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Freitag, 15. Juni 2012

Isle of Jura 'Prophecy'


Der heutige Whisky wurde im Rahmen des Isle of Jura Tastings bei Herrn EausH probiert.
Da es mengenmäßig nur ein dram war und die Örtlichkeiten nicht meine gewohnten, sind meine Notizen unter Vorbehalt zu verstehen.
Prinzipiell gestehe ich einem Whisky zu sich mir öfters vorzustellen, bis ich meinen Daumen dramatisch über senke oder ihn in den Himmel hinaufsalbadere.
Da allerdings auch der Herr AausB, Herr EausH, sowie sein Vater und meine Ms. mit Kommentaren nicht hinter den Berg hielten, liegen meine Einschätzungen vermutlich nicht völlig neben der Spur.
Dennoch: Es gilt wie so oft im Leben, man trifft sich immer zweimal. :-)

Der fünfte getastete Whisky aus der Destillerie Isle of Jura ist der (angeblich sehr) rauchige Prophecy.

Wie bei fast allen Whiskys dieser Destillerie hat sich die Marketing Abteilung wieder etwas ausgedacht, hier die "Prophezeiung" aus dem 17 Jhd. über den letzter Campbell (das ehemalige Herrschergeschlecht) der Einäugig und verarmt („mit einem Karren „) Jura verlassen wird.
Mir scheint ja ein ähnlicher Fluch lastet über den Trögen der Destillerie, aber das nur am Rande. ;-)

Sinnstiftend hat man dann geschmackvollerweise ein Auge auf die Flasche gebappt - Marketingmenschen, man muss sie einfach hassen!

Allerdings erscheint mir der Prophecy bei unserem Whiskytasting dann doch auch wie der einäugige König unter seinen ansonsten blinden Brüdern.
Isle of Jura 'Prophecy' Whisky Flasche
In der Nase findet sich guter, angenehmer Rauch der nicht medizinischen Art - tatsächlich stark, zumindest stärker, als beim Superstition- und eine feine Zitrusnote.
Von den bisher probierten Isle of Juras hat dieser hier in meiner Nase das beste Aroma hinterlassen.

Im Mund schmeckt man trockenen Holzrauch, begleitet von einer feinen Zitrusnote und etwas süßem Honig, dabei macht der Prophecy die Mundhöhle ein wenig brennig warm.
Das Brennen ist allerdings nicht von der unangenehmen, sprittigen Art, sondern verbreitert eher noch das Geschmacksempfinden.
Der Prophecy schmeckt mir schon fast lecker, gut ist er allemal.

Sein Abgang brennt nur noch sanft und ist anständig lang.
Schwacher Rauch und die Süße des Honigs verweilen auf der Zunge und zaubern ein Lächeln auf die Lippen des Testers.

Der Prophecy ist - von den von mir getesteten Isle of Jura Whiskys- definitiv der Beste, Leckerste und Trinkbarste.

Das macht sich denn auch am Preis bemerkbar, der mit 45 - 47 Euro für die 0,7 Literflasche noch über dem des 16 jährigen liegt.
Dafür wird er aber auch mit anständigen 46% abgefüllt; den mäkelnden Hinweis, dass bei der Abfüllung mal wieder ein Eimer voller E150a reingefallen ist, mache ich trotzdem.

Der Prophecy ist ein jährlich in limitierter Flaschenzahl abgefüllter Whisky; leider habe ich nicht gesehen welchen Jahrgang die Flasche vom Herrn EausH hatte, wenn ich es in Erfahrung gebracht habe dann trage ich es nach.

Wertung Single Malt
Isle of Jura 'Prophecy'

Geschmack:
Fass3
bis
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Ein gut rauchiger Whisky von Isle of Jura, von den bisher getesteten fünf dieser Destillerie sicherlich der Beste. Fast schon so, dass man damit Spaß haben kann. Ein anständiger Whisky der mir gut bis lecker schmeckt, wobei mir sein Preis einen Tacken zu hoch ist. Aber das ist eventuell der Limitierung zuzuschreiben. Wenn man denn mal 45 Euro übrig hat, dann kann man sich den ruhig kaufen. Einen schweren Fehler macht man damit nicht. Trotzdem würde ich mir für weniger Geld eher einen Big Peat, ein Compass Box Peat Monster oder auch einen Ardbeg Ten in den Schrank stellen.



Ihnen Ihr Blödbabbler

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6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Donnerstag, 14. Juni 2012

Isle of Jura 'Superstition'

Der heutige Whisky wurde im Rahmen des Isle of Jura Tastings bei Herrn EausH probiert.
Da es mengenmäßig nur ein dram war und die Örtlichkeiten nicht meine gewohnten, sind meine Notizen unter Vorbehalt zu verstehen.
Prinzipiell gestehe ich einem Whisky zu sich mir öfters vorzustellen, bis ich meinen Daumen dramatisch über senke oder ihn in den Himmel hinaufsalbadere.
Da allerdings auch der Herr AausB, Herr EausH, sowie sein Vater und meine Ms. mit Kommentaren nicht hinter den Berg hielten, liegen meine Einschätzungen vermutlich nicht völlig neben der Spur.
Dennoch: Es gilt wie so oft im Leben, man trifft sich immer zweimal. :-)

Der vierte getastete Whisky aus der Destillerie Isle of Jura ist der rauchige Superstition.

Auf diesen Whisky war ich wirklich enorm gespannt.
Isle of Jura 'Superstition' Whisky Flasche
Denn die Kritiken im Netz, die ihn wahlweise nach Babykotze oder verwesendem Aas riechend klassifizierten, sowie die massive Abwertung in der 2012 Whisky Bible "I thought this could only improve. I was wrong" ließen schlimmes erwarten.
Nachdem ich den Herrn EausH massiv mit seiner Sammelleidenschaft für Isle of Jura und speziell den Superstition geneckt hatte, konnte es endlich los gehn.

In der Nase findet sich Rauch der nicht medizinischen Art - eher wie ein Highland denn ein Islay Aroma- sowie süßer Honig.
Trotz intensiver Suche fand sich keine Rinderbrühe, Hautgout oder Reste vom Vortagszombie im Aroma.
Hier eine erste -angenehme- Überraschung; riechen tut er nicht schlecht, zwar nicht überragend, aber dennoch anständig.

Im Mund habe ich das Gefühl den 12 jährigen mit einem zusätzlichen Schuss Rauch zu haben.
Süßer Honig und Rauch mit Sherrygeschmack.
Der Superstition ist ja auch eine Kreation aus rauchigen und nichtrauchigen Whiskys, eventuell ein 12er mit einem jungen verrauchten Bruder abgemischt?


Der Abgang brennt leicht und ist mittellang, die überall beschriebene Salzigkeit fand ich nicht.

Der Superstition ist, je nachdem auf welche Kritik man sich setzt, besser oder schlechter als man befürchtet hat.
Die positive Einschätzung, welche Ian Buxton in seinem "101 Whiskys to try befor you die" abgibt wird aus meiner Sicht nicht annähernd erreicht, allerdings ist er auch nicht so schlecht, wie ihn Jim Murray aktuell einschätzt.

Die Flasche von Herrn AausB EausH ist allerdings auch schon vor 2-3 Jahre gekauft worden, eventuell trifft die Tendenz bei aktuelleren dann doch Murray Einschätzung.

Isle of Jura füllt den Superstition mit 43% kühlgefiltert und wie üblich mit E150a zur Farbanpassung für die "Boah, hat der eine tolle Farbe, das muss dann ja ein super Whisky sein" -Fraktion ab.

Er kommt in 0,7 und 1 Literflaschen daher, wobei der Preis zwischen knapp 35 und 39 Euro p.Ltr liegt.

Wertung Single Malt
Isle of Jura 'Superstition'

Geschmack:
Fass2
bis
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Ein rauchiger Whisky von Isle of Jura mit dem genetischen Abdruck des 12 jährigen. Kann man trinken und schmeckte mir besser als befürchtet, aber das ist schon Jubeln auf niedrigem Niveau. Für etwas mehr Geld erhalte ich einen Laphroaig 1/4 Cask oder für etwas weniger einen Tomintoul "with a peaty tang" oder auch einen Ardmore TC, allesamt deutlich besser, stimmiger und mit einem höheren Spaßfaktor. Kann man kaufen muss man aber nicht!



Ihnen Ihr Blödbabbler

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6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

#update 20120615 Hab ich doch tatsächlich dem Herrn AausB den Kauf der Flasche angedichtet, der das nicht auf sich sitzen ließ und mich auch prompt auf den fauxpas hinwies. thx.#

Dienstag, 12. Juni 2012

Isle of Jura 16 'Diurach's Own'

Der heutige Whisky wurde im Rahmen des Isle of Jura Tastings bei Herrn EausH probiert.
Da es mengenmäßig nur ein dram war und die Örtlichkeiten nicht meine gewohnten, sind meine Notizen unter Vorbehalt zu verstehen.
Prinzipiell gestehe ich einem Whisky zu sich mir öfters vorzustellen, bis ich meinen Daumen dramatisch über senke oder ihn in den Himmel hinaufsalbadere.
Da allerdings auch der Herr AausB, Herr EausH, sowie sein Vater und meine Ms. mit Kommentaren nicht hinter den Berg hielten, liegen meine Einschätzungen vermutlich nicht völlig neben der Spur.
Dennoch: Es gilt wie so oft im Leben, man trifft sich immer zweimal. :-)

Der dritte getastete Whisky aus der Destillerie Isle of Jura von der gleichnamigen schottischen Insel ist die 16 jährige Abfüllung.
Isle of Jura 16 Whisky Flasche
Die Nase ist -für einen Isle of Jura- überraschend angenehm, leicht mit süßem Toffee und fast schon elegantem Aroma. Deutlich besser im Aroma als der 12 jährige und mindestens gut.

Im Mund erfreut der Diurach's Own mit etwas ausgeprägterem Holz bei leichter Bitterkeit in guter Balance zum süßen Toffee.
Nebenbei findet sich auch eine feine Zitrusnote, die ihm eine sachte Frische gibt, und das Elegante abrundet.

Der Abgang ist leicht warm und endlich mal nicht brennig mit schwacher Süße und fast als lang empfindbar.

Der 16 jährige ist -im direkten Vergleich zu seinem jüngeren Bruder dem 12 jährigen- deutlich besser und wesentlich trinkbarer, bei klar besserem Preis-Leistungsverhältnis.
Die 1 Liter Flasche kostet knapp über 42 Euro, die kleine 0,7 er Fassung gibts für knapp 37 Mücken bei eigentlich fast allen Händlern zu erstehen.

Isle of Jura füllt den 16 jährigen mit nicht mehr zeitgemäßen 40% ab und frönt der Unart E150a zur sinnfreien Farbanpassung mit rein zu kippen.

Wertung Single Malt
Isle of Jura 16 'Diurach's Own'

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: In meinen Augen der erste gut trinkbare Standardwhisky aus dem Hause Isle of Jura. Kann man kaufen, wobei auch hier wäre mir vermutlich ein Glen Grant 16 lieber, der ungefähr -sowohl bei der 0,7 als auch bei der Literflasche- denselben Preis aufweist.



Ihnen Ihr Blödbabbler

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Militärbischof Gauck

Da versucht sich doch einer heimlich schon mal für einen Arbeitsplatz nach dem Präsidentenamt, als Militärpfaffe, zu qualifizieren.

Erinnert sei hier wie vor Tagen der katholische Militärbischofs Franz-Josef Overbeck mal eben nichtreligiösen Menschen das Menschsein und die gleiche Fähigkeit zu gewissenhaften Entscheidungen absprach - wozu führt so was?
Wenn wir eine Trennung in Menschen und ... hmm wie nennt man die anderen dann? Untermenschen? Minderwertige, Tiere oder einfach Ungläubige?
Was macht man dann am besten mit denen?

Nun also hat es mal wieder aus dem Rostocker herausgegauckt.

Jener Mann, den uns die Grünen und die Sozis mitaufgedrängt haben und den sie unbedingt als Bundespräsident haben wollten, fabuliert mal wieder - wie ihm der Schnabel-gewachsen ist.

Bisher dachte ich ja noch, mal abwarten was er -der stark DDR traumatisierte- so an interessanten Äußerungen und Handlungen, gezeugt aus einem Freiheitsbegriff heraus in die Welt setzt.
Leider kann man nur feststellen, es ist bisher ein Trauerspiel.
Sein Freiheitsbegriff scheint mehr einem wirtschaftsliberalen Verständnis zu entspringen, als einem progressiven, aufgeklärten Bürgerrechtsbegriff, wie man letztens an seiner Phrase vom Markt wird es richten bei Solarenergie schön sehen konnte.

Offenbar hat sich in seinem, von bösen kommunistischen Häschern verunstalteten, Gehirn der alles glückseligmachende Markt genauso als Heilsbringer eingefressen, wie das andere sinnfreie religiöse Zeuch - stammt ja auch beides hauptsächlich aus der Welt des Glaubens und nicht der realen Bezüge oder gar der (wissenschaftlichen) Überprüfbarkeiten.

Nun also soll am deutschen Wesen mal wieder die Welt genesen.

Gut, er hat die Rede vor Bundeswehrmenschen gehalten, mithin also fast hauptsächlich ehemaligen DDR Bürgern ;-) ... obwohl es war die Akademie und nicht das Kanonenfutter, also wohl eher Westdeutsche. :-D

Der Gauckler im Amt fordert mehr (Kriegs-)Einsätze der Bundeswehr und bemängelt hohlköpfig Defätismus in der Zivilgesellschaft, die er -man merke auf- glückssüchtig nennt.
Glatt so, als wäre es etwas Schlechtes nach Glück zu streben, statt moralingesäuert und protestantisch-verkniffen das Jammertal des Lebens zu durchschreiten auf der eingebildeten Hoffnung eines besseren Später und der Herrschaft freier Märkte.

So analysiert er messerscharf, aus der Geschichte lernen bedeute nicht sich aus Kriegen rauszuhalten, nein vielmehr das Gegenteil sei richtig.

Anstatt sich froh über eine Gesellschaft zu zeigen, die die illegalen Angriffskriege gegen den Irak und Afghanistan mehrheitlich ablehnen, sieht die Präsidialnase darin eine -womöglich sogar hedonistische- Schwäche.

Anstatt sich also darüber zu freuen das die Gesellschaft einen zivilisatorischen Schritt weiter gekommen ist, mäkelt er herum, dass die Gewalt zwar ein Übel sei, aber eben notwendig und sicherlich immer gerechtfertigt, solange nur wir sie ausüben. m(

Sie wissen schon *knickknack* den unsere Ziele sind immer rein und hehr, warum trat nochmal der Köhler zurück?

Ah, richtig, er sprach Sätze die dem Zensor durchgerutscht sind:
"Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."

Klingt nicht ganz anders als das, was der Bundespfaffe jetzt abgesondert hat, oder?

Nun er will allerdings vorher noch drüber reden, also bevor man ein anderes Land platt macht, auch und besonders für wirtschaftliche Interessen.
Ich denke das entspringt einer Bibelkreis Sozialisierung, ansonsten der selbe Mistdreck, den auch schon der andere in die Welt gekippt hat.

Kriege müssen wieder denkbar, führbar und gewinnbar sein, um die Interessen der Eliten der herrschenden Kapitalfraktionen zu bedienen - was passt da besser, als während einer Fußball-EM schon mal klare Worte auszusprechen.

Denn zu diesen Zeiten herrscht doch gewöhnlich schon Stimmungspatriotismus vor, da kann man doch ein wenig von nassauern (Nassauern...da war doch was -- ah ja, der andere Bundespräsi :-D ) um den mal vom Kopf auf knackige stramme Stiefel fest auf unserer deutsche Erde zu stellen.

Das er Gewalt für gerechtfertigt hält, lässt mich mit großem Schmunzeln an den genialen Satz aus Woody Allans Letzte Nacht des Boris Gruschenko denken.

Dort zitiert Diane Keaton in einem Wertewortgefecht angeblich Attila den Hunnen mit folgendem Satz:
Gewalt ist gerechtfertigt, wenn es im Dienst der Menschheit geschieht.
Treffer, versenkt!

Mir gefällt dabei das Bruttonationalglück in Buthan deutlich besser, eine nette Idee und wesentlich fortschrittlicher, als das sture und stumpfe aufs Geld schielen dem unsere Ideologen anhängen.
Denn, ich denke Glück ist der einzige Sinn den es anzustreben gilt, sowohl individuell als auch gesellschaftlich, und zwar im Hier und Jetzt.
Und sicher nicht erst, wie es dem Pfaffen aus Bellevue gefällt, in einem imaginären Jenseits, das er scheinbar mit mehr Deutschen füllen möchte.
Ist der Islam nun gar Teil des Jenseits? Oder hat das auch nur jüdisch christliche Wurzeln, hat es dort eine Aufklärung gehabt, oder um mit den verräterischen Worten Gaucks zu sprechen "gar eine Reformation?"
Andere kürzlich geäußerte Dumm- und Torheiten aus dem Mund des Rostockers, freudsche Sätze - die zumindest seine hirninterne Rangfolge klar machen und belegen das Zweifel am Glücksfall bei der Besetzung mindestens angebracht waren und sind.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Montag, 11. Juni 2012

Isle of Jura 12 'Elixir'

Der heutige Whisky wurde im Rahmen des Isle of Jura Tastings bei Herrn EausH probiert.
Da es mengenmäßig nur ein dram war und die Örtlichkeiten nicht meine gewohnten, sind meine Notizen unter Vorbehalt zu verstehen.
Prinzipiell gestehe ich einem Whisky zu sich mir öfters vorzustellen, bis ich meinen Daumen dramatisch über senke oder ihn in den Himmel hinaufsalbadere.
Da allerdings auch der Herr AausB, Herr EausH, sowie sein Vater und meine Ms. mit Kommentaren nicht hinter den Berg hielten, liegen meine Einschätzungen vermutlich nicht völlig neben der Spur.
Dennoch: Es gilt wie so oft im Leben, man trifft sich immer zweimal. :-)

Der zweite getastete Whisky aus der Destillerie Isle of Jura von der gleichnamigen schottischen Insel ist der 12 jährige.
Isle of Jura 12 Whisky Flasche

In der Nase findet sich zuerst ein stechender Geruch (Alkohol?), dahinter erscheint etwas später ein wenig Toffee und sanftes Sherry Aroma. Deutlich besseres Aroma im Vergleich zum 10 jährigen, aber das ist auch nicht wirklich schwer.

Im Mund hat der kleine Racker einen stürmischen Antritt und überzeugt mit Sherrylastigkeit, wenn man denn auf so etwas steht. Allerdings nicht so intensiv und lecker, wie bei beispielsweise einem Glenfarclas 105.

Der Abgang brennt ein wenig nach, mit leicht süßlichem Geschmack und Sherryaltlasten in seiner ganzen Pracht bleibt er mittellang.

Der 12 jährige ist -im direkten Vergleich zu seinem jüngeren Bruder- eine Handbreit besser und trinkbarer, allerdings auch deutlich teurer.
Die 0,7 er Flasche kostet knapp unter 40 Euro, er ist momentan nicht bei den üblichen Verdächtigen gelistet.

Isle of Jura füllt den 12 jährigen mit zeitgemäßen 46% ab, aber schüttet auch hier wieder verbrannten Zucker in Form von E150a zur sinnfreien Farbanpassung rein.

Wertung Single Malt
Isle of Jura 12 Elixir

Geschmack:
Fass2
bis
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile2
Fazit: Ein 'neuer' Whisky aus den Trögen von Isle of Jura, deutlich trinkbarer als die zehnjährige Standardabfüllung, aber dennoch irgendwie unbefriedigend. Für einen Preis von knapp 40 Euro pro 0,7 Liter definitiv keine Kaufempfehlung. Alternativ lieber einen Aberlour 12 oder einen Glenfarclas 12 kaufen.



Ihnen Ihr Blödbabbler

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Isle of Jura 10

Der heutige Whisky wurde im Rahmen des Isle of Jura Tastings bei Herrn EausH probiert.

Da es mengenmäßig nur ein dram war und die Örtlichkeiten nicht meine gewohnten, sind meine Notizen unter Vorbehalt zu verstehen.
Prinzipiell gestehe ich einem Whisky zu sich mir öfters vorzustellen, bis ich meinen Daumen dramatisch über senke oder ihn in den Himmel hinaufsalbadere.
Da allerdings auch der Herr AausB, Herr EausH, sowie sein Vater und meine Ms. mit Kommentaren nicht hinter den Berg hielten, liegen meine Einschätzungen vermutlich nicht völlig neben der Spur.
Dennoch: Es gilt wie so oft im Leben, man trifft sich immer zweimal. :-)
Isle of Jura 10 Whisky Flasche

Der erste getastete Whisky aus der Destillerie Isle of Jura von der gleichnamigen schottischen Insel ist der 10 jährige.
Leider hat der Korken dem Whisky einen Schuß mitgegeben, den Hinweis auf korkigen Geschmack im Abgang etc. erwähne ich deshalb später nicht, weil ich mal zur Ehrenrettung von Isle of Jura annehme, dass das nicht ihr normales give-away-of-the-day ist.

In der Nase findet sich schwacher Honig, insgesamt alles eher nichts sagend bis fad.
Im Mund erscheint der 10 jährige fast wäßrig auf der Zunge, dabei aber unfairerweise intensiv brennig.
Auf der Zunge findet sich süßer Honig und etwas holzig-bittere Noten, aber insgesamt bleibt das Gleichgewicht zwischen süß und bitter erhalten.

Der Abgang ist immer noch brennig bis tief in den Schlund und man freut sich das er nur kurz ist, also der Abgang, nicht der Schlund. :-D

In meinen Augen ein durchaus unspektakulärer Whisky, nichts woran man sich länger erinnert oder erinnern möchte.
Unsere Testflasche kam in der 1 Liter Fassung daher, es gibt ihn auch in der kleineren 0,7 er Flasche, der Preis liegt für den Liter zwischen 29 und 32 Euro.
Isle of Jura füllt den 10 jährigen mit sachten 40% ab und gewährt im noch eine Schaufel voller E150a zur Farbanpassung.

Wertung Single Malt
Isle of Jura 10

Geschmack:
Fass2
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile2
Fazit: Ein Whisky den die Menschheit nicht braucht, für ähnliches Geld würde ich jederzeit einen AnCnoc 12 oder einen Tomatin 12 vorziehen, beide um Längen handwerklich besser und geschmacklich Welten überlegen. Finger weg!



Ihnen Ihr Blödbabbler

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Sonntag, 10. Juni 2012

Plan erfüllt!

So, die letzten Tage mehr oder minder gut überstanden - jetzt heißt es erst einmal entspannt ausnüchtern. :-D

Der einjährige Geburtstag von Frau MausD am Mittwoch fand zum Teil vor der Tür statt, denn dort thronte das Buffet und wurde -zumindest was die Hochrippe anging- elegant vom Meister B. seziert.
Da ich für diesen Tag die "Du-darfst-nur-Alkoholfrei-trinken-weil-du-der-Fahrer-bist Karte gezogen hatte, begnügte ich mich mit mehreren Light Produkten einer Firma aus Flensburg.
Kann man durchaus mal trinken, Spaß ist aber anders. ;-)
Lustigerweise traf ich dann bei der Feier noch die Mutter eines alten Schulfreundes von mir, welchen ich seit mindestens 17-20 Jahren nicht mehr gesehen habe.
Da ich seine Mutter mindestens genauso lange nicht mehr gesehen hatte, war es ein langsames heranstochern ob man sich kennt.
"Ihr Sohn heißt Alex, sie wohnen in XYZ? Ist ihr Nachname zufällig ZYX? Ahh, dann kennen wir uns ja." :-D
Leider kränkelte ich, wie fast immer wenn mal was Schönes ansteht, :-( etwas und so zogen wir bereits gegen 22.00 Uhr gen Heimat.
Nach kurzer Nacht und diversen Medikamenten besserte sich der Zustand im Laufe des Donnerstags dann allerdings wieder, zwar keine 100% Einsatzmöglichkeit, aber 55% reichen ja in den meisten Fällen auch schon aus. ;-)

Trotzdem dann noch das rituelle "Einmal-die-Woche-beim-Thai-essen-gehen mit Frau MausD am Freitagmittag abgesagt, denn am Abend stand ja auch noch beim Herren AausB der Iron Sky Abend mit kultiviertem Sauerkraut und Würstchenmampfen an.
Als die Ms. und ich endlich kurz nach 20.00 Uhr auftauchten, zischelte und bruzzelte bereits dreierlei Gezücht vom Würstchen in der Küche auf einem E-Griller von Herrn JausD vor sich hin.
Überraschend und angenehmerweise fand sich auch der werte Herr virtualmono unter den Gästen, sehr schön, man könnte sonst meinen die Erde habe ihn verschluckt. ;-)
Außerdem der Herr ti mitsamt UausO, Frau KausA, besagter JausD und völliges Mirakel der Herr DausF - ein wahres Monster vor dem Herrn und ehemaliger Studienkollege- aus der guten alten Zeit waren geladen. :-D
Nachdem wir uns den Bauch vollschlagend und Kilkenny(nicht ganz stilecht) trinkend noch dem 2:0 der Russen über eine hemmungslos überforderte tschechische Mannschaft beiwohnten, gelang es dem Herren AausB dann doch noch, die BluRay einzulegen.
Zu den Klängen von Laibach konnten wir einem interessanten und häufig witzigen Machwerk folgen, das in englischer und deutscher (dann mit englischen Untertiteln :-D ) Zunge dargeboten wurde.
Weltraum-Nazis vom Mond mit Udo Kier als Führer Kortzfleisch und Götz Otto die versuchen die Erde zu erobern. Sehr schöne Tritte gegen nordkoreanisches Idiotentum und amerikanischen Traum von der Weltbeherrschung, mit einem Sarah Palin Klon und abgewandelter Obama Phrase als Präsidentin.
Obwohl dieser Film weit davon entfernt ist 'perfekt' zu sein, scheint es mir, als wenn jene Kritiker, die sich darüber unverhohlen negativ aussprachen, auch gerne zum Lachen in den Keller gehen oder eben durch zu viel Grass-Lektüre einen verbohrten Blick auf das Leben bekommen haben.
Ich wurde gut unterhalten, auch oder obwohl ich bereits seit den ersten Trailern für dieses Projekt mitgefiebert habe.
Das nicht alles passt, nicht jede Pointe trifft und manche Albernheit hin und wieder die Überhand gewinnt nimmt Iron Sky auf jeden Fall nicht seinen besonderen Charme.
Und Götz endlich mal wieder als Nazi zu sehen war allein schon jede Minute wert. :-D

Samstagmittag, nachdem wir den Herren AausB eingesammelt hatten, landeten wir bei EausH zum lockeren Isle-of-Jura-Tasting, das sich dann allerdings noch ein wenig hin zum exzessiven Einer-geht-noch-zum-probieren entwickelte. :-)
Aber der Reihe nach.
Herr EausH sammelt und trinkt Whiskys, mit einer ähnlichen Leidenschaft, wie es auch der Blödbabbler gerne tut.
Eine sehr gute Vorrausetzung und -nachdem ich ihn mit der miesen Wertung Jim Murrays bezüglich des Superstition intensiv geneckt habe- auch ein wichtiger Grund sich bei Ihm vor Ort ein eigenes Urteil zu bilden.
So hatten sich -noch ungeöffnet- bei ihm versammelt der zehnjährige, der zwölfjährige, der sechzehnjährige, der Superstition und der Prophecy allesamt von der Destillerie "Isle of Jura", der einzigen Brennerei die es auf besagter Insel gibt.
Die genauen Tastingnotes gibt es nacheinander als eigenen Beitrag, hier sei nur grob die Richtung erwähnt in die die Reise ging.

Der zehnjährige, der leider auch ein wenig gekorkt hatte (ich werde ein immer größerer Freund von Schraubverschlüssen :-( ) ist ein eher belangloser Zeitgenosse.

Sein etwas älterer Bruder ist, auch wegen seiner 6% mehr Alkohol schon eher trinkbar, aber auch nicht wirklich gut.

Erst mit dem 16 jährigen Vertreter haben wir einen guten und eleganten Whisky im Glas, mehr allerdings leider nicht.

Der Superstition, auf den ich mich mit einem gewissen faszinierten Grusel, ob der findbaren Kritiken (Babykotze, verwesendes Aas...), gefreut habe, war dann erstaunlich trinkbar - er schmeckte wie der 12 jährige nur halt rauchig. Das war zwar auch nicht wirklich gut, aber bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet. Allerdings steht die Flasche auch schon ein wenig beim werten Herrn EausH und nach Murray entwickelte sich der Whisky in den letzten Jahren hin zum 'immer schlechter'.

Die angenehme Überraschung bildete dann der Prophecy, der gut bis lecker war - ein rauchiger und wesentlich besser abgestimmter Vertreter dieser Art als der Superstition.

Damit hatten wir dann fünf Whiskys im Glas -alle aus einer Destillerie- und man konnte schon den Fußabdruck der Destillerie herausschmecken, allerdings gestehe ich offen, Isle of Jura wird so sicherlich keine meiner Lieblingsdestillen.
Mir fällt zu jedem der getesteten Whiskys mindestens eine Destillerie ein, die ein besseres Produkt abliefert - für den gleichen oder einen ähnlichen Preis.

Mit fünf Proben ist meiner Meinung nach schon die Obergrenze für 'vernünftiges' Testen von Spirituosen erreicht, aber wer will schon immer vernünftig sein?

Der Herr AausB hatte noch von Compass Box das Peat Monster im Gepäck und wir entschlossen uns einfach mal weiterzumachen.
Welch ein Unterschied, dieser Blended Malt war dann doch eine klare Steigerung zum Prophecy, dem besten aus der vorherigen Testreihe der Isle of Juras.
Für weniger oder das gleiche Geld, nun ja.

Und was ist ein Whisky Tasting, wenn der Gastgeber seinen Gästen nicht auch mal seinen schlechtesten Whisky anbietet? Eben, unvollständig.

Wie EausH bei meinem letzten Tasting durch einen Loch Lomond NAS durchmusste, welchen er dann noch überraschend gut bewertete, kreiste hier die Flasche mit einem "Old Boy" Blended Scotch. (:-D )
Das Internet kennt keinen Old Boy Whisky, die Flasche sah nach Johnnie Walker Klon aus, der Stoff selber war nicht ganz so fies, wie gedacht, obwohl Her AausB und EausH den Daumen senkten.
Entweder war ich zu diesem Zeitpunkt schon voller als die beiden, oder ich litt immer noch an den Nachwirkungen des Korkgeschmacks auf der Zunge, den mir der zehnjährige Isle of Jura eingebrannt hatte.
Aber, ich fand den nicht sooo schlimm, ok, die Nase war eher zum Schnäutzen und der Geschmack grainig und sprittig. Schmeckte fast wie ein Mekhong Whisky.
Aber eins tat er braverweise, er machte den Mund wieder frei und spülte die letzten Reste von Käse und Kork in die unergründlichen Tiefen des Blödbabblers fort.

Denn, in den Schränken von Herrn EausH hatte ich noch einen Woodford Reserve entdeckt, etwas das ich normalerweise gerne im Rahmen einer Bourbonverkostung probiert hätte, aber hey, wenn man schon mal zusammensitzt. :-D
Guter und feiner Stoff, schön auch das die Fassung mit 45,2% nicht die mit 43,2, vorlag - gut bis lecker mit einem Schlag eher hin zu lecker.

Und, um uns vollends in den Suff zu verleiten glücklich in die Heimat zu entlassen, war sich Herr EausH nicht zu schade uns noch einen Jack Daniel's No. 7 Scenes from Lynchburg ins Glas zu schütteln.
Wir trinken nämlich auch Sammlerflaschen aus, denn wir sind Trinker und keine Spekulanten. :-D

So endete dann ein schöner Nachmittag und die Ms., die brav an allen Whiskys geschnuffelt hatte und maximal einen Tropfen erschmeckte fuhr den Herrn AausB und mich heim, auf das ich unseren Fußballhelden, den Königen des kultivierten Passspiels und der attraktiven Spielweise bei ihrer filigranen Verrichtung ihres Tagwerks zuschauen durfte.
Wie immer ein unvergleichbar vergnügliches Tun, bei dem ich heldenhaft mit der Schwere meiner Augenlider kämpfte, bis dann deren stumpfsinniges Blödgebolze endlich an sein viel zu spätes Lebensende kam und verendete.
Zum Glück war ich durch das Tasting bereits so sediert, dass mich selbst das Gestolper und Herumdilettieren auf D-Jugendniveau der Herren Millionäre nicht mehr ernsthaft erzürnen konnte.
Das kann nur besser werden, hoffe ich. Aber, das hoffte auch Jim Murray beim Superstition:"I thought this could only improve. I was wrong."
Schaun wir mal.
Nochmal vielen Dank für die schönen Tage dank eurer Einladung liebe MausD, AausB und EausH.

Gruß Blödbabbler

Dienstag, 5. Juni 2012

Wochenplan

Sehr schön!

Diese Woche ist mit schönen Einladungen geradezu angefüllt.
Morgen feiert Frau MausD ihren 1 Geburtstag, nachdem ihr das Herz im Rahmen einer Bypass-OP justamente vor einem Jahr stillstand und den Auftakt gab zu einem unerfreulichen Gesundheitsfiasko.
Nette Idee - ich freue mich schon auf Speis und Trank und bin gespannt auf die Gäste.

Donnerstag nutzen die Ms. und der Blödbabbler dann die Muße, die uns ein weiterer sinnfreier kirchlicher Feiertag - nimmt irgendwie kein Ende dieses Jahr mit diesen Feiertagen - beschert und werden wohl passend dazu Diablo flach legen.
Kommt Diablo 3 nur mir so unbalanciert und undurchdacht vor? Ohne größere Schrammen bis zu Diablo und dann zieht es mächtig an. Ohne Anstrengung in drei Tagen durchgespielt, irgendwie hatte ich das aus Diablo 2 LoD anders in Erinnerung.
Egal, der werte Herr MausO, die Ms. und -mal schaun wer noch- werden auf jeden Fall gemeinsam den Ausgeburten der Hölle mächtig in den Arsch treten. Ganz in Anlehnung an Peter 'Braindead' Jackson "I kick as for the lord!".

Am Freitag lädt dann der Herr AausB zu einem Iron Sky Abend, stilecht mit Nürnberger Würstchen und Sauerrrrrkraut.
Allerdings hat er schon prophylaktisch über die Qualität der BluRay geschimpft.
Ich frage mich dabei ja immer wieder, wieso man sich die Sachen nicht einfach in guter Qualität kostenlos aus dem Netz saugt, wenn die Vertriebe und Rechteverwurster den ehrlichen Käufer immer mit einem Tritt für sein Geld in die Klöten bedenken.
Jammern, dass sie Umsatzeinbrüche haben, aber den letzten Käufern mit DRM und nicht überspringbaren inhaltlich sinnfrei verlogenen Propagandamärchenfilmen die verbliebenen Teile des Geduldsfadens durchsägen. Schwachbirniges Konzept!
Aber eventuell sind ja diese Propagandamärchen passend bei einem Film wie Iron Sky :-D - am Freitagabend bin ich dann vermutlich bereits schlauer.

Samstag hat Herr EausH zu einem Whiskytasting bei sich geladen, es steht unter dem Motto "Isle of Jura" und er bietet uns
- 10years old
- Superstition
- 16years old
- Prophecy
zur Verköstigung an.
Ich bin mal gespannt, denn ich kenne bisher von dieser Destillerie nur die schlechten Ratings zum Superstition und dem 10 jährigen von Jim Murray aus der 2012 Bible.
Und natürlich die erheiternden Kommentare im Forum von whisky.de die in Richtung Babykotze und verwesendes Aas gehen.

Nicht besonders gut, aber riecht nach krepiertem
und verwesenden Tier. Interessant.


Da bin ich letzthin auch erschrocken, da ich Jura sonst sehr mag.
Irgendwie roch der Superstition für mich extrem nach starker
Rindsbrühe

Ja, Fleischbrühe ist mir auch aufgefallen. Aber Rind ist zu wenig. Es
könnte eher von sehr gut abgehangenem Wild sein, ein Hautgout
trifft's ziemlich genau


Der superstition hat wirklich ein verrücktes Aroma. Wie schon in
einem anderen Thread beschrieben, habe ich Abende, da rieche ich
wirklich zuerst einen intensiven Verwesungsgeruch .. und zwar
fleischig .. und dann wieder Abende, da gehts Richtung Bacon,
Süßholz und Lakritz ..

Freuen kann man sich vermutlich auf den 16 jährigen und den Prophecy, denen gemeinhin nachgesagt wird, anständige Whiskys zu sein. Aber, wie immer sind unsere Sinne offen und unsere Vorurteile nur dazu gedacht die Stimmung anzuheizen; nicht aber das Urteil selbst zu trüben.
Geschmack ist ja eben zum Glück individuell und unterliegt Stimmung und Tagesform genauso, wie auch Glasform, Wasser und viele andere Faktoren mitreinspielen.
Bin schon sehr gespannt und freue mich die kleinen Kerle endlich im Glas zu haben.

Tjo, dann am Abend des Samstag hoffe ich entspannt unseren Fußballhelden bei ihren drolligen Versuchen einen geraden Ball zu spielen, zusehen zu können.
Wenn ich viel Lust habe, dann werde ich meinen Sermon zu deren Kick wieder im Blog aufarbeiten, eventuell bin ich aber, dank des vorherigen Tastings, auch dafür zu faul. Man wird sehen.

So, eben rief noch Kollega aus Berlin an, Treffen mit ihm heute um 17.00 Uhr - geschäftliche Visionen besprechen.
Also der Abend ist dann wohl auch außerhausig. :-D

Allen da draußen auch eine schöne Woche gewünschelt von

Ihnen Ihrm Blödbabbler

Dienstag, 29. Mai 2012

Tomatin 12

Aus der Highland Destillerie "Tomatin" die mit 23 Brennblasen -von denen augenblicklich mit 12 gebrannt wird- einstmals die größte unter den schottischen Brennereien war, stammt mein heutiger Testkandidat.

Die 12 jährige Standard Abfüllung reifte in 1st(Bourbon) oder 2nd fill Fässern aus amerikanischer Eiche und erhielt sein Finish -für mindestens 6 Monate- in spanischen Sherryfässern.
Tomatin 12 Whisky Flasche
Der Tomatin 12 kommt in einer, hochwertig wirkenden, schwarzen stabilen Pappschachtel mit weißer, roter und silberner Beschriftung daher.
Sehr gefällig.
Im Innern findet sich eine weißglasige 0,7 Flasche mit integriertem Firmenwappen und einem nüchternen, aber dennoch eleganten Label, welches den Schachtelaufdruck erneut aufnimmt.

Der Whisky wird leider mit der E150 Kelle farblich angepasst und auf 40% herunterverdünnt, bevor er beim Kunden ankommt.
Beides schade, aber dennoch ist das Endprodukt ein guter anständiger Whisky geworden.

Dennoch?

Gemeinhin nimmt der schnöde Single Malt Trinker an, dass durch den Prozess der Kühlfilterung einige der wichtigen Geschmacksträger aus dem Lebenswasser herausgelöst werden, was sich in geändertem vulgo schlechterem Geschmack niederschlägt.
Deshalb favorisiert man eben den nicht-kühlgefilterten Whisky, der durch den benötigten höheren Alkoholgehalt von 46% auch deutlich angemessener im Glas steht; verdünnen können wir ja auch alleine noch, falls uns die 6% mehr zu stark erscheinen.

Oder auch, um mehr Schnuffelaromen freizusetzen - die Trinkbarkeit leidet dann zwar meistens, aber die Nase freut sich eben.
Ich bin allerdings nur ein armer Trinker, der sich -aus Kostengründen- die Verdünnung auf bis zu 20% zwecks Nasenbeglückung schenkt.
Denn: ich will was schmecken und nicht meinen teuren Whisky nach Verdünnungsorgie danach in den Gulli entsorgen müssen, weil er labbedudelig geworden ist und nicht mehr schmeckt. :-D

Zum Thema Geschmackveränderung -Ja oder Nein- durch Kühlfilterung gibt es einen schönen Artikel mit einer Selbstversuchsreihe von Matthew Fergusson-Stewart bei den Malt Maniacs zum Thema "THE TASTE OF CHILL FILTRATION" und eine 'Spielerei' von Oliver Klimke auf dramming.com How To Tell If Your Whisky Is Chill-Filtered.

Aber zurück zum heutigen Testling dem Tomatin 12 .

Aus dem Glencairn Glas strömt eine angenehme schöne aromatische Nasenbeglückung.
Volles Aroma, feine Süße, ein wenig 'Sherry' Style und überraschend viel Fruchtigkeit.
Eine jener Nasen, bei der einem -in erwarteter Vorfreude- das Wasser im Maul beginnt zusammenzulaufen.

Also, schnell einen Schluck in die Mundhöhle gespült und *huch*:"wuchtig für seine 40%", angenehm überrascht festgestellt.

Dabei bleibt er dennoch weich, süßlicher Geschmack wird durch eine konträre Bitterkeit gut aufgefangen, die allerdings hin und wieder auch die Dominanz übernimmt.
Im Mund ist er durchaus malzig und ein wenig ölig auf den Lippen bei schwachen bis geringen Anteilen von Frucht (Zitrus?!).
Das ganze Geschmackserlebnis wird noch gut unterstützt durch eine spürbare würzige Note.

Im Abgang ist er leicht süß mit etwas Sherry Einfluss, allerdings ist er imho eher kurz bis mittellang und nicht lang, wie uns die Destillerie in ihrem Webshop nahelegt.
Aber das ist schon maulen auf gutem Niveau.

Der Tomatin kommt in einer 0,7 Liter Flasche daher und kostet zwischen 25 und 28 Euro bei den üblichen Verdächtigen, im Angebot auch mal 23-24.
Meine Testflasche stammt noch aus einem Kauf 2011, da erstand ich sie für knappe 22 Euro bei einem Onlineversender.

Wertung Single Malt
Tomatin 12

Geschmack:
Fass3
bis
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Ein guter Whisky, der mit seiner speysideschen Art zu Gefallen weiß. Momentan neben einem wunderbaren AnCnoc12 mein zweiter Favorit für einen unbedarften Single Malt dram an einem warmen Sommerabend. Kaufempfehlung, wenn an der Preisuntergrenze.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Montag, 21. Mai 2012

Vorurteil oder realistische Wahrnehmung?

Vorweg:
Heute Morgen stand in der Holzausgabe, der Frankfurter Rundschau ein Artikel von Hannes Gamillscheg, der sich unter dem Thema "Unter Männern" einer (investigativen) Reportage aus Schweden annahm.
Leider hab ich dazu -auch bei einer anderen Zeitung- nichts zum Verlinken im Internet gefunden.
Da nun meine Schwedischkenntnisse leider noch schlechter als mein Kantonesisch sind, habe ich mir auch die youtube und schwedische Medien Links gespart.
Ich beziehe mich also einzig und alleine auf oben genannten Artikel als Grundlage meines Textes.

Wie nennt man es eigentlich wenn einem "Vorurteil" entsprochen wird?
War das dann gar kein Vorurteil, sondern einfach eine berechtigte, weil realistische Sicht auf etwas?

In Schweden haben -für die Sendung Uppdrag Granskning (Auftrag Nachforschung)- zwei Frauen mit versteckter Kamera unter dem Niqab zehn Moscheen aufgesucht um von deren Imamen Rat zu ersuchen bei folgendem Problem:

-> ihr Mann habe sich eine zweite Frau genommen und nun schlage er sie, wenn sie nicht mit ihm ins Bett gehen wolle

Neun der Imame bekräftigten -gegen bestehendes schwedisches Gesetz- das der männliche Moslem eben das Recht auf bis zu vier Frauen habe - weltliches Gesetz hin oder her.

60% der befragten Imame sprachen dem Mann das Recht auf Sex zu, ebenfalls 6 der 10 rieten davon ab, sich wegen des stattfindenden und stattgefundenen Missbrauchs an die Polizei zu wenden.
Prinzipiell wurde ihnen geraten, ihre Ehe auszuhalten, denn Schläge seinen ja nicht so schlimm.

Ebenso solle die Frau sich bei ihrem Mann für ihren mutmaßlich gemachten Fehler entschuldigen (denn, den muss logischerweise sie gemacht haben, wieso schlüge er sie sonst?) und um einen Neuanfang bitten.
Nebenbei könne sie eben auch nicht verlangen, dass er sich von seiner zweiten Frau scheiden lassen müsse.
Überraschenderweise kritisierte der Vorsitzende des schwedischen Islamverbandes denn auch das verdeckte konspirative Tun des Senders und nicht etwa das Ergebnis, das die Imame dargeboten haben.
So wurde im Nachklapp von verfälschten Zusammenschnitten gesprochen - der Sender dementiert das.

Selbstverständlich wurde noch von anderen Imamen darauf hingewiesen, dass die meisten Muslime gegen Misshandlung und Vielweiberei seinen (übrigens aus meiner Sicht eine Selbstverständlichkeit!), und man den Regeln im Land in dem man wohne absolut folgen müsse.
Na also, das klingt doch wunderbar.
Alles doch alles in bester Ordnung in Schweden?
Nicht so ganz, denn wer sich nicht mehr erinnern mag oder kann, Schweden ist auch das Land, in dem man nach einvernehmlichem Geschlechtsverkehr trotzdem als Vergewaltiger angezeigt werden kann und in dem der Antisemitismus inzwischen -nicht zuletzt dank islamischer Betonköpfe und verblendeter geisteskranker Jugendlicher- blüht.
Man kann sich gerne dazu die entsprechenden Artikel per Dr. Google zusammen suchen - exemplarisch dazu von 2010 ein Beitrag bei 3Sat - "Kein Platz für Juden in Bullerbü" und ein etwas aktuellerer in der Zeit von 2011""Bewusste Juden müssen sich darüber klar werden, dass sie hier keine Zukunft haben"" oder einer von 2012 aus der Welt Malmö verdrängt sein neues Antisemitismus-Problem.

Wenigstens gibt es noch die Destillerie Mackmyra - einer der wenigen Lichtblicke die in den letzten Jahren aus diesem einstmals offenen und demokratischen Land kommt, welches inzwischen leider zu einem Zerrbild von Liberalität verkommen ist.
Schön sehen kann man allerdings wohin man kommt, wenn man Feinden des Liberalen in vorauseilendem Gehorsam eine Opferrolle zubilligt und ihnen Nachsicht gewährt; dies kann man paradigmatisch am Schweden des letzten Jahrzehnts nachvollziehen.

Her mit den kleinen Schwedinnen!

Ihnen Ihr Blödbabbler