Samstag, 15. April 2017

Eier? Wer hat was von Eiern gesagt!

Nun huldigt die Christenheit mal wieder einem Ereignis, dass in seiner Absurdität und Albernheit eher zu den noch dümmeren gehört, die in deren Grundsatzpapier vor 2.000 Jahren (pi mal Daumen) niedergelegt wurden.
Und das will schon was heißen.
Neben Jungfrauengeburt, sprechenden Schlangen und Salzsäulen ist somit auch Platz für eine Runde "Walking Dead", boah, fast schon hipp.

Nachdem also der Eine, Schöpfer von allem und so, sah, dass es Scheiße war, was er in all seiner Allmächtigkeit getan hatte, hob er erneut an in seiner Herrlichkeit noch eine weitere Genialität -wie immer- subtil an den Tag zu legen.

Jener, der bereits beim ersten Reboot seiner verkorksten Bastelarbeit den Großteil der belebten Lehmklumpen im Wasser ersäufte, jener, der Katzen und Hunde auf die Schwulen regnen ließ um sie durch Zoonosen auszurotten, jener Allmächtige beschloss also in seiner grenzenlosen Weisheit, dem Lehmklumpenpack noch eine zweite oder dritte oder ... Chance zu geben.
Schon wieder! Mal wieder! Also, irgendwann muss damit aber auch mal Schluss sein, oder?

So machte er, der geniale Schöpfer von Allem, Jedem und dem Rest sich auf - es Zeus gleich - mit einer seiner selbstgebastelten LehmklumpInnen zu machen.

Ohne Miete zu zahlen wohnte er unanständig bei und pflanzte seinen Samen oder gar was Spirituelles in die arme Maria, Ausgeguckte und Angeschmierte des Herrn. Währenddessen musste der Schreiner Josef noch in der Werkstatt nebenan seine im aufgesetzten Hörner selbst schnitzen um damit den schnöden Unterhalt fürs Kuckuckskind aufzubringen.

Tjo, Spiel, Satz und Sieg für den Herrn würde ich sagen.

Um nun mit seiner Göttlichkeit nicht allzu plump hausieren gehen zu müssen, nutzte der Wahre und Große eine seiner abgelegten Verkleidungen, eine, die er noch übrig hatte vom 9. Tage der Schöpfung, dem Narrentag.

Husch, husch, schnell als Heiliger Geist verkleidet - eine dramaturgische Notwendigkeit, damit diese dröge Geschichte wenigstens etwas Geist eingehaucht bekam- und los gings zum Schwängern der holden Dorfjungfrau; und siehe! –ganz wie schuftig geplant- prompt gebar sie danach ein ganz neues Kind, das aber eigentlich wieder mal Gott selbst war.

Dieses Kind lebte dann ca. 30 Jahre, salbaderte mal hier, mal dort, kritisierte Sitten und Gebräuche der Anderen und war auch sonst ein eher keckes Bürschlein.
Schon früh übte es – obwohl sicherlich nicht wirklich von Nöten, da es ja eigentlich der Erschaffer der Multiversen und von Sahnetorten, war- um im Dorf nicht nur als der komische Kautz von Josef und Maria bekannt zu werden.

So wandelte er -dies ein feiner Kniff- brackiges Wasser zu Wein oder sich selbst übers Wasser, und zwar ohne dabei abzusaufen -meist allerdings tat er dies nur um seine Kumpels und Groupies zu beindrucken.

In alten Zeiten zuvor gabs ja schon mal eine Sinnflut, deswegen war das Jesuskind qua Wasser-Antikörper-Evolutionsgedöns schon drauf vorbereitet.
Vorfahren von Maria hatten dieses Unwetter sicherlich überlebt, denn sonst wäre ja Maria … ach lassen wir das.

Wäre ja auch zu doof gewesen, falls er, also der große Herr, sich selbst -in der Gestalt als Sohn- ersäuft, nur weil er, der Herr mal wieder unzufrieden mit irgendeiner Kleinigkeit seiner Schöpfung gewesen wäre. Wer macht denn bitteschön Schrimps und verbietet dann die zu essen?

Es kam aber, wie es kommen musste.

Kurz vor der dritten Season hatte man sich an Jesus und seinen Wundern sattgesehen und wartete sehnsüchtig auf den Relaunch einer neuen, frischeren Serie.
(Die kam dann auch, aber als laues Remake und erst knapp 600 Jahre später, garstiger und noch dümmer und wurde wegen Plagiatsvorwürfen nur in den unzivilisierten Teilen der Welt gespielt, jenen, in denen es noch keine Gesetze für Rechteinhaber gab.)

Ursprünglich auf 5 Staffeln angelegt, musste er, Macher von Himmel, Erde und Sandwürmern, nun zügig improvisieren. Denn Stillstand kostete auch damals schon Geld und nein, die Produzenten waren nicht alle Juden (Nur für den Fall, dass hier der Herr FausD noch mitliest: den konnte ich mir nicht verkneifen, Antisemit der ich nunmal zu sein scheine. ;-) )

Ein vorschnelles Ende mit Knall, Hauptfigur kaputt -wie bei Sons of Anarchy- und der Rest der Member des MC verstreut sich in die Welt, dabei tapfer und hoffnungsvoll versuchend den Club wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Was später dann auch Dank der Besatzer gelang, als deren Gehirn unter der zu verstehenden Handlung der Jesusgeschichte implodierte.

Um auch gleich noch ein griffiges Symbol fürs kommende Merchandising zu haben -neben Fisch und Sandale- und natürlich, weil man sich irgendwann auch an seinen Mätzchen sattgesehen hatte, wurde er dann von den Besatzern, die man damals noch Römer und nicht Juden nannte, an Kreuz geschlagen. Verstarb dann zügig und wurde in ein Felsengrab gepackt.

Zwischenzeitlich hatte ein Streamingdienst sich die alleinigen Rechte am "Gottesgekasper Reloaded" gesichert und brachte zwecks Monetarisierung selbiger noch eine Kurzserie im Nachklapp zum Laufen.
Weil aber die Serie massiv auf den Hauptcharakter zugeschrieben war, musste ein Kniff her, der es erlaubte, selbigen nochmal zu vermarkten.

Ein schnödes Felsengrab und ein massiver Stein davor halten nun mal keinen Serienhelden auf.

So blieb er nicht allzu lange an diesem ungastlichen Ort, sollte er doch wieder unter den Lebenden wandeln.
Ich vermute, dies hat hauptsächlich was mit seiner Fähigkeit zu tun, Wasser in Wein zu verwandlen, sie verstehen schon ...

Da sein Grab -oder die Wohnung von Barney Geröllheimer- nun leider leer war als ein paar weibliche Goth-Groupies dort vorbeiguckten -und man sich auf Teufel komm heraus nicht erklären konnte, was, außer der-Tote-ist-wieder-lebendig-geworden noch zu einem leeren Grab hätte führen können- wurde diese exklusiv-dämliche Meinung so im Laufe der Zeit christliches Gesetz und Osternanfang.

Über den humoristischen Teil, dass Gott als Heiliger Geist einfach mal bereits verbandelte Frauen schwängert, die dann ein Kind bekommen, dass wiederum fleischgewordener Gott ist und er sich dann quasi über Bande selbstrichtet um seinen Willen / Prophezeiung/ Erlösung durchzusetzen, sehe ich mal hinweg. Auch über den problematischen Teil, den sowas für ein allgemeingültiges Moralkonzept mit sich bringt. Erst schreibt er dem Moses was von"... du sollst nicht begehren deines nächsten Weib, Tier und Kuchen...", hinter die ungewaschenen Ohren und dann vernascht der Cheffe selbst mal die Schreinerspraktikantin. Sauber! Bigott, so kennt und nennt man das.

Diese krude Geschichte scheint ja für den gemeinen Christen gewöhnlich kein Problem zu sein, warum sollte sie es dann für mich sein? Ich gucke ja auch Walking Dead, Lucifer oder South Park. Eine weitere, unlogische Geschichte macht da den Kohl nicht mehr fetter als er eh' schon ist.

Stattdessen vermute ich mal schlicht in solch einem Zusammenhang -ohne erkennbaren Sinn und Verstand- kam wohl der Satz auf: "Die Wege des Herrn sind unergründlich!".

Man kann ihm, dem großen Macher vom Universum, Käsekuchen und anderen, ganz tollen Dingen zumindest nicht vorwerfen, dass er es sich zu einfach machen würde beim Akt der hoheitsvollen Selbstbefriedigung. Er scheint bei manchem echt sein größter Kritiker zu sein. Was ein Stück natürlich auch damit einhergeht, dass er die anderen alle totmacht, wenn er sie nicht mag.
Nun ja, so ist und bleibt er auch der Einzige und Allmächtige.
Ist so ein wenig wie bei Kim und seinen Brüdern im Norden Koreas.
Oder war das jetzt doch wieder Zeus?
Ich bringe diese ganzen alten, abgelegten Götter immer durcheinander, aber letztlich sind die ja sowieso immer die Gleichen, mal als viele, mal als einer alleine- ist wie auch sonst bei gestörten und deswegen behandlungswürdigen Patienten.
Da nimmt sich der Gott nicht viel dem Menschen.

Bei all diesen verdrehten Geschichten stehe ich oft staunend, mit offenem Mund da und denke mit meinem kleinen Menschenhirn dann immer: "Man muss diesem Wesen langweilig sein."

Auch klar ist für mich, dass man eine solche Serie vor 2.000 Jahren, mit "Lustigen Geschichten aus dem Leben eines Wechselbalgs" damals mit standing ovations honorierte, zumindest am Anfang.
Besonders, wenn man dabei bedenkt, in welch einer trockenen, staubigen und -weil Jesus ja tot und kaputt war- auch wieder weinlosen Gegend -ohne ein aufregendes Fußballspiel am Samstag- man sein dürftiges Leben zubringen musste.

Das von damals verstehe ich, dass es 2.000 Jahre danach immer noch Leute gibt, die sich diesen alten Schinken freiwillig und mit offenbarer Absenz der Denkfähigkeit antun, dagegen nicht.

Und so möchte ich an diesen Feiertagen meinen abergläubischen Mitbürgern zurufen, ganz im Geiste des großen William Shattner, der mir da ein ganz ähnliches Publikum zu haben scheint: (go),get a life!

Ich armseliger Lehmklumpen erfreue mich stattdessen an diesen Tagen am Osterbeagle.

Schöne Erholung, friedvolle Tage und ein funktionierendes Hirn.
Ihnen Ihr Blödbabbler

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