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Dienstag, 2. Oktober 2012

Nachlese

Sehr schön.

Der werte Herr AausB hat mich mal wieder mit alkoholischem Nachschub beglückt.
Diverse Leckereien aus den Trögen von Buffalo Trace, Four Roses, Knob Creek, Wild Turkey, Tullamore Dew, The Macallen, Speyburn, Tullibardine, Bruichladdich und zu guter Letzt noch - weil er der Ms. im Urlaub gut geschmeckt hat- einer Buddel Drambuie.
Hach, seufz, mal gucken wann wir uns an diese Vertreter der gepflegten Destillierkunst ranmachen.

Jetzt steht erst einmal ein Rum Tasting bei uns im Oktober an, denn man sollte imho seine Geschmacksnerven nicht nur mit Whisk(e)y beglücken, sondern auch offen sein für mögliche andere Spielarten von gereiftem Schnaps.
Auch wenn unter der Haube vornehmlich Süße zu erwarten sein dürfte, gibt es scheinbar doch diverse Unterschiede die man sich erschmecken kann.
Das sollte denn auch unser vornehmstes Ziel für den Nachmittag der Zusammenkunft sein. :-D
Bisher habe ich ja lediglich ein paar verkostet, Tendenz allerdings steigend.

"Früher war alles besser und Raider hieß noch nicht Twix. Doch klebrig war's schon immer, geändert hat sich nix", sangen einst Daily Terror - wenn auch in politischem Zusammenhang.

So gönnte ich mir - nach vielen Jahren der Absenz- mal wieder ein Stück Seife der Firma Aramis.
Das war meine Lieblingsseife zur Körperhygiene in den späten 80ern und bis hinein in die Mitte der 90 er Jahre des letzten Jahrtausends, dann übernahmen Duschgels und Shampoos die Aufgabe.
War irgendwie trendiger als so ein good-old-fashioned Stück Seife und deutlich preiswerter billiger zu haben.
Denn mal ehrlich, knapp 20 Euro für ein 120 Gramm schweres Stück Seife sind schon ein stolzer Preis, wenn man denn nicht gerade einen Gelddrucker im Keller stehen hat oder zu jenen gehört die dieses Land zu ihrem Nutzen ausbluten lassen.

Einmal im Jahr -traditionell an Weihnachten- gibts von der Mutter des Blödbabblers dann noch das After Shave eben dieser Firma.
Das zernutze ich auch schon seit den 80ern, auch obwohl die Hersteller scheinbar meinten den Geruch irgendwann im neuen Jahrtausend abändern zu müssen. Leider deutlich hin zum schlechteren.

Nun also die Seife. Der Geruch ist nach wie vor gut, die Reinigungskraft auch, aber warum sie da irgendwelche Füllstoffe reinpanschen, die das Gefühl von Sand- oder Schmiergelpapier auf der Haut erzeigt, erschließt sich mir definitiv nicht.
Peeling Effekt? Sparmaßnahmen der absurden Art?
Ich weiß es nicht. Was ich allerdings weiß, ist, dass mein Geld zukünftig wieder eher an Yves Roch** oder an irgendeinen billig Duschgel-Hersteller a la Nivea, oder Fa gehen wird.

Das Hautgefühl beim Duschen ist dermaßen ärgerlich, das es einfach keinen Spaß macht sich -wie es scheint- mit dem Goldpreis aufgewogene Seife ins Bad zu legen.

Schade! So macht man sich langfristig seine Kunden kaputt.

Ganz ähnlich wie die Firma BigPack die in den hiesigen Supermärkten mit ihren Klo-und Küchenpapierrollen beworben werden.
Jahrelang haben wir deren Küchenpapier gerne gekauft, das mit der Toscana-Verzierung.

Letzens erstanden wir einen Pack davon und bemerkten zuerst das neue Design, irgendwas lilanes prangt nun drauf.
Danach merkten wir alsbald, dass das Küchenpapier so dünn geworden ist, das es schon reißt bevor es feucht geworden ist.

Was passiert -wenn man versucht nasse Schälabfälle vorsichtig in den Mülleimer zu tragen- versteht sicherlich jeder, der nicht mit dem Klammerbeutel gepudert wurde.

Die Profitmaximierungsstrategie dieser Firma ging sicherlich auf, niedrigere Kosten durch deutliche Senkung der Qualität, allerdings haben sie uns als Kunden dauerhaft verloren.
Und zwar bereits nach dem ersten Mal!
Ob das auf Dauer clever ist mögen andere entscheiden, ich vermute mal es ist der Anfang vom Ende.
Kurzfristig den Gewinn erhöht und mittel- bis langfristig die Marke in den Ruin gefahren.
Mir sind Quartalssäufer deutlich lieber als shareholder value fixierte Quartalszahlenschieler in den Konzernen. Ganz ehrlich!

Was gabs noch?

Deutschland trauert um Dirk Bach, sicherlich nicht zu Unrecht.
Dennoch war mir der ebenfalls verstorbene Eric Hobsbawm deutlich näher - mehr marxistische (historische) Analyse weniger Dschungelcamp.

Herr Bommarius, offenbar infiziert mit einer Art Antisemitismus-Tollwut, beschimpft mal wieder seine Leser und den Rest Deutschlands gleich mit, wenn sie denn Beschneidung nicht so knorke finden, wie er selbst.

Und, wie gewöhnlich macht er sich auch keine Mühe irgendetwas Belegbares für diese These mit zu liefern.
Wie immer schreiben ihm dann empörte Menschen einen Kommentar zu seinem Artikel in der Online Ausgabe der FR und wie immer wird daraufhin die Kommentarfunktion deaktiviert.

Vermutlich hat sich dort - das tatsächlich existente - hohlhirnige Geschmeiß der Antisemiten und restlicher Naziabschaum ausgetobt; gelitten haben dabei natürlich dann auch jene Kommentatoren, die ich dort lesen konnte, welche ihre Empörung an der pauschalen Beschimpfung durch Herrn Bommarius nicht einfach hinnehmen wollten.

Was die Frankfurter Rundschau umtreibt den Geschichtsverdreher Götz Aly seine Tiraden wöchentlich als Kommentar in die Welt pupsen zu lassen, ebenso wie die intellektuellen Amokläufe des Herrn Bommarius ist mir gelinde gesagt ein echtes Rätsel.

Lange gucke ich mir diesen Unfug als zahlender Abonnement -seit nunmehr knapp 30 Jahren- aber sicherlich nicht mehr an.
Wenn ich möchte das man mich beschimpft, Geschichte klittert und religiösem Unfug unkritisch ein Podium bietet, dann kann ich mir auch irgendeine der rechten Hetzpostille in Haus holen oder gleich bei den Hirnies von pi nachlesen.
Will ich aber nicht!

Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) ist enttäuscht über die Kasseler Entscheidung.
Die Schulen müssten mehr Rücksicht nehmen auf die religiösen Gefühle konservativer Muslime, sagte der Vizevorsitzende des Verbands, Ünal Kaymakci, der FR.
Wünschenswert sei ein nach Geschlechtern getrennter Schwimmunterricht.
Zu wenig beachtet habe das Gericht das Verbot für Muslime, leicht bekleidete Menschen des anderen Geschlechtes anzusehen.
Kaymakci sagte, er selbst besuche deshalb keine öffentlichen Bäder, weil es dort keine Badezeit nur für Männer gibt.


Rücksicht nehmen? Auf religiöse Gefühle? In der Schule?

Ganz klar, es geht hierbei nicht-wie geschrieben- um Rücksichtnahme, sondern eindeutig um die Durchsetzung moralischer Vorstellungen aus der Zeit vor dem Mittelalter.
So sieht das nämlich aus, wenn man Fanatikern den kleinen Finger hinstreckt.

Jener Teil der Gesellschaft, der seine Religion vulgo Irrsinn hier grundgesetzlich geschützt leben darf, nur, weil ihm unsere freie Gesellschaft diese Möglichkeit eröffnet, eben jener Teil stellt gerne seine Ansprüche welche dann genau diese Gesellschafsordnung bedrohen.

Hier wird mal wieder versucht die Gesellschaft nach religiösen Ideen zu verändern.
Gerne auch unter Anschuldigung von fehlender Toleranz!
Es ist nun eben keine fehlende Toleranz, wenn man die Gesellschaft nicht unter das Diktat von Buchgläubischen fallen lassen möchte, sondern die Verteidigung der Grundrechte die Basis unserer Gesellschaft sind.

Den Fanatikern nachgeben bedeutet hier definitiv immer den Verlust von Freiheitsrechten.

Solange Religionen und ihre Sprecher sich nicht damit abfinden können, dass es in unserer Gesellschaft klare Rechte gibt, z.B. Frauenrechte, Schwulenrechte, Meinungsfreiheit und Presserecht, solange sie also nicht begreifen, dass sie keinen Anspruch haben, ihren eingebildeten, angelesenen oder eingepflanzten Glauben über das Gesetz zu stellen, solange muss man sie als das ansehen was sie sind: Feinde der Freiheit.

Dass wir in Deutschland auch so schon genug Idioten haben, zeigt der Vorfall bei dem der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, bepöbelt worden ist.
Ich kann kotzen, wenn sich in diesem Land stinkender rechter Nazi white trash oder jugendliche Moslems meinen zu Herrenmenschen aufschwingen zu müssen und Menschen bedrohen oder gar schlimmeres.

Antisemitisches Pöbeln und rassistische Sichtweisen sich inzwischen immer stärker zu etablieren beginnen.

Wir können ja mal nach England schauen, wenn wir sehen wollen, wie die Zivilgesellschaft inzwischen durch Sharia Irrsinn konsequent beeinflusst und verändert wird.
Und es ist mir wahrlich kein Trost, das bei den Verbrechern im Vatikan die Kinderehe für Mädchen ab 12 Jahren liegt.
Die verbohrten Spinner des religiösen Packs im Iran wollen konsequenterweise das Alter auf 9 Jahre absenken, das ist nur folgerichtig.
Hat sich doch schon der allwissende Prophet -wie zu lesen steht- an seiner Angetrauten -nach langen Jahren der Zurückhaltung- erst an ihr vergangen, als sie bereits 9 Jahre alt war.
Heissa und Hossiana!

Bis dahin kann man sicherlich die Uhr danach stellen, bis irgendwo der islamische Mob wieder zu toben beginnt und sich empört.
Denn es gibt sicherlich irgendwo noch eine Karikatur, einen Film, freien Alkohol oder ein fröhliches Singen und Tanzen, was dem islamischen Mob nicht behagt oder was er nicht im Koran nachlesen kann.
Und dann reagiert der Mob, wie es gewöhnlich dumme Menschen, z.B. Faschoglatzen tun - sie argumentieren nicht, sondern hauen dir aus einer moralisch und intellektuell unterlegenen Position aufs Maul.

The same procedure as last year, Miss Sophie?
The same procedure as every year, Blödbabbler

Mittwoch, 26. September 2012

Justizministerium beschneidet Vernunft

Was dabei herauskommt wenn man religiöse Riten vulgo Quatsch erlauben will, der außerhalb des Gesetzes steht, zeigt uns prächtig der halbgare Entwurf den uns das Justizministeriums - als Verbeugung von religiös motivierter Willkür- vorgelegt hat.

Nur Idioten Menschen die prinzipiell Kritiker an religiös motivierter Kindesverstümmlungen mit Auschwitz mundtot machen wollen, wie beispielsweise der Herr Bommarius in Permanenz in der Frankfurter Rundschau, freuen sich über diesen Entwurf.

Wer mag, der kann den Käse in seinem Kommentar vom 26.6.2012 unter dem Stichwort"Rechtsschutz für die Beschneidung" gerne nachlesen, ich verlinke zur Thematik stattdessen auf tagesschau.de (dort stehts aber vermutlich nur solange bis der Ungeist des Depublizierens unser -gebührenfinanziertes- Recht auf Information aushebelt; zwei Seiten der gleichen Medaille übrigens. Hoffieren der Privatwirtschaft zu Ungunsten des Bürgers!)

Alle anderen, die sich Gedanken über ein Pro und Contra gemacht haben, stellen kopfschüttelnd das Paradoxe dieses Entwurfs fest.
In jeder Silbe tropft hervor das man zwar -rechtlich gesehen- keine andere Wahl hat Beschneidung als das zu benennen was sie ist: Körperverletzung, aber man selbstverständlich bereit ist sie zu dulden und nicht zu verfolgen, weil ja, weil es religiöse Pflicht, Tradition und eigentlich das gute Recht der Eltern ist, für und über ihr Kind zu richten.

Ein Staat der sich nach vorherrschender Meinung anmaßen soll über fette Menschen, Homosexuelle und Raucher ein Diktum zu sprechen, der darf nichts zum Schutz von Kindern machen?
Ach so, tut er ja dann beim Errichten von Zensurschranken und Maßregeln im Internet. Bravo! *spuckaus*

Die Beschneidung als Körperverletzung anzuerkennen, aber durch eine Lex Judentum(nicht Lex Islam) -denn nichts anderes ist es wenn die Beschneidung von Säuglingen durch Vollstrecker aus den Reihen der Gläubigen erlaubt wird- straffrei zu stellen ist ungefähr ähnlich zielführend wie Drogen zwar besitzen sie aber nicht kaufen zu dürfen.
Eine wirklich schlimme Rechtsbeugung durch das zuständige Ministerium als Verbeugung vor religiösen archaischen Riten.

Der Rechtsstaat persifliert sich selbst, indem er Sonderrechte für religiöse Gemeinschaften absichert und sie damit über allgemeines Recht und Gesetz stellt.

Er schützt nicht das Wohl des Einzelnen, sondern unterwirft ihn sogar staatlich sanktioniert der Willkür durch die religiöse Vereinigung mit den Eltern als Handlanger und Erfüllungsgehilfen.
Ganz ehrlich, dazu fällt mir nicht mehr viel ein!

Es ist aber ein weiterer Beweis dafür, wie dringend wir eine echte Trennung von Staat und Religion benötigen und wie wichtig es ist auf rationaler Erkenntnis, basierend auf universellen Menschenrechten, ein Staatswesen zu gründen.

Für solch schäbige unbelehrbare Herren -wie jenen Herrn Bommarius- welche jegliche Kritik an Praktiken der Beschneidung immer auf Antisemitismus zurückführen sei gesagt, apologetisches Abnicken, jenes beharrliche Berufen auf das Recht von Traditionen ohne den Hauch von jeglicher Form gegenwärtiger Reflexion, sind sicherlich kein Zeichen von Verstand, Vernunft oder erst recht einem Lernprozess aus der deutschen Geschichte.

Dieses Lernen führen jene Herren zwar gerne im Munde, ihre Argumentationsweise führt jedoch zielgerichtet zum genauen Gegenteil - sie protegiert den abergläubischen Ungeist der in die Unfreiheit geführt hat.

Angewiderte Grüße von Ihnen Ihrm Blödbabbler


Ich verlinke bis auf weiteres aufgrund des grotesken Leistungsschutzrechtsentwurfs nicht mehr auf Verlage, gebührenfinanzierte Auftritte werde ich weiterhin verlinken.
Genaueres kann man bei
Thomas Knüwer nachlesen.

Montag, 24. September 2012

Nikka All Malt

Wenn man Whisk(e)y mag, sich über Whisk(e)y freut und eigentlich alle probieren möchte die es da draußen gibt, kommt man sicherlich nicht um japanische Whiskies herum.
Meine ersten beiden aus dem Land der untergehenden Atomkraft sind der Nikka All Malt und der Nikka Black Pure Malt.

Bisher habe ich erst den All Malt eröffnet und verkostet; zu viele Flaschen sind derzeit offen und harren meiner sanften Anteilnahme, bevor ich wüst weitere ihrer Brüder und Schwestern dekapitiere.
Nikka 'All Malt' Label
Der Nikka All Malt kommt in einer gedrungenen 0,7 Liter Flasche mit stabilem Plastikschraubverschluss daher, meiner war nicht eingepackt, dafür kostete er auch nur knapp über 20 Euro.

Die meisten japanischen Single Malts sind preislich eher im oberen Segment -zu vergleichbaren schottischen Whiskies- angesiedelt; auch nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima zogen die Preise zum Teil deutlich an.

Der Nikka All Malt ist ein Blended (Vatted) Malt, der aus gemälzter Gerste hergestellt wird und ohne offizielles Alter daherkommt.
Die Whiskies wurden sowohl in Pot Stills als auch in Patent Stills(in denen gewöhnlich der Grain Whisky industriell hergestellt wird) destilliert.
Der 'Grain' Anteil darin ist jedoch, im Gegensatz zu der sonstigen Maische für Grain Whisky nur aus gemälzter Gerste und nicht aus Mais, Weizen oder Mischungen daraus entstanden.


Im Glas entwickelt sich ein frisches Aroma, schwach säuerlich hin zur Richtung zitrusfruchtig (eher Orangenschale als Zitrone) mit ein wenig karamelligem Einschlag und einem sanften Hauch von Rauch.
Sehr ansprechend, macht schon beim Schnuffeln deutlich Spaß auf mehr davon.

Im Mund ist der kleine Racker deutlich malzig(heißt ja auch All Malt :-D), süß-karamellig mit einem minimalen Brennen auf der Zunge. Er ist etwas salzig, ganz leicht trocken mit einigen gut eingebetteten reifen Früchten. Nicht so intensiv, wie man die beispielsweise vielen Bunnahabhain Whiskies vorfindet. Auch im Geschmack findet sich etwas Tabak oder Leder, da bin ich mir nicht ganz sicher.

Nachdem er den Weg des Schwertes Whiskies stolz über meine Zunge den Rachen hinunter gegangen ist, hinterlässt er ein sanftes Brennen vulgo etwas Wärme und süßlich fruchtige reife Früchte, welche sich mittellang am Zäpfchen festkrallen.

Den Nikka All Malt erhält man ohne Probleme bei den üblichen Verdächtigen ab knapp 21 Euro bis hin zu 25 Euro pro 0.7 Liter Flasche.
Leider hat er lediglich 40% und ist farblich angepasst worden.

Hier gibt es ein passendes Video von Herrn Lüning zum Nikka All Malt, bei dem man sehen kann, dass es ihn inzwischen auch mit Verpackung gibt. ;-)

Wertung Blended Malt
NIkka 'All Malt'

Geschmack:
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4
Fazit: Ein schöner, leckerer und gefährlich süffiger Whisky der uns da aus Japan auf den Tisch kommt. Sehr gutes Preisleistungsverhältnis, fehlende Verpackung, interessante Flaschenform und ein überzeugend ausgewogener Whisky machen den Nikka All Malt zu einer klaren Kaufempfehlung. Mir steigert er die Vorfreude auf den Nikka Black deutlich.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Dienstag, 18. September 2012

Beobachtungen...

... eines Blödbabblers auf der Durchreise.

Was macht der gemeine vulgo gewöhnliche Friese wenn er ein Stückchen Land übrig hat?

Mir scheint, es sind der Möglichkeiten drei, die sich da offenkundig abzeichnen.
Erstens, wenn sein Land größer ist, dann säht er dort fleißig Windkraftanlagen um dereinst gewinnbringend Sturm zu ernten.
Gesetz den Fall, es ist kleiner, dann bietet sich ihm immer noch die Chance einen kostenpflichtigen Parkplatz zu errichten.
Und last - but not least, wenn es denn ein sehr winziges Stückchen Besitz ist, dann errichtet er dort mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine kostenpflichtige Toilette.

In Friesland gibt es Regionen in denen man Schafe, Kühe, Möwen und silberköpfige Radmenschen bei ihrem Tun erleben kann.
Gemein ist diesen Spezies, das sie wie die Enten einander folgen. Mal freiwillig mal aus Zwang.

An Orten an denen keine Silbermenschen Rad Au machen, siedeln landverschickte Mütter mit ihren Kindern, gerne mindestens drei an der Zahl.

Aus der Menge heißer Luft, die in Permanenz aus den -gerne blondierten - Muttertieren dringt, ließe sich schon ein beachtliches Dampfbad betreiben.
Ich vermute das dauernde Reden über sich und ihre Kinder gibt ihnen ein Gefühl von Sinnhaftigkeit an dem sie gerne ihre Mitmenschen partizipieren lassen.
Ob diese nun wollen, oder nicht!
Siehe dazu auch Kettenraucher und Handy Smartphonedauerbenutzungsvollpfosten, andere nutzlose Unterordnungen der Gattung Geißel der Menschheit.

Friesland ist kein Whisk(e)yland.

Meine beiden Feldversuche schocken mich noch immer.
In der ersten Kneipe gab es Jim Beam, nun nicht gerade das Erlesenste, aber ich mag hin und wieder eben auch gerne mal einen billigen Bourbon.
Als die Bedienung jedoch den armen Kerl in einem fetten Tumbler und natürlich mit schwimmenden Eisbrocken brachte und noch treuherzig fragte ob das so "in Ordnung sei", schaffte ich es zwar beherrscht zu bleiben und flinkfingerig den Eismist rauszufischen.
Doch der -eh schon nicht intensive- Geschmack des Jim Beam war zusätzlich unangenehm verwässert. Rah Bah.

Den Rest des Abends tauchten wir unsere Zungen dann lieber in friesischen Geist, der wenigstens ohne Wasser - und brennend- daher kam.

Der zweite Whiskyversuch fand dann in einem netten Hotel statt; ein kanadischer Whisky war es den ich gerne haben wollte - ich mag deren leichte und süffige Art als Starter gerne.

Ich fragte den Barkeeper ob er auch der Unsitte huldige ungefragt Eis in Getränke zu werfen und sie so zu verderben.
Er lachte und verneinte und auf meine Frage ob er ein 'richtiges' Glas, also keinen fettbödigen Tumbler, hätte bejahte er.
Leider war dann das richtige Glas auch eher etwas, was aussah wie eine Biertulpe ohne Stiel, aber dennoch natürlich um Längen besser als die andere Möglichkeit. *Schauder*

Sehr schön war -zumindest für die Ms.- das man keinerlei Anstoss daran nahm, wenn sie innerhäusig rauchte, ein wesentlich entspannteres Verhalten, als man es hier im gesundheitsfaschistoiden Hessen an den Tag legt.
Wo sofort hyperventilierende Blogwartklone meinen einem ihre dumpfe Weltsicht aufzwängen zu müssen.
Der Führer hats gegeben der Führer hats genommen, heil dem Führer, oder so ähnlich. Arschgeigen, blöde!

Ansonsten bewahrheitete sich leider wieder, was sich immer bewahrheitet, wenn der Blödbabbler mal unterwegs ist.
Irgendeine Sehenswürdigkeit, egal welcher Art ist immer dann verhängt, wird abgerissen oder ist dank des Wetters nicht zu sehn.
Nun ja, könnte schlimmer kommen, aber als Ritual ist es doch schon ätzend.

Ansonsten bin ich ausgeruht, entspannt und schon fast altersmilde gestimmt, trotz der offensichtlichen Ausbrüche von Geisteskrankheit weltweit.
Ich lächle über die Kommentatoren der Frankfurter Rundschau, schmunzle beim Broder lesen, auch wenn der leider nicht genug Eier besaß mal was zum Thema Beschneidung zu schreiben, und staune ob es manche meiner Mitbürger irgendwann mal schaffen, tatsächlich einen aufrechten Gang zu erlernen.

Eine schöne Restwoche von Ihnen Ihrm Blödbabbler

Mittwoch, 8. August 2012

Tollpatsch und Selbstverstümmlung

Manchmal denke ich mit meinen begnadeten tollpatschigen einzigartigen Fähigkeiten sollte ich wohl aufpassen, nicht doch noch eines Tages zum Darwin Award Träger zu werden.

Zum Glück scheint momentan lediglich die Phase des "Wie-kräftig-kann-ich-mir-auf-die-Zunge-und /oder-Mundinnenseiten(hmm wie heißt das wohl richtig?)-beißen" angebrochen zu sein.

Am Wochenende beim Kauen mal eben mit dem rechten Reißzahn den hinteren Teil der Zunge perforiert und dann, vor lauter Schreck und Schmerz, spontan noch zwischen den Backenzähne rechts die Mundinnenflächenschleimhaut professionell eröffnet.
Schlagartig schmeckte das Essen sehr eisenhaltig und auch die limettensaure Dressinganhaftung am Salat sorgte schnell für ein unentspanntes Grimassieren.
Immerhin gelangte ich durch diesen empirischen Selbstversuch zu der Erkenntnis:
  • Zwei blutende Stellen im Mundraum nerven mehr als eine
  • Eine ist allerdings auch schon Mist
  • Das ganze Ärgernis zusätzlich mit sauren Lebensmitteln genossen treibt den fuckup-Faktor des Malheurs noch auf die Spitze.
Wenigstens blieb mir dieses Mal erspart, fast an einem Strang böswilligen Fettes einer gegrillten Speckscheibe zu ersticken.
Dieses bizarre Erlebnis hatte ich vor knapp 2 Wochen, als ich mit der Ms. dem Kroaten vor Ort einen Besuch abstattete.

Aus Dämlichkeit oder Faulheit oder vermutlich einer potenzierten Kombination aus beiden Welten hatte ich -entgegen meiner sonstigen Gewohnheit- keine ausreichende Zerkleinerung mit dem Messer hingelegt.
Natürlich verhedderte sich der Schweinekram dann irgendwie, an was auch immer, im Rachenraum - es ging schlucktechnisch weder vor noch zurück.

"Fleisch ist ein Mörder", schoss es mir durch den Kopf, "und ich sein Opfer!"

Panik, spontanes Schwitzen, hüsteln und röcheln brachten leider keinen befreienden Erfolg mit sich.
Erst mein beherzter Griff mit den Fingern holte den Übeltäter aus dem Dunkeln ans Licht und mithin heraus.

Danach schwor ich mir definitiv vorsichtiger zu werden.
Sonst macht eigentlich nur der Herr AausB solche sinnfreien Slapstickeinlagen, bei denen mit sofortigem Ableben zu rechnen ist.

Notiz an mich: Nicht alles nachmachen, was der werte Herr AausB an letalem Unfug tagtäglich treibt. ;-)

Also, liebe Kinder: immer schön kauen und erst dann schlucken wenn es ungefährlich geworden ist.
Beim Kauen immer versuchen die eigene Zunge und angrenzenden Schleimhautansammlungen nicht über Gebühr zu perforieren.
Und stoisch lernen, sich mit dem Gelächter der Ms.(wahlweise Vater, Mutter, Kumpels etc.) gegenüber abzufinden, wenn es selbstverständlich doch mal wieder nix geworden ist mit den guten Vorsätzen.

So und nun gibts gleich Mittag... falls hier die nächsten Tage nix neues kommt, tja...nun...

Ihnen Ihr Blödbabbler, Gierschlund und Tollpatsch in Personalunion

Dienstag, 7. August 2012

Mitmenschen und Flaschen an der Kasse

Da ich des Öfteren an den Laufbändern der Supermarktkassen stehe und dort, bis zum vollzogenen Akt des Ware-Geld-Tausches, zum Zeitvertreib meine Mitmenschen beobachte, kristallisierte sich ein Phänomen heraus, von dem ich heute berichten mag.
Mir kam es so vor, als wenn die meisten meiner Miteinkaufsmenschen offenbar damit überfordert sind eine Flasche sinnvoll auf dem Beförderungsband zu platzieren.

So gibt es die "Ich stelle die Flasche einfach hin"- Fraktion.
Diese Mitmenschen sind immer überrascht und erschrecken sich gar oft lustig, wenn denn ihre Flasche -durch die meist ruckartigen Stopp-and-go Impulse des Bandes- alsbald fallend darnieder geht.
Hin und wieder gibt es dabei Bruch, leider sehr selten allerdings, ich schätze mal bei deutlich unter 2% meiner Beobachtungen hauchte die gestürzte Flasche mit brutalem Genickbruch, geschunden an den Rändern des Bandes, ihre Existenz aus.
Allerdings folgt dann immer ein echtes Highlight in menschlicher Kommunikations- und Verdrängungsstrategie.
Da ist die säuerlich angepisste Kassiererin, die den splitterigen und nassen, meist alkoholisch muffelnden Dreck wegmachen muss oder der entrüstete Käufer, der darauf pocht, dies sei ja *noch* nicht seine Flasche gewesen, so haftungstechnisch betrachtet.
Den zumeist auch der sanfte Hinweis auf das Schild "Flaschen immer aufs Fließband legen" am Anfang des Bandes und seine empirische Darbietung nicht von seiner Dummheit und Schuldhaftigkeit überzeugen vermag.
Meistens und meinem Vergnügen zum Trotz, geht es dann allerdings völlig atypisch an meiner Kasse so schnell vorwärts, das ich dem Lustspiel selten bis zum Finale beiwohnen kann.

Dann gibt es die größte Gruppe, ich nenne sie die "Flasche quer zur Förderrichtung"- Leger.
Geschätzt sind das weit über 90% der täglichen "Flaschen aufs Band"- Leger und beileibe nicht nur Frauen.
Denen unterstellte ich diese Taktik -aus der mir üblichen männlichen vorurteilsbehafteten sexistischen und frauenverachtenden Dumpfheit heraus -einfach mal.
Allerdings überwiegt der Anteil absolut dennoch, da meistens mehr Frauen an den Kassen stehen als Männer; wie sich das tatsächlich relativ verhält, das kann jemand untersuchen, der noch mehr Zeit hat als ich.
Eventuell Gott?

Als ich letztens eine alte, gewesene Freundin, welche ich knapp 10 Jahre nicht gesehen hatte, beim Einkaufen traf und sie eine Flasche quer aufs Band legte, da traute ich mich einfach mal direkt nachzufragen, ob ihr denn nicht bewusst sei, das diese gleich -um sich selbst rollend- nicht unbedingt gut vom Fleck wegkomme.
Ihre Antwort war brutal entlarvend.
Es sei ihr völlig egal, die käme schon irgendwann vorne an und man müsse halt hin und wieder nachhelfen, festhalten oder schupsen.

Nein! Sollte es so einfach sein?

Ist es meinem Mitmenschen schlicht egal, dass sich die Flaschen so meistens drehen und mit dem nachfolgenden Warenteiler ihres Hinterkäufers kollidieren?
Ich dachte in meiner grenzenlosen Arroganz bisher, das die Menschen einfach zu dumm sind selbst evidente Gesetze der Physik wahrzunehmen und Dinge, die sich direkt vor ihren Augen abspielen, zur Kenntnis zu nehmen oder sich urbar zu machen.
Aber es scheint, als wären meine Mitmenschen bereits weiter als ich auf der Skala der Evolution.

Ihnen ist es schnurzpiepe, sie haben einfach keine Angst mehr davor, dass ihnen die Physik das Leben beenden kann, wenn sie sie nicht verstehen oder sinnvoll anwenden.
Sie ignorieren sie, so einfach ist das.
So, wie die meisten ihre Mitmenschen nicht mehr oder nur als Störung wahrnehmen, wenn sie autistisch mit ihren stylishen weißen Ohrstöpseln durchs Leben stolpern, den Blick stur aufs Telefon gerichtet, das inzwischen um so vieles smarter als sie selbst geworden ist.
Aber, ich schweife.

Die dritte Gruppe, ich nenne sie die "Erleuchteten", legt die Flasche mit der Vorwärtsbewegung des Bandes längs und hat so das Ergebnis, das -so dachte ich bisher- dem Gewünschten am Nächsten kommt.
Eine Flasche die sich -widrige ruckigen Bewegungen durch unruhiges Kassiererinnen-Gaspedal zum Trotz- der Ziellinie nähert und zügig eine Ware-Geld-Beziehung möglich macht.
Kein Drehen, keine Möglichkeit auf Glasbruch, einfach eine mehr oder minder elegante Vorwärtsbewegung, welche einem alle Zeit der Welt gibt seine Mitmenschen gemächlich fester ins Auge zu nehmen.

Eine Ausnahme mache ich jedoch, bei Whisky-Flaschen mit Korken wähle ich lieber den Weg, die Buddel in der Hand bis zur Bezahlschranke zu tragen, denn ich hasse es, wenn der Korken vom edlen Destillat umspült wird.

Fröhliche Woche und einen wachen Blick beim nächsten Einkauf wünscht

Ihnen Ihr Blödbabbler, Erleuchteter

Freitag, 20. Juli 2012

Religion vs. Vernunft 1:0

Wollt ihr die totale Vorhautbeschneidung?
Wollt ihr sie, wenn nötig totaler und radikaler verkürzt, als ihr es euch heute überhaupt nur vorstellen könnt?
Nun Schwanz steh auf und Smega brich los.


Danke an die heilige Allianz, der Durchwinker und Abwiegler die auf unsere Kosten im Bundestag sitzen.
Aber, was soll man schon erwarten von Menschen, die eben gut ohne cojones leben können, wenn es nur um die Vorhaut eines Kindes geht.
Nun? Eben! Nichts!
Quelle: Jacques Till/ www.giordano-bruno-stiftung.de
Bundestag will Kinderrechte beschneiden Quelle: Jacques Till/ www.giordano-bruno-stiftung.de (link führt zum entsprechenden Beitrag)


Auch dumme Kommentare, wie der heutige von Herrn Bommarius in der Frankfurter Rundschau(linkt euch doch selber!) der den Kritikern der Verstümmelung -wie überraschend- Antisemitismus und Antiislamismus vorwirft, zeugen davon, dass letztlich nichts begriffen wurde.
Und ja, ich bin der Überzeugung, dass sich die Grundgesetzmütter und -väter mit der Reihenfolge der Artikel im Grundgesetz auch eine Wertigkeit gedacht haben.

Der erste Artikel lautet bekanntlich auch nicht: "Wenn du, an was auch immer, glaubst hast du das Recht deine Brut zu verstümmeln", sondern "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Artikel 2 beinhaltet solch sinnvolle Aussagen wie: "Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt[...]" und "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
"

Und genau diesen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit plant nun die bundesrepublikanische Politikerkaste, aufgrund von "Angst sich im Ausland lächerlich zu machen" und Nachgeben vor dem Druck der fundamentalistischen Religionsverbände zu legalisieren.

Nebenbei wird den Kindern mal eben §3 um die Ohren gehauen: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden."

Wie anders, wenn nicht benachteiligt aufgrund seines Geschlechts, seiner Abstammung und seiner religiösen Anschauung ist ein Kind sonst in der BRD, wenn es denn in eine jüdische oder muslimische Familie hineingeboren wird?
Ihm wird nicht das Recht gegeben in freier Entscheidung zu einer religiösen Anschauung oder der Absenz selbiger zu gelangen; ihnen wird deren Religion nicht nur aufgedrängt, sondern sie werden sogar gebrandmarkt verstümmelt um den Bund zu besiegeln.

Da nun leider keine EM anlag, in der man ein Gesetz hätte klammheimlich durchwinken können, nutzte man die kurze Zeit der Frühheimkehrer aus den parlamentarischen Ferien, um, ohne ernsthafte Vorbereitung, eine Gefälligkeitsadresse an religiösen Fanatismus durchzuwinken.

Wie immer in letzter Zeit gab es keine Parteien mehr, sondern nunmehr Deutsche. Herr Bommarius feiert denn folgerichtig diese Prozedur auch, als "das Vernünftigste, was seit langer Zeit verabschiedet wurde".

Doch selbst in der Tendenz - bei dem meisten Schrott der in dieser Legislaturperiode durchs Parlament ging - hier etwas Vernünftiges auszumachen, irrt sich der Kommentator.

Seine Vorwürfe, eine Kritik an der üblen Praxis der rituellen Beschneidung sei viel zu spät gekommen und deshalb automatisch unlauter, bedeutet im Umkehrschluss nur Kritik an Traditionen sind immer unlauter.

Nur irgendwann einmal muss man damit anfangen, sonst ändert sich gar nichts.

Immerhin ist zumindest auch die Sklaverei in den meisten Fällen abgeschafft und international geächtet worden, obwohl sie mindestens eben solange Bestand hatte und undiskutierbar war, wie auch Kindsopfer und Verstümmelungen zum Wohle irgendwelcher höchsten Wesen.

Fortschritt, gerade in zivilisatorischer Hinsicht, beginnt immer irgendwann einmal.
Manchmal spät, aber dennoch unabwendbar.

Ich denke, dieses Thema ist inzwischen wenigstens im Diskurs und hält -so meine Hoffnung- wenigstens den einen oder anderen- trotz des enormen Drucks aus der jüdischen und islamischen "Community" davon zukünftig ab sein Kind zu beschneiden.

Tradition ist immer ein Zeichen für Denkfaulheit!

Ihnen Ihr Blödbabler

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Ich verlinke bis auf weiteres aufgrund des grotesken Leistungsschutzrechtsentwurfs nicht mehr auf Verlage, gebührenfinanzierte Auftritte werde ich weiterhin verlinken.
Genaueres kann man bei
Thomas Knüwer nachlesen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Menschenrecht nur für Komiker?

Na also, die Kanzlerin hat endlich festgestellt, dass man sich mit ihrer Politik im Ausland zu einer BananenKomiker-Nation macht.

Oh, es ging gar nicht um die hanebüchenen Idiotien, die ihr Kabinett und die gesamte Berliner Mischpoke seit Jahren gebiert, sondern um die Art wie mit Menschenrecht in Deutschland verfahren wird.

Man müsse doch mal Kinder gerne auch körperlich verletzen können, wenn es denn die Religion geböte, tropft es aus den Öffnungen des Herrn Seibert, als verlängertem Anus Sprachrohr der Merkeline heraus.

Religion und die Ausübung sind nämlich viel wichtiger, als das Menschenrecht der körperlichen Unversehrtheit und eines selbstbestimmten Umgangs mit demselben.

Wenn wir also in Deutschland den sinnfreien Ritus der Beschneidung hinterfragen und mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit kontrastieren, siegt der Irrsinn, weil wir uns sonst, wenn wir Menschenrecht ernst nehmen, zur Komiker-Nation würden?
Wirklich?! Das macht uns zur Komiker-Nation?
Ich wäre erstmals stolz, wenn wir das erste Land sind, in dem auch das Recht von Kindern ernst genommen würde.

Das Geschrei der religiösen Lobbygruppen, der unreflektierten Traditionalisten und Fundamentalisten würde ich gerne in Kauf nehmen, wohl wissend, dass ein Schritt hin zu mehr durchgesetztem Menschenrecht was Gutes ist.

Thomas Stadler von Internet-Law hat einen guten Artikel geschrieben, der die Problematik beschreibt, die das Eilfertige und vorauseilend populistische Politikergesabbel heraufbeschwört.
Wo hört man auf Iditoten Gläubischen Rechte der Verstümmelung zuzubilligen, wem gibt man sie und wieso zählt die Rechtsstaatlichkeit dabei nicht?

Ich stelle verärgert fest: Religion entwickelt sich weiterhin immer mehr und offener zum Feind einer freien Gesellschaft deren Nutznießer sie doch ist.
Wie hieß es doch nochmal zum Thema wehrhafte Demokratie?
Keine Freiheit den Feinden der Freiheit.
Vielleicht sollte man sich die Rechte dieser Vereine mal genauer ansehen und dann entsprechend handeln.

Ihnen Ihr Blödbabbler