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Freitag, 13. Juli 2012

Hirnbeschnittene unter sich

Die Front der Gegenaufklärung und der Traditionalisten reicht tief in die Parteien der BRD hinein.
Neben dem bereits vorgepreschten Volker Beck und Frau Künast, krachend gescheiterter Berlin-Bürgermeisterkandidatin, finden sich auch die üblichen Verdächtigen aus der SPD ein.
Der Popminister a.D. Sigmar Gabriel salbadert seinen Sermon dazu und fordert die Unterstützung der SPD um den Weg zurück ins Mittelalter politisch abzusichern.

Nachdem es offenkundig keinen rational überzeugenden Grund für einen Verstoß gegen die körperliche Unversehrtheit gibt, müssen schnell Fakten geschaffen werden.
So fabuliert es aus dem Dunstkreis der Hirnbeschnittenen.

Das jüdische Leben in Deutschland ist nicht mehr möglich, wenn Kindern die Vorhaut nicht abgeschnitten wird?
Ich frage mich bei solchen Äußerungen ja immer, ist diese Religion wirklich so arm, das sie zugrunde geht, wenn der Zipfel bis später dran bleibt?
Und das Urteil sei die schlimmste Entscheidung in Post-Holocaust-Zeiten?
Wie arm und verzweifelt muss ein Rabbiner sein, wenn er relativierend den unvorstellbaren Massenmord sprachlich bemüht und in die Nähe bringt, um rituelles Unrecht an Kindern abzusichern?
Klar darf er das, muss er sogar, weil jüdische Religion eben nur funktioniert, wenn man eine Vorhaut abschneidet.

Zumindest, wenn man diesen talibangleichen Rabbinern Glauben schenken darf.

Obwohl es selbst innerhalb des Judentums nicht unumstritten ist, das es dieser vorzivilisatorischen Handlung nicht Bedarf, sondern das diese ebenso, wenn gewünscht, im späteren Alter als bewusste eigene Entscheidung stattfinden kann.
Die bisher in den Medien vorgebrachten (Schein)argumente (USA, War-schon-immer-so, Hygiene, Religionsfreiheit) zeigten mir mit unbarmherziger Kraft, was ich schon immer vermutet habe:
Geistesschwäche entsteht und verstärkt sich mit Religion oder ist eine fundamentale Voraussetzung für selbige!

Ganz langsam nochmal zur Erklärung: es gibt eine Metaebene die über allem steht; universale Menschenrechte, jedem Menschen zu eigen, darunter eben auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Aber natürlich auch andere Dinge wie Meinungs - und sogar Glaubensfreiheit.

Erst wenn man ein Staatswesen auf den Grundlagen dieser Menschenrechte aufbaut, die Religion ins Private verlotet, ist ein Gemeinwesen möglich, das eben Glaubensfreiheit überhaupt gewährt.
Allerdings natürlich erst nachgeordnet, und nur existent auf der Basis der Menschenrechte.
Wer sich nun nicht an Menschenrechte gebunden fühlt, kann imho auch nicht davon profitieren.
Diesen Teil wollen natürlich Anhänger des einen Gottes niemals akzeptieren, ihre private Glaubenssache soll über den Menschenrechten und dem Gesetz stehen.
Darum geht der Kampf.

Es geht Ihnen darum, undemokratisches Handeln und (eingebildete) Partikularinteressen mit einem Primat zu versehen.
Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Wir sehen diesen Teil bei den Empörungskampagnen unserer immer beleidigten islamischen Friedensfreunde, die jede Meinung tolerieren, solange es nur ihre eigene ist.
Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und ähnlichem Krempel aber sehr schnell ad acta legen und massiv dagegen vorgehen, sobald eben nicht mehr Menschenrecht und weltliche Justiz das Sagen im Staat haben.

Und aus den dummen und geifernden Kommentaren, die momentan von empörten Katholiken über die Titanic hereinprasseln, zeigt sich, dass wohl die Christenheit den Moslems momentan ihren gelebten Hang zur exekutierenden Gewalt massiv neidet.
Gerne würde man den Satiriker, gemeinhin den Mensch mit der anderen Meinung mal lynchen, weil er ein böses Bild gemalt hat oder -na, klar! -blasphemisch ist.
Na, klingt irgendwie seltsam vertraut, oder?

Aber zurück zu den Pimmelschnippelfanatikern und ihrer Unterstützermischpoke aus dem Biotop der politisch korrekten Politik.

Wenn ihr es mit den Traditionen so habt, wie steht es denn mit dem Recht der Satanisten (gleiche Spinner wie die Gegenseite nur besser gekleidet!) Katzen zu opfern, oder Menschenopfer darzubieten?
Gabs ne ganze zeitlang und war wichtiger Bestandteil der Riten und des Kultes.
Gilt nicht? Alles Humbug?
Nun, ich denke alles derselbe Käse.
Aber ich lass mich auch gerne überraschen.
Falls eine Seite mir einen schlüssigen und rational nachvollziehbaren Gottesbeweis(Allah, Jahwe, Satan, Pele oder fliegendes Spaghettimonster et.al.) liefert, bin ich selbstredent bereit, sie aus meinem Diktum der Idiotie herauszunehmen.
Bis dahin bleibt, andere Süßstoffe, aber gleiches Getränk.

Oder, ich wies bereits hier auf den Baal-Kult hin.
Die Problematik der Kindsopfer im Baal-Kult, das Füllen des tofet mit Babys zum Behuf der Preisung und Segnung sind zwar umstritten, aber wenn es das denn gab, hat man dann als Anhänger dieser alten Religion das Anrecht auf Neugeborene?
Weils das schon immer gab?
Oder würde man seinen Verstand einschalten, kurz in der Charta der Menschenrechte nachgucken und unter Artikel 2 – Recht auf Leben lesen, das er das Recht jedes Menschen auf Leben sichert und die absichtliche Tötung verbietet.
Also, liebe Nachkommen unserer phönizischen Freunde, bitte lasst das mit den Babys sein und opfert stattdessen lieber einen Scheit Holz oder trinkt einen guten Brandy.
Der Satanist nun, so er denn beim Opfern einer Katze entdeckt wird, wird vermutlich selbst schnell zum Opfer, nachdem in ein veganer autonomer Tierfreund mit dem Gummistiefel erlegt hat; alternativ verknackt man ihn -natürlich zu Recht- wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
Nur, wenn man einem kleinen Baby oder einen jungen Kind aus Tradition die Vorhaut wegschneidet, dann bleibt man unbelangt? Dann ist es in Ordnung?
Weils schon immer so war?
Weil es den Holocaust gab?
Weil Religion alles darf?
Weil Menschenrechte nicht für Kinder gelten?

Ich gestehe ich schäme mich inzwischen nur noch für diese Politiker und hoffe, dass es in ihrem jeweils persönlichen Fall die Hölle gibt und sie darin schmoren bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

Wer emanzipatorisches Menschenrecht einer Willkür des Glaubens unterordnet, der verabschiedet sich vom gesellschaftlichen Konsens einer Demokratie und planiert den Weg hin zum unfreien Gottesstaat.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 6. Juli 2012

Clement am Ende...

... seines Weges .

Nach einem wahrhaft langen Marsch ist er nun angekommen, der werte Herr Clement, Zerstörer von Lebenswelten.

Seit dieser Woche hat er den Vorsitz der (metall- und erlektroarbeitgebergesponsorten) neoliberalen Kampagnenfabrik "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" inne.

Wer sich einen sachlicheren Überblick dazu machen möchte, als ich ihn hier kurz darbiete, der kann z.B. den Artikel Clement übernimmt Vorsitz des INSM-Kuratoriums – das soziale Trugbild wird enttarnt von Wolfgang Lieb bei den NachDenkSeiten lesen.

Wer nicht völlig blöde oder blind war, konnte dessen Gesinnung, die des werten Herr Clement, jederzeit durch dessen Worte und Taten wahrnehmen.
Seine Handschrift bei den Hartz Verbrechen, seine Lobbyarbeit für die Energie und Atommafia Kernkraftprofiteure, seine Positionierung gegen Andrea Ypsilanti oder sein kürzliches Trommeln für die FDP, er positionierte sich konsequent als Schlechtmensch, ja, geradezu als Büttel des Kapitals und Vollstrecker eines Klassenkampfs von Oben.

Nun wuchs also zusammen, was doch nie getrennt war, Arsch und Eimer Trommel und Trommler, Instrument und Interpret, Ideologe und Meinungsmaschine.

Möge der nächste Blitz dreimal dort einschlagen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Donnerstag, 5. Juli 2012

Connemara peated

Der heutige Whiskey stammt aus Irland, und war ein nettes Geschenk des Herren AausB; er überließ mir die Flasche hälftig gefüllt um mir meine eigenen Gedanken dazu machen zu können.
Ich mag ja die Pure Pot Stills der Iren , wie Redbreast, Green Spot oder den Powers John‘s Lane wirklich gerne.
Ich trinke auch die normalen Blends wie Paddy, Tullamore Dew oder Jamesson mit Spaß an der Sache und fand den nordirischen Bushmills 10 einen guten Einsteiger-Singlemalt.

Mit den 'normalen' Singlemalts, wie einem Tyrconnell NAS oder einem Clontarf konnte ich mich bisher nicht anfreunden, die schmecken mir meisten eher bäh, irgendwie zu jung, grasig mit merkwürdigen Beigeschmäckern.

Eventuell hab ich auch immer nur die falsche Abfüllung erwischt.

Sei‘s drum.Connemara peated Whiskey Flasche
Heute geht es um eine der wenigen Ausnahmen vom normalen Single Malt Geschäft der Iren, einen getorften, also hoffentlich rauchigen Whisky.
Aus den Trögen der Cooley Distillery, die auch für den Tyrconell verantwortlich zeichnet und die den veritabel leckeren Greenore Grain Whiskey -allerdings dann auf der Patent Still und nicht den PotStills- herstellt, stammt der Connemara peated Single Malt.
Er kommt in der Connemara typischen Buddel daher, gedrungen, dickglasig, grün und mit angenehm breitem Ausguss, welcher den Korken mit einem sattem Plopp entlässt.
Bis hierher durchaus alles richtig gemacht; auch der Preis von ab 25 Euro für die 0,7 Liter stimmt versöhnlich.

Allerdings verstört mich schnell der Geruch den dieser kleine Racker deutlich absondert.
Nachdem er sich einen Moment im Glas flätzte, schob ich meinen Zinken in seine Nähe um mich mit ihm vertraut zu machen.
Doch, oh weh!
Ein stark terpentinartiger Geruch, der etwas schwach Süßes mit der Aromanote "verwesendes Fleisch" umhüllte zeigte mir, mitsamt einer leichten Zitrusnote, den olfaktorischen Stinkefinger.

Ich hab es tapfer mit einigen drams immer wieder neu getestet, bis dann die Flasche, immerhin halb voll, die Neige erreichte - ich habe mich ehrlich bemüht.
Aber ein Freund dieses Aromas bin ich nicht geworden.
Ich hatte gehofft es wäre wie mit dem Ardbeg Ten, den ich eine ganze Zeit nicht wirklich mochte, zu aufdringlich süß erschien mir auch dort die Note im Gleichschritt mit dem Torf.
Doch inzwischen sind wir gute Freunde geworden, das misslang mir mit dem Connemara peated. Leider!

Bilder von verwesendem Getier im Kopfkino konsequent ausgeklammert ließ ich den Tropfen in meinen Mund laufen und *bämm* schon fing die Vorstellung erneut an. Doublefeature sogar, oh graus.

Süß, das verendete Tier ganz dicht dabei, schmeckte mir, als wenn es in Fenchelhonig ertränkt wurde.
Daneben durchaus angenehme Würze und eine überraschende Leichtigkeit, die man diesem hautgoutartigen Gesöff so nicht zugetraut hätte.
Etwas verbranntes Holz, dieser terpentinartige Beigeschmack und ein Hauch bitteres Element runden, oder besser unrunden den Connemara peated ab.

Wie immer, wenn ich etwas nicht besonders mag, hat es die Angewohnheit besonders lang nachzuhallen.
So auch hier.
Der Abgang ist mir deutlich zu lang. Leider hinterlässt er auch noch das terpentinig ölige Etwas im Rachen und klammert sich kleinkindhaft an die widerliche Süße.

Das hatte ich nicht erwartet!

Ein Whiskey der trinkbarer ist als Tyrconnell (in meinen Augen das irische Pendant zur Whiskyhölle namens Loch Lomond NAS) und sogar besser schmeckt, aber dennoch so fies ist, das einer meiner Finger sicherlich so schnell nicht in Höhe schnellte, wenn es um einen Gratisdram davon ginge.

Ich weiß nicht mehr, ob die Buddel direkt aus Irland kam, oder der werte Herr AausB die bei einem der einschlägigen Händler besorgt hat.
Auch ist mir nicht klar ob, das einen gravierenden Unterschied machte.
Obwohl das nun schon Monate her ist, seit die Flasche im Container gelandet ist, schüttelt es mich beim Schreiben erinnerungsbedingt noch immer ein wenig.

Wertung Single Malt
Connemara peated

Geschmack:
Fass1
bis
Fass2
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit:Der Connemara peated lässt mich fassungslos zurück. Ein widerlicher Geruch, Geschmack und Abgang, Anklänge von faulendem Fleisch, eingelegt in Terpentin und mit Fenchelhonig aufgegossen. Es muss dafür einen Markt geben, ich hoffe nur, der ist weit genug weg von mir. Mein ehrlicher Tipp: Finger weg und Beine in die Hände genommen wenn jemand damit auftaucht.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Samstag, 30. Juni 2012

Parlamente entmachtet


Den Worten von Sarah Wagenknecht ist leider nichts mehr hinzuzufügen.
Die Mauern sind eingerissen, die Diktatur des Finanzkapitals hat jetzt direkten Zugriff auf die Gelder, ohne noch irgendwelcher demokratischen Kontrolle zu unterliegen.
Danke an die SPD , die wieder gegen ihre Wähler stimmte, und die Grünen, die nun endlich nicht mehr sagen können, sie waren an der Agenda und den Angriffskriegen nur der Juniorpartner ergo unschuldig.
Geht sterben oder kompostiert!
Mir geht bei dieser ganzen ESM Bullshit Kacke ständig so was von "Ermächtigungsgesetz" durch den Kopf, wenn ich mir angucke, wie das miese Pack abgestimmt hat.
Schlimm, dass eine sozialdemokratische Linke als einzige noch Verstand im Kopf und cojones in der Hose hat.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 27. Juni 2012

Juden und Moslems endlich einer Meinung...

... die Vorhaut muss wech.

Wie ehedem Reagan "Mr. Gorbachev, tear down this wall!" forderte, so sind sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland und die Türkische Gemeinde in Deutschland und der Zentralrat der Juden einig.

Religionsfreiheit sei ein hohes Gut, das nicht zum Spielball von einseitiger(????) Rechtsprechung, welche Vorurteile und Klischees verfestige, werden dürfe.
Eben, mieses Vorurteil das!
Kinder werden gar nicht beschnitten, alles nur Hetze, gerne auch islamophobe oder antisemitische Hetze von einer glückssüchtigen, ach nee das kam ja vom Taliban Prediger aus Bellevue, säkularisierten, bösen und gottlosen, weil demokratischen Gesellschaft.
Eigentlich ist es doch so, dass die Kinder beschnitten werden wollen, weil es eben gottgefällig ist, sagen die Eltern und der Imam oder der Rabbi.
Und, weil die sich nicht artikulieren können(die Kinder, nicht der Rabbi oder Imam ;-) ) oder wollen, muss ja einer für sie entscheiden.
Ist wie mit dem Heiraten, wer braucht schon Liebe und freie Partnerwahl, wenn auch der 80 jährige Cousin für die 9 jährige bereit steht.

Der Zentralrat der Juden, dessen Insassen und Verlautbarer gerne mal das anrüchige Klischee vom intelligenten Juden durch ihren Veröffentlichungen widerlegen, fand gar "Diese Rechtsprechung [...][sei] ein unerhörter und unsensibler Akt."
Denn, es werde beispiellos und dramatisch in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften eingegriffen.
Oh weh, oh weh, nein so was.
Genau!
Wie durch eine alte Schiesser-Feinripp mit Eingriff packt sich der Rechtsstaat ein überkommenes Übel an der Wurzel und exekutiert daran ein Menschenrecht, auch und besonders gegen willkürliche Kodizes von Vereinen.
Wieso löst man Hells Angels Vereine auf, während innerhalb der religiösen Vereine ähnliche Strukturen und Machenschaften unsanktioniert, dafür aber hochsubventioniert werden?
Man möchte den Herren Religionslobbyisten zurufen: "Nein, man darf nicht gegen den Rechtsstaat verstoßen und seine Regeln ignorieren, auch wenn ihr das immer gerne hättet und einige dieser frechen Artefakte noch immer existieren."
Kinderschändung, und nichts anderes ist es wenn man ein Kind verstümmelt, fällt nicht unter das Gewohnheitsrecht. So gerne ihr das auch hättet.
"Tradition ist noch lange kein Grund CDU zu wählen", schrieb einst Klaus Staeck auf einer seiner guten Postkarten.
Ich möchte variieren: "Tradition(auf die berufen sich die Verstümmlungsfreunde) ist noch lange kein Grund ungestraft gültiges Menschenrecht zu brechen."
Gewöhnlich leuchtet das ein, man darf auch weiterhin Baal keine Babys mehr opfern, phönizische Tradition hin oder her.


Ich wollte zum längst fälligen Eingriff in religiöse Riten eigentlich nichts schreiben, aber wie man sieht hielt diese Entscheidung nicht lange vor.
Leider vermutlich ähnlich lang nur, wie das weise Urteil des Landgerichts Köln zum Thema: Verbot von kindlicher Verstümmelung durch wahnhaftes elterliches Handeln.
Was ist geschehen?
Ein niederes deutsches Gericht weist auf das Offensichtliche hin und spricht gelassen aus, worauf ein normal denkender Mensch in Sekunden ohne große Mühe kommt.
Es ist nicht nur nicht in Ordnung Kinder einem operativen Eingriff aus Gründen eines Hobbies seiner Eltern auszusetzten, sondern es ist eine Straftat.

Was bisher schon bei Mädchen eigentlich jedem Menschen - außer kompletten retards - einleuchtet, und daher keiner ernsthaften Diskussion mehr bedarf, nämlich, das die verachtenswerte Praxis der Klitorisbeschneidung und der archaischen Vaginavernähung massiv gegen Menschenrecht verstößt und drakonisch zu ahnden ist, stößt noch immer auf leichtes Unverständnis, wenn es denn die Beschneidung von Jungen betrifft.

Die Misshandlung, die das Kind trifft sind von unterschiedlicher Schwere und Konsequenz, aber rechtfertigen sicherlich nicht, dass man deshalb "mal ein Auge zudrückt?"
Ganz sicher nicht!

Beim Thema Beschneidung wird gerne mit den USA argumentiert, wo neben anderen Volkssportarten wie "Andere mit legalen Waffen töten", "Fettleibig werden" und "Prinzipiell einen an der Waffel haben" auch gerne mal über der Hälfte der männlichen Bevölkerung die Vorhaut vorenthalten wird.
Wird dadurch das schändliche Treiben der Erwachsenen besser? Weil es viele tun? Weil es in den USA, einer Demokratie geschieht?
Die USA grillen Menschen, vorzugsweise den Neger und den Bohnensack auf dem elektrischen Stuhl und wir finden das -imho zurecht- nicht akzeptabel und nicht mit der Vorstellung von Menschenrecht vereinbar.

Aber zurück zum Zipfel des Grauens, zumindest, wenn es nach der Furcht davor, bei den Buchgläubigen zweier Weltreligionen geht.
Bitte nicht wieder falsch verstehen, wenn ein Erwachsener das dringende Gefühl hat, er habe irgendwo gelesen (im Talmud, Koran, Bild oder bei den Gebrüdern Grimm) dieser Zipfel sei des Teufels und, wenn er ihn denn unbedingt wegmachen lassen muss, bitteschön, hau wech den Scheiß.
Eigene Entscheidung, eigener Körper.
Hier geht es jedoch darum, dass einem Kind (physische) Gewalt angetan wird, wie übrigens mit der gesamten (früh)kindlichen religiösen Indoktrination.
Aber das ist eine andere Seite der gleichen Medaille mit der Aufschrift "Religion sucks".

Das sich jetzt Anhänger dieser rituellen Kindesmisshandlung, jene, die sich sonst eher gegenseitig den Tod wünschen, gemeinsam diskriminiert fühlen und ihr Los bejammern, zeigt wie weit Religion bereit ist, sich demokratischen Regeln zu unterwerfen und selbst so banale Dinge, wie körperliche Unversehrtheit oder autonome selbstbestimmte Sexualität anzuerkennen.
Nämlich gar nicht!

Stattdessen wird mit der gleichen Empörungsmaschinerie, welche sonst die Arbeitgeberverbände anwerfen, wenn ihnen mit solchem Teufelswerk wie gerechten Löhnen gedroht wird, losgepoltert: "Dann gehen wir eben ins Ausland" oder, dann wird die Schwarzarbeit vulgo Kurpfuscherei zu neuen Höhen steigen blablablabla.

Nur zu, möchte man ihnen zurufen: "Reisende soll man nicht aufhalten".

Allerdings besteht vielleicht noch eine geringe Hoffnung, dass eventuell der Eine oder die Andere einfach mal ihre gottgegebene Tradition der Kindesverstümmelung hinterfragen und zu einer neuen kinderfreundlichen Erkenntnis gelangen.
Einer eigenen Erkenntnis diesmal, einer, welche nicht von Ziegenschändern vor Tausenden von Jahren erfunden wurde, um ihre Mitmenschen zu verulken.
Einer, bei der klar wird, dass es nicht den geringsten Grund gibt Kinder zum Ruhm und zur Ehre einer eingebildeten Entität zu verstümmeln.

Und nein, hygienische Gründe sind leider meistens auch nur vorgeschoben.
Sicherlich besteht in Europa -auch für Kinder- die Möglichkeit sich zu waschen, bzw. werden sie gewaschen.

Nur um ein sinnvolles Ritual namens "Waschen" nicht vollziehen zu müssen und stattdessen lieber zum Messer zu greifen, ist so barbarisch, wie es klingt.

Möge jedem dieser Kindesverstümmler das eigene Gemächt von Fäule überzogen werden und eitern bis zum jüngsten Tag.

Das nun die Grünen, in Form von Herrn Volker Beck, mal wieder der religiösen Idiotie und dem barbarischen Brauchtum näher stehen, als einer aufgeklärten Betrachtung, überrascht zumindest mich nicht mehr.
In ihrer Frühzeit genährt durch der Pfaffenmenschen Zitzen, hat sich diese Partei nie einen guten Ruf als rationale Partei erarbeiten können, oder gar nur religionskritisch zu sein.
Vergiftet war die Muttermilch bereits durch Aberglaube an ein höheres Wesen in der Wiege.

In Sachen Menschenrechte und Schwulenrechte in der Welt herumkommen, aber das Kinderrecht auf Unversehrtheit, mit dem Ruf nach besserem Schutz der Religionen zu kontern - welche genau dieses nicht nur in Frage stellen, sondern brechen - ist genauso schäbig und abgrundtief verachtenswert, wie es sich anhört.

Herzlich Willkommen bei den Bösen Herr Beck.
Was sagt Gott nochmal über Schwule?
Wie war das noch mit den realen Bedingungen von Schwulen die in einem theokratischen Land leben müssen?
Nein, es geht eben nicht darum vereinsmäßig organisierten Rechtsbruch zu schützen, rechtsfreie Räume (ich wollte das lange mal schreiben, ohne Bezug zu einem Vollhonk, der übers Internet meint salbadern zu müssen :-D ) zu etablieren und abzuschotten, sondern Menschenrechte durchzusetzen.
Ob das nun bei der Verstümmelung von Kindern anfängt und beim Recht auf freie Partnerwahl (unter Volljährigen) endet ist völlig egal.
Es geht darum es umzusetzen nicht es auszubremsen oder sich nur die Rosinen für den eigenen Werdegang herauszupicken.

Mit Religion, soviel kann man aus der Geschichte lernen, geht das sicherlich nicht.



Ihnen Ihr Blödbabbler
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Quelle: Zeitungen


Ich verlinke bis auf weiteres aufgrund des grotesken Leistungsschutzrechtsentwurfs nicht mehr auf Verlage, gebührenfinanzierte Auftritte werde ich weiterhin verlinken.
Genaueres kann man bei
Thomas Knüwer nachlesen.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Anne Will ich nicht mehr gucken

Gestern- gezwungenermaßen- mal Anne Will geguckt, die Alternative mit Lanz war noch schlimmer.
Und, Lanz geht definitiv nur dann, wenn es ein Traktor ist - nicht aber als billige Kopie eines schleimigen Schwiegermutterlieblings-Klons.

Ich frage mich nach der Sendung von Frau Will mal wieder, wer lädt da wen und mit welchen Hintergedanken ein?
Der Titel lautete: "Nach der Krise ist vor der Krise - ist unser Erspartes wirklich sicher?"

Wer denkt sich solche Themen aus und mit welcher Absicht?

Es saßen also Vertreter eines gepflegten Neoliberalismus in der Runde, der Herr Brüderle, der Herr Rogowski, ein nasal tutender Rainer Hank und, um noch ein schönes weibliches Gesicht in der Runde zu haben, Anja Kohl, die Börsenexpertin.

Allesamt -bis auf den Herrn Hank- Menschen mit denen ich auch einen Schoppen trinken könnte, nicht wirkliche Unsympathen vorm Herrn, aber eben klar ideologisch positioniert auf der Seite der Profiteure und Klassenkämpfer von Oben.

Dagegen wurde Herr Bontrup platziert, ein Wirtschaftswissenschaftler aus dem Umfeld der Gewerkschaft.

Dessen für mich verständliche und rational nachvollziehbaren Fragen: "Wer hat profitiert, wer hat uns in die Scheiße geritten und wie kann man das Problem sinnvoll angehen?" wurden selbstredend von der Troika der grauen Herren lediglich belächelt.
Man konnte sehen, der neoliberale Hirnfraß hat bereits ganze Arbeit geleistet.

Frau Will irrlichterte zwischen den Positionen herum und konnte sich auch ein sinnfreies und spöttisches Gesicht bei den Ausführungen von Herrn Bontrup nicht sparen.
Offenbar ist auch ihr die Idee, dass unsere Gesellschaft gerade auseinanderfliegt, weil sich der obere Teil seiner Verantwortung konsequent entzieht und von politischer Seite auch nicht belangt wird, zu utopisch und weltfremd.

Und, dass sich der ehemalige BDI Chef und der FDP Mann Brüderle als Profiteure des Klassenkampfes von Oben einen anderen Weg nicht vorstellen wollen und können, überrascht natürlich nicht wirklich.

Das sich die Damen und Herren einig waren, dass ein Staat gefälligst einen ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen und anzustreben habe und das die Finanz-und Bankenkrise natürlich eine Schuldenkrise der Staaten sei, verwunderte dann nicht mehr.

War ein schönes "Alle gegen Einen", selbstgefällige, geballte Ignoranz und Überheblichkeit herrschte vor und mal ehrlich, wie fair ist es denn gleiche Redezeiten anzustreben, wenn 4/5 der Gäste nahezu der gleichen Ideologie anhängen und diese vertreten dürfen?

So konnte man leider einen weiteren Abend unter der Rubrik, "Wir machen Meinung für die herrschenden Kasten", umfassend finanziert vom geduldigen Gebührenzahler, beobachten.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Ich verlinke bis auf weiteres aufgrund des grotesken Leistungsschutzrechtsentwurfs nicht mehr auf Verlage, gebührenfinanzierte Auftritte werde ich weiterhin verlinken.
Genaueres kann man bei Thomas Knüwer nachlesen.

Sonntag, 17. Juni 2012

Woodford Reserve Batch 118, #3097, 45,2%

Der heutige Whiskey wurde im Rahmen des Isle of Jura Tastings bei Herrn EausH probiert.
Da es mengenmäßig nur ein dram war und die Örtlichkeiten nicht meine gewohnten, sind meine Notizen unter Vorbehalt zu verstehen.
Prinzipiell gestehe ich einem Whisky zu sich mir öfters vorzustellen, bis ich meinen Daumen dramatisch über senke oder ihn in den Himmel hinaufsalbadere.
Da allerdings auch der Herr AausB, Herr EausH, sowie sein Vater und meine Ms. mit Kommentaren nicht hinter den Berg hielten, liegen meine Einschätzungen vermutlich nicht völlig neben der Spur.
Dennoch: Es gilt wie so oft im Leben, man trifft sich immer zweimal. :-)


Der Woodford Reserve wird von Labrot & Graham abgefüllt und stammt aus der Woodford Reserve Destillerie in Versailles, Kentucky.
In Europa gibt es diesen Whisky gewöhnlich mit 43,2%, unserer stammte aus den USA, wo er mit 45,2% abgefüllt wird. Lucky us!
Woodford Reserve Whiskey Flasche
Die Flaschen sind einzeln unterschrieben und nach Batch und Flaschenabfüllung nummeriert.
Uns lag die Flasche 3097 aus dem Batch 118 vor.

Die Flasche ist ansprechend und wirkt, ihrer Form nach, ein wenig exklusiv, durch die große Glasfläche kommt die Farbe des Bourbons schön zur Geltung. Und, da man bei einem Straight Bourbon gesetzeskonform nicht mit Zuckerkulör nachhelfen darf, ist da auch alles echt. :-)

Ich befürchte ich tue dem Aroma des Woodford unrecht, aber -nach 6 vorher getasteten Whiskys- blieb mir nur der Acetongeruch vulgo Klebstoff mit einem Hauch Vanille in der Nase hängen.
Der machte dafür aber Hunger auf mehr. Sehr lecker und appetitanregend.

Im Mund ist er überraschend würzig und auch ein wenig holztrocken mit einem guten Anteil Vanille für den süßlichen Schuss Freude am Trinken.

Der Abgang ist kurz bis mittel, auch hier eventuell ein anderes Bild, wenn man nicht gerade drei rauchige Whiskys vorher im Glas hatte.

Den Woodford Reserve, bei dem ich immer schmunzelnd an den alten Spieleklassiker "Woodruff and the Schnibble of Azimuth" denken muss, kostet um die 29 -32 Euro für die 0,7 Literflasche, hat allerdings bei den meisten Händlern nur 43,2%.

Wertung Kentucky Straight Whiskey
Woodford Reserve Batch 118 #3097 45,2%

Geschmack:
Fass3
bis
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4
Fazit:Der Woodford Reserve schmeckt angenehm und kräftig, ein Bourbon der Spaß macht. Wenn man 30 Euro ausgeben möchte, dann kann man sich den unbesehen ins Haus holen. Für den Preis bekommt man allerdings auch einen Liter Wild Turkey 8 bottled in bond oder bei manchem Händler einen Wild Turkey Rare Breed.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Samstag, 16. Juni 2012

Compass Box "Peat Monster"

Der heutige Whisky wurde im Rahmen des Isle of Jura Tastings bei Herrn EausH probiert.
Da es mengenmäßig nur ein dram war und die Örtlichkeiten nicht meine gewohnten, sind meine Notizen unter Vorbehalt zu verstehen.
Prinzipiell gestehe ich einem Whisky zu sich mir öfters vorzustellen, bis ich meinen Daumen dramatisch über senke oder ihn in den Himmel hinaufsalbadere.
Da allerdings auch der Herr AausB, Herr EausH, sowie sein Vater und meine Ms. mit Kommentaren nicht hinter den Berg hielten, liegen meine Einschätzungen vermutlich nicht völlig neben der Spur.
Dennoch: Es gilt wie so oft im Leben, man trifft sich immer zweimal. :-)

Die Flasche brachte uns der werte Herr AausB mit, der sich wohl dachte: "Am besten bringe ich einen Whisky zum Tasting mit, nicht das wir zu wenig zum Probieren haben. :-D "
Dankeschön!

Das Peat Monster entschlüpfte den Blendern von Compass Box, die dafür (rauchige) Islaywhiskys und rauchige Highlandwhiskys miteinander vermählen. Mithin ist es ein Blended Malt.

Der Trend scheint ja inzwischen ein wenig zu jugendlichen oder comicartigen Labels zu gehen, Douglas Laing hat da sicherlich mit dem Big Peat eine (Marketing-)Idee in die Welt gesetzt.
Compass Box 'Peat Monster' Whisky Flasche
Das Peat Monster geht allerdings eher in Richtung "H.P. Lovecraft" und weniger zu Kapitän Haddok auf Droge, wie beim Big Peat; auch der rotbraune Hintergrund ist von der, bei Big Peat vorherrschenden Quietschigkeit entfernt.
Sind also von andere Art, haben aber dennoch ähnliche Intentionen, andere (jüngere) Käuferschichten anzusprechen.


In der Nase macht sich vordergründig Rauch breit und eine sanfte Zitrusnote hat es eher schwer sich ihren Platz an den Rezeptoren zu ergattern.
Trotzdem ist es eine Verbesserung zum Isle of Jura 'Prophecy' den wir kurz vorher in den Gläsern hatten.
Nicht viel angenehmer, aber immerhin.

Im Mund schmeckt es bigpeatig, das Monster ist erstaunlich leicht, fast schon wässrig beim Auftreffen auf die Zunge. Dann füllt sich die Mundhöhle mit Rauchgeschmack, danach kommt mehr Rauch und es gesellt sich eine schwache Süße dazu. Etwas schwach scharfes Ingwerartiges rundet ein positives Geschmackserlebnis ab.

Der Abgang ist mittel und sanft wärmend, nur der Rauch verbleibt eher deutlich lange am Ort des Geschehens und zeugt von seiner Herkunft.
Caol Ila und Ardmore - zwei meiner Lieblingsdestillerie haben ihren Anteil zum Gelingen dieses Whiskys abgeliefert -brav!

Die Abfüllungen von Compass Box sind alle einen kleine Tacken 'exklusiver' was sich meistens in ein paar Euro mehr im Preis bemerkbar macht, das Peat Monster kostet gewöhnlich zwischen 35 und 39 Euro für die 0,7 Literflasche.

Dafür wird er aber auch mit anständigen 46%, nicht kühlgefiltert und ohne Farbstoff E150a abgefüllt. Ein Segen nach 5 Proben Isle of Jura, Masters of the Zuckerkulör. :-D

Wertung Blended Malt
Compass Box 'Peat Monster'

Geschmack:
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile5
Fazit: Ein schöner, leckerer und richtig süffiger Whisky, den die Blender von Compass Box da zusammengemischt haben; ein feines und stark rauchiges Stöffchen. Für einen möglichen Preis von 35 Euro ein durchaus guter Ersatz zum Big Peat, der -nachdem er viele Freunde gefunden hat- inzwischen preislich unschön anzieht (drei Euro beim billigsten Anbieter im letzten Jahr :-(( ). Klare Kaufempfehlung!


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad