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Dienstag, 29. Mai 2012

Tomatin 12

Aus der Highland Destillerie "Tomatin" die mit 23 Brennblasen -von denen augenblicklich mit 12 gebrannt wird- einstmals die größte unter den schottischen Brennereien war, stammt mein heutiger Testkandidat.

Die 12 jährige Standard Abfüllung reifte in 1st(Bourbon) oder 2nd fill Fässern aus amerikanischer Eiche und erhielt sein Finish -für mindestens 6 Monate- in spanischen Sherryfässern.
Tomatin 12 Whisky Flasche
Der Tomatin 12 kommt in einer, hochwertig wirkenden, schwarzen stabilen Pappschachtel mit weißer, roter und silberner Beschriftung daher.
Sehr gefällig.
Im Innern findet sich eine weißglasige 0,7 Flasche mit integriertem Firmenwappen und einem nüchternen, aber dennoch eleganten Label, welches den Schachtelaufdruck erneut aufnimmt.

Der Whisky wird leider mit der E150 Kelle farblich angepasst und auf 40% herunterverdünnt, bevor er beim Kunden ankommt.
Beides schade, aber dennoch ist das Endprodukt ein guter anständiger Whisky geworden.

Dennoch?

Gemeinhin nimmt der schnöde Single Malt Trinker an, dass durch den Prozess der Kühlfilterung einige der wichtigen Geschmacksträger aus dem Lebenswasser herausgelöst werden, was sich in geändertem vulgo schlechterem Geschmack niederschlägt.
Deshalb favorisiert man eben den nicht-kühlgefilterten Whisky, der durch den benötigten höheren Alkoholgehalt von 46% auch deutlich angemessener im Glas steht; verdünnen können wir ja auch alleine noch, falls uns die 6% mehr zu stark erscheinen.

Oder auch, um mehr Schnuffelaromen freizusetzen - die Trinkbarkeit leidet dann zwar meistens, aber die Nase freut sich eben.
Ich bin allerdings nur ein armer Trinker, der sich -aus Kostengründen- die Verdünnung auf bis zu 20% zwecks Nasenbeglückung schenkt.
Denn: ich will was schmecken und nicht meinen teuren Whisky nach Verdünnungsorgie danach in den Gulli entsorgen müssen, weil er labbedudelig geworden ist und nicht mehr schmeckt. :-D

Zum Thema Geschmackveränderung -Ja oder Nein- durch Kühlfilterung gibt es einen schönen Artikel mit einer Selbstversuchsreihe von Matthew Fergusson-Stewart bei den Malt Maniacs zum Thema "THE TASTE OF CHILL FILTRATION" und eine 'Spielerei' von Oliver Klimke auf dramming.com How To Tell If Your Whisky Is Chill-Filtered.

Aber zurück zum heutigen Testling dem Tomatin 12 .

Aus dem Glencairn Glas strömt eine angenehme schöne aromatische Nasenbeglückung.
Volles Aroma, feine Süße, ein wenig 'Sherry' Style und überraschend viel Fruchtigkeit.
Eine jener Nasen, bei der einem -in erwarteter Vorfreude- das Wasser im Maul beginnt zusammenzulaufen.

Also, schnell einen Schluck in die Mundhöhle gespült und *huch*:"wuchtig für seine 40%", angenehm überrascht festgestellt.

Dabei bleibt er dennoch weich, süßlicher Geschmack wird durch eine konträre Bitterkeit gut aufgefangen, die allerdings hin und wieder auch die Dominanz übernimmt.
Im Mund ist er durchaus malzig und ein wenig ölig auf den Lippen bei schwachen bis geringen Anteilen von Frucht (Zitrus?!).
Das ganze Geschmackserlebnis wird noch gut unterstützt durch eine spürbare würzige Note.

Im Abgang ist er leicht süß mit etwas Sherry Einfluss, allerdings ist er imho eher kurz bis mittellang und nicht lang, wie uns die Destillerie in ihrem Webshop nahelegt.
Aber das ist schon maulen auf gutem Niveau.

Der Tomatin kommt in einer 0,7 Liter Flasche daher und kostet zwischen 25 und 28 Euro bei den üblichen Verdächtigen, im Angebot auch mal 23-24.
Meine Testflasche stammt noch aus einem Kauf 2011, da erstand ich sie für knappe 22 Euro bei einem Onlineversender.

Wertung Single Malt
Tomatin 12

Geschmack:
Fass3
bis
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Ein guter Whisky, der mit seiner speysideschen Art zu Gefallen weiß. Momentan neben einem wunderbaren AnCnoc12 mein zweiter Favorit für einen unbedarften Single Malt dram an einem warmen Sommerabend. Kaufempfehlung, wenn an der Preisuntergrenze.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Montag, 21. Mai 2012

Vorurteil oder realistische Wahrnehmung?

Vorweg:
Heute Morgen stand in der Holzausgabe, der Frankfurter Rundschau ein Artikel von Hannes Gamillscheg, der sich unter dem Thema "Unter Männern" einer (investigativen) Reportage aus Schweden annahm.
Leider hab ich dazu -auch bei einer anderen Zeitung- nichts zum Verlinken im Internet gefunden.
Da nun meine Schwedischkenntnisse leider noch schlechter als mein Kantonesisch sind, habe ich mir auch die youtube und schwedische Medien Links gespart.
Ich beziehe mich also einzig und alleine auf oben genannten Artikel als Grundlage meines Textes.

Wie nennt man es eigentlich wenn einem "Vorurteil" entsprochen wird?
War das dann gar kein Vorurteil, sondern einfach eine berechtigte, weil realistische Sicht auf etwas?

In Schweden haben -für die Sendung Uppdrag Granskning (Auftrag Nachforschung)- zwei Frauen mit versteckter Kamera unter dem Niqab zehn Moscheen aufgesucht um von deren Imamen Rat zu ersuchen bei folgendem Problem:

-> ihr Mann habe sich eine zweite Frau genommen und nun schlage er sie, wenn sie nicht mit ihm ins Bett gehen wolle

Neun der Imame bekräftigten -gegen bestehendes schwedisches Gesetz- das der männliche Moslem eben das Recht auf bis zu vier Frauen habe - weltliches Gesetz hin oder her.

60% der befragten Imame sprachen dem Mann das Recht auf Sex zu, ebenfalls 6 der 10 rieten davon ab, sich wegen des stattfindenden und stattgefundenen Missbrauchs an die Polizei zu wenden.
Prinzipiell wurde ihnen geraten, ihre Ehe auszuhalten, denn Schläge seinen ja nicht so schlimm.

Ebenso solle die Frau sich bei ihrem Mann für ihren mutmaßlich gemachten Fehler entschuldigen (denn, den muss logischerweise sie gemacht haben, wieso schlüge er sie sonst?) und um einen Neuanfang bitten.
Nebenbei könne sie eben auch nicht verlangen, dass er sich von seiner zweiten Frau scheiden lassen müsse.
Überraschenderweise kritisierte der Vorsitzende des schwedischen Islamverbandes denn auch das verdeckte konspirative Tun des Senders und nicht etwa das Ergebnis, das die Imame dargeboten haben.
So wurde im Nachklapp von verfälschten Zusammenschnitten gesprochen - der Sender dementiert das.

Selbstverständlich wurde noch von anderen Imamen darauf hingewiesen, dass die meisten Muslime gegen Misshandlung und Vielweiberei seinen (übrigens aus meiner Sicht eine Selbstverständlichkeit!), und man den Regeln im Land in dem man wohne absolut folgen müsse.
Na also, das klingt doch wunderbar.
Alles doch alles in bester Ordnung in Schweden?
Nicht so ganz, denn wer sich nicht mehr erinnern mag oder kann, Schweden ist auch das Land, in dem man nach einvernehmlichem Geschlechtsverkehr trotzdem als Vergewaltiger angezeigt werden kann und in dem der Antisemitismus inzwischen -nicht zuletzt dank islamischer Betonköpfe und verblendeter geisteskranker Jugendlicher- blüht.
Man kann sich gerne dazu die entsprechenden Artikel per Dr. Google zusammen suchen - exemplarisch dazu von 2010 ein Beitrag bei 3Sat - "Kein Platz für Juden in Bullerbü" und ein etwas aktuellerer in der Zeit von 2011""Bewusste Juden müssen sich darüber klar werden, dass sie hier keine Zukunft haben"" oder einer von 2012 aus der Welt Malmö verdrängt sein neues Antisemitismus-Problem.

Wenigstens gibt es noch die Destillerie Mackmyra - einer der wenigen Lichtblicke die in den letzten Jahren aus diesem einstmals offenen und demokratischen Land kommt, welches inzwischen leider zu einem Zerrbild von Liberalität verkommen ist.
Schön sehen kann man allerdings wohin man kommt, wenn man Feinden des Liberalen in vorauseilendem Gehorsam eine Opferrolle zubilligt und ihnen Nachsicht gewährt; dies kann man paradigmatisch am Schweden des letzten Jahrzehnts nachvollziehen.

Her mit den kleinen Schwedinnen!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Dienstag, 15. Mai 2012

Hrhrhrh

Wie ein Text –sinnfrei zerlegt und seiner Ironie beraubt- zitiert werden kann, lässt sich bei kapitalt r e n d s .de schön beobachten.

Welches Ergebnis man erhält, wenn sich dumpfe Maschinen fremder Texten annehmen, selbstverständlich ohne deren Inhalt oder gar Intention zu verstehen, sieht man hier.
Ohne Hirn kommt eben so etwas heraus. :-D



Oder war das doch Absicht? Die Ironie absichtlich ihrer Jungfräulichkeit zu berauben?

Rätselt noch ein wenig -bei einem Schluck Ballentine's Finest- im gnadenlosen Selbstversuch

Ihnen Ihr Blödbabbler

P.S. Hier gehts zum Originaltext

Montag, 14. Mai 2012

Bruichladdich 3D3

Der dritte im Bunde unseres Whisky Tastings war der Bruichladdich 3D3, welchen uns netterweise der werte Herr virtualmono zur Verfügung stellte.

Wie auch bei den anderen wurde lediglich ein dram verkostet, in meinen Augen eigentlich zu wenig, um als Nicht-Profi ein faires Urteil abgeben zu können.
Aber da wir uns austauschten sind die Ergebnisse zumindest nicht völlig aus dem hohlem Kopf Bauch heraus entstanden.

Die Flasche, eher Buddel, hat die Bruichladdich typische Farbverirrung in türkis am unteren Rand aufzuweisen, oberhalb davon sieht man glühende Kohlen (oder Troststückchen?) und sie steckt in einer starken Metalldose mit Plastikhalterung gefangen.
Bruichladdich 3D3 Dose
Der 3D3, so preist uns das Label, wurde aus Whiskys von drei unterschiedlichen Jahrgängen, drei unterschiedlichen Lagerhäusern und drei verschieden hohen Torf(Rauch)Stufen zusammengemixt und gibt sich daher heavily peated.
Wenn die Infomation stimmt, fanden sich auch Teile des Octomore in der dritten Abfüllung - hhhmmmjam.

Die Nase des 3D3 ist überraschend honig-süßlich, etwas zitrus und schwaches Salzaroma mit insgesamt mehr Rauch als beim Waves.
Das ganze wirkt auch deutlich runder als beim Waves und insgesamt stimmig.

Im Geschmack dann wieder der süße Honig (Frau IausF empfand der Geschmack ginge eher in Richtung Met), herrlich gepaart mit knackig-trockenem Rauch und schwacher Salzigkeit auf den Lippen.
Küstenwhisky at its best - zwar noch mit Luft nach oben, aber schon eine Klasse Mischung die da aus den Trögen von Jim McEwan geschlüpft ist.

Der Abgang des Bruichladdich 3D3 ist leicht süßlich, dabei etwas warm(nicht unangenehm), fein rauchig und schön lang.

Der Bruichladdich 3D3 kostete in der 0,7 Liter Flasche irgendwas um die 35-37 Euro, ist aber bei fast allen Händlern nicht mehr erhältlich.

Ein leckeres Stöffchen, ingesamt stimmig und ausgewogen zwischen angenehmer honig-süße und knackig trocknem Rauch. Bruichladdich kann gute und leckere Whiskys basteln, auch wenn sie meistens noch junge Hüpfer sind verglichen mit der Konkurrenz der 10-16 jährigen Standardabfüllungen der anderen Islay Destillerien.

Wertung Single Malt
Bruichladdich "3D3"

Geschmack:
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4
Fazit: Ein leckerer Whisky, wunderbar zusammengestellt mit feiner Honigsüße und ansprechendem Rauchanteil. Falls man ihn noch irgendwo sieht und der Preisirrsinn nicht schon zugeschlagen hat, eine unbedingte Kaufempfehlung



Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Sonntag, 13. Mai 2012

Bruichladdich Waves

Der zweite im Bunde unseres letzten Whisky Tastings war der Bruichladdich Waves, welchen uns dankbarerweise der werte Herr AausB zur Verfügung stellte.

Wie auch bei den anderen wurde lediglich ein dram verkostet, in meinen Augen eigentlich zu wenig, um als Nicht-Profi ein faires Urteil abgeben zu können.
Aber da wir uns austauschten sind die Ergebnisse zumindest nicht völlig aus dem hohlem Kopf Bauch heraus entstanden.

Bruichladdich Waves Dose

Die Nase ist etwas alkoholisch, rauchig und geht ein ganz kleines bisschen in die Aroma-Richtung, die ich bei Caol Ila 12 so mag - die Schiffsbilge.
Allerdings liegt hier der Fokus stärker auf den Schmierölkomponenten, denn auf dem herrlichen Amalgam von salzigem Meerwasser, rostigen Schiffsinnereien und öligem Schmierfett.

Sein Geschmack ist überraschend weich, geprägt von rauchiger Kohle, dabei süß und leicht salzig zugleich.

Im Abgang bleibt er schwach salzig an den Lippen, ist dabei deutlich trocken und rauchig bei mittellanger Verweildauer.

Der Bruichladdich Waves kostet (noch) in der 0,7 Liter Flasche um die 30 Euro.
Da Bruichladich den Waves allerdings - neben einigen anderen Whiskys - im Rahmen ihrer Portefoliobegradigung einstellt hat, wird er vermutlich in der nächsten Zeit sicher teurer werden.

Er ist, obwohl ein wenig unrund, in meinen Augen deutlich besser gelungen, als beispielsweise der Bowmore Enigma.
Bei diesem steht die Süße und der Rauch sinnfrei nebeneinander und bilden keinerlei Einheit, geschweige denn entsteht eine Harmonie.
Von Harmonie ist auch der Waves noch ein gutes Stück entfernt, aber er ist trotzdem angenehm zu trinken, kein Masterpiece aber ein brauchbarer kleiner Freund für den schnellen dreckigen Spass. :-D

Wertung Single Malt
Bruichladdich "Waves"

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Ein akzeptabler Whisky, ohne ernsthafte Ecken und Kanten. Macht durchaus eine Zeit Spass, für 30 Euro gibt es allerdings deutlich bessere Zeitgenossen, bspw. würde ich immer einen Talisker 10, Caol Ila 12 oder erst recht wenn er im Angebot ist einen Laphroaig 1/4 Cask vorziehen. Waves: Kann man muß man aber nicht getrunken haben.



Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Samstag, 12. Mai 2012

Whesskey

Das Eröffnungsdram des Tages für unser Whisky Tastings war der Whesskey, ein junger Single Malt Whiskey aus Hessen von der Brennerei Höhler.
Mitgebracht von der hochverehrten Frau IausF, unserer weiblichen Quotentesterin für diesen Tag, da leider Frau JausD krankheitsbedingt und Frau DausD terminnotgedrungen absent blieben.

Zuerst, ich gestehe: Mit deutschen Whisky(e)s habe ich so meine Probleme.
Nicht so sehr der etwas andere Geschmack macht mir dabei zu schaffen, sondern die eher ambitioniert zu nennende Preispolitik.
Man kann jungen Stoff durchaus zu guten Preisen auf den Markt werfen, Bruichladdich hat uns das mit dem Octomore mehrfach in Meisterklasse beweisen.
Aber diese Klasse, die technische Raffinesse und das wundervolle Endprodukt ist es dann leider eben noch nicht, was aus deutschen Destillblasen herausrinnt und in den Fässern kurz vor sich hinreift.

Whesskey Flasche

Der Whesskey kostet für den halben Liter zwischen 25 und 30 Euro, dafür bekommt man durchaus auch schon mal einen Lagavulin 16 oder einen 18 jährigen Glenfiddich - dennoch finde ich es gut und wichtig, das in Deutschland Destillerien neben der Obstler- und Kornproduktion auch Whisky(e)s herzustellen in der Lage sind.
Mehr Auswahl, andere Aromen und Geschmäcker erfreuen einfach des suchenden Trinkers und Testersherzelein.

Der Whesskey wurde 2008 destilliert und 2011 auf Flasche gezogen, mithin ein dreijähriger Rabauke der es sich in unserem Glas bequem gemacht hat.

Die Nase ist geprägt von Zitrus und ganz wenig Karamell, insgesamt eine eher unbefriedigendes Aroma, das sich hinter einen gehörig Wusch von Alkohol verbirgt.

Der Antritt ist wuchtig, mit jedem Tropfen schreit es: "Ich bin (zu) jung!". Auf der Zunge macht er ein wenig trocken und ist etwas bitter.
Irgendwie schmeckt er auch ein wenig säuerlich, ob das von dem verwendeten Rotweinfass kommt ist nur eine Vermutung, mögen tat ich diese Note nicht.

Im Abgang bleibt diese Säure leider dominant, begleitet von schwacher karamelliger Süße. Die Verweildauer im Mund ist kurz bis mittellang.

Tja, was soll ich zum Whesskey schreiben?

Ich fand ihn durchaus interessant und werde mir die Brennerei sicherlich dieses Jahr anschauen.

Ob ich ihn auch lecker fand?

Mir waren da zuviele Elemente dabei, mit denen ich nichts anfangen mochte; die unnötige rotweinige Säure, das zu junge alkoholisch Aufbrausende und die nichtssagende Nase machen ihn definitiv nicht zu einem meiner Favoriten.
Aber eine zweite Chance bekommt die Brennerei sicherlich, schon alleine aus hessischem Nationalstolz heraus.

Ich würde aber gerne mal einen etwas älteren und länger gereiften Whesskey probieren, gerne auch aus einem anderen, als einem gefinishten Rotweinfass.
Mit Sherry und Rotweinfinish habe ich es scheinbar nicht so, Portwein- wie beim Glenmorangie Quinta Ruban jedoch geht eher, das habe ich dann gerne. :-D
Im direkten Vergleich zum Bavarian Single Pott Still aus dem Spessart fiel er allerdings deutlich ab, auch im Vergleich zu einer deutlich länger gereiften Blauen Maus machte er keinen Stich.

Wertung Single Malt
Brennerei Höhler "Whesskey"

Geschmack:
Fass2
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile2
Fazit: Ein brauchbarer Whisky, der zwar billiger als die meiste deutsche Konkurrenz ist, aber letztlich trotzdem für einen Liter mehr kostet als ein Ardbeg Ten. Seine rotweinfinish geschuldete Säure ist nicht mein Fall, aber die experimentieren ja in der Brennerei Höhler mit diversen Abfüllungen über die Jahre. Auf jeden Fall im Auge behalten.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Freitag, 11. Mai 2012

Fatwa Morgana

Mal wieder meldet sich ein Vertreter der einzigen Friedensreligion auf diesem Planeten zu Wort, weil .. nun, weil ihnen mal wieder etwas nicht passen mag.

Ein Lied, des mir völlig unbekannten Rappers Najafi, erscheint einem der Irren im Iran als - na klar! Gotteslästerung - was sonst?

Und was macht man dann als Spinner am besten?

Genau, man salbadert eine Fatwa in die Welt und ruft dazu auf den bösen Menschen zu töten.
Business as usual in der kleingeistigen Zwangsjacke der Religion des Friedens.
Quasi der konsequente und normaler Gang der Dinge, wenn man denn sein Gehirn selbst in einen intoleranten Mikrokosmos aus erdachtem Irrsinn einsperrt.
Wenn einem dann etwas nicht gefällt, was genau in diese kleine Schubladenwelt des Schwachsinns passt, dann bleibt einem -quasi aus Notwehr- natürlich nur eine Todesdrohung oder billiger, weil weniger Mühe machend, man fordert andere dazu auf, die anfallende Drecksarbeit zu erledigen.

Warum überrascht mich das nicht?

Lausiges mörderisches Dummbratzenpack, dem man eigentlich permanent mit dem Hammer das dämliche Maul zerschlagen müsste ,um der Umweltverschmutzung durch ihr Tun Einhalt zu gebieten.

Aber, eventuell gibt es ja diesmal von offizieller Stelle unserer staatlichen Vertreter, also nicht Volker Beck oder ähnlichen, jetzt eine Reaktion gegen diese Mordaufrufe und nicht erst wieder nur einen jämmerlicher Nachklapp nach 5 Jahren wie bei Westergaard.

Ehrlich Leute, langsam ödet es mich an.

Ihnen Ihr Blödbabbler


[update 20120515]
Und ein weiterer friedensreligiöser Verrückter spielt laut die Arschgeige und sich zum Herrscher über Leben und Tod auf.
Ein weiterer Großajatollah spricht eine Fatwa gegen den in Deutschland lebenden Rapper Shahin Najafi aus fr-online.de
Ein weiteres normales Leben ist somit am Ende und wie immer kommt kein Protest der Bundesregierung gegen diesen Mordaufruf an einem in Deutschland lebenden Bürger.
Schäbiges Pack, allesamt!
Wenn ich die Kohle hätte, würde ich den Spieß umdrehen und die lausigen Herren mit dem langen Bart alle wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Vernunft anklagen - wo bitteschön ist den ein obligates Mossad Killerkommando, wenn man mal eins braucht?
Immer noch alle auf der Suche nach mehr Atomwissenschaftlern?
[/update]

Montag, 7. Mai 2012

Treffen der Idioten

Zuerst einmal, nicht das wieder gleich jeder denkt, klar der blödbabbler, dieser alte Nazi, logo verteidigt der die ProNRW-Nasen. :-D

Zuerst einmal mein Disclaimer: Ich halte von diesen ProNRW Spinnern mal so rein gar nichts.
Deren vermeintliche Religionskritik ist letztlich nur der Ausdruck ihrer dumpfen Xenophobie, ein vorgeschobenes Mittel mit dem sie ihre närrische Phobie vor dem "Fremden" bemänteln.

Aber, soweit ich das Ganze verstanden habe, haben die lediglich Karikaturen von "Mohammed" gezeigt, was - wenn ich mich nicht täusche- immer noch eine erlaubte Meinungsäußerung in dieser Republik ist.
Die Gegendemonstranten aus den Reihen der fundamentalistischen Friedensfreunde haben dann das gemacht, was sie immer tun, wenn ihnen etwas oder jemand nicht passt.
Sie haben andere Menschen mit dem Tod bedroht und massive Gewalt (gegen Polizisten) angewandt.

Daraufhin entblödet sich Frau Kraft nicht, von sich zu geben, was ihre gescheiterte Landesregierung deshalb tun werde.
„Dazu gehören Platzverbote für Salafisten, die als gewalttätig aufgefallen sind ebenso wie die Auflage an Pro NRW, islamkritische Karikaturen nicht mehr zu zeigen. (fr-online)“
Platzverbote für gewalttätige Salfisten, also das, was die Herrschenden in diesem Land gewöhnlich mit biertrinkenden Obdachlosen, Punks oder Fußballhooligans machen.
Ich dachte das wäre eine Selbstverständlichkeit, also das man bei als gewalttätig bekannten Personen eine Vorfeldabschätzung macht und entsprechend handelt.
Was mir aber nicht ganz einleuchten will, ist der zweite Teil.

Sie plant also die legale und legitime Meinungsäußerung des Grundrechts einzuschränken, um, so interpretiere ich das Mal, eine Provokation von Verrückten zu verhindern.
Moment! Ganz langsam nochmal zum auf der Zunge zergehen lassen.
Das Recht auf Religionskritik, hier in Form von Karikaturen herzeigen, soll verboten werden?
Weil sonst fanatische Spinner deswegen, oder wegen einem der vielen anderen Gründe -die sie immer finden- Bambule machen können?

Sollte man also auch den Christopher Street Day verbieten, weil sich die Herren Vollbartträger sonst durch das ganze gottesunwürdige Schwulenpack beleidigt fühlen könnten und sonst was machen müssen? Randale?!
Sollte man den Verkauf von Bikinis einstellen, weil nackte Haut den gottesfürchtigen Mützenträger sonst in Versuchung führt und er sich nur durch Säure vor dem Weibsvolk schützen kann?
Sollte man Mädchen Bildung vorenthalten, weil sonst die dummen Männer noch mehr ihre Minderwertigkeitskomplexe ausleben müssen, am besten durch sinnfreie Gewalt innerhalb und außerhalb?
Sollte man Viecher nur noch schächten, weil es so geschrieben steht?
Muss man dies tun, weil jene spezifische Form des Glaubens, in seiner existent-aggressiven Form, besonders geschützt gehört und werden muss?

Was ist das denn bitteschön für eine hanebüchene Scheiße?

Der Rechtsstaat kneift und schränkt lieber das Recht auf freie Meinungsäußerung ein, hier speziell zum Schutz von eingebildeter Wahrnehmung und Realitätsverweigerung?
Wenigstens hat sich die Justiz den Blick für Realitäten bewahrt und geurteilt, dass die rechtsextreme Splitterpartei „Pro NRW“ bei einer Kundgebung in Bielefeld am Montag die umstrittenen „Mohammed“-Karikaturen zeigen [darf].(taz)
Es geht mir dabei -wie gesagt- nicht um eine Verteidigung dieser hirnlosen Rechtsausleger, sondern darum, dass ich mir nicht durch religiöse Spinner religionskritische Äußerungen oder Satire oder Karikaturen verbieten lasse.

Die vorherrschende Feigheit, die das ganze Politikerpack an den Tag legt -eierlose Gesellen allesamt-, Narren die in Karikaturen das Problem sehen und nicht in dem was damit aufgezeigt wird, scheint immer mehr zu werden.
Jene Menschen, die Westergaard 5 Jahre lang -und immer noch- hemmungslos im Stich gelassen haben, jene die Rushdie und auch van Goghs Dramen als deren eigene Schuld ansehen und nicht begreifen können, dass es keinen Frieden mit Anhängern einer mundtot machenden intoleranten Bewegung geben kann.
Menschen die nicht begreifen wollen, das eben jedes (staatliche) Entgegenkommen, jedes Beschneiden von Grundrechten für eine Religion ein immenser Verrat an den idealen eines aufgeklärten freien Rechtsstaats ist; und jedes Eingeständnis von Toleranz entsprechend als Schwäche wahrgenommen und direkt attackiert wird.
Es geht mir nicht darum Menschen ihre Religion zu verbieten, das ging es nie.
Nur immer den sumpfigsten und fauligsten -am weitesten von Moderne entfernten- Verrückten einen Sieg durch "nicht antreten" zuzubilligen, indem mal eben unser Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten werden soll, ist sicherlich nicht akzeptabel.

Ihnen Ihr Blödbabbler