Montag, 13. März 2017

Sehr witzig, Lestrade!

Ich muss gestehen, hin und wieder ich mag einen guten Witz.

Also nicht diese alten Teile, solche, die sich schmierige Säcke zwinkernd zu raunzen, oder jene, die der liebe Onkel seinem kleinen Neffen mit rotem Kopf ins Ohr flüstert - diese Art eher nicht so. Also eher gar nicht!
Nun sind wir ja als Landbewohner eher von der langsamen Art, auch tröpfeln Daten, Informationen und Neuerungen wie "Das Rad" oder "Das Feuer" eher langsam in unser Bewusstsein ein. Und so kam es, dass wir erst gestern, also mit deutlicher Verspätung den letzten Sherlock Holmes: Die abscheuliche Braut, gesehen haben, ein eher durchschnittlicher Film aus der neueren Serienreihe, der aber ein paar klasse Sprüche dabei hatte.

Achtung Spoiler-Alarm für den Fall, dass jemand den Film noch nicht gesehen hat und sich die beste Spruchsequenz lieber selbst als Erstsehhörerlebnis gönnen möchte.


Achtung, gleich kommt der Beitrag, noch kannst du weglesen.... danach nicht mehr.

Du bist gewarnt!


Es trug sich also folgendes zu:

MRS WATSON: Ich bin Teil der Kampagne, wissen Sie.
LESTRADE: Oh ja? Eine Kampagne?
MRS WATSON: Frauenwahlrecht.
LESTRADE: Und sind Sie – sind Sie dafür oder dagegen?
MRS WATSON: Raus!
Daran musste ich denken, hier wird in witziger Art eine Selbstverständlichkeit (aus heutiger Sicht) hinterfragt - das macht die Komik für uns aus.

Wenn ich hingegen an meine multikulturellen Freunde und einen ganzen Schwung linker Netzfeministinnen denke, die jedem mit ihnen zusammen zivilisierten Mann auch den letzten kleinen Nebensatz noch versuchen im Maul umzudrehen, ob nicht doch was verwertbares für den vorwurfsvoll-anklagenden Plärrer: „Sexist“ oder „Rassist“ rausspringen könnte, die sich aber gerne schützend vor übelste patriarchale Strukturen stellen, weil ... "Ist ja eine andere Kultur,..." "...muss man respektieren und akzeptieren..." blablabla.

Da vergeht einem dann das Lachen über das Offensichtliche, da ist die Komik nur für den härtesten Zyniker noch greifbar.

Ich sage es an dieser Stelle einfach nochmal: ich muss Religion samt ihre widerlichen Ausflüsse nicht respektieren, ich muss sie auch nicht akzeptieren, ja ich muss sie noch nicht mal tolerieren, kann es aber, wenn sie nicht versucht anderer Menschen Leben zu bestimmen.

Respekt verdient man sich, er setzt voraus, dass ich etwas wertschätze – Unterwerfung, Handeln und Nachplappern alter Büchern und Welterklärungsansätzen einer vermeintlichen Gottheit gehören da nicht dazu. Daraus abgeleitetes Unrecht schon gar nicht.
Machterhaltende Strukturen von Religion sind eben dieses, strukturelle und auch gerne mal manifeste Gewalt gegen andere, zur Sicherung der eigenen Vormachtstellung. Respekt dafür? No way, my ass!

Akzeptanz impliziert darüber hinaus sogar, dass ich mit einer Handlung oder deren Ansicht einverstanden bin, diese quasi gut heiße.
Wie aber kann ich mir gegenüber denn solche Ungleichheit rechtfertigen, sie gar gut zu heißen?
Wie kann ich Formen struktureller Gewalt durch Religion, die sich immer real in Herrschaftsverhältnissen manifestiert und wie alte Worte als Handlungsmaxime der Gegenwart verstanden wissen, diese dann tatsächlich akzeptieren oder auch respektieren? Eben, kann ich nicht.

Ich kann aber, und das schrieb ich ja oben, durchaus Menschen und deren Religion tolerieren.

Denn von mir aus kann jeder in seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit ertrinken, ist nicht mein Job unterdrückte Frauen zu retten oder Doofe aufzuklären!
Jeder Narr kann gerne seinen dämlichen Pisspott oder auch den Heiligen Geist oder eine Fleischwurst anbeten, mir egal.
Ob einer meint sich sieben Mal am Tag seine Wirbelsäule 'gen Mekka verbiegen zu müssen, dem männlichen Mars, der weiblichen Venus durch exzessive Masturbation huldigt oder sich zur Kontemplation dreckige Windeln über den Kopf zieht, ist mir einfach wumpe!
Kann jeder halten wie er mag, solange er damit nicht vorgibt - gerne aus Gründen von Einzigartigkeit oder gar Auserwähltheit- im Besitz des heiligen Kekses zu sein und andere zwingt ihm im selben Irrsinn folgen zu müssen.
Betet also zu euren Göttern, wenn ihr sie aus eigener Schwäche oder gefühlter Unvollkommenheit benötigt, daheim oder in euren Tempeln, aber lasst die in Ruhe, die das nicht wollen.

Wenn es nun aber um Formen der Machtausübung von Religion geht, wenn es also wieder um Herrschaftsmuster geht, dann kann ich auch dort Religion und die, die sich auf sie berufen definitiv nicht tolerieren.
Wie kann ich wegsehen wenn sexuelle Minderheiten, wenn Frauen oder Kinder als Feinde gebranntmarkt, wie Sklaven und Eigentum behandelt werden - schlicht und legitimierend abgeleitet aus alten Büchern und verbreitet von neuen Predigern?

Muss ich es tolerieren, dass man aus falsch verstandener Rücksicht muslimischen und jüdischen männlichen Kindern kein Recht auf körperliche Unversehrtheit in unserem Land zubilligt?
Das man aus falsch verstandener Rücksicht auf religiöse Gefühle (ungefähr so wichtig wie das Bauchgefühl der Latte-Macchiato-SUV-Mutti zum Thema "Impfen und Autismus") Gesetz beugt und umschreibt? Im 21. Jahrhundert, in einem angeblich neutralen Staat?

Muss ich tolerieren, dass viele muslimische Frauen in Deutschland nur drei Orte kennenlernen? Die Wohnung, die Moschee und die darum herum liegenden Geschäfte für den Einkauf?
Ist es tolerierbar, dass ihnen die heimische Sprache, Freiheiten und kulturellen Errungenschaften vorenthalten werden, dass sie aus diesem Nichtkennenlernen heraus eine ablehnende Haltung gegen den ihnen vermittelten Sündenpfuhl des Gastgeberlandes fast zwangsläufig annehmen?

Ist es tolerierbar, dass altes Clanwesen, archaische und patriarchalische Strukturen wie eine eiternde Wunde immer mehr in die Gesellschaft hineinlaufen und dafür Toleranz, Respekt und Akzeptanz eingefordert wird?
Ist eine Gesellschaft intolerant, wenn sie solche -hier tatsächlich in den letzten 50 Jahren deutlich besser gewordene- Formen der Gleichberechtigung nicht einfach aufgibt und einem vermeintlichen Kulturrelativismus vehement ins Wort fällt?
Ist es tatsächlich intolerant, wenn den Feinden der Gesellschaft nicht die Nachsicht eingeräumt wird, die diese immer vehementer einfordern in ihrem Kampf für die Abschaffung der Toleranz?

Wir gucken nach USA und jammern über Trump und seine Muslimeinreiseverbote, und es interessiert uns gleichzeitig einen Dreck, dass es 16 muslimische Länder gibt, in die Israelis nicht einreisen dürfen(via burks). Das ist ja normal, sind halt Juden, werden schon selber schuld sein, gelle!
Wenn wir uns angucken, wie hysterisch um uns herum das Land schon geworden ist, wie gerne Freiheits- und Bürgerrechte auf dem vermeintlichen Altar vom Supergrundrecht Sicherheit und seinen willigen Helfern geopfert werden, wegen... verstehen schon... Terror... dann sollte man sich mal fragen, warum der israelische Staat inzwischen immer rigoroser verfährt. Der Feind drum herum will keine einzelnen Stiche setzen, der will dieses Land und seine Bewohner auslöschen, seit 1948. Könnte man auch mal drüber nachdenken.
Aber Trump oder auch Wilders bieten eine bessere Projektionsfläche für den Abgesang aufs Abendland, als der ganze Murks, den wir uns hier eingebrockt haben, indem wir zu oft tolerieren mit Nichtstun und Wegsehen gleichgesetzt haben. Das Land braucht eine konsequente Einwanderungspolitik, gerne auch mit 75% nach Nützlichkeit und Notwendigkeit und den Rest als Lotterie oder Trinkspiel ausgefochten.
Wir brauche Sprachkurspflicht für alle Ankömmlinge. Es müssen sämtliche Möglichkeiten, Rechte und Pflichten erklärt werden, damit auch die Frauen die nachgeholt werden eine Chance haben auf ein Leben wie es in Deutschland des 21. Jahrhunderts möglich sein sollte. Selbstbestimmt und frei.
Natürlich nur selbstgewählt und frei innerhalb der Ketten die uns das System des Kapitalismus dennoch anlegt - eben als doppelt freier Lohnarbeiter im Marxschen Terminus. ;-)

Und weil selbst mir, als altem, sexistischem Schwein der Internationaler Frauentag nicht völlig gleichgültig war, hätte ich noch zwei Videos vom Bill Burr (danke an Fefe, der war noch nicht auf meinem Radar), einer Art bärthiger Mario nur eben in witzig und amerikanisch.

Bill Burr - Australia - Women's privileges
Bill Burr on Motherhood

Schöne Woche Ihnen Ihr Blödbabbler

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Lo - 13. Mrz, 20:15

Yep!

Dafür bekommst Du von mir "einen Daumen hoch".

bloedbabbler - 14. Mrz, 15:19

Dankeschön. :-)

wvs - 14. Mrz, 02:27

Es ist doch sehr viel bequemer für unsere Politiker, Leitmedien etc. sich an den Fehlern & Schwächen in anderen Ländern abzuarbeiten anstatt hierzulande den Finger in die Wunde zu legen und sich damit der Kritik bzw. intensiven Diskussion von demokratischen 'Werten' auszusetzen .... sie müßten ja zugeben, selbst zu deren Beschränkung oder gar Abschaffung zu streben, wie Sie sehr treffend herausgearbeitet haben.

Obwohl Sie es schon wissen, werter Herr bloedbabbler, will ich nochmal ausdrücklich betonen:
Ganz auf ihrer Seite - und das besonders hinsichtlich der unseligen (!) Einflüsse von Religion egal wohin man auf diesem Planeten schaut. Bei allen Spezies auf der Erde gibt es keine Religion, nur beim Homo (angeblich) sapiens ...!

Eine kleine Einschränkung - die allerdings die Gesamtbeurteilung nicht schmälern sollte - muß ich dennoch anfügen, und zwar was Israel angeht. Dort wird ja in schlimmster faschistischer Manier (wie umgekehrt von den umgebenden Nachbarn) ebenso agitiert und als Begründung die Religion angegeben.

Mir ist nicht klar warum Sie ausgerechnet da (Israel) eine gedankliche Doppelrolle drehen und einen Salto anfügen. Den Opfern ist es wahrscheinlich Wurscht ob sie wegen Jahve oder Mohammed oder sonstwelchem Fiktum ums Leben gebracht werden .... letztendlich ist es doch ein Streit unter Brüdern, denn Sunniten, Schiiten und Juden [und die weit verzweigten regionalen Varianten davon] sind aus einem Ursprung & geografisch konzentriert entstanden.

Die alte Henne-Ei-Frage drängt sich mir da auf: Wer hat zuerst wem etwas weggenommen um dessen Rückgabe nun erbittert gekämpft wird - es geht ja längst nicht mehr nur um Territorium, sondern es finden Stellvertreterkämpfe für die Großmächte statt, denen es zuvordest wiederum um Rohstoffe geht.

Besonders gut gefällt mir ihr Satz " .. Ist es tatsächlich intolerant, wenn den Feinden der Gesellschaft nicht die Nachsicht eingeräumt wird, die diese immer vehementer einfordern in ihrem Kampf für die Abschaffung der Toleranz? .. " - weil hier das Dilemma aufgelöst wird und die Frage (umformuliert als Feststellung) die einzige Haltung zur Selbsterhaltung fordert:
Wer sich gegen demokratische Werte stellt und sie abschaffen will kann sich nicht auf deren Einhaltung in der eigenen Situation, sich selbst gegenüber berufen ...!

[Hier anzufügen wäre auch eine Forderung das Recht entsprechend fortzuschreiben und auf kriminelles Tun anzuwenden - ich hatte das früher schon mal aufgenommen und hergeleitet, dass ein Krimineller sich nicht auf Schutz seiner Privatsphäre berufen können sollte.]


PS
Welche Formen der religiöse Wahnsinn aktuell gezeitigt hat kann man HIER lesen

bloedbabbler - 14. Mrz, 15:19

Hallo wvs,

ich störe mich natürlich auch an dem religiösen Teil Israels, der das Land immer mehr zu einer Theokratie werden lässt - die Religionen geben sich da tatsächlich nicht viel.
Ihren Hinweis auf denselben Ursprung der Religionen teile ich, behaupte ich doch auch gerne, dass alle damals dort aus dem gleichen Brunnen der Dummheit getrunken haben müssen.
Die Juden hatten aber den Vorteil (aus dem Nachteil heraus) in der Welt verstreut zu sein und sich ein wenig davon emanzipieren zu können; nachdem sie wieder zurück im Heiligen Land sind, sickert aber die scheuklappige Verblendung auch hier wieder stärker ein.
Aber man sollte zwei Dinge nicht vergessen, es gab keinen freien, palästinensischen Staat mit Palästinensern - es gab das Osmanische Reich und die Briten- und die Arabs dort haben alle Kriege verloren.
Wenn dann die ach so tollen Bruderstaaten die 'Palästinenser' für Ewigkeiten in Flüchtlingslager halten, statt sie schlicht zu integrieren und zum Teil einer Gesellschaft zu machen, also bewusst die Flamme des Revanchismus am Kochen halten, dann bekommt man eben keinen Frieden und nur Verlierer.
Oder glauben sie die Ostvertriebenen nach dem letzten Weltkrieg, die sicher auch gerne wieder in Königsberg (wo meine Altvorderen herkamen, bis sie von der Roten Armee verjagt wurden) gelebt hätten, oder die Schlesier oder welche Landsmannschaft auch immer hätten dem garstigen Revanchismus jemals abgeschworen, wenn sie heute immer noch im Lager Friedland leben müssten, isoliert vom Rest der Bevölkerung und ohne Perspektive auf ein anständiges und arbeitsvolles Leben? Dafür mit Fernsehsendungen in denen die Polen und Russen als Untermenschen dargestellt würden, die man zu eliminieren hätte, alsCartoon dargeboten, versteht sich (Dazu auch: Antisemitische Motive in arabischen Cartoons). Dies ist das Programm mit dem die Kinder in Gaza und sicherlich auch in den Flüchtlingslagern aufwachsen - Armut, Hass und Religion eine sehr üble Mischung.

Worum es mir aber im Beispiel mit Israel ging war der Hinweis, dass ich inzwischen gut nachvollziehen kann, wieso man so oder so verfährt, dies war beileibe nicht immer meine Einstellung zum Thema Nahost-Konflikt.
Wenn man die reale Bedrohung dort seit Anbeginn der Staatsgründung mit unseren (noch) läppischen Problemen betrachtet, muss man sich eher fast schon fragen, wieso dort nicht schon mit deutlich härterer und gnadenloserer Hand gewütet wurde.
Wenn man sich dann überlegt, dass -bei aller Problematik der Behandlung von arabischen Israelis -doch selbige vermutlich mehr Bürgerrechte in Israel haben dürften, als in ihren existierenden Bruderstaaten, mindestens mal, wenn sie Frauen oder gar gleichgeschlechlicher Liebe anhängende Menschen sind, dann finde ich das durchaus erwähnenswert.
Das die israelische Gesellschaft und damit die dortige Demokratie allerdings dramatisch unter dem Drittel der religiösen Irren mit den Locken leidet, die in den letzten Jahren immer mehr an Einfluss gewonnen haben, brauche ich doch nicht wirklich explizit erwähnen, oder?

Zum Thema Exorzisten braucht man gar nicht so weit zu gehen, gab es doch vor kurzem erst das merkwürdige Urteil zu den südkoreanischen Irren, die bei einer schiefgelaufenen Teufelsaustreibung in Frankfurt eine der ihren umgebracht haben. Ich schrieb ja zu Exorzisten (in Deutschland) bereits 2013 in Exorzismus praecox bereits ein paar Takte und zum Thema der Urteilsverkündung über die Südkoreaner an andere Stelle:
Außerdem konnte ja keiner ahnen, dass diesmal die Teufelsaustreibung(also eher die Dämonenaustreibung) nicht funktioniert, hatte doch besagte spätere Täterin zuvor schon mindestens zwei Kinder von dieser biblischen Plage befreit und ihre Seelen gerettet - und die behandelten Bälger hatten nur blaue Flecken zurückbehalten.
Wenn ich dann als Einschätzung des Richters lesen muss:
[Erst am vorletzten Verhandlungstag war die ursprüngliche Mordanklage auf Körperverletzung mit Todesfolge zurechtgestutzt worden.] Das Geschehene, so Erlbruch, trage „tragische Züge“. Auslöser sei der tiefe, „von Elementen des Schamanismus überlagerte“ christliche Glaube der Angeklagten. (FR)
dann muss ich heftig mit dem Kopf schütteln und mal wieder feststellen:
Ja, es ist tragisch, offenkundig geisteskranke Menschen wieder (mit Bewährung) auf die Menschheit loszulassen, und Überraschung!, Religion scheint - ebenso wie auch andere Formen des gelebten Irrsinns, wie Homöopathie- eben doch nicht ungefährlich zu sein.


So schließt sich der Kreis - die Einen treiben Teufel aus Menschen aus, die Anderen verteufeln ihre Mitmenschen. Über beides muss man hinaus!
steppenhund - 14. Mrz, 11:30

große Zustimmung

Aber besonders gefällt mir der Absatz, der mit ...
"Wir gucken nach USA und jammern über Trump und seine Muslimeinreiseverbote, und es interessiert uns gleichzeitig einen Dreck, dass es 16 muslimische Länder gibt, in die Israelis nicht einreisen dürfen(via burks). Das ist ja normal, sind halt Juden, werden schon selber schuld sein, gelle!"
...
beginnt.

bloedbabbler - 14. Mrz, 15:21

Den Hinweis...

... auf die Bigotterie hatte ja burks gefunden und veröffentlicht.
Mir blieb nur noch diesen Inhalt in meinen Text reinzusetzen.
Wenn er aber im Kontext dann Zustimmung erfährt, freut es mich. :-)
wvs - 14. Mrz, 14:28

Zum gleichen Thema siehe diesen Artikel ....

steppenhund - 14. Mrz, 14:57

Nichts Weiteres ist dazu zu sagen!
bloedbabbler - 14. Mrz, 15:31

Wie so oft,...

... hat der werte Herr Abdel-Samad recht, sein Buch Der islamische Faschismus zeigt schon gut, was einen erwarten kann, arbeitete brauchbare Parallelen und historische Stränge heraus. Was noch fehlt, ist der Hinweis, dass eben jene islamischen Verbände die Partner für den Unterricht des Islam an deutschen Schulen sind. Man hat in der Vergangenheit jene gestärkt die die sumpfigste Islaminterpretation aus dem Hut gezogen haben, meist gesponsert mit Geldern der Wahabiten. Inzwischen ist ja die Türkei auch ein großer Geldgeber für eine Islamisierung europäischer Länder bspw. Kosovo oder Bosnien.
Jeder Cent den die EU in Richtung Türkei weggibt, kommt als Euro zurück im Auftrag des Herrn, nur ohne Alkohol, Zigaretten und die coolen Brillen der Blues Brothers, dafür mit Kopftuch, Moscheen und Intoleranz im Gepäck.
steppenhund - 14. Mrz, 15:35

Ist in Österreich nicht anders.
FausD (Gast) - 14. Mrz, 19:08

Jajaja

Ja, Blödbabbler, wenn Du so weiterschreiben, bekommst Du bald echten Applaus von der falschen Seite: Von mir. Oder ich schenke Dir mal einen Sechsämtertropfen, weil der Whiskey inzwischen so teuer ist :-). Schon vergessen? Noch vor 15 Jahren wurden verpflichtende Deutschkurse von (ziemlich vielen) dekadenten Schöngeistern als "Zwangsgermansierung" abgelehnt.

bloedbabbler - 15. Mrz, 11:09

Und weil das so war...

... sollte man es auch so lassen?

Der Witz an Wissenschaft, wie auch an Politik ist ja gerade, dass man bereit sein muss falsche Schlussfolgerungen zu korrigieren. Nichts ist ewig in Stein gemeißelt.
Nebenbei sollte man aber fairerweise dann auch erwähnen, dass ein Großteil jener, die von Ihnen als dekadente Schöngeister bezeichnet werden, damals schon ein Einwanderungsgesetz gefordert haben, mit dem man eben kontrollierte Migration hätte steuern können - inklusive der Möglichkeit von Sprachnachweisen oder entsprechender Förderung. Dies wurde-trotz entsprechender Empfehlungen- von den herrschenden CDU/FDP/SPD/Grünen aber nie umgesetzt.
Stattdessen zwang man sich und zur Migration bereite Menschen in das Asylverfahren, und dies zunehmend weniger in Deutschland.
Denn was hingegen stattfand, war ein konsequentes Einmauern hinter den Beschlüssen von Dublin, ein Verschieben der Probleme an die Außengrenzen der EU, gepaart mit Wegsehen bei der stattfindenden oder eben nicht stattfindenden Integration der hier bereits Ansässigen - man bekam Islamkonferenz und Islamunterricht angeboten statt konkreter Möglichkeiten eines Hier-Ankommens und Lebens. Also den untauglichen Versuch religiösen Unfug zu integrieren, statt potentielle Freiheiten und Möglichkeiten zu propagieren und zu vermitteln.
Man bekam sinnfreie Leitkulturphrasen zu hören, gesäugt von vermeintlich christlich-religiöser Überlegenheit, mufflige Artefakte einer untergegangenen, alten und unschönen Ideologie.
Quasi den irren Vater der heutigen Menschenfeinde von Pegida und AfD. Da ist die CDU/CSU ganz in der Traditionslinie ihrer heutigen illegitimen Sprösslinge anzusiedeln. Man macht es sich da deutlich zu einfach, wenn man aktuelle Probleme nur bei den Grünen suchen wollte – deren Ideologie sicherlich ebenfalls Mitschuld trägt. Aber die Strukturen, warum es so ist, wie es ist, liegt bei den Herrschaftszeiten der Christen-Unionisten begraben. Dies sollte man nicht vergessen.

Und nebenbei, wer meine Beiträge der letzten 8 Jahre hier verfolgt hat, hat sicher auch gelesen, dass ich Fehler eben nicht einzig bei der Mehrheitsbevölkerung gesucht habe, sondern da eben beide Seiten involviert sehe. Ein Staat der primär alimentiert, sich aber nicht um Integration kümmert und Ankömmlinge die sich einigeln und unter sich bleiben, alte Traditionen(die zum Teil nicht mal mehr in ihrem Land gelebt wurden, zumindest nicht in den Städten) verfestigen und leben, in Abgrenzung gegen ihre neue Umwelt sind sicherlich wenig förderlich für ein friedliches und gutes Zusammenleben.

Dennoch setzt der Staat die Grenzen oder sollte es tun. Wenn ich eine Gesellschaft habe, mit deren Ablauf und den Gesetzen einverstanden bin, dann sollte ich eben auch dafür sorgen, dass da keine Zusammensetzung entsteht, die diesen Zustand gefährdet. Ich sollte nicht genau den armseligen Teil der für den lausigen Zustand vieler Länder verantwortlich ist, als gleichberechtigten Partner oder als Bereicherung ansehen. Dies ist er definitiv nicht. Kulturrelativismus ist ein schwerer Fehler, es gibt keine Gleichrangigkeit zwischen einer demokratischen, westlichen und aufgeklärten Zivilisation und einer auf theokratischen Beinen stehenden, archaischen Clangesellschaft.
Und da könnte nun der gemeine Rechte mit dem Kopf nicken und sich freuen, aber für diese ganz langsamen im Kopf nochmal mein Hinweis: Die meisten hier in Deutschland lebenden (muslimischen) Ausländer machen eben keine Probleme - es ist ein lautstarker Teil. Der Rest der Menschen geht seiner Arbeit nach und hat keine Zeit für den Unfug - wobei gefühlt und nicht belegt- der Anteil der Lautstarken mehr wird. Die meisten Menschen weltweit wollen in Ruhe und Frieden leben, bis auf ein paar Arschlöcher, die ihre meist armselige Existenz durch Gewalt aufwerten müssen, und diese Arschlöcher sind nun mal nicht an eine Nation gebunden.

Scheint mir wie bei den Ostzonen-Nazis zu sein, angeblich sind ja auch nicht alle in Dresden voll mit braunen Gedankengut, oder wie hier im Schwalm-Eder-Kreis - auch da soll es ja noch vereinzelt Menschen geben, die nicht mit erigiertem rechten Arm schon morgens erwachen, also Menschen ohne Nazi-Morgenlatte.

Und richtig, auch der amerikanische Whiskey und besonders der irische Whiskey ist teurer geworden, mir gings aber um die Schotten, da ist es der Whisky. Soviel Zeit muss sein, da bin ich ganz dekadenter Schöngeist.

/OT Ich schiesse mal einen Tipp ab: Pharamalobbyist, oder;-)

Immerhin gabs diesmal nicht den Antisemitenvorwurf, sie lernen mein Lieber. /OT
FausD (Gast) - 21. Mrz, 19:06

Ewiges Gestern

So ist es :-). Wobei ich wirklich nichts gegen dekadente Schöngeister habe, solange sie nicht den heute leider üblichen repressiven und inquisitorischen Paternalismus über mir ausgießen möchten, sondern sich stattdessen einfach mal einen guten Whisky :-) hinter die Binde kippen (der dritte Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus ist ja bekanntlich der Alkoholismus). Gegen Antisemiten allerdings schon, auch wenn sie in unseren Breiten wahrscheinlich eher daran zu erkennen sind, dass sie hunderttausende anderer Antisemiten bei ihrer Ankunft in diesem Land jubelnd mit Stofftieren bewerfen und sich ansonsten einen Dreck darum kehren, wenn tausende bereits hier lebender Antisemiten auf ihren anti-Israel Demos "Hamas-Hamas-Juden-ins-Gas" skandieren. Und das als große Wiedergutmachung dunkelster Zeiten verstanden wissen wollen. Keine debile Lichterkette, nirgends. Ehrlich: Das finde ich bedrückender ( und auch gefährlicher) als irgendeine grölende Glatze in der Niederlausitz, um die sich gerne das SEK kümmern kann.

bloedbabbler - 22. Mrz, 11:42

:-D

Nun ja, den Stiefel mit dem Alkoholismus ziehe ich mir nicht an, der passt nicht - aber die Kritik am repressiven und inquisitorischen Paternalismus teile ich durchaus. Die ökologisch-linksliberale Klassenfraktion mit ihrem Impfautismus-Geplapper, dem aktiven Klassenkampf gegen die Reste der "Arbeiterklasse" und ihren Umwelt-Umwelt-über-alles! Kampagnen sind ein klares Indiz für ein gesellschaftliches Problem. Richtiges Leben wird von der Bio-Fraktion definiert, Fettsäcke folgerichtig als Gesundheitsschmarotzer denunziert und zusammen mit den Rauchern als Kostenfaktoren gesehen, die uns allen auf der Tasche liegen durch ihre schändliche Art des Seins. Konsequente Vorschläge findet man dann in einer weiteren Entsolidarisierung des Gesundheitssystems, einer möglichen Bestrafung von ‚falschem‘ Verhalten, streng sanktioniert und mit einem finanziellen Malus versehen.
Der -imho der FDP nahestehende- Stephan Laurin schrieb dazu treffend:
Alles, was es heute gesellschaftlich zu ächten gilt, wird der Arbeiterklasse zugeschrieben. Sie rauchen und trinken zu viel, auf ihren Tellern liegt zu viel Fleisch, sie sind zu dick und machen zu wenig Sport, mögen Autos, fahren zu wenig Rad und arbeiten auch noch in Industrien, die man am liebsten gar nicht mehr im Land hätte. Dazu bekommen sie noch viele Kinder und die sind dann auch noch dumm. Und Urlaub machen sie an den falschen Orten, wo sie in zu großen Mengen auftreten und sich dann auch noch schlecht benehmen.[…]
Es ist ein Klassenkampf, der von einer autoritär-ökologisch geprägten Mittel- und Oberschicht geführt wird. Der Neoprotestantismus duldet keinen Widerspruch, seine schärfsten Waffen sind die brutale Abwertung aller anderen Lebensweisen und ein bislang nicht dagewesenen Kulturkolonialismus(da stehts nachzulesen).

Die schlichte Gleichsetzung von denen, die nicht gröhlend und mauernd mit Backsteinen an den Außengrenzen der EU standen um potentielle Flüchtlinge fern zu halten, und Antisemiten halten ich für eine nur polemische -und in ihrer Schlichtheit dadurch falsche Verkürzung von Tatsachen. Das können sie doch besser.
Man sollte den, bei aller berechtigten Abscheu vor den unser Demonstrationsrecht genießenden, Teilnehmern am iranischen Tag des Antisemiten nicht zu viel Achtung beimessen. Diese paar hundert Arschlöcher sind ein verschwindend geringer Teil, den man strafrechtlich an den Grundsatz unserer Demokratie erinnern könnte, wenn man wollte. Gefährlicher ist dabei sicherlich der schweigende und zustimmende Teil dieser Menschen, den ich analog zu unseren doitschen stillen Helden sehe(bei beiden Gruppen wäschst seit Jahren der Antisemitismus wenn man den Studie glauben möchte).
Die eigene Unfähigkeit erlebt sich nun mal besser, wenn man sich mit anderen Idioten assoziiert sieht und sich einen gemeinsamen Feind sucht - und der Jude ist da ein seit Jahrhunderten probates Mittel in Europa.

Vielleicht doch lieber Licherketten statt Lichterketten? :-D
Lichterketten waren schon immer Scheiße, meist einfach eine alternative Form einen Sexualpartner zu finden oder ein muffliges Gruppenhappening zu erleben; ändern tut das gar nix.
Zeichen setzt man nicht durch romantische Beleuchtung, sondern durch aktives Tun, durch widersprechen und durch nicht hinnehmen von Unrecht.
Der Hinweis auf den vermeintlichen Einzeltäter, die "grölende Glatze in der Niederlausitz" ist ein weiteres Problem an dem die Wahrnehmung von Problemen durch rechte Kreise in diesem Land krankt. Es ist eben nicht der Einzeltäter, sondern es sind an vielen Stellen schon massive Strukturen, die sich hier in diesem Land seit Jahrzehnten ausbreiten und verfestigen konnten, unter den Augen und oftmals finanziert durch Verfassungsschutz und Polizei. Jetzt fliegt ´so manchem dieser Dienste der Reichsbürgerunsinn, PEGIDAS, AfDs und NPDs um die Ohren, den er doch nie als wahre Bedrohung wahrgenommen hat. Das finde ich bedrückend, wenn man sich dieser Gefahr bewusst nicht stellen mag und sie weiterhin verharmlosend als "Tat verwirrter Einzeltäter" darstellt um die sich dann das SEK kümmern möge. Auch hier wäre ein Blick in die Zeitungen der letzten Jahr(zehnte) sicher nicht zu viel des Guten gewesen, wenn man denn eine qualifizierte Einschätzung abgeben will.

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