beim Werfen zweier IGing Münzen.
Mag stimmen,... nein, stimmt! Doch jetzt kommt mein Aber.
Mich interessierte darin weniger das "Wie ist das Wetter gerade vor der Tür", sondern mehr der Bereich des "Warnwetters", Glatteis und Sturmwarnungen etc. solche Prognosen, die in dieser App signifikante Ergebnisse lieferten, zumindest für meine kleine Welt hier.
Aber der Ärger speist sich insgesamt eher daraus, dass steuerfinanzierter Content mal wieder zugunsten privatwirtschaftlicher Profitmaximierung übersteuert wird.
Man könnte meinen, es gäbe einen Primat der Wirtschaft im Grundgesetz vor Bürgerrecht.
Bleibt mir die Hoffnung, dass eine höhere Instanz das Urteil vom Landgericht Bonn kassiert, aber da bin ich nicht allzu erwartungsfroh.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Montag, 18. Dezember 2017

Elende Sozialisten! m(

Ich habe vor Kurzem eine Sendung mit Herrn Lanz gesehen, was ich gewöhnlich aus Gründen der Intellekthygiene vermeide.

Doch der TV lief noch, ich war parallel am Lesen auf dem Tablet (Die letzten Tage Europas von Henryk M. Broder) als ich dort in der Runde Frau Petry gewahr wurde. Obwohl ich Broders böse Spitzen ob ihrer Garstigkeit und meist humorvollen Darbietung mag, zog ich Frau Petry vor, hören war um die fortgeschrittene Zeit einfach der schlichtere Weg und somit angebracht für mich.
Überraschenderweise wurde sie beinahe gut von Herrn Lanz interviewt, sehr unaufgeregt und mit der Möglichkeit meistens auszureden. Dennoch Nachfragen und Versuche festzunageln. Sehr selten geworden, leider. Gefiel mir deswegen.

Das Interview zeigte mir zweierlei: Erstens ist Frau Petry kein dummer, sondern im Gegenteil, ein wie es scheint, intelligenter Mensch, was sie natürlich deutlich gefährlicher macht.
Zweitens, falls sich jemand irgendeiner Illusion hingeben wollte, sie sei wegen der nationalchauvinistischen Tendenzen aus der AfD ausgetreten und "Die Blauen" eine AzAfD(Alternative zur Alternative für Deutschland), dem sei ihre klare Aussage aus dem Interview(41:20ff) anempfohlen, sie sagt dort:Die AfD rutscht jetzt wirtschaftspolitisch nach links in die sozialistische Ecke ab. Wow.

Ich vermute mal da liegt sie mit ihrer Einschätzung dicht dran oder fast auf einer Linie mit dem Posterboy der FDP, dem Paddy Christian Lindner.
Vielleicht tindert sich da ja zusammen, was wirtschaftspolitisch zusammengehört, wer weiß?

Mir stellt sich dabei die Frage: Wenn der neoliberalere oder wirtschaftsfaschistische Teil nach dieser Aussage also aus der AfD draußen ist, hat Gregor Strasser dann diesmal gesiegt?
Quasi das erste Mal als Tragödie und das zweite Mal als Farce?
Was sagt es aus, wenn man bei Tante wiki lesen kann:In der NPD gibt es seit langem eine starke strasseristische Strömung, deren vordergründige Sozialkritik und sozialistische Rhetorik nach dem Vorbild der Strasser-Brüder vor allem im Osten Deutschlands auf Resonanz stößt.
Ist die AfD deswegen also so erfolgreich bei den Brüdern und Schwestern im Osten? Warum bekam Frau Petry dann dort ein Mandat. Gabs denn keinen sozialistischeren Volksgenossen den man aufstellen konnte, wenn ihr das so zuwider war?
Wann hat sie gemerkt, dass die sozialistischen Linken das Ruder in der AfD übernommen haben?
Oder ist das einfach gequirlter bullshit und vielmehr ein Zeichen von schwerer Realitätstrübung auf Seiten der Frau Petry? Mögen sie Olaf Henkel und der Herr Lucke jetzt wieder?
Was, so frage ich mich, sagt es über ihren politischen Standpunkt und ihre Verlotung im politischen Koordinatensystem aus, wenn ihr die AfD sozialistisch vorkommt?
So viele Fragen, so wenige Antworten, außer vielleicht dieser: Wer das neoliberale Wirtschaftsprogramm der AfD als sozialistisch ansieht, der lehnt vermutlich die NSDAP auch nur aus dem Grund ab. Sollte man ein Auge drauf haben.
Ihnen Ihr Blödbabber

P.S. Ich empfehle das Video -zumindest den Part mit Frau Petry bei Lanz- zu gucken, es steht noch bis März 2018 in der Mediathek bevor das verordnete Internet-Alzheimer namens Depublizieren zuschlägt.
An dieser idiotischen Form der Verschleuderung von vom Gebührenzahler finanziertem Content zugunsten der privaten Verlage wird aber immerhin langsam gesägt. Möge die Macht mit den Sägern sein.

The Great War

Vor kurzem wurde ich durch einen Freund auf ein interessantes youtube Projekt aufmerksam gemacht:The Great War.

Man hat sich dort als Ziel gesetzt wöchentlich über das, was vor 100 Jahren während des Ersten Weltkriegs geschah, zu berichten.
Das Format geht stark in Richtung der klassischen Kriegsbetrachtung auch die stimmige Darbietung(Landkarte, Schreibtisch), ergibt aber -auch gerade dadurch -eine Dichte, die man sonst beim bloße Metazahlen abhaken nicht erreicht.
Man geht dabei fast auf Schützengrabenhöhe und verfolgt kritisch Truppenbewegungen und geplante Offensiven, begleitet durch sich leider oft wiederholende Fotos und eher schlichte Animationen.

Der Mann der durch das wöchentliche Programm führt heißt Indiana "Indy" Neidell(nannten wir den Hund nicht immer 'Indy'?) und macht seinen Job mehr als gut. Die hemdsärmelige Art und sein Augenzwinkern geben dem ganzen Schauspiel auch das notwendige Quäntchen Unterhaltungswert, den man neben Fakten eben auch benötigt um Leute "dran zu halten".

Leider habe ich von diesem Projekt nicht bereits 2014 Kenntnis erhalten.
Nun gucke ich also die ersten Jahre im Galopp weg um möglichst bald à jour zu sein.

Wer sich nur ein wenig für den Irrsinn des ersten großen Weltenbrands interessiert und der englischen Sprache mächtig ist(leider haben die polnische und die deutsche Fassung nicht so lange durchgehalten) wird hier gut bedient.
Besonders die komplette Unfähigkeit der meisten Generäle und deren ebenso große Gnadenlosigkeit mit den Befehligten wird Woche für Woche deutlich und stößt immer wieder gehörig ab.

Kriegstreiber wie der österreichische Franz Conrad von Hötzendorf, deren Namen heute wohl nur noch den wenigstens Mitbürgern geläufig sein dürften, dessen Rolle und Schuld, sowie die Österreich-Ungarns am Beginn des Ersten Weltkrieg werden schonungslos dargestellt. Diesen Verbrecher z.B. hatte ich so nicht mehr auf dem Radar, bzw. es so auch nicht gelernt.
Aber es sind ja auch mit Christopher Clarks "Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog" ein paar Korrekturen in die historische Betrachtung eingezogen, die man inhaltlich eher vor der Fischer-Kontroverse vermutet hätte. Da diese, seine Forschungen aber neueren Datums sind, sollte man sie zumindest zur Kenntnis genommen haben.

Ich wurde hingegen klar nach der Fischerschen Diktion in der Schule unterrichtet und sehe da auch immer noch eher meine politische Heimat in den Schlüssen Fischers, die eben gerade "kein Hineinschlittern" in den Krieg sehen, sondern den Ausbruch des Krieges als Ergebnis überwiegend deutschen Handelns einschätzen.
Ist ähnlich wie beim Historikerstreit, da stehe ich auch auf der Seite des Siegers, Habermas hatte recht und Nolte lieferte lediglich die Blaupause für Argumentationsmuster der neuen und alten Rechten. Das aber nur als Standortbestimmung um meine Position nicht zu camouflieren.

Wenn man sich die Verbrecher in Uniformen und deren Handeln anguckt sind es immer die gleichen Muster.
Egal ob sie die Hälfte ihrer Soldaten fahrlässig in Sommeruniformen und im bergigen Winterland bei strammen Märschen gen Russland erfrieren -und dann den anderen, geschwächten Rest vor Ort- durch russische Artellerie verrecken lässt, wie der osmanische Idiot Enver Pascha, oder man seine Truppen vor Gallipoli ohne Ziel und Plan dafür aber skrupellos gegen die MGs der Osmanen anrennen lässt, es zeigen sich immer wieder aufs Neue Charakterzüge und Handlungen von übelster Dummheit und Inkompetenz und Menschenverachtung der Generalitäten.

Da wir augenblicklich ja bereits wieder von vielen Seiten für 'Dumm' verkauft werden, der russische Popanz ideologisch wieder errichtet wurde und man inzwischen Kriege wieder für Fortsetzung der Politik mit anderen Mittel zu halten scheint, ist dies sicherlich eine erhellende Serie, deren Einzelfolgen auch in gut verdaulichen -dennoch schwer im Magen liegenden- Häppchen von ca. 10 Minuten serviert werden.

Mein Videotipp lautet: The Great War


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