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Sonntag, 3. Oktober 2010

Gute Bürger - böse Bürger, eine Posse!

20 Jahre Wiedervereinigung!
Ein Termin, an dem sich wieder die ganzen Kackbrazen mit Eigenlob vollkleckern, und vor rosaroten Brillen tragen kaum dazu kommen werden, sich die Sabber vom Gierschlund abzuwischen.

Ich freue mich das es uns ehemaligen Insassen der alten BRD dank der Wiedervereinigung möglich ist
  • nach Görlitz reisen zu können
  • die jährliche Überflutung im Oderbruch als Gemeinschaftserlebnis zu erleben
  • mit Frauen aus Leipzig schlafen zu können
  • Rotkäppchensekt zu süffeln, auch wenn das niemand wirklich braucht
Ich denke, das es tatsächliche eine wichtige elementare Errungenschaft und ein notwendiges Menschenrecht ist, seine Meinung frei äußern zu dürfen und das Denunziantentum nicht zum Stützpfeiler eines Staates zu machen.
Mich widert diese Komponente der DDR und des real gescheiterten sowjetisch geprägten Sozialismus hochgradig an, ebenso wie ich leider erkennen muss, das sich augenblicklich, von den "Gestaltern" in unserem Land, sich fleißig der schlechtesten Stücke unserer Geschichte bedient wird.
Im Namen einer ständig orakelten Terrorgefahr wird der äußere und innere Feind beschworen, um immer restriktivere Gesetze gegen die Bürger und deren Freiheitsrechte zu erlassen, die inzwischen die Orwellschen Vorstellungen von 1948 partiell schon ein- und mancherorts bereits überholt haben.
Wenn ich heute - bei den Auseinandersetzungen um Stuttgart21- mitbekomme, das der Widerstand damals an der Startbahn, Wackersdorf oder im Wendland offiziell als ein Kampf der "Linken", besser noch des "Schwarzen Blocks" denunziert wird, ungeachtet der sich tatsächlich vor Ort damals befundenen Menschen, dann hat die Geschichtsschreibung der Herrschenden bereits ihr Soll nahezu erreicht.
Haben wir damals nun gegen Eurasien oder doch gegen Ostasien gekämpft - oder waren wir immer schon im Krieg mit Eurasien?
Der Wegfall von Informationen nach einem bestimmten Zeitraum durch depublizieren unterstützt den Absatz des kollektiven Gedächtnisverlust dabei progressiv.
Wenn man sich heute die Festredner anhört, die den Mut der Menschen in der DDR auf die Straße zu gehen loben, während sie gleichzeitig das Niederstrecken von Demonstranten durch Wasserwerfer, Reizgas und Schlagstöcke in Stuttgart gut heißen, der hat eine Ahnung davon, wohin uns doublespeak führt.
Gut ist immer das, was mir weiter hilft.
Was meinem Feind schadet ist eine Tugend.
Wenn man mir mit selbigem kommt, ist es allerdings Aufruhr, Chaoten gesteuert oder schlicht ein Verbrechen.

So sieht das leider augenblicklich aus, wenn man sich anguckt, wie die Politikerkaste, als reiner Erfüllungsgehilfe einzelner Kapitalfraktionen im Land Partikularinteressen gegen die Mehrheit seiner Bürger durchsetzt.

Schauen wir mal wie lange das so weiter geht, und ob wir in 10 Jahren immer noch den 3. Oktober als Feiertag haben werden.

Zum Zeitpunkt des Mauerfalls und dann zur Wiedervereinigung hat mein Lieblings-Akkordeoniste Yok "Quetschenpaua" ein Lied geschrieben, das in seiner Weitsicht ziemlich genau den Punkt getroffen hat.
Deshalb hier zur 20 jährigen Wiederkehr das Video "9.NOVEMBER/ 3.OKTOBER"

Ihnen Ihr Blödbabbler
#Edit20101005 Den Sinn durch das fehlende Wörtchen "kaum" richtig gestellt#

Freitag, 1. Oktober 2010

Bahnhof? Ich versteh' nur Bahnhof!

Der, von mir geschätzte Jens Berger, hat in seinem Spiegelfechter als Überschrift für seinen Artikel zu den Begebenheiten am 30.09.2010 in Stuttgart, das aus Twitter ausgeschiedene Sprachbild "Bahnhof des himmlischen Friedens" gewählt.
Ich meine, der Bahnhof des himmlischen Friedens ist eine zwar griffige, nichtsdestoweniger dümmliche Assoziation, die keinem von beiden Ereignissen gerecht wird.
So widerlich es auch ist, wie in Stuttgart die geballte Staatsmacht den protestierenden Bürgern gezeigt hat, wo der Hammer hängt, so liegen doch Welten zwischen dem Abschlachten von Demonstranten, wie in China geschehen, und der überzogenen Knüppeltaktik gegen die Demonstrierenden im Schlosspark.
Man sollte vorsichtig sein mit solch hinkenden Gleichsetzungen.
Denn, auch bei jeder Äußerung "Faschist, Faschist!" zu brüllen, wenn man mit einer Meinung rechts von der Eigenen nicht zufrieden ist, führt - wenn man mal die reine platte Ebene der Kampfbegrifflichkeit verlässt - meistens ins analytische Desaster, weil es eben zusammenfasst, was nicht zusammengehört.
Das führt dann zur falschen Strategie und Taktik im Umgang mit dem tatsächlichen Feind.

Aber, ich schweife ab.

Wenn jetzt also ein Aufschrei durch den Blätterwald rauscht, weil auch Kinder und Alte aufs Maul bekommen haben, als sie ihrem Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit gefolgt sind, geschenkt.
Das ist nun wahrlich nicht neu, wurde allerdings bisher noch nicht so massenhaft und gut durch Handycams und Konsorten dokumentiert.
Auch das Gejammer darüber, das die Mittelschicht, ja gar das Bürgertum, wie es in vielen Artikeln heißt, erstmalig von Vater Staat gezeigt bekommen hat, was er von Widerspruch gegen beschlossene Maßnahmen hält, ist erst der Anfang.
Unter den gegenwärtigen Versuchen einiger Weniger in diesem Land eine elitäre Hegemonie zu errichten (ideologisch formuliert von Sloterdijk, Sarrazin und Konsorten) kann sich das Zahlpferd dieses Staates darauf einstellen, künftig noch öfter auf die Fresse zu bekommen, mal bildlich gesprochen über erhöhte Abgaben und Steuern, mal direkt, wenn es versucht seine Interessen zu vertreten und den tatsächlichen Nutznießern dabei in die Quere kommt.
Denn, bisher sind Teile des leckeren Verteilungs-Kuchen, zusammen mit dem Drops der Erkenntnis, weder vollständig gegessen noch gelutscht.
Nachdem nun der unterste Teil der Gesellschaft tatsächlich nicht nur Nichts hat, sondern sogar verschuldet ist, geht es inzwischen vermehrt, nicht mehr nur indirekt über Subventionen, sondern direkt durch klarste Benachteiligungen dem Mittelstand ans Leder.
Dank der Konditionierungsmöglichkeit über Hartz IV und der Lockerung von Unternehmensgesetzen wurde der existenzielle Druck erhöht und das Angst-Szenario der Pauperisierung, als ständiger Wegbegleiter, bis weit in die sogenannte Mittelschicht getrieben.
Nur dort ist noch etwas zu holen, für die selbstdefinierte Elite um ihre eigenen Pfründe hypertroph anschwellen zu lassen.
Bisher klappt, flankiert durch die Medienmacht der Bertelsmänner und Springers, samt ihrer steuersubventionierten gesellschaftlich unkontrollierten think-tanks, das Aufhetzen von Schwachen gegen noch Schwächere, das Eröffnen von Nebenkriegsschauplätzen geradezu vorbildlich.
Zusätzlich finden Umfragen statt, wie jene vom Allensbacher Institut, die dann von Focus und anderen neoliberalen Sprachrohren unkommentiert als Wahrheiten hinaus gepustet werden um die Stimmung entsprechend zu beeinflussen.
Auch hier nichts Neues, leider.
Das Zitat des Tages stammt vom kleinen Korsen Napoleon Bonaparte und passt, finde ich, ganz gut:
Die Polizei ist nichts als die Diplomatie in Lumpen
Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 24. September 2010

Armleuchter und Erleuchtete

Armleuchter und Erleuchtete

Gar schlauer als das daily Lama
ist, Na klar! - der Sid Gautaaama
Denn, dieser war ein früh Erwachter
der And're nur ein stark verflachter

Kindskopf aus des Tibets Bergen
Galt als Riese unter Zwergen
Die Weisheit ging ihm stets zur Neige
Ihm nützte nicht des Buddhas (Pappel-)feige

Entsinnte Westler mögen ihn
Ihm wurd' so manches Mal verziehn
Wenn er aus Stroh die Phrasen drosch
Gabs Jubel nur - statt auf die Gosch

Doch will den Buddha ich hier loben
Auch wenn die Christen alle toben
Und Moslems oder Hindus schrein'
Ein Prost! Mit gutem Frankenwein

Hihi, einer aus der Abteilung: Geschüttelt, nicht gerührt.

Donnerstag, 23. September 2010

Grüne Kapitulation - Voll mer se reinlasse?

Nachdem bei Roland Koch nun doch ein Rückgrat gefunden wurde, wie fefe berichtet scheint ein, an anderer Stelle gezeigtes, zwei grünen Damen gegen den Strich zu gehen.

Unser aller Merkelinchen deutete etwas an, das mal ein Rückgrat werden könnte, indem sie sich für die Freiheit aussprach.
Ich hatte zur schäbigen späten Ehrung für Kurt Westergaard ja bereits unter Hass und Dummheit sind grenzenlos etwas geschrieben.
Und wenn man sich fragt, weshalb die Grünen in meinen Augen keinen Schuss besser sind, als die Verräterpartei oder die schwarze Pest, dann braucht man sich nur anzuhören, was die theologisch erprobte Antje Vollmer äußert.
Sie halte die Würdigung von Kurt Westergaard für politisch unklug.
Nun, das ist ein ernstes Problem.
Das nicht-Stellung-beziehen für elementare Werte der Demokratie und gegen die menschenverachtenden Angriffe der Fanatiker, aus Furcht Anstoß zu erregen, ist die Kapitulation vor den Spinnern.
Eine solche Haltung führt geradewegs über Selbstzensur hin zum Abbau der Freiheitsrechte.
Nachdem Frau Vollmer dann, in klassischer Gleichsetzerei, mal eben den Sarazzin mit dem Westergaard - wollen ja alle nur provozieren und für den Krieg der Kulturen hetzen und vorbereiten helfen-verwurstet, krönt sie die Ignoranz ihrer Wahrnehmung mit folgendem Satz:"Aber würde dieser Krieg mal ausbrechen, wir würden ihn niemals gewinnen können. Dann muss man doch einmal nüchtern sein, und sagen: Schluss mit dieser Art von Theater!"zitiert nach perlentaucher.de

Was bedeutet das dann?
Ist es also besser, gleich diesen modischen Schnickschnack wie Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter, das Recht auf einen fairen Prozess oder die Möglichkeit seine Sexualität ausleben zu können aufzugeben, weil sich die späteren -sowieso-Sieger bauartbedingt damit eh nicht lange aufhalten würden?

Oder, ist der richtige Weg nicht eher, diesen archaischen Tendenzen entschieden entgegenzutreten und die Errungenschaften unserer Gesellschaft zu verteidigen, wo immer es möglich ist.
Selbst, wenn es nur in einem solch peinlichen Rahmen, wie der cojones-losen Gesellschaft der Verleger stattfand, die sich nicht trauten ihn auszupacken, als es Nötig gewesen wäre.
Zu diesem Thema passt ein weitere Fall, über den ich heute morgen in der Frankfurter Rundschau gestolpert bin.
Molly Norris, eine Karikaturistin musste untertauchen, denn Im Juli hatte der amerikanisch-jemenitische Hassprediger Anwar Al Awlaqi sie zum „wichtigsten Ziel für einen Mordanschlag“ deklariert, weil sie „den Propheten des Islam hasst und der Lächerlichkeit preisgibt“.
Woran macht sich das fest?
Molly Norris ist von denselben Geistern eingeholt worden, die zu bekämpfen sie ausgezogen war. Im April hatte sie mit einem Poster zum „Everybody Draw Mohammed Day“ aufgerufen: einem Tag, an dem jeder ein Bild von Mohammed zeichnen sollte. Die Aktion war als leichtherzige Reaktion darauf gedacht, dass die Macher der TV-Cartoonserie „South Park“ nach Fatwa-Drohungen eine Darstellung des Propheten als Bär aus ihrer Sendung entfernt hatten. Wenn Tausende Mohammed darstellten, so Norris, dann würden die Morddrohungen der Extremisten undurchführbar und somit ad absurdum geführt.
Was würden uns die Grünen Vorzeigedamen Künast und Vollmer hier sagen?
„Selber schuld! So etwas macht man ja auch nicht?“
„Wer die Spinner kritisiert, muss eben damit rechnen, das er deshalb ermordet wird?“

Das Ganze stelle ich mir dann noch im pastoralen Tonfall vorgetragen vor und schon kann ich mein Essen vor lauter Verachtung kaum noch drin behalten.

Shame on you Anke Vollmer und shame on you Renate Künast.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Samstag, 18. September 2010

depub.org - Ein Lichtstreif am Horizont

Gegen den Irrsinn des sogenannten Depublizierens, also des zwangsweisen Löschens von Informationen und Nachrichten im Netz, formiert sich aktiver Widerstand in Form eines "illegalen" Inhalte-Archivs.
Nachdem es den privaten Nutznießern und Geldverdienern gelang, ihre Ziele im 12.Rundfunkänderungsstaatsvertrag zu platzieren, besteht für die öffentlich rechtlichen Sender der Zwang ihre Internet-Auftritte zu schänden.
Bereits veröffentlichte und von den Gebührenzahlern bezahlte Inhalte müssen nach einer bestimmten Zeit wieder aus dem Netz genommen werden.
Sie verstehen schon, sonst versaut uns, der Privatwirtschaft, das das Geldverdienen mit unseren Nachrichten und Informationen.
Wie absurd die Vorstellung ist, das mit über 1 Jahre alten Nachrichten noch ernsthaft Kohle zu machen ist, wenn die Informationsanbieter es noch nicht einmal schaffen, ihren aktuellen content zu versilbern, sei dahingestellt.
Fakt ist, die mit Gebührenzahlers Geld ins Netz gestellten Texte, Videos und sonstigen Beiträge verschwinden, meist nach einem Jahr wieder mit Geldern der Gebührenzahler-ab 2013 dann mit den Gebühren aller Haushalte- aus dem Netz.
Gesetzte Verlinkungen und zukünftige Recherche laufen dann an dieser Stelle ins Leere.
Mithin, ein weiterer Versuch der privatwirtschaftlich gesteuerten Einflussnahme, auf eine freie Verfügbarkeit von Informationen für Alle im Internet.

Unter dem link depub.org stehen rund 200.000 tagesschau.de-Meldungen der vergangenen zehn Jahre zum Abruf bereit.NDR-Rundfunkrat nennt depub.org 'Beispiel für kreative Anarchie im Internet' (heise.de)

Augenblicklich scheint die Seite nicht erreichbar zu sein.

Hoffen wir mal das es unter dem Ansturm den Server ein wenig in die Knie gezwungen hat und nicht schon das Imperium zurück geschlagen hat.

Freies Netz für freie Informationen!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 17. September 2010

20 Jahre Wiedervereinigung ...

... und 137 von Rechten ermordete Menschen später.

Es gibt einen guten Artikel ("Eine furchtbare Bilanz") und ein Schaubild "Todesopfer rechter Gewalt"(für die jüngeren unter uns - es ist sogar animiert!) bei der, des linken Gedankenguts unverdächtigen, Zeit.
Eine Bilanz, auf die es sich mal wieder so richtig lohnt "Stolz ein Deutscher" zu sein?
In einigen Regionen in Ostdeutschland ist das Rechtsextreme inzwischen schon längst integriert:
Vorpommern, die östliche Hälfte des Bundeslandes, hat vor vier Jahren den Einzug der NPD in den Schweriner Landtag garantiert: In den Gemeinden um Ferdinandshof haben mehr als doppelt so viele Menschen die NPD gewählt wie im Landesdurchschnitt: 15 Prozent. Im Dorf Wilhelmsburg, gleich hinter dem Ortsausgangsschild, war sie mit 27,9 Prozent die stärkste Partei.EndstationRechts

Im Westen finden wir Regionen wie den Schwalm-Eder Kreis, da fehlt nicht mehr viel, die Nazis sind im Vereinsleben integriert trotzdem wird das nicht so als Problem gesehen.
Unsere weisen gewählten Entscheider gucken sich das dann an und setzen -dank ihrer muffigen 50 er Jahre Doktrin, basierend auf der abgehalfterten Totalitarismustheorie- dann mal alles miteinander gleich.
Große Kampfansage dem Linksterrorismus und den islamistischen Gruppen in der DDR den östlichen Bundesländern?
Äh, wie meinen?
Gut, wenn es allein nach der Anzahl von Todesopfern jährlich ginge, dann müsste man massiv gegen den Hartmann Bund vorgehen, aber die wollen ja nur helfen, irgendwie, sagt man.

Was bleibt, sind sogenannte nationale denk- und hirnbefreite Zonen, in denen der rassistische Kleingeist, im üblichen Gewand brutaler Gewalt auftritt und inzwischen leider etabliert scheint.
Derweil der unruhige Blick der Öffentlichkeit -sicherlich nicht zu Unrecht- momentan auf Integrationsdefiziten liegt, nutznießern sich die menschenverachtenden Ideologen und ihre Schlägerbanden im Windschatten der Sarrazins und Bildzeitungskampagnen immer weiter in die Mitte der Gesellschaft hinein.
Klassisches Herrenmenschentum, nahezu aristokratischer Elitedünkel samt Theorien von Sarrazin, Sloterdijk und wie sie alle heißen mögen, sind längst schon wieder salonfähig an den Tischen der Republik.
Den Verlierern des gesellschaftlichen Ausverkaufs setzt man andere Verlierergruppen, als Feindbild, vor die Flinte und legt sich derweil entspannt, feist grinsend und Popcorn kauend zurück, in die Hängematte der Ausbeutung.
Und, wie man leider in diesem Land sehen kann was passiert wenn man die Intelligenz ausgerottet hat, ist, man muss eben mit dem weitermachen was, so genpooltechnisch gesehen, noch da ist - und das ist erschreckend wenig.
Wenn die mindestens durchschnittlich Intelligenten und Arbeitswilligen den Osten verlassen, weil es dort für sie keine Arbeit gibt, bleibt etwas zurück, jung und im Saft stehend, dem die entsprechenden Attribute leider völlig abgehen.
Dumm, kräftig und gesellschaftlich nutzlos war schon immer der Bodensatz aus dem die braune Masse geformt wurde. Kanonenfutter im besten Sinne - immer bereit schändliche Taten, dank ihrer nußschalen großen kleingeistigen Wahrnehmung der Welt, zu vollziehen.
Dort sollte mal langsam wieder der Fokus gesetzt werden, sonst jammern später wieder alle rum, davon nichts gewusst zu haben.
Nazis morden und da gibt es keinen Spielraum für Diskussionen.
Das Zitat des Tages ist der Dialog-Klassiker von Woody Allen als Isaac aus dem Film "Manhattan" zum Thema >>Nazi-Aufmarsch in New Jersey<< und wie damit umzugehen sei.
Man: "I heard you quit your job?"
Isaac: "Yeah, a real self-destructive impulse. You know, I want to write a book, so I, so I ... Has anybody read that
nazis are going to march in New Jersey, you know? I
read this in the newspaper, we should go down there, get
some guys together, you know, get some bricks and
baseball bats and really explain things to them."
Man: "There was this devastating satirical piece on that on the op-ed page of the Times. It is devastating."
Isaac: "Well, well, a satirical piece in the Times is one thing, but bricks and baseball bats really gets right to the point."
Woman: "Oh, but really biting satire is always better than physical force."
Isaac: "No, physical force is always better with nazis. Cos
it's hard to satirize a guy with shiny boots."
Ihnen Ihr Blödbabbler

Donnerstag, 16. September 2010

Geisterfahrer unter sich

Trifft ein Geisterfahrer einen anderen ...
Der mußte einfach sein! :-D

Der Kunde - Dieb und Störfaktor

Wann genau hat in diesem Land eigentlich der Umschlag vom Kunden als König zum potenziellen Dieb in der Wahrnehmung der Ladenbetreiber angefangen?
Irgendwie habe ich den genauen Zeitpunkt verpasst.
Es scheint mir aber mit der allgemeinen gesellschaftlichen Paranoia des Präventivgehampels und der Einschränkungen der Freiheitsrechte zusammen zu fallen.
Heute muss man -bis auf die Kleidung- ja so ziemlich alles herzeigen, wenn man die Waren aus dem Wagen aufs Fließband gepackt hat. Das fängt bei dem Blick in die (Hand-)tasche an und endet beim "Bitte heben sie mal den Einkaufskorb hoch".
Was bitteschön klauen Menschen denn unter dem Einkaufskorb?
Flundern gibt es keine bei Feinkost Albrecht und auch das nicht vorhandene Zeitschriftensortiment ist wunderbar überschaubar.
Ein Wunder, dass man nicht noch die Hosentaschen nach außen wenden muss, um den präventiven Verdacht zu entkräften, man sei ein heimtückischer Dieb, statt eines Käufers.
Aber, nachdem ja auch die Bundesinnenminister -spätestens seit dem unsäglichen Otto Schily- im Land jeden Bürger erstmal unter Terrorverdacht gestellt haben, ist das ja nur die folgerichtige Konsequenz.
Wenn das Schäbige, die Unterstellung und der Überwachungswahn von Seiten der Politik vorgelebt wird, ist es nur ein kleiner Weg, bis auch Krämer und sonstige Händler Bespitzelung und den Argwohn priorisieren und übernehmen.
Eventuell sollten die ihre Kassen mit Nacktscannern bestücken oder irgendwelche traumatisierten Afghanistan-Verteranen die Kundschaft begrabbeln lassen, alles zum Wohle des Kunden- Versteht sich!

Besonders prickelnd finde ich auch die Unsitte beim Umtausch mit Kassenbon genötigt zu werden meine Daten mit Unterschrift angeben zu "müssen".
Oder mit dem unverfänglichen "Wie lautet denn ihre Postleitzahl?" von der Kassiererin -mit dem Charme eines hauptberuflichen Zeitschriftendrückers- belästigt zu werden und dabei zum Behuf irgenwelcher internen Statistiken als Datenmaterial missbraucht zu werden.
Ich will so etwas nicht.
Ich möchte nur ganz plump eure Ware gegen mein Geld tauschen!
Ich möchte als Nachfrager ernst genommen und behandelt werden!
Ich möchte ganz sicher nicht wie ein Dieb beargwöhnt und taxiert werden!
Begreift einfach mal, das eine Minderheit nicht immer zur Maßgabe des Handelns erhoben werden darf, weder beim Einkauf noch bei der Betrachtung von HarzIV oder integrierten Ausländern, ihr blöden Arschlöcher!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 15. September 2010

Schlapphut und Mops - ein deutsches Trauerspiel

Endlich wurde eine sinnvolle Beschäftigung für die unterbeschäftigten Schlapphüte in diesem unseren Land gefunden:
Der niedersächsische Verfassungsschutz soll sich nach dem Willen von Innenminister Uwe Schünemann (CDU) stärker der politischen Bildung in Schulen widmenquelle:jungewelt

Am besten flankiert man diese Indoktrination dann noch mit verstärktem Religionsunterricht, Flaggenappell, dem gemeinsamen Absingen der Nationalhymne und -wie hieß das im Osten?- Staatsbürgerkunde in der FDGO-reloaded-Fassung.

Mir stellt sich immer öfter die Frage:"Warum kopieren diese Clowns eigentlich immer das Mieseste aus anderen Ländern?"
Beim Gesundheitssystem wollen sie am liebsten von den ineffizienten Amis lernen, ebenso bei Sozial und Arbeitsrecht nur wenn es direkt um Unterdrückung und Repression geht, dann greifen sie lieber zu anderen, älteren Vorbilder.

*TaTa*
Madame von und zu Guttenberg versucht sich schon einmal den Moralvorstellungen der Taliban anzunähern.
Beim vorgeblichen Kampf gegen Kinderpornographie hat sie mal eben normale Pr0ns als Schuldige am Untergang des Abendlandes ausgemacht.
Braves Mädchen und so clever.
Vielleicht sollten unsere adeligen Anhängsel einfach einer ernsthaften Erwerbstätigkeit nachgehen damit sie mal von der Straße sind.
Denn, wie es scheint, alleine mit ihren Charity und Schaut-her-wie-dolle-ich-sozial-engagiert-bin-Vorsitzen scheinen sie allzuviel Zeit erübrigen zu können, um sich solch hanebüchenem Blödsinn hinzugeben.
Gewalt und Verwahrlosung der Jugendlichen als Ergebnis zu freizügiger Vorbilder in der Pop Welt. *omfg*
Auf solch einen grandiosen und naheliegenden Zusammenhang muß man erst einmal kommen; und dann noch so wenig Sperren im Gehirn haben, ihn auch laut auszusprechen.
Hut ab, werte Frau von und zu, sie stehen ihrem Mann tatsächlich in nichts nach, da muss der Boulevard sie ja lieben.
Sehr fein dann allerdings, das offenherzig-pressmöpsige Bild von Madame, das die Welt zum entsprechenden Artikel ausgewählt hat(via Stean Niggemeier).
HaHa - Treffer versenkt!
Ihnen Ihr Blödbabbler