Sonntag, 17. Juni 2018

Ihr könnt nach Hause fahrn...

Dann lass ich eine alte Tradition von mir nochmal kurz aufleben: mein Kommentar zu einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft hier im Blog.

Beim letzten Mal als es gegen die Mexikaner in Russland ging fand ich es angebracht die gute Catarina Valente singen zu lassen, heute wäre wohl eher Bruno Ganz in seiner Rolle in "Der Untergang" passend. Ich fand die Parallelen augenscheinlich. Alle konnten sehen: mit diesem Personal ist nix mehr zu reißen und schwafeln trotzdem vom Endsieg, bzw. klammern sich an den Funken Hoffnung, den Bloch einst zum Prinzip erhob.
Meine Vermutung: Eventuell ist eine rauschende Party mit Escort Damen doch einem Trainingswochenende mit dem schwäbelnden Langweiler als Motivationsschub vorzuziehen?
Bei mir wäre es so.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Alkoholpatriot - wenn schon Fahne, dann vom Saufen!

Montag, 28. Mai 2018

Grün ist die Hoffnung - fern der Vernunft

So nun stirbt also der Bloghoster in wenigen Tagen, mir recht, komme sowieso nicht dazu was zu schreiben oder zu lesen.
Mein Blog gibts noch als Mirror und ich habe mal einen aktuellen Datenabzug dank des Tools von Herrn Neonwilderness gemacht und in ein weiteres Kostnix Blog bei wordpress.com gestopft. Nachteilig sind die kaputten Verlinkungen die intern auf eigene Beiträge bei twoday verweisen, die Lust die umzubiegen hab ich nicht. Mal gucken, bei wordpress.com ist wohl auch eher Banane mit DSGVO konformen Auftritt, ich glaube selbst google nutzt nicht so viele seiner Dienste wie wordpress.com in der kostnix Fassung. Da ich aber immer noch keinen Bock habe das mein Taliban Nachbar mich besucht oder irgendwelche Lebensschützer oder sonstige rechte Brut Babyföten bei uns gegen die Hauswand klatscht mag ich nicht meinen persönlichen Webspace nutzen. Die Variante über Privacy Domain, Cloudflare und ähnliches zur Verschleierung der Server bzw. des Hosters erscheint sinnvoll, aber da habe ich momentan keine Bock auf den Aufriss... wird also vermutlich dann unter bloedbabbler2.wordpress.com weitergehen, DSGVO kann mich dann mal.

Damit auch noch ein kleiner politischer Rant hineinrutscht, wenn ich es schon mal wieder vor den PC schaffe und es nicht direkt mit DSGVO Basteleien an Webseiten zusammenhängt, hier meine aktuelle Meinung zum Thema "Dämliche Arschlöcher, reloaded."
Ich bin, darauf weise ich ja immer hin, sicherlich weit davon entfernt ein Freund oder ein Sympathisant der neoliberalen Bummsköppe der AfD zu sein. Dennoch sah ich mich in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren genötigt den Umgang mit dieser Partei von Seiten der sogenannten Etablierten zu kritisieren. Einfach, weil ich nicht möchte, dass solch ein Umgang einreißt.
Ich möchte nicht, dass man mich so behandelt und halte es für falsch, legales Handeln mit Rechtsbruch zu kontern, weil es nicht in meine Welt passt.
Ich fand es einen Fehler, dass man sich in Wetzlar über geltendes Recht gestellt hat und der NPD die Halle nicht vermietet hat, sondern mit scheinheiligen Kniffen vertragsbrüchig wurde.
Moral kann und sollte Gesetz nicht brechen, zumindest nicht in einer Demokratie. Oder eben in einer Demokratie, die noch ernst genommen werden will.
Dass ich den Faschos die inzwischen wieder häufig anzutreffende Krätze an den Hals wünsche und den Zahnausfall bis auf einen, der aber dafür dann eitern soll, bis an deren Ende, sei hier nochmal erwähnt.

Also. Warum ich mich erregte, fand in Frankfurt am Main statt: handelnde Person war die Kreisvorsitzende der Grünen, die in einer den Grünen eigentümlich anmutenden Form von Zivilcourage dem AfDler Gauland den Aufenthalt in der neuen Frankfurter Altstadt verwehren wollte.
Die Frankfurter Eintracht feierte ihren grandiosen Sieg gegen die Stinkstiefel aus München und Gauland spazierte durchs Viertel, was besagter Frau Daniela Cappelluti gegen den Strich ging.
Nun ist es so, bin mir zwar nicht ganz sicher wie sich das in Zeiten der DSGVO verhält, war aber auch schon vorher so: ich darf nicht einfach Menschen beleidigen oder sie ungefragt fotografieren bzw. ein Video davon drehen. Zeitgeschichte oder öffentliches Interesse scheint mir hier nicht zu gelten.

Jemand, in diesem Fall Frau Daniela Cappelluti filmt Gauland nebst Begleitung und fordert ihn auf die neue Altstadt zu verlassen. Ruft quasi eine No-go-Area für ihn aus. Kann man machen, nur erschließt sich mir hier werde die Legitimation der Grünenpolitikerin ein Platzverbot auszusprechen, noch erscheint es mir förderlich Menschen den Aufenthalt an Orten zu verbieten, wenn sie nicht direkt in Sachen Politik unterwegs sind.

Aber nochmal zurück zum Datenschutz. Ich muss ja immer lachen, weil ich mich sonst alternativ übergeben oder Amok laufen müsste, dass unsere Ämter und staatlichen Stellen ebenso der öffentliche, wie auch der private Medienzirkus allesamt auf ihren Facebook Auftritt hinweisen und zum Teil gar hinnötigen.
Es scheint: Man will sich immer waschen aber dabei nicht nass werden!
So funktioniert das. Wir arbeiten der Datenkrake zu, tun aber so, als wären wir eigentlich dagegen.
Da fickt man dann lieber kleine Blogger und Kleingewerbetreibende, die sich völlig verunsichert einer potentiellen Meute von Abmahnverbrechern vorgeworfen sehen – vermutlich auch noch zu Recht.

Also besagte Grüne und offenbare* Eintrachtfan*In mit intellektuellem Bengalo in der Rübe(nach bester Cheech und Chong Manier- Viel Rauch um nichts und dümmliche Sprüche) filmt ungefragt, stellt dann -seht wie toll und welch eine Heroine ich bin- das Filmchen auf Facebook ein.
Klarer Datenverstoß!
Dann verlässt sie scheinbar die Courage und sie entfernt das Filmchen wieder, aber hey, fucking Netz vergisst nicht.
Ein zweites Video soll sie ebenfalls eingestellt haben(auch wenn ein doppelter Strafverstoß stattfindet wird der sicherlich nur einmal geahndet, oder?) auf dem sie sich dann mit ihrer Heldentat brüstet, ich zitiere da mal aus der Frankfurter Neuen Presse die das so wiedergibt: „Den habe ich erfolgreich aus der Altstadt vertrieben. Dieser Arsch darf heute nicht dabei sein.“ Wenigstens hat sich nicht noch Bella Ciao angestimmt um ihren tapferen Widerstandskampf zu intonieren.

Tjo, Vertreibung ist ja gewöhnlich kein originäres Thema der Grünen zumindest in dieser Richtung; Bärchenwürfe und refugee welcome Phrasen sind da eher anzutreffen. Nun gut. Vertreibung also.
Nun passiert was in solchen Fällen immer geschieht, die alternativen Faktenverdreher und intellektuellen Kleingeister bei den PIss News hetzen den Mob auf und der reagiert, wie es sonst die von denen verhassten islamistischen Spinner tun - Todesdrohungen(keine laut Polizei), Einschüchterungen und eben das ganze widerwärtige Spektrum, das man von Menschen aus dem AfD-, Fascho- und andere Debile-Umfeld kennt.
Nun können die Grünen endlich das machen, was ja inzwischen Volkssport Nummer Eins weltweit zu sein scheint. Sie schlagen eine doppelte Opferrrolle vorwärts. Nicht der Anlass, sondern die Reaktionen sind verwerflich. Die Beleidigerin und unerlaubtes Video Dreherin ist das Opfer, der Gauland hätte ja nicht in Frankfurt durch die Innenstadt gehen müssen. Wo käme man auch hin, wenn sich hier jeder bewegen könnte wo und wann er will. Und AfDler schon mal gar nicht. Puuuhh.
Liebe Grüne, ich halte von euch ja fast genauso wenig wie von der AfD, was den Schaden für dieses Land angeht, glaube ich sogar habt ihr deutlich mehr dazu beigetragen, dass es sich so zeigt, wie es sich zeigt. Noch war die AfD nicht an der Regierungsverantwortung, hat uns noch nicht in Kriege gelogen und auch nicht den Niedriglohnsektor etabliert, den Mittelstand mit drohender Pauperisierung überzogen und das Dosenpfand eingeführt. Nicht falsch verstehen, ich denke die hätten all das und noch viel böseres gemacht, also außer dieser Sache mit dem Dosenpfand. :-D
Und damit es vielleicht auch klar wird, worauf ich hinaus will: Ich möchte nicht, dass man Menschen vorschreibt wo sie zu gehen oder zu stehen haben, schon gar nicht, weil mir deren politische Meinung nicht passt - und ich gehe auch immer noch wacker davon aus, dass unserer Rechtsstaat so auch nicht funktioniert.
Wer mit Moral und selbst attestiertem Richtigsein in der Ideologie anderen vorschreibt was sie zu tun haben, ist schlicht ein Unterdrücker.

Es gibt ganz banale Sätze, die sind niedergeschrieben und veritable Richtschnur genug, gerne auch die universalen Menschenrechte genannt.

Und da steht nichts drin davon, dass ein alter verbohrter Rechtsausleger nicht während des vom Steuerzahler teuer bezahlten Fußballerdefilees in der neuen Frankfurter Altstadt flanieren gehen darf. Wer das anders sieht wird auch vermutlich Worte wie rape culture oder gendermainstreaming dufte finden. Mein Geschmack ist das alles nicht, da ist mir zu viel Totalitäres dabei.

Ihnen Ihr Blödbabbler, ehemals rechter Verteidiger beim Jugendfußball

Dienstag, 3. April 2018

Mitmenschen, dämliche

Nein, keine Worte diesmal von mir zu der inzwischen wieder üblichen "Der Russe wars" Propaganda.
Auch keine Worte zum "Der Jude tötet unschuldige Palästinenser" Gefasel oder den ihr-ganzes-Leben-freiwillig-an-Facebook Gebern, die jetzt so überrascht waren. Auch nichts dazu, dass ich dank der ganzen Whatsapp Clowns auch-obwohl ich noch nicht mal ein Smartphone besitze- bei Facebook und Konsorten auftauche, weil mein Kontakt ungefragt aus den Adressbüchern der kostenlos Lämmern auf den Marktplatz der Datenhändler geschoben wird.
Keine Worte zum völkerrechtswidrigen Krieg des Irren vom Bosporus gegen die Kurden und dem beschämend lauten Schweigen unserer Regierung dazu.
Nichts zum Handelskrieg und den zweierlei Maß mit denen Handlungen von Trump und Handlungen von Seiten der EU gemessen werden. Freihandel bleibt auch weiterhin eine Farce zugunsten des stärksten Handelspartners -TTIP und Konsorten werden sicher nicht richtig oder besser, nur weil jemand stattdessen den Protektionismus hochfährt und man gegenteilig agieren zu müssen glaubt. Verdammt, nun habe ich doch was dazu geäußert...kommt nicht wieder vor, versprochen. ;-)
Auch nichts von mir zu durchs Land mäandernde Putschdämonen auf den Weg in den sonnigen Süden Spaniens, die von Buffy der Vampirjägerin Klonen in Deutschland zur Strecke gebracht,oder um mit Konstantin Wecker zu enden:"Es herrscht wieder Frieden im Land!"

Deswegen -und damit ich überhaupt ein Thema habe-, wird es persönlich- ganz dem neuen deutschen Biedermeier entsprechend.

Nachdem ich heute wieder in einem der inneren Kreise der real existierenden Konsumhölle mit meinem Mitbürgern konfrontiert wurde, stelle ich nüchtern fest: "Es wird immer schlimmer mit dem Gesindel!"
Meist dachte ich ja bspw. meine Mitbürger seien einfach nur zu doof zum Autofahren, abgelenkt, überfordert und uninspiriert dabei. Inzwischen weiß ich die sind sogar zu doof zum Einkaufswagenschieben.

Doch kurz zurück zum Auto.
Das der Blinker an sich seltener eingesetzt wird, als der gewöhnliche Mitteleuropäer täglich Sex hat, geschenkt, man hat ja meist besseres zu tun.
Sich z.B. während der Fahrt einen blasen lassen, die neusten potentiellen Kopulationsopfer nach links oder rechts wischen, eine enorme Wichtigkeit twittern(„Bin gerade auf dem Weg zum Bäcker“), mit beiden Händen den dicken Bassknopf an der Anlage nach rechts wuchten oder schlicht dümmlich die Gebetskette rotieren lassen.
Alles wichtiger als die Fahrtrichtungsänderung anzuzeigen, ich schwör!

Letztes fuhr ich hinter einer Dame her, die es schaffte innerhalb von knapp 3 Minuten ungefähr alles falsch zu machen, was einem die Fahrschule einst versuchte zu vermitteln.
Sie blinkte um in den Kreisel einzufahren, dafür aber nicht um aus selbigem wieder rauszukommen.
Sie fuhr über das Stoppschild und überraschte mich halb kalt mit einer satten Bremsung bei weit einsehbarer, freier Straße vor einem "Vorfahrt gewähren"-Schild.
Dass sie die 30 km/h nicht einhielt, geschenkt, waren ja keine Kinder oder alten Menschen unterwegs und die Straße übersichtlich, auch wird der dadurch erhöhte Feinstaubausstoß sicherlich keine Landstriche entvölkert haben.
Und auch Bienen oder Wale mussten deswegen nicht sterben, also alles gut so.

Nachdem ich bauartspezifisch leider des Öfteren genötigt bin sogenannte öffentliche Toiletten -oder auch solche in Gaststätten, nicht Partymeilen!- aufzusuchen, stelle ich immer wieder angewidert fest: die meisten meiner Mitbürger, -oder einige besonders dämliche Exemplare- sind sogar zum Scheißen zu dumm, und dies ist literally gemeint.
Von der Ms. hörte ich, dass die hygienischen Verwüstungen auf den Toiletten der holden Weiblichkeit erschreckenden Ausmaßes seien; meist von oben bis unten bepisst, feuchte Brille klarer Blick?- den Rest verschweige ich mal.
Was kann man also von Menschen erwarten, die selbst beim Abkoten ihre lebensbegleitende Unfähigkeit stinkend neben statt hinter sich fallen lassen? Eben!

Nun trifft man sicherlich -schon qua Wahrscheinlichkeit und statistischer Spielerei- einige davon vermutlich auch in den Baumärkten oder Supermärkten und hat dort seine Freude mit dem Pack und seinen weiteren Macken.

Zu meinen Favoriten, den Flaschen-quer-zur-Laufrichtung-aufs-Band Legerinnen und den neben ihrem Kaufgut daherstehenden Salzsäulen, kam nun noch die Kategorie der "Mitten-im-Weg-mit-dem-Einkaufswagen-langsam-Vorwärtsblockierer". Genau immer so positioniert, dass man weder links noch rechts dran vorbeikommt, sobald man es dennoch wagemutig versucht, endet es wie beim Ben Hurschen Wagenrennen -der Vordermann schert genau in die Richtung, in der man seinen Versuch angetreten hat und verhindert ein erfolgreiches Überholen.
Diese Sorte Hindernismensch korreliert meiner Beobachtung auch wohlfeil mit jenen, die scheinbar nicht räumlich denken, bzw. sich im Raum bewegen -und ihre Umwelt dabei wahrnehmen- können.

Wenn man diesen Menschen dann einen Einkaufswagen gibt, endet es immer mit kreuz-und-quer fahrenden, gerammten Einkaufswagen; sie stolpern mit ihrem Wagen direkt in den Laufweg der eigenen Lastkarre, weil es sie offenbar heftig überfordert sich mit ihrer Position im Raum -und möglichen Kollisionsobjekten- vertraut zu machen.
Kurzum die verhalten sich wie die inkompetenten Arschlöcher, die sie vermutlich auch sind.

Auch scheinen mir viele der Konsumenten in den Läden inzwischen deutlich körperlich gehandicapt zu sein, wie man es früher heranwachsenden Jungen vorwarf: "Der lange Schlacks weiß nicht wohin mit seinen Händen und ist linkisch". Ich vermute da einen Zusammenhang mit dauerhaftem Smartphoneabusus.
Kenne ich ähnlich von mir, wenn ich früher nächtelang am PC gezockt hatte, war meine hand-eye coordination zwar super für die Endbosse im Spiel optimiert, beim kleckerfreien Einschenken eines Glases Milch jedoch wurde der Galaxienretter schnell zum ungeschickten Tatterich.

Merke ich heute noch hin und wieder. Wenn ich mal lange gelesen oder etwas programmiert habe, dann aber schnell noch mal in den Supermarkt muss, stolpere ich ebenso wie die anderen Idioten herum, das Geld aus dem Portemonnaie ziehen wird zum Glücksspiel, hektisches Wegräumen der Ware vom Fließband zum veritablen Slapstick.
Von daher bin ich natürlich in vielen Bereichen ebenfalls Teil der idiotischen Meute, mir aber- und ich denke da ist tatsächlich ein Bruch zur Masse- dessen bewusst und versuche es zu umgehen.

Und Einkaufswagen schieben ohne meine Mitmenschen zu gefährden oder 'Groß' auf dem Klo machen -ohne alles einzusauen- kann ich tatsächlich schon wie ein ganz Großer. :-D

Ihnen Ihr Blödbabbler, Osterhase des Herrn

Freitag, 16. März 2018

Stephen Hawking,...

...thank you so much for your time. Ein großer Geist in einem geschundenen Körper ist tot.
Ein Entertainer der intellektuellen Art, dessen Erkenntnisse, dessen Theorien von den meisten, mich inklusive, wohl nicht verstanden wurden, der aber den Versuch machte Physik und sein Verständnis der Welt und des Universums, oder wie es die Delphine bei Douglas Adams sagen: "den ganzen Rest", zu den Menschen zu bringen.
Unterhaltsam und lehrreich, ein wohliger Gegenpol zu dem was uns sonst täglich entgegentritt.

Was George Orwell in "A Hanging" treffend schrieb:one mind less, one world less. trifft, wenn auch in ganz anderem Zusammenhang, schmerzhaft zu.

Nun sollte man nicht klagen, Stephen Hawkings wurde 76 Jahre alt, ein geradezu biblisches Alter in Anbetracht seiner garstigen Erkrankung und so hatte er Zeit, die ja ein Thema seines Schaffens war, uns wenigstens Teile seiner gedanklichen Welten zu hinterlassen auf das andere sein Werk weiterführen können.

Persönlich war sein impact auf mich war recht schlicht.

Mir gefiel natürlich sein Hinweis, es brauche keinen Schöpfer, keine Hand Gottes um ein Universum oder Multiversen entstehen zu lassen. Ich mochte seine treffende Beschreibung, dass die Vorstellung von Himmel ein Märchen für Menschen ist, die Angst vor der Dunkelheit haben.
"I regard the brain as a computer which will stop working when its components fail. There is no heaven or afterlife for broken down computers; that is a fairy story for people afraid of the dark.”
Da ich für das meiste seine physikalischen Dinge zu doof bin, mochte ich besonders seinen britischen und darob cleveren Humor.
Ein schönes Beispiel dafür findet sich im "Interview" mit dem Muss-ich-immer-sehen-Tipp John Oliver.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 9. Februar 2018

Vermischtes, Galle und Irrsinn

Nein, ich sage nicht: "hab ich doch gesagt"...oder... doch ich tus: „Hab ich doch gesagt!“ :-D
Sozialdemokratie und Rückgrat ist immer so eine Sache, sobald das Vaterland ruft steht diese Partei und ihre Granden-wenn auch mit kommunizierten Bauchschmerzen- Gewehr bei Fuß.
Mit Frau Nahles als künftigem Oberhaupt steht dann dem weiteren Fall nichts mehr im Weg, Olaf "Die Polizei hat alles richtig gemacht" Scholz, rechter Weggefährte der Schröderära rundet da das Komplettversagen fürs Team ab. Und tschüss, Sozis!

Ich bin mal gespannt, Wetten werden gerne angenommen, ob die AfD spätestens in 4 Jahren die 30% Marke knackt, oder ob es bereits früher der Fall sein wird.
Dass sie diese Marke erreichen werden, erscheint mir klar.
Erstens kenne ich meine Mitbürger und zweitens, falls die AfD -wie Augstein vermutlich richtig unkt- den nationalen Sozialismus verkünden, rennen ihnen sicher weitere Wahlschafe zu.

Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Primat des Marktes vor der Demokratie verkündet, die Rente weiter zusammengeschrumpft und die Eigenverantwortung bei den Habenichtsen propagiert wurde, während man gleichzeitig die Shareholder gepampert und die Großkonzerne vom unternehmerischen Risiko weitgehend losgelöst und sie gesellschaftlich abgesichert hat, wäre tatsächlich eine Partei, die den sogenannten kleinen Mann in den Blickpunkt nimmt(wahlweise auch die kleine Frau oder was man sich sonst noch zusammenfantasieren mag als Geschlechtsform) mit guten Chancen auf einen Stimmviehzuwachs zu sehen.

Da das Parteiprogramm der AfD momentan allerdings noch neoliberaler auf den Markt fixiert ist, als das freidemokratische Pendant, muss man hier vermutlich zur Unterstützung ein wenig mit bereits fest verankerter Ideologie arbeiten, um den Anschein bei den Schafen zu erwecken, sozial zu sein.
"Die beste Sozialpolitik ist eine gute Wirtschaftspolitik"."Wenns der Wirtschaft gut geht, gehts uns allen gut", und ähnlich sinnfreie Phrasen einer trickle down basierten Religion sind ja inzwischen bei den meisten Insassen dieses Landes Allgemeingut, eines das nix kostet, während gleichzeitig das reale Allgemeingut privatisiert und monetarisiert wurde - nicht zum Nutzen derer die vorher hypothetisch daran partizipierten. Das nur nebenbei.

Falls also die AfD diese Klaviatur bedient, oder, falls tatsächliche, also reale soziale Bereiche angegangen und verbessert würden, besteht die Chance, diese Partei im nächsten Jahrzehnt oder den nächsten tausend Jahren in Berlin sitzen zu haben.
Große Koalitionen sind eben Mist, Ausdruck von Stillstand und gesellschaftlichem Mittelmaß. Minderheitsregierung erscheint mir -unter demokratischen Gesichtspunkten- allemal besser fürs Land und die Leute.

Aber wir haben ja auch wichtige Dinge zu erleben, bspw. die Forderung nach Umbenennung von "Mohren" Apotheken in Frankfurt.
Und es geht den Forderern dabei nicht darum, dass hier mal wieder chauvinistisch die männliche, statt der richtigen!1!!!1!!!! weiblichen Form gewählt wurde, sondern quasi um den Mohr an sich.
Die CDU, sonst nicht unbedingt als der Hort der Aufklärung in Frankfurt bekannt schimpft über diese Forderung, während die Linke und die Grünen das tun, was sie immer tun um den letzten Sympathisanten zu verscheuchen.

Dabei gibt es tatsächlich gute Gründe mindestens eine der Mohren-Apotheken doof zu finden und diese zu kritisieren, so hält man es dort mit Schüßler Salzen, Homöopathie und Nahrungsergänzungsmitteln im Sortiment als 'Ergänzung' zur "Schul"medizin.
Diese Mittelchen sind sicherlich allesamt gut dazu den Umsatz anzukurbeln, medizinisch jedoch fragwürdig bis irrelevant oder eben sogar schädlich.
Das sind keine Dinge die ich von jemandem dem ich Vertrauen entgegenbringen muss, lesen, geschweige denn vertrieben sehen möchte.

Immerhin bietet man dort wenigstens keine Chlorbleichetrinkkuren oder schamanische Urinbäder an.
Und ein guter Satz aus der Diskussion zum Thema Mohren-Apotheke im Blog der FR lautet:Anstatt mittelalterliche Kunstwerke zu entfernen, müssten diese Menschen sich vielleicht fragen, warum sie beim Anblick eines dunkelhäutigen Menschen sofort an Rassismus denken. Das sagt einiges über Kritiker aus und weniger über den Gegenstand der Kritik, der in vielen Fällen beliebig zu sein scheint.

Das sind aber alles nur Belanglosigkeiten gegen die zwei echten Aufreger, die ich heute mitbekam.

Erstens, es wurde ein Stück Biobutter zurückgerufen, weil sich Kautschuk-Stücke darin befinden (können?), die beim Verschlucken gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen könnten. So, so. Man nimmt also beim Produktionsprozess nur regionalen Biolandrahm und erntet dann Kautschuk im Endprodukt?
Mahlzeit!
Eventuell wird das ja zukünftig für Veganiker zum Butter Substitut.
"Schatz ich schmier mir noch schnell etwas Kautschuk aufs selbstgehobelte Körnerbrot, fährst du inzwischen Malte-Sven schon mal in den Waldkindergarten?"

Zweitens scheint es eine Sorte Mensch zu geben, die, während die einzukaufenden Waren auf dem Förderband 'gen Kassiererin gleiten, direkt neben ihren Fetischen stehe müssen. Die bewegen sich nur, wenn sich ihre Waren bewegen, egal wie es vor oder hinter ihnen aussieht. Da kann noch so eine große Lücke sein auf dem Band, keiner von hinten kommt nahe genug dran, um seinen Krempel dort zu verklappen, steht doch dort -wie in Stein gemeisselt- der Standhafte und blockiert den Zugang.
Neben den Flaschen quer zur Zugrichtung aufs Band Legern ein weiteres, veritables Ärgernis beim Einkauf im Supermarkt um die Ecke. Und es war kein lesbischer, schwarzer Behinderter.

Nebenbei, ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass der Vegetarier inzwischen fast vollständig durch die religiöse Form des Veganers in den Medien ersetzt wurde?
Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 26. Januar 2018

Elfenbeine sind sexy, die Türme nicht

Und weiter gehts mit der Bevormundung im Umfeld der vermeintlich Guten.

So konnte man heute nur in der Printausgabe der FR lesen(FR 26.01.2018, F4 Frankfurt, Florian Leclerc: "Asta schafft 'Quartier Latin' ab), der Asta der Goethe Uni in Frankfurt veranstalte dieses Jahr nach 64 Jahren kein Quartier Latin, wegen Sicherheitsbedenken( in der Onlinefassung steht der Text entschärfter, von einer Anja Laud.Update) Schwerwiegenderer Grund war aber, so konnte man nur in der Printausgabe lesen: "Die Veranstaltung ist zum Massenbesäufnis verkommen" und "Die Kostüme, in die sich die Besucher kleideteten(sic!), um Einlass ins Gebäude zu erhalten, seien teils 'niveaulos und sexistisch' gewesen."
Stattdessen wolle man lieber, so der Asta Sprecher Bengican Gülegen,"[...]kulturelle und subkulturelle Veranstaltungen fördern.[...] beispielsweise feministische Hip-Hop Konzerte im Koz oder das Asta Sommerfest.

Tjo. Hmm. Das ist jetzt echt schwierig für mich. Fand ich doch das Quartier Latin schon zu meinen Zeiten an der Goethe Uni Kacke und unnötig. Ein Treffpunkt für spießigen Juristennachwuchs und BWL Blitz-Mädchen, die es an Fasching mal krachen lassen wollten.
Alkohol floss damals auch in Strömen, Sexismus wurde noch nicht nach der neuen Lesart verfolgt, also ein falscher Blick war noch kein schwerer Mißbrauch, sondern nur ein falscher Blick -schlimme Zeiten!1!!1!!
Damals schon ein Ort für schnelle Paarungsversuche und selbsterlebten und produzierten Kurzschluss zum täglichen, angepassten Alltagsstudium oder dem Studienalltag, schlicht ein kurzes, gelebtes Verharren auf dem Weg zur späteren Karriere.

Quasi ein Spiegelbild zum normalen Karneval in Deutschland - Saufen, Sex und schlechter Atem, Dreigestirn der närrischen Zeit.
War, wie gesagt, nie mein Ding. Ich habe stets anlasslos getrunken, mit größtem Anstand und voll Würde, eben nicht wie Betriebswirte und Juristen feiern, sondern wie ein Germanist lebt. :-D

Und und Aber, es wäre mir im Traum nicht eingefallen, deswegen, weil deren Gebaren nicht meins ist, diese Veranstaltung verbieten bzw. nicht stattfinden lassen zu wollen.
Vorallem wegen sexistischen Kostümen(wer befindet da worüber und wo ist es deklariert, was sexistisch ist, die Scharia Polizei oder doch das Feministische Plenum?) und Massenalkoholexzess? Wen störts?

Oder stört den neuen, linken universitären Betrieb eher das Massenphänomen daran?
Hat man sich auf dem Weg zur Elite-Uni auch wieder gegen den Massenteil in Massen-Uni zu verwahren? Sind uns die Massen an der Uni ungeheuer geworden, Bürde statt Hoffnung der Ideologie?

Passt die neue linke Prüderie nicht mehr zu der Realität vor Ort und schafft man deswegen dann lieber die Realität ab? Vom Kopf auf die Beine und zurück? Eine Art 360 Grad feedback der marxistischen Art?

Oder ist das genau die besagte Politik des Asta, wie man in der FR im Jahr 2017 lesen konnte: "Die neue Vorsitzende Schentke gab an, mit ihrer Stellvertreterin Sarah Fey „ganz deutlich für eine feministische Politik“ einstehen zu wollen.", bei der solche unfeministischen Veranstaltungen mal eben gekippt werden sollen?
Wenig überraschend stammt die Asta Frau aus der Grünen Hochschulgruppe und hat mit diesem Ansatz sicherlich Zukunftschancen in der Bundespartei.

Wenn wir schon bei den Grünen sind, fällt mir vor Ort auch immer öfter auf: es sind die Grünen die sich gegen Prostitution und gegen Spielhallen aussprechen, Orte die nicht in das moralisch-protestantische Weltbild passen und mit denen diese akademische Öko-Bourgeosie ungerne Kontakt hätte, wenn sie die eigene Brut aus dem Rudolf-Steiner-Gedächtniskindergarten abholen mit dem SUV.
Diese ganzen Privatschulen haben ja schon mal den Vorteil, dass man sich nicht mit den ganzen Ausländer- und Hungerleiderkindern gemein machen muss und so die eigene moralische refugee welcome und Mama Erde Ideologie erhalten bleiben kann. Malte-Jan, tanz mal deinen Namen!
Allein der verhuschte Gedanke an all die Unzucht und das Spiel scheint schon genug abzuschrecken, schiebt man gerne pastoral klingende Menschenbeschützungsformeln vor, auch und besonders oft gegen Interessenvertretungen der Betroffenen selbst und deren Kenntnis vom Milieu.

Das mit dem Biedermeier ist ja kein Witz, die Prüderie die sich eben auch durch oder mittels #meetoo breit macht, sicherlich ein deutlicher Rückschritt zu einer offenen Gesellschaft.
Mehr Sondergesetze und Ausnahmen fördern eben gerade keine (juristisch) gleichere Gesellschaft, sondern schaffen und beschützen Pfründe, sind Machtstellungen bei Verteilungskämpfen.

Aber zurück zu den Grünen, die sich inzwischen immer öfter ein Beispiel an den Errungenschaften des real-verreckten Sozialismus der kleinbürgerlichen Art der DDR zu nehmen scheinen.

So forderte ein Grünen Mensch in Bremen zu prüfen, "[...]ob Bands wegen populistischer Krawall-Texte verboten werden kann, in der Hansestadt aufzutreten.[...]".
Wargalla laut „Bild“: „Ich finde, dass Frei.Wild in ihren Songtexten Grenzen überschreitet. da stehts oder via burks
Das ist schön, denn Empfinden ist sicherlich die neue Münze mit der wir es den Bösen im Land heimzahlen, wer braucht da schon bestehende Gesetze oder solch absurde Dinge wie Meinungsfreiheit oder gar Kunstfreiheit, gelle.

Ich finde dieses Band auch kacke, zwingt mich aber keiner deren Dreck zu hören. Also noch nicht. Hat mich damals auch keiner gezwungen den Bots zu lauschen oder irgendwelchen dieser wirklich schlimmen Bands die auf den Demos aufgespielt haben, Betroffenheitslyriker mit miesem Gitarrenspiel, und dennoch sind die ein wichtiger Teil der Grünenhistorie. Vermutlich weiß das aber keiner mehr.
Doch zurück zu rechten Bands und Auftrittsverboten. Ich denke die Linie ist klar: Falls die Texte strafrechtlich relevant sind, dann sollte da der Staatsanwalt übernehmen, falls nicht, dann lasst die spielen.

Moralische und ideologische Bedenken als Richtlinie für öffentliches Handeln gesetzt, können sicherlich nicht der Maßstab sein, mit der eine Gesellschaft langfristig besteht.
Dafür sind allgemeingültige Gesetze notwendig, also lasst die Juristen wenigstens einmal im Jahr bei Quartier Latin die Sau rauslassen, sonst bleiben uns hinterher nur die autoritären Betroffenheitsapostel mit ihren Menstruationstassen und Quinoa-Müsliriegeln übrig, die den Rahmen für gesellschaftliches Handeln abstecken und unverstandenen Spaß und munteres Treiben moralinsauer sanktionieren.

Und diese Nasen will ich sicher nicht!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 19. Januar 2018

Falsch? Oder doch nur unpassend?

Die Tage kann man wieder beobachten was passiert, wenn vermeintlich Richtiges gesagt wird und es vom falschen -weil ideologischen- Gegner kommt.
Wacht auf, Empörte dieser Erde,
die stets man noch zum Jammern zwingt!

, möchte man lauthals die Internationale covern.
Was ist passiert?
Der amerikanische Teufel mit den selbstgefärbten, orangenen Haaren hat sich erlaubt darauf hinzuweisen, dass es shithole countries gibt und die garstige Protofaschistin Ann Coulter sekundierte auf twitter:Okay, yes -- Trump shouldn't call them "shithole countries." A little respect is in order. They are shithole nations
Nun kann man sich darüber echauffieren oder fragen ob da nicht was dran ist.
Man könnte sich fragen, wieso es in Haiti so aussieht, wie es aussieht, obwohl -im Gegensatz zu Kuba- nicht nur keine Sanktionen das Land in bitterster Armut halten, sondern massive Entwicklungshilfe nichts bewirkt hat, vielmehr Teil des Problems zu sein scheint.
Nun haben die USA sicherlich einen gerüttelten Anteil daran, sei es über vergangene systeminstallierende bzw. später stabilisierende Maßnahmen oder sei es über Zerstörung des heimischen Marktes durch hoch subventionierte Reisimporte der nordamerikanischen Farmer.

Wenn unser auswärtiges Amt als Reisewarnung folgendes schreibt:Die gesamte Infrastruktur des Landes (Gesundheitssystem, Straßennetz, Telekommunikation, Wasser- und Energieversorgung etc.) funktioniert nur eingeschränkt. Die Mobilfunkabdeckung ist in den Städten meist gewährleistet, jedoch nicht in ländlichen Gebieten.link Dann ist das für mich ein Hinweis auf ein typisches shithole. Gleiches kann man übrigens über die USA schreiben und -was das Gesundheitswesen angeht wohl auch langsam über GB. Man kann sich fragen, ob die Wortwahl gut war, aber am Kern der Sache gibt es schlicht nicht viel zu deuteln.
Man kann, wie Norwegen einen guten Anteil seines Ressourcenreichtums bei der Bevölkerung ankommen lassen, oder es stattdessen für goldene Paläste und der großzügigen Förderung des islamistischen Terrorismus ausgeben.
Norwegen hat sich für den ersten Teil entschieden, ein weiterer shithole country, Saudi-Arabien für den anderen.

Natürlich kommen mehr Menschen aus quasi failed states auf der Suche nach einem Leben als aus einem satten, sozial gut da stehenden Staat wie Norwegen, natürlich variieren die wirtschaftlich verwertbaren Interessen an den Menschen unterschiedlich. Muss man nicht gut finden, ist aber halt so.
Ein wichtiger Grund, warum sich übrigens auch Deutschland langsam mal ein Einwanderungsgesetz geben sollte, um den sinnfreien und staatlich erzwungenen Asylmissbrauch zu beenden, zu verringern und tatsächlich benötigten Menschen ein Auskommen legal zu ermöglichen.
Und ja, mir ist bewusst, dass man damit die Wirtschaftskraft der Länder aus denen migriert wird, damit nachhaltig schwächt.
Fragt mal Griechenland, Spanien oder Portugal nach ihren flexiblen, gut ausgebildeten jungen Menschen, die sich hier im Norden zur Arbeit eingefunden haben ob denen diese nicht fehlen. Aber da nennt sich dies ja EU-Freizügigkeit, gelle. ;-)

Man kann doch die Augen nicht davor verschließen, dass es Länder auf diesem Planeten gibt, die nichts gebacken kriegen, in denen korrupte Eliten das Volk auspressen und Bürgerkrieg immer eine Option für den nächsten Tag zu sein scheint.
Da haben Milliarden an Entwicklungshilfe nichts gebracht, außer dem Aufbau einer Hilfswerkindustrie in den Geberländern und oftmals als Kolateralschaden die völlige Zerstörung einheimischer Märkte bei den Nehmern.
Sich satt zurückzulehnen und immer und ewiglich dafür den Kolonialismus oder den klassischen Imperialismus -quasi als ewige Konstante der Verdammnis- heranzuziehen geht meines Erachtens deutlich fehl.

Viele der Staaten sind -ja, ja ich bin eurozentriert- eben tatsächlich Dreckslöcher; Dreckslöcher aus denen die Menschen in Legion fliehen, vor Armut, Krieg und Hunger, um Schutz und Arbeit, sowie ein Leben für sich und ihre Kinder zu suchen - gerne auch in der Festung Europa oder den USA. Warum sollte man das nicht so benennen? Aus falscher Rücksicht oder Diplomatie?

Und nun hat sich die AfD auch noch erlaubt das Parlament vorzuführen. Hammelsprung in Berlin statt Panthersprung nach Agadir, die Zeiten ändern sich.
Und was hat die gemeine Presse zu sagen, was die betroffenen Parteien und deren Diätnehmer? Wie damals, die nehmen das Parlament nicht ernst, die wollen uns mit dem Recht vorführen blabla. Und?
Wenn ihr eure Arbeit machen würdet und kein Gewohnheitsrecht auf Leistungsbezug ohne Arbeit eingerichtet hättet, wäre das ins Leere gelaufen. So waren zu wenig von Steuergeldern bezahlte Parlamentarier im Parlament um beschlussfähig zu sein. Der Fehler lag bei euch, meine lieben Altparteien und Diätennehmer, nicht bei denen von der AfD. Nur weil ihr euch in bequemen Unregelmäßigkeiten eingerichtet habt, ist es deswegen nicht falsch, wenn euch jemand qua Geschäftsordnung daran erinnert, was Recht und Gesetz sind. Egal, ob das von der braunen Brut kommt oder von wem auch immer. Macht euren Job, dafür werdet ihr nicht kleinlich bezahlt.

Ihnen Ihr Blödbabbler, kein Fan vom amerikanischen Orang-Utan oder dem dampfenden Haufen namens AfD

Mittwoch, 3. Januar 2018

2018...same procedure as last year?

Zwischen den Jahren wollte ich es ganz im deutschlandtrendigen Biedermeier halten.
Alles privat, muffig und gemütlich, kein unnötiger Ärger oder kein unnötiges Aufregen über meine Mitmenschen, egal ob positiver oder negativer Natur.
Aufreger?
Da dachte ich mir: da kannst du auch was im neuen Jahr zu schreiben, rennt ja nicht weg.

Nun musste ich feststellen: Andere tun meinen Job, besser und ausführlicher, als ich es tun könnte oder wollte. So bleibt mir nur, mit dem Satz aus "Time warp" der Rocky Horror Picturre Show anzumerken:

It's astounding;
Time is fleeting;
Madness takes its toll.


Deswegen ein paar kurze Meinungen von mir und die links zu den besseren Beiträgen.

Mir stieß positiv auf, dass sich die aktuelle Schachweltmeisterin über ihren "Sport" erhob und sich nicht bereitfand in der Saudi Arabischen Diktatur auf ihre Menschenrechte zu verzichten. Dafür verliert sie ihren Titel.
Und damit es auch so nicht zu viele Teilnehmer gibt, hatte man -den dortigen Gepflogenheiten folgend- die Juden sowieso vom Turnier ferngehalten; klar, deren Land, deren Rechte. Muss man verstehen, oder? Und sicherlich auch Respekt dafür aufbringen, man kann ja nicht jeden ins Land lassen, also nach Saudi Arabien. ;-)
Und da Juden auch bei den arabischen Brüdern aus Kuwait nicht fliegen dürfen und deutsche Gerichte das für einen normalen Geschäftspassus halten, kann man ja auch den israelischen Teilnehmern die Teilnahme am Wettkampf versagen. Logisch, oder?
Wo war da eigentlich der empörte Aufschrei unserer altvorderen Betroffenheitskamarilla, bitte in der Lautstärke den diese ganzen Arschgeigen z.B. wegen Trumps Muslim ban ausstießen?
Ich wies ja vor Monaten bereits darauf hin, dass es Einreiseverbote für Juden im nahezu gesamten arabischen Raum gibt. Stört nur keinen dieser Kulturrelativiererarschlöcher im Land.

Aber zurück zu Anna Musytschuk, wie gesagt, mir gefiel, dass die Frau zweierlei zeigte: Eier und Rückgrat, etwas was man hierzulande leider mit der Lupe suchen muss. Selten geworden sowas.
Dazu hatte burks bereits am 30.12 passend berichtet.

Ein weiterer Fall für den Blutdruck fand sich bei meinem Lieblingsverein wenns ums Thema "Fußball" geht, der Eintracht aus Frankfurt. Als Eintracht Anhänger hat man es bekanntlich nicht leicht, sportlich schon gar nicht. Deswegen erfreut es, wenn aus der dortigen Vorstandsetage eine klare Aussage zum Thema "Vereinbarkeit" oder besser "Unvereinbarkeit" von rechtem Gedankengut und Mitgliedschaft kommt. Der aktuelle Präsident der SGE hat sich im Gespräch mit der FAZ geäußert, wie man dort lesen kann:
„Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen“, sagte Fischer im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung / Rhein-Main-Zeitung [...]. „Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt.“[...]Wir sind als Gegner der Antisemiten bekannt.“ FAZ

Soweit so klar.
Jetzt könnte man anfangen zu lamentieren, AfD, zugelassene Partei, gewählt, blabla... oder man erfreut sich einfach daran, dass ein Mann klare Worte findet und sein Geschäft(die Eintracht) klar positioniert. Wie die Eintracht das auch in der Vergangenheit öfters getan hat. Mir ist allerdings auch noch aus den späten 70'ern und frühen 80ern das "Schiedsrichter-Judensau!" Geschrei aus dem G-Block im Ohr, die Faschos die damals unter den Fans standen und viele 'normale' Fans die das mitgegröhlt haben. Zwar nicht so systemisch wie bei den Dortmundern mit ihrem SS-Siggi, aber dennoch widerlich und abstoßend.
Zu dieser Thematik gab es einen lesenswerten Beitrag bei den ruhrbaronen.

Heute Morgen las ich einen Kommentar von André Mielke in der FR, der ein klares Problem, dass mit beiden obigen deutlich korreliert, in seiner Kolumne ansprach. Ungleichbehandlung. Vorauseilender Gehorsam und absurde Verrenkungen die Vätcherschen Staat(nicht nur der) an den Tag legt, wenn es um Flüchtlinge und Migranten aus den Ländern der gelebten Intoleranz und der systemischen Ungleichbehandlung von Geschlechtern kommt.
Der Aufhänger im Beitrag lautet:Vor der Anhörung fragt sie(eine Entscheiderin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge) jeden Asylbewerber, „ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist“. Falls nicht, übernähme womöglich ein männlicher Kollege.
Mein letzter Versuch beim Finanzamt nicht mit jener Frau reden zu müssen, die mich 'auf dem Kieker' hat und stattdessen lieber mit ihrem netten Kollegen, der sich sogar mit der Band "Slime" auskennt und auch gepflegten smalltalk beherrscht, wurde leider abschlägig beschieden. Da war nicht viel zu spüren von "Wahlfreiheit". Lag aber vermutlich an mir.
Wenn nun aber der Staat oder seine Bediensteten angehalten sind, 'Geschlechterunwohlsein' oder eine Herrenmenschenattitüde nicht nur nicht zu sanktionieren, sondern gar in vorauseilendem Gehorsam zu etablieren, sollte man sich nicht wundern, wenn das dem normalen Bittgänger in Deutschlands Ämtern und auf Deutschlands Straßen schwer bis gar nicht zu vermitteln ist. Während via #metoo Hexenjagd Männer generell unter Verdacht gestellt werden, schlichte und mögliche, unpassende Nebensätze zu schwersten Traumatisierungen hochstilisiert werden, wird von amtlicher Seite scheinbar aus falsch verstandener Rücksichtnahme (und mit dem Wohlwollen jener Frauen, die sich in Amt und Würden gerne mal verschleiern aus kulturellem Respekt m( ) eine Parallelgesellschaft etabliert, statt tatsächlich allgemeine Werte wie das Menschenrecht und die Gleichheit der Geschlechter klar und deutlich zu positionieren und zur Richtschnur hiesigen Handelns zu machen. Falsch und aus meiner Sicht dringend zu ändern.

Doch stattdessen schwappt die Empörungswelle über dumme und einfache Tweets von derer „von Strolch“ und Konsorten durch die Gazetten und politische Kommentatoren. Ernsthaft? Lasst die ihren Hass raushauen, lasst sie zeigen, wes Geistes Kind die sind, oder –falls die Kritik berechtigt ist- lehnt sie nicht ab, nur weil die Falschen sie artikulieren.
Kritik sollte an der Sache stattfinden und nicht an Personen aufgehängt werden.

Und nein, ich bin auch im neuen Jahr kein AfD Anhänger.
Ihnen Ihr Blödbabbler

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