Freitag, 15. September 2017

Rettet dem Wahl! :D

Heute was aus der Abteilung: "Den Parteien aufs Maul geschaut", anhand deren Forderungen im Parteiprogramm. Diesmal die AfD.

Ich mag die AfD nicht, dies vorweg, halte es aber für einen veritablen Fehler nichts mit denen zu tun haben, die komplett in Funktionen ignorieren zu wollen.

Also prinzipiell und auf Indiviuenebne ist es natürlich in Ordnung, Menschen, die man nicht mag, zu ignorieren - man kann man ja niemanden dazu zwingen sich mit jedem Arsch gemein machen zu müssen.
In demokratischen Institutionen hingegen, sollten Parteien, die nicht verboten wurden weil sie bspw. verfassungswidrige Ziele verfolgen, nicht alleine schon deshalb ausgegrenzt werden, weil sie der eigenen Agenda oder Weltanschauung nicht in den Kram passen.
Wieso sollten Forderungen die vernünftig und nachvollziehbar sind, automatisch schon deswegen von Übel sein nur weil sie von den falschen Leuten oder der falschen Partei geäußert werden?

Mir hat sich in der Politik das Konzept noch nie erschlossen, wonach durchaus valide Punkte der Kritik abzulehnen sind, nur weil sie von den falschen Leuten(Parteien) zur falschen Zeit ausgesprochen werden.
Das war schon bei Trump so und ist es auch bei der AfD.
Und beiden ist ebenfalls gemein, dass die besonders dummen und bösartigen Ansätze natürlich die guten Forderungen in Legion überlagern und in den Schatten des Strunzdummen stellen.
Aber genug der Vorrede, gehen wir mal in medias res.
So können wir unter Punkt 10.1 lesen:Die AfD wendet sich gegen eine Ausweitung der Abgabenbelastung und fordert die Absenkung der allgemeinen Mehrwertsteuer um 7 Prozentpunkte sowie die Einführung einer allgemeinen Abgabenbremse (für Steuern, Beiträge und Gebühren) zugunsten der Bürger. Diese ist im Grundgesetz festzuschreiben.
Nun ja, eine Senkung der MwSt. um 7 Prozent ist schon eine Ansage, welche tatsächlich die ärmeren Teile der Bevölkerung erreichen würde oder könnte, die durch Verbrauchssteuern relativ besonders betroffen sind.
Gut, mit ihrer Deckelung der Abgaben auf 40% erreicht sie natürlich auch den Teil, der sich jetzt schon ebenfalls relativ einer adäquaten Beteiligung am Gemeinwesen entzieht.
Genau in diese Richtung liegt auch die wohlfeile Aussage, die Erbschaftssteuer abzuschaffen und die Vermögenssteuer weiter weg zu lassen.
Und nein, es geht bei der Erbschaftssteuer eben nicht um Oma ihr klein Häuschen, wie man oft -aus der eigenen Lebenssituation heraus- kurzschließt, sondern um echte Vermögen(gerne auch Betriebsvermögen in beachtlichen Höhen).

Wie die 7% MwSt.-Senkung, die ich begrüße, dann gegenfinanziert werden sollen, darüber schweigt das Programm leider.
Ebenso erscheint mir programmatisch der Merkelsche Idiotismus von der Schwäbischen Hausfrau(oder kams vom Schäuble?) hier festgesetzt, ausgeglichene Haushalte als Ziel sind eben nicht Sinn eines Staates. Kaputtsparen zum Abbau von Schulden führt zu verrottender Infrastruktur, aber eben gerade nicht zu blühenden Landschaften, die man immer so gerne damit suggeriert und propagiert. Man hinterlässt den immer gerne vorgeschobenen Kindern Trümmer statt buchungstechnischer Schulden, ganz doll. Schuldenbremse ist eben der falsche Weg, ein starres Korsett, das nötige Innovationen verhindert und den Staat in seiner wichtigen Aufgabe als antizyklischer Impulsgeber unnötig beschneidet.
Letztlich steht bei den Forderungen(auch den 7%) hierbei also doch eher der alte neoliberale Gedanke an den schwachen Staat im Vordergrund; denn wenn ich die Einnahmen um ca. 70 Milliarden Euro kürze, muss ich das ja wieder reinbekommen, oder ich schwäche die Einnahmenseite und somit staatliches Handeln deutlich um ca. 10%. Wir sehen also: it's not a bug, it's a feature.
Unter Punkt 6 postuliert die AfD:Die AfD erkennt uneingeschränkt die Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit an. Sie fordert jedoch, der Religionsausübung (gemäß Art. 140 GG i.V.m. Art. 136 Abs. 1 Weimarer Reichsverfassung) Schranken zu setzen durch staatliche Gesetze, die Menschenrechte und unsere Werte.
Staatliches Recht steht im säkularen Staat über religiösen Geboten und Traditionen. Islamkritik, auch religiöse Satire (und Karikaturen), sind im Rahmen der allgemeinen Gesetze rechtmäßig. Sie sind Ausfluss des Grundrechts der freien Meinungsäußerung und der Kunstfreiheit.

Hier musste ich schmunzeln. Verkniff man sich doch, vermutlich um weniger offensichtlich das Präferieren der christlichen Religion als Werte-Primat deutlich zu machen, den ansonsten gerne genommenen Hinweis auf "jüdisch-christliche" Werte und Wurzeln. Was auch immer man damit gewöhnlich ausdrücken möchte. Den Hang zur Homophobie? Oder die göttlichen Vernichtungsfantasien? Man weiß es leider nicht.

Dennoch bin ich in der Religionskritik in weiten Teilen bei der AfD.
Fände sie sogar richtig gut, wenn sie eben nicht beim Islam haltmachen, sondern sich auch der anderen Religionen kritisch oder noch besser "skeptisch" annehmen würde.
Tun sie aber nicht und so bleibt es doch leider nur der schlichte Versuch die eigene (religiöse) Beschränktheit durch das Gewand der Menschenrechte als Weltoffenheit zu verkaufen; werden Menschenrechte und Religionsfreiheit vorgeschoben, wo es doch schlicht um ein "Muslime sollen hier nix dürfen tun!" geht.

Denn merke: Nicht nur Islamunterricht gehört nicht an staatliche Schulen, sondern gar kein Religionsunterricht.
Nicht nur der Muezzin plärrt seinen Herrschaftsanspruch in die Welt raus, das tun auch Kirchenglocken und ein "Vater unser" oder der nächste, wieder von uns allen finanzierte, Kirchentag.
Der göttliche Alleinvertretungsanspruch ist ja eben nicht auf den Islam beschränkt, nur weil sich dort gerade die besonders dummen Menschen deutlich, lautstark und aggressiv hervortun.
Im Gesundheitsbereich stößt mir der Blödsinn im Programm der AfD besonders unter Punkt 12.10 auf, der wohl die Esoteriker unter den Anhängern beruhigen sollen, oder doch nur die HEILpraktiker?
So findet sich unter besagtem Punkt 12.10 die Hinwendung zu den Freunden der Esoterik und des Scharlatanwesens, indem man fordert:Unter dem Begriff der „alternativen“ Behandlungen werden die unterschiedlichsten Behandlungsmethodenzusammengefasst. Diese können bei Einhaltung von zu definierenden Qualitätsstandards eine sinnvolle Ergänzung zur herkömmlichen Medizin darstellen. In jedem Fall ist eine ganzheitliche Betrachtung und Behandlung des Patienten notwendig, um der Zunahme von chronischen Erkrankungen und von Therapieresistenzen entgegenzuwirken.
Das schwurbelige Hantieren mit "Ganzheitlichem Betrachten blabla" und der damit frechen, inkludierten Unterstellung, evidenzbasierte Medizin würde das eben nicht leisten –eine Betrachtung des ganzen Menschen- würde ich ja normalerweise eher im Programm der Grünen vermuten.
Scheiße Unfug ist es so oder so.
Es gibt, so muss man wohl konstatieren, nahezu keine 'alternative' Behandlung, deren Wirkungen jenseits des Placebo-Effekts eine Wirkweise hat. Wirkungen setzen Wirkstoffe voraus, der Rest ist Esoterik und vermeintliches ‚Wissen‘, das lange schon überholt wurde von der Realität. Vorwissenschaftliches herumklabautern in einer vergeisterten und beseelten Welt.
Welche Qualitätsstandards sollte man daran bitteschön anlegen, also jenseits eines Karnevals der Narren?
Was sollte da die qualitative Richtschnur sein? Anekdoten erzählen?

An Homöopathen, Geistheiler und Schamanen und jeden, der behauptet er könne heilen, sollte man wissenschaftliche und damit reproduzierbare und verifizierbare Standards anwenden.
Falls die Form der Behandlung denn überhaupt dazu geeignet ist und sich nicht schon im Vornherein durch ihre Absurdität und den Widerspruch zu bestehenden Naturgesetzen disqualifiziert.
So schleicht sich also ins Programm der großen, selbsternannten Aufklärer für Deutschland der immer alte Ruf nach Alchemie und Hexenwesen ein. Lächerlich.
Zur Nomenklatur "Alternative" Medizin hier ein kurzer Beitrag mit Dr. Krista Federspiel .
Für mich gilt daher: Alternative Medizin = Alternative Fakten!

Die unter Punkt 12.7 aufgeführte These, Ärzte und Therapeuten, die in Gesundheitsberufen arbeiten, sollen nach Möglichkeit in Deutschland ausgebildet sein oder über gute deutsche Sprachkenntnisse verfügen.,klingt ja nicht verkehrt.
Die orakelte, fehlende Vertrauensbasis bei mangelnden Deutschkenntnissen scheint nicht von der Hand zu weisen.
Nun gibt es in Deutschland -das nur nebenbei erwähnt- natürlich auch eine Menge Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist,- und die deshalb auch nicht automatisch davon profitieren, dass es die deutsche Sprache zwangsweise als Mittel der Kommunikation geben muss- aber das nur am Rande. Und, man muss das nicht gut finden, es reicht erstmal es als Faktum überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.
Dass es sicherlich von Vorteil ist, wenn insgesamt im Gesundheitsprozess die Menschen nicht unter einer babylonischen Sprachverwirrung leiden, erscheint mit deutlich, auch im Rahmen von Ergebnis und Qualitätssicherungsprozessen.
Prinzipiell ist deswegen auch die Forderung nach in Deutschland ausgebildeten Ärzten nett und nachvollziehbar. Eben auch unter Risikoabwägungsaspekten und nicht 'nur' der angesprochenen Arzt-Patienten-Vertrauensbasis.
Nun leistet sich Deutschland eine teure und intensive Ausbildung seiner Ärzte, die der Steuerzahler pro Student und Studium mit ca. 200.000 € subventioniert. Leider landen danach scheinbar viele der kostenlos ausgebildeten Ärzte dann aber in Krankenhäusern der Schweiz oder Großbritanniens und gerade nicht als Landarzt in Dunkeldeutschland oder allgemeiner, auf dem Land.
Es ist also nicht so, als dass eine Ausbildung zur potentiellen Fütterung des inländischen Gesundheitsmarktes mit doitschen Ärzten nicht stattfände. Aus unerfindlichen Gründen, denen man genauer nachgehen sollte, gehen diese aber wohl in größerer Zahl ausgebildeten Ärzte eben lieber ins Ausland. Inzwischen plündern wir stattdessen Tschechien, Rumänien und gar Aserbaidschan um unsere fehlenden Ärzte in den Kliniken auszugleichen. Unser Gesundheitssystem basiert also in realiter inzwischen teilweise auf dem Ausbildungsstand dieser Länder, während die Briten gut ausgebildete, deutsche Ärzte in ihren Standard integrieren konnten. Das scheint mir ein Ärgernis, dass man aber wohl durch reine Forderung nach deutscher Sprache nicht lösen kann, solange man die Ursachen nicht angeht bzw. deutlich und klar benennt.
Auf der einen Seite -wenn man davon profitiert- den Kapitalismus, den Markt und die erzwungene Flexibilität der Arbeiter in den Rang von Göttern erheben und andererseits -wenn man negativ betroffen scheint- selbigen in Bausch und Bogen zu verdammen, bzw. mit Abkapselung und nationalstaatlichem Errichten von nichttarifären Handelshemmnissen hantieren zu wollen ist einfach Bullshit und bigottes Sackgassenbingo!


Aber es finden sich halt auch Sätze im Programm der AfD, die man als Mensch -mit mehr als einer Gehirnhälfte- tatsächlich nur unterschreiben kann, bspw. der Ansatz die paritätische Finanzierung des Krankensystems für gesetzlich Versicherte wieder aus der Schieflage zu holen. Die AfD setzt sich dafür ein, dass der Arbeitgeberanteil zur Kranken- und Pflegeversicherung wieder auf die gleiche Höhe wie der Arbeitnehmeranteil festgelegt wird.
Wer kann da was gegen haben?
Ob man es allerdings so bizarr begründen muss, wie sie es dann tun, indem man feststellt:Die Risiken der Kostensteigerungen im Gesundheitswesen allein auf die Arbeitnehmer abzuwälzen, wie es die letzten Bundesregierungen getan haben, ist unsystematisch. , wage ich zu bezweifeln. Wäre es also, so muss man wohl fragen, eher in Ordnung die Arbeiter deutlich höher zu belasten, wenn es denn irgendwie 'systematischer' wäre? Hää? Welche Systematik ist hier gemeint? Dennoch bleibt die Forderung richtig, diese unsoziale Beule wieder reinzudrücken.

Und genau das ist es, was mich am Programm -neben der unangenehmen Art der alten kleingeistigen, xenophobiegefütterten Herrenmenschenattitüde- stört - sie versprechen nahezu Allen was, außer halt den schwulen Muslimen- gerne gegenläufiges und sich eigentlich widersprechendes.
Aber vermutlich ist das dieses "weder rechts noch links" Gefasel, was sich immer öfter als neutrales tarnt, und doch nichts ist als alte Ideologie der bösen Art in camouflierten Schläuchen.

Ihnen Ihr Blödbabbler
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Zitate stammen aus dem Wahlprogramm der AfD

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zuckerwattewolkenmond - 15. Sep, 12:33

Ich halte

eine Senkung der Mehrwertsteuer füe eine totale Luftnummer, zumindest für die Leute, bei denen die Entlastung eigentlich ankommen soll. Oder glaubt im Ernst jemand, die Händler würden tatsächlich entsprechend die Preise senken? Die machen es vielleicht geringfügig, als Anreiz, damit die Leute wieder mehr kaufen, aber den Rest streichen sie selbst ein. Im Grunde ist so etwas eine versteckte Preiserhöhung.

Den Ansatz, in der Medizin den Menschen ganzheitlicher betrachten und behandeln zu wollen, würde ich dagegen begrüßen, denn entgegen Ihrer Aussage ist das beileibe keine reine Esoterik, sondern auch schon längst in der Wissenschaft angekommen, daß Gesundheit und Psyche zusammenhängen und ein rein symptom- und körperteilbasiertes Behandeln oft keine wirkliche Gesundheit wieder herstellt, sondern zu neuen und anderen Krankheiten und Symptomen führen kann, sei es aus den Nebenwirkungen heraus oder weil sich die Psyche dann eine andere Form sucht, um sich bemerkbar zu machen. Und selbst ein Placeboeffekt kann dadurch ein guter Effekt sein, wenn er denn bei einem Menschen wirkt. Genau das gehört auch zu einer ganzheitlichen Betrachtung, nämlich daß jeder einzelne Mensch völlig individuell auf verschiedene Behandlungsmethoden reagiert und andere Dinge braucht, sei es nun nur ein Unterschied in der Dosis oder gar im ganzen Behandlungsplan. Nur leider ist dieses Gesundheitssystem eben nicht so ausgelegt und aufgebaut, daß der ganzheitliche Mensch betrachtet wird, auch wenn es durchaus immer Ärzte gibt, die sich redlich bemühen, aber da an ihrer einseitigen Ausbildung und an den Strukturen scheitern müssen.

Nun ist allerdings dieser Ansatz von der AfD in der Tat so schwurbelig und schwammig formuliert, daß ich sehr stark bezweifle, daß die wirklich ein neues Konzept haben und auch nur ansatzweise dies umsetzen würden. Ich vermute mal, sie schreiben das, von dem sie vermuten, daß viele es wünschen und gutheißen, so wie ich selbst ja auch, aber mir scheint keine Substanz dahinter zu sein.

bloedbabbler - 15. Sep, 18:31

Hallo Frau zuckerwattewolkenmond,

das ist aber so gar nicht nett, dass sie den Händlern schon schlechtes Tun unterstellen noch bevor die AfD die Macht ergreift Wahl gewinnt und für unser aller Seelenheil sofort danach die 7% Umsatzsteuer sinken und wegfallen. ;-)
Man könnte doch auch mal positiv annehmen, vorausgesetzt wir haben kein bspw. Lebensmittelkartell, dass sich die Preise über den Markt einpendeln werden, selbstverständlich um genau diese ominösen 7% weniger, sie verstehen. :-D
Aber die meisten Lebensmittel hätten dann ja gar keine MwSt. mehr, denn die sind ja auch jetzt mit 7% belegt, wie auch Bücher.
Und obwohl die Chance zum Missbrauch besteht, sollte man sich trotzdem ruhig mal Gedanken in dieser Richtung machen.


Zum Thema "Ganzheit" des Menschen.
Sie unterstellen jetzt aber auch, dass der normale Arzt dies nicht im Blick hat. Da kann ich jetzt leider auch nur anekdotisch beitragen, indem ich von meinen Ärzten ausgehe -da ist es definitiv nicht so. Heute früh mein Orthopäde erkundigte sich -wie immer- nach seelischen Befindlichkeiten bzw. "Was man so aktuell um die Ohren hat" um sich ein Gesamtbild der akuten/chronischen Erkrankungen zu machen.
Meine Hausärztin tut dies, außer bei einem Schnupfen oder ähnlichen Dingen gewöhnlich auch. Und so tun es die meisten meiner Ärzte. Allerdings muss das eben sicher nicht immer sein und -der Teil um den es ihnen geht- überzeugt mich nicht. Warum sollte ich jemandem, der als Grundlage für eine Erkrankung an solche Dinge wie blockierte Meridiane oder ein gestautes Chi denkt, mir eine bessere Behandlung angedeihen lassen, als jemand der mit einer nachweislichen und existenten Thematik sein Handwerk auf Basis eines Studiums verrichtet?

Ärzte scheitern oftmals daran, dass die GKV ihre Zeit fürs Zuhören oder Tätscheln der Seele nicht honoriert(seit der letzten Änderungen des EBM ist es allerdings etwas besser geworden mit der abrechenbaren Ziffernlage).
Diese Zeit des Zuhörens und des Empathie zeigens, die für den wichtigen Placebo-Effekt wichtig wäre, fiel und/oder fällt aber leider immer noch zu oft unter den Tisch. Da gebe ich Ihnen Recht.
Die Scharlatane hingegen lassen sich den Zeitaufwand entsprechend honorieren, der willige Kunde zahlt bereitwillig für die magische Handlung.
Das kann auch gerne so bleiben, nur halte ich es für absurd nachweislich nicht über dem Placebo liegende Handlungen und Tinkturen, samt Zuckerkügelchen, über den Topf der GKVs finanzieren zu wollen.
Wenn jemand an Engelsheilung glaubt oder sich mit vermeintlichen Medikamenten auf Basis von Hundekot, Bettwanzen, Kakerlaken oder der Nosode der Pferdemauke heilen lassen möchte, der kann das gerne tun.
Nur sollten solche Mittel bitte nicht in Apotheken erhältlich sein, denn dies suggeriert eine Wirksamkeit die nicht nachgewiesen wurde - und sie sollten eben ganz sicher dann nicht noch von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen.

Nebenbei ist der Placebo-Effekt etwas Gutes, denn im Gegensatz zur behaupteten Wirkweise von vielen dieser Scharlatanerien erzielt man damit tatsächlich eine Wirkung.
Nur braucht man dafür eben diese wirkungslose „alternative Medizin“ gar nicht, deren Nachweis laut Studienlage nun gerade nicht über dem des zu erwartenden Placebo-Effekts liegt. Im besten Fall „Wellness“ statt Therapie.
Ich bin leider eher mit dem arschigen Bruderdes Placebo vertraut, dem Nocebo-Effekt. :(
Sie schreiben, meine liebe Frau zuckerwattewolkenmond:Ich vermute mal, sie schreiben das, von dem sie vermuten, daß viele es wünschen und gutheißen, so wie ich selbst ja auch, aber mir scheint keine Substanz dahinter zu sein.
Und den Teil ihres Satzes, den ich fett hervorgehoben habe, der gilt so direkt und Eins zu eins für das ‚alternative‘, besonders die Homöopathie: sie hat keine Substanz (mehr), sagt sie ja selbst. :-D
Und gerade die Homöopathen behandeln nun ja gerade keine Ursachen von Erkrankungen, sondern meinen an den Symptomen herumzuspielen, "Gleiches mit Gleichem behandeln ".
Ein hanebüchenes Konzept aus jener Zeit bevor man sich kleine Erreger, Bakterien und Viren vorstellen konnte. Weit entfernt von aktueller, medizinischer Vorstellung des Menschen und einer genetisch angepassten, individuellen Medikation.

Aber -wie gesagt- von mir aus kann sich jeder in die Hände von Traumreisenden begeben, mit Hilfe von selbsternannten Schamanen seinen tierischen Begleiter suchen(... da rumpelt irgendwo im Hintergrund der trügerische Castaneda durch Raum und Zeit) oder schlicht Zuckerkugeln lutschen für den Weltfrieden. Solange man sich nur selbst damit schadet und nicht auf Kosten der Allgemeinheit alimentieren lässt, bleibt es nur ein schwärender Rest an Aberglauben in unserer Zeit.
zuckerwattewolkenmond - 15. Sep, 21:19

Ähm,

"Sie unterstellen jetzt aber auch, dass der normale Arzt dies nicht im Blick hat."
Wo bitte tue ich das? Ich schrieb: "...auch wenn es durchaus immer Ärzte gibt, die sich redlich bemühen, aber da an ihrer einseitigen Ausbildung und an den Strukturen scheitern müssen."
Ich erlebe ebenfalls, daß Ärzte dank dessen, daß die Wissenschaft inzwischen schon weiter ist, auch psychische und persönliche Umstände einbeziehen und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemühen. Allerdings erlebe ich auch ab und zu das komplette Gegenteil. Bei solchen Ärzten bleibe ich dann aber nicht.
Jedoch ist das alles eben immer nur in den engen Grenzen, die den Ärzten selbst durch ihre Ausbildung und durch die Strukturen gesetzt sind.
Dazu erzähle ich gerne eine Anekdote von meiner Seite:

Während meiner Chemo bekam ich Probleme mit dem Darm, da die Chemotherapeutika ja vor allem als Nebenwirkung die Schleimhäute angreifen. Ich konnte nichts mehr essen außer Joghurt und Weißbrot. Die Ärzte waren ratlos und gaben mir noch mehr Medikamente wie Cortison, Krampflöser und was weiß ich, natürlich alles Medikamente mit starken zusätzlichen Nebenwirkungen.
Durch Zufall stellte ich fest, daß die Isländisch Moos-Hustenpastillen meinem Darm halfen, ich weniger Probleme hatte und fast wieder normal essen konnte. Isländisch Moos-Hustenpastillen sollen eigentlich die Schleimhäute des Rachens schützen. Ich weiß nicht, ob sich ihre Wirkung tatsächlich auch auf meinen Darm erstreckten oder ob ich mir das alles nur eingebildet habe, allerdings ist die Kombination von Hustenpastillen gegen Darmprobleme doch eher etwas, woran ich selbst im Traum nicht gedacht hätte. Wie auch immer, für mich war es Rettung in der Not und ich erzählte das beim nächsten Chemotermin meiner Ärztin. Diese hörte sich das an, nickte und meinte: "Ja, ja, sowas Homöopathisches. Manchmal hilft es." Mir verschlug es fast die Sprache. Daß Pflanzenheilkunde etwas gänzlich anderes ist als Homöopathie gehört ja nun eigentlich schon fast zum Allgemeinwissen. Aber wenn selbst ein Arzt mit Medizinstudium das nicht weiß und alles durcheinanderwirft, schockiert mich das regelrecht. Tatsache ist, daß es für viele Medikamente auch pflanzliche Heilmittelalternativen gibt, die besser verträglich und zudem preiswerter sind. Nur an sowas wird eben nicht geforscht, weil man damit nicht so viel Geld verdienen kann. Und damit ist es anscheinend auch nicht interessant genug, um im Medizinstudium vermittelt zu werden, bzw. ist das Wissen darüber vielleicht in Fachkreisen fast schon "ausgestorben" und wird deshalb nicht weitervermittelt. Aber wenn das Wissen nicht vermittelt wird und fehlt, kann sich ein Arzt eben nur trotz allen Bemühens im Rahmen seines Wissens bewegen.

Ich bin der Meinung, daß ein guter Arzt grundsätzliches Wissen über alle Heilungsmethoden, auch die alternativen haben sollte, ob er sie nun anwendet oder nicht. Denn wie soll ein Arzt seinen Patienten richtig über alternative Methoden beraten, wenn er sie nicht kennt, bzw. nur von Hörensagen durch polemische Kommentare?
Tatsache ist auch, daß es alternative Heilmethoden gibt, die schon erfolgreich angewendet wurden. Ich denke da an ein Krankenhaus, ich glaube in Amerika, das die Therapeutic Touch-Methode eingeführt hatte. Auch manche pflanzliche Präparate oder Akupunktur werden nicht ohne Grund sogar von den Krankenkassen bezahlt. Wobei Akupunktur bei meinen Rückenschmerzen nicht gewirkt hat, aber es gibt ja auch immer zugelassene Medikamente, die eben nicht wirken. Doch was nützt es wiederum, wenn zwar einige pflanzliche Präparate von den Krankenkassen übernommen werden, aber die Ärzte gar nicht wissen, daß es da gute Alternativen gibt?

Die Isländisch Moos-Pastillen mußte ich trotz phänomenaler Hilfe selbst bezahlen, was ich aber gerne tat. Glücklicherweise bin ich in der Lage, mir die Dinge zu kaufen, die mir helfen und von den Krankenkassen nicht bezahlt werden, wie zum Beispiel auch Vitamin D und Magnesium. Schlimm dran sind die armen Schweine, die gänzlich auf den Katalog der Krankenkasse angewiesen sind, weil sie sich anderes nicht leisten können. Aber was mich wirklich ärgert ist, daß man über gute und nebenwirkungsarme Alternativen eben nicht einmal oder viel zu wenig informiert wird, sondern sowas selbst herausfinden muß oder aber noch zusätzlich Geld bei einem Heilpraktiker lassen muß, bei dem man aber auch nicht sicher sein kann, ob der einen objektiv berät.

Und dieses ganze Dilemma nur deshalb, weil sich die Schulmedizin und die alternative Medizin wie kleine Kinder im Kindergarten gegenseitig ablehnen, beschimpfen und bekämpfen. Das alles ist absolut nicht ganzheitlich. Ganzheitlich wäre, wenn das Wohl und die Heilung des Patienten an oberster Stelle stünde, alle dafür Hand in Hand gehen und die Egoprofilierungen hintenangestellt werden, weil sowohl die alternative Medizin als auch die Schulmedizin wichtige Ressourcen besitzen.
Einfach nur diese Einsicht und eine wirkliche Umsetzung in der Ausbildung und der Art und Weise wie Patienten betrachtet werden, wäre schon ein Anfang. Daß nun die Krankenkasse auf einmal alles bezahlt, erwarte ich noch nicht einmal. Ist halt blöd für die, die sich hilfreiche alternative Heilmittel nicht leisten können.

Nur weil bei Ihnen bestimmte Dinge nicht wirken, bedeutet das nicht, daß sie bei anderen auch nicht wirken. Selbst bei normalen Medikamenten schlagen manchmal welche nicht an und der Arzt hat jede Mühe, ein anderes Präparat zu finden, während es bei unzähligen anderen Patienten wunderbar wirkt. Das eben bedeutet Ganzheitlichkeit: die Individualität des einzelnen Menschen sowohl seines Körpers, als auch seiner Seele, ANZUERKENNEN und zu ACHTEN und auf diese Weise Anstöße zur Gesundung zu geben, aber sich nicht als Gott aufzuspielen, der ganz genau weiß, wie Heilung funktioniert. Das weiß nämlich niemand.

bloedbabbler - 16. Sep, 16:03

Hallo Frau zuckerwatte...

...wolkenmond, sorry das ich erst heute wieder dazu komme zu schreiben. Danke für die ausführliche Betrachtung inklusive eigener Anekdote.
Wir sollten uns versuchen auf den Begriff "Alternative Medizin" zu verständigen, denn sie scheinen darunter deutlich mehr zu subsumieren, als ich es tue, daher eventuell auch Missverständnisse?
Die von Ihnen genannte Phytotherapie ist da ein guter, weil fließender Vertreter. Selbstverständlich gibt es nachweisliche 'Heilpflanzen', deren Nutzen und deren 'Nachbau' ein Teil der evidenzbasierten Medizin ist. Hier machen manche Menschen gerne einen Gegensatz auf zwischen "Natur" und "Chemie", genauer betrachtet ist es aber wohl immer Chemie, auch wenns eine Pflanze ist, die wirkt. Nun gibt es aber auch Pflanzen, deren Nutzen nicht nachgewiesen wurde oder gar in Studien 'bewiesen', dem man nach bester Freigeistmanier dann bestimmtes Wirken andichtet, da sind wir dann wieder im Bereich der Scharlatane angekommen. Ein gewisses Risiko gibt es auch bei 'Naturprodukten', schwankt eben die gewünschte Dosis oftmals deutlich, dies kann man durch einen Nachbau in der Fabrik harmonisieren. Die vermeintliche Chemie ist dann durchaus kontrollierter zu nehmen und gegebenenfalls als 'sicherer' anzusehen.
Das was ich als 'alternative Medizin' also als Scharlatanerie ansehe sind Bereiche wie Bioresonanz, Homöopathie, Schamanen und ihre Geist-Traum-Reisen, der meiste Teil von TCM(einer Erfindung vom guten alten Onkel Mao-Tsetung) oder auch die sogenannte Germanische Neue Medizin, der gesamte Bereich der Pseudowissenschaft also, mit seinen Anklängen und Verwurzelungen zur Esoterik, der Bereich in dem man Glauben muss, statt echter Evidenz zu folgen.

Und ja, mir sind durchaus die Probleme mit der aktuellen Medizin bekannt, deren größtes Problem aus meiner Sicht in zweierlei liegt: erstes dem Wirtschaftssystem und zweitens dem Wirtschaftssystem. :D
Wir haben dort hauptsächlich profitorientierte Bereiche der Privatwirtschaft, deren Prinzip eben schlicht die Gewinnmaximierung ist und nicht die Suche nach bestmöglicher Heilungsmöglichkeit.
Wir haben weiterhin in unserem Gesundheitssystem Krankheit zur Ware gemacht, mit den Problemen die das mit sich bringt.
Gewinnmaximierung, Kosten-Nutzen-Rechnungen der kleinkarierten Controller und einem stetig steigenden Ausgabendruck, bei gleichzeitig nicht besser werdender Genesung.
Bei den GKV ist in Krankenhäusern die 'blutige Entlassung' zur Regel geworden, Kasse zahlt nur bis Tag X, Patient kostet und bringt nichts, also raus. Patient beginnt die Folgetage nachzubluten, kämpft mit Entzündungen und Infektion... kein Problem, Neuaufnahme und neuer Geldticker läuft los. War mal anders, da wurden Patienten nach ärztlichem Ermessen entlassen und nicht, weil der Controller laut gefurzt hat. Aber das Gesundheitssystem ist-wie vieles andere auch unter der Knute des Neoliberalismus- inzwischen massiv durchkapitalisiert worden, nicht zum Wohle des sogenannten Patientenguts, dass doch inzwischen längst eine Ware wie jede andere in der Zirkulationssphäre geworden ist.

Deswegen gibt es viele unnötige OPs, wir sind führend in Hüft-und Knie-OPs usw., deswegen werden viele Medikamente verschrieben, obwohl bei gar mancher Erkrankung auch schon ein wenig Ruhe und ein gepflegter Orgasmus reichen würde.
Aber, trotzdem ist die Art der Medizin, die wir haben, die einzige und nachweislich funktionierende eine evidenzbasierte. Das bedeutet -hier wird der werte Herr wvs vermutlich bessere Belege haben die meiner Annahme widersprechen- das die meisten Medikamente wenigstens einen reproduzierbaren Nachweis ihrer Funktionsweise haben müssen, und zwar in dem Bereich der dafür gedacht ist. Wenn dann als Herzprodukt hinterher ein Schwanzversteifer dabei rumkommt, auch gut. Aber die Studienlage zu besagtem Viagra lag beim Herzmittel und der inzwischen eigentliche Zweck war eine Nebenwirkung die man sich aus marktstrategischen und somit Profigründen urbar gemacht hat.
Dem gesamten Bereich der Scharlatanerie geht ein solcher Nachweis ab. Dies trennt die beiden Hemisphären in "Real" und "Traumwelt" ab. Wenn sich nun Ärzte mit den Untiefen von bspw. der Homöopathie, einem Verfahren, das in 200 Jahren keinen Nachweis seiner Wirkweise liefern konnte, der einem kontrollierten und reproduzierbaren Effekt beweisen konnte, nicht auskennen, so kann ich ihnen das nicht zum Vorwurf machen. Vielmehr mache ich es Ärzten zum Vorwurf, wenn sie mit einem abgeschlossenen Studium in der Tasche und oftmals einem (wenn auch billig zu erstehenden)Doktorgrad Patientenwünschen nachgeben und solchen Unsinn zur Ergänzung anbieten. Bei den meisten dürfte es Beutelschneiderei sein, die da das Wissen in die hintere Ecke zur Moral drückt, andere sind vermutlich einfach Esel oder auch sonst abergläubisch.
Wenn sie nun also schreiben: Und dieses ganze Dilemma nur deshalb, weil sich die Schulmedizin und die alternative Medizin wie kleine Kinder im Kindergarten gegenseitig ablehnen, beschimpfen und bekämpfen., so unterstellen sie eine vermeintlich Gleichwertigkeit, die definitiv nicht gegeben ist. Es sind keine zwei vermeintlich gleichwertige Verfahren der Heilung, sondern es gibt eine Medizin, die behandelt nach dem aktuellen Stand des Wissens(idealtypisch) und es gibt eine Form von Aberglauben der sich parasitär der Ängste und Verwirrungen von Menschen annimmt. Das wie gesagt, dem einen oder andern- das Ganze dennoch hilft, Placebo läßt grüßen, oder die normale Heilung des Körpers, das die Psychohygiene und die Aufmunterung stärken und manches Leiden dadurch beenden widerspricht meiner obigen Aussage nicht.
Es gibt ja, um kurz zur Akkupunktur zu kommen durchaus Hinweise auf eine Wirkweise bei bestimmten Indikationen, aber die funktionieren dann meist auch, wenn man bewusst neben die Chakren und Chi und Schlagmichtot Punkte piekst. Das scheint zu bedeuten: das ideologische Gerüst ist Mist, die Manipulation des Körpers mit Nadeln kann bestimmte gewollte Reaktionen fördern, die eine Verbesserung der Situation für den Behandelten bei einer bestimmter, klar definierten Indikationslage erlauben.
Was nun aber die von Ihnen erwähnte Therapeutic Touch-Methode angeht, die scheint nun so klar als Humbug nachgewiesen, wie ich es mir besser nicht vorstellen kann.
Und auch eine stattfindende Anwendung spricht ja nicht unbedingt für ein funktionierendes oder gar nachgewiesenes Wirkprinzip. (So rannte in einem mir bekannten Krankenhaus eine Klangtherapeutin mit ihren Klangschalen am Bett von Krebspatienten herum und hämmerte auf das Messing - zur Heilungsunterstützung. Ein Angebot des Krankenhauses, von der Kasse bezahlt. *rolleyes*)
So kann man auch mit genug krimineller Energie oder Kohle in der Hinterhand bestimmte Entwicklungen forcieren. Ich zitiere hier kurz aus dem Psiram Wiki zum Thema:
In den USA wurde die Methode durch intensive Lobbyarbeit insbesondere unter Krankenschwestern bekannt gemacht. Dort sollen angeblich 50.000 Krankenschwestern kostenpflichtig in TT ausgebildet worden sein. Die "North American Nursing Diagnosis Association" erfand dazu eine angebliche Krankheit mit der pseudomedizinischen Bezeichnung "Energy Field Disturbance" (Störung des Energiefeldes), die mit TT behandelt werden soll.
Der Skandal von TT-Empfehlungen des kalifornischen "Board of Registered Nursing" (CBRN) führte 2009 zur Absetzung von Board-Mitgliedern durch Gouverneur Arnold Schwarzenegger. (psiram wiki)

Für die Wirkweise- oder besser die nicht existente Wirkweise dieser 'Therapie' reichte ein 9 jähriges Mädchen mit einemfunktionierenden Gehirn, dass selbiges auch benutze(siehe dazu im oben verlinkten Beitrag den Abschnitt "Der Emily Rosa-Versuch").
Zum Thema,“ es wird schon was dran sein, wenn die GKV das bezahlt“. Nöö, muss es nicht.
Aktuell sieht man das an den Äußerungen der Techniker zur Finanzierung der Homöopathie, mit der Begründung, dies würden die Patienten wünschen und man stehe eben im Wettbewerb mit den anderen Kassen.
Das sind die Triebfedern warum offensichtlich unwirksame, magische Konzepte von der Allgemeinheit bezahlt werden.
Wettbewerb und der Versuch zu profitieren von Menschen die sich etwas wünschen. Wirkweise oder gar Evidenz ist da eher an letzter Stelle, wie man auch an vielen der angebotenen Kurse zur Prävention sehen kann. Lifestyle und Wellness statt nachgewiesener Unterstützung. Die Geißeln unserer Zeit.
wvs - 15. Sep, 23:37

@ bloedbabbler

Ganz richtig: Anhören & Argumente abwägen - das ist es, was Demokratie ausmachen sollte.
Der Status in unserem Gemeinwesen läßt sich daher leicht daran ablesen wie Politiker mit der 'Opposition' bzw. Konkurrenzparteien umgehen. Kein gutes Bild hier in Deutschland.

@ Frau zuckerwatte

Sie haben Recht mit ihrer Kritik an der mangelhaften Ausbildung der Ärzteschaft in Hinblick auf Phytotherapeutika, das gilt allerdings genauso für sogenannte 'definierte' Arzneimittel - nur fällt es da weniger auf, zumal schon deswegen, weil die Praxis-Computer Programme enthalten, die eine Auswahl von Möglichkeiten vorgeben. Früher war die "Rote Liste" die Krücke, heute sind es eben Diagnose- & Therapievorschläge per Maschine.

Wo Sie allerdings noch immer nicht die Wirklichkeit sehen ist bei 'alternativen' Methoden. Auch ihr Beispiel mit dem Moos hat eine konkrete Schwäche: Es ist ein Einzelfall und eine Einzelbeobachtung und hat daher keinen wissenschaftlichen Wert, was im übrigen auch für andere von Ihnen genannte Methoden gilt.
Es ist auch die Frage welche der Bestandteile da *geholfen* bzw. *gelindert* haben - es könnte doch sein, dass es nicht das Moos sondern einer der anderen Inhaltstoffe war? Oder es war so, dass diese unerwünschten Nebenerscheinungen nach einer gewissen Gewöhnungszeit sowieso nachgelassen hätten und das zufällig zeitgleich mit der Einnahme dieser Pastillen stattfand?

Wissenschaftlich haltbar sind nur kontrollierte Studien mit einer Mindestzahl von ca. 105 Patienten, dazu eine gleich große Kontrollgruppe - alles andere ist Stümperei, weil schon der statistische Fehler bei Zahlen darunter größer ist als der Signifikanzwert [der tatsächliche Unterschiede / die Wirksamkeit einer der eingesetzten Methoden darstellt].
Um es vorweg zu nehmen: Auch viele der Studien für zugelassene Medikamente erfüllen diese Bedingungen nicht, das ist eine Frage der wirtschaftlichen Macht der Pharmafirmen, die durch Lobbyarbeit mit kleinem Einsatz große finanzielle Werte generieren.

Viele Jahre Erfahrung in diesem Umfeld haben mich dazu gebracht Ärzte so gut es geht zu meiden - und von Heilpraktikern rate ich ebenso ab. Im einen wie anderen Bereich gibt es vielleicht 5% wirkliche Könner/-innen - der Rest *doktert* so vor sich hin und die Reputation entsteht dadurch, dass der uralte Satz "medicus curat, natura sanat" uneingeschränkt wirksam ist.

PS
Zur Wirksamkeit von Arzneimittel folgende Faustformel (alle Werte sind ca.-Angaben):
Von 100 Patienten werden
30% wirksam behandelt
30% sehen keine Wirkung, aber auch keine Nebenwirkungen¹
30% haben nur unerwünschte Wirkungen [= Nebenwirkungen]
10% nehmen das Arzneimittel überhaupt nicht ein ....

¹ das bedeutet nicht, dass es nicht hilft, es kann als Placebo angesehen werden.

zuckerwattewolkenmond - 16. Sep, 00:27

Mir

ist durchaus klar, wie wissenschaftliche Studien funktionieren und daß mein Einzelerfahrung keinen signifikanten Wert in Hinsicht auf die Wirksamkeit dieses Mittels hat. Das habe ich aber auch nirgends behauptet. Ich habe dieses Beispiel lediglich angeführt, weil es mich schockiert hat, daß studierte Ärzte noch nicht einmal den Unterschied zwischen einem Pflanzenheilmittel und einem homöopathischen Mittel kennen, was mich dann doch sehr an der genossenen Ausbildung zweifeln läßt.
wvs - 16. Sep, 03:37

Kein Grund die Stacheln auszufahren, Frau zuckerwattewolkenmond, ich bin ja hier durchaus auf ihrer Seite was diesen Mangel an Ausbildung & Wissen angeht. Bei jüngeren Ärzten mag das noch durchgehen, allerdings sollte ein 'gestandener' Arzt mit mehrjähriger Erfahrung schon den Unterschied kennen. Da scheidet sich die Spreu vom Weizen, worauf ich oben (5%) schon hingewiesen habe.

Der Hinweis auf die Wissenschaft war auch mehr allgemein, weil ich oft lese, dass von Einzelfällen als *Beweis* für die Wirkung die Rede ist.
bloedbabbler - 16. Sep, 16:18

Hallo, mein lieber Herr wvs.

Ich denke auch wir sollten wieder zu einem Zuhören zurückfinden, auch wenn ich die Meinung meines Gegenübers nicht mag, sollte ich dennoch verstehen wollen was er meint. Wenn ich das dann abwäge und bessere Argumente finde, kann ich es verwerfen, ein bloßes "Nazi, halts Maul!" ist da eher nicht zweckdienlich.
Wir sprechen allerdings von Meinungen und ich folge da dem alten Spruch: "Faschismus ist keine Meinung, er ist ein Verbrechen!". Ich bin also nur zu einem bestimmten Grad bereit mir Meinungen anzuhören; wenn da der Boden des Diskurses verlassen wird, reicht auch der erste Spruch. :-D

Und auch wenn sie ihre Erfahrung gelehrt hat, Ärzte zu meiden wenn möglich, gehen sie dennoch zu einem Arzt, falls sie erkrankt sind. Sie gehen nicht zu einem Bader, Seiltänzer oder Schamanen. Sie meiden, das wäre mein Tipp, sicherlich auf jeden Fall auch den HEILpraktiker, einen Berufstand den uns die Nazis eingebrockt haben, als deren völkischer Gegenentwurf zur verjudeten Ärzteschaft. Quasi das was der gute Mao mit der sogenannten Traditionellen Chinesischen Medizin gemacht hat- nicht mehr genug Ärzte, egal, wir schrauben einfach die Anforderungen herunter und machen einen klangvollen Namen drum herum. Und der gemeine und ach so aufgeklärte Mittelklassemensch aus Deutschland findet dann beides so was von innovativ... puuhh.
Mir ist jemand, der ein langes Studium mit Reglementarien abgeschlossen hat deutlich lieber, als jemand der einen Multiple Choice Test beliebig oft wiederholen darf um am Ende als "Heilpraktiker" die Zunft zu vertreten, also was das Behandeln meines Körpers angeht. Zusätzlich korreliert wohl in diesem Beruf die Wahrscheinlichkeit mit anderen 'alternativen' Verfahren konfrontiert zu werden mit dem IQ des Patienten. ;)

Aber eigentlich hätte ich hier lieber eine Diskussion zur AfD und deren Programm geführt, als über vermeintliche Alternativen zur evidenzbasierten Medizin zu schreiben.
wvs - 16. Sep, 22:53

@ bloedbabbler

Ja, ja, so entgleitet dem Autor die Absicht ein Thema ausführlicher zu diskutieren, ehe man sich versieht ...! Kenne ich, das war zu Anfang (2004) bei twoday stets das Problem, zu viele Dummköpfe die zum Thema nichts zu sagen wußten und daher auf *Nebenkriegsschauplätze* auswichen.

Zur AfD, WAS man noch anhören und wo man besser weghören/verbieten sollte und der Frage 'völkische' Medizinalternative "Heilpraktiker":

Die AfD hat einige Ansätze die richtig sind (nach meinem Dafürhalten), so wie es bei den Piraten auch war - die werden sich die 'Alt'parteien einverleiben wenn es ihnen opportun erscheint (nach der Wahl, ganz stikum), und schon werden die AfDler sang- und klanglos verschwinden oder dahinsiechend noch einige Zeit präsent sein wie FDP, NPD & Konsorten.

Völlig auf ihrer Seite bin ich was die extremen Inhalte / Forderungen angeht - was nicht grundgesetzkonform ist sollte nicht verbreitet werden dürfen, weil dadurch der Eindruck ensteht es sei eine diskussionswürdige These.

Nein, ist es eben nicht!

Das gilt dann aber gleichermaßen für religiöse Forderungen (egal welche Religion, mit speziellem Blick auf die mit den 72 Jungfrauen) und rassistische Extremisten die irgenwelche Farbenlehren für ihre Zwecke mißbrauchen. So schließt sich der Kreis mit einem Seitenhieb in Richtung Fundi-Christen, diesen pietistisch-heuchlerischen Narzißten, die sich in ihrer Einfalt für *Auserwählte* halten.

Sie kennen meine Haltung - und den dazu gehörigen Hintergrund / die Begründung aus eigener, unmittelbarer Anschauung - zu dem Treiben der Heilpraktiker Homöopathen, deren Methoden in 200 Jahren noch nie als wirksam bewiesen wurden .... schon öfter habe ich auf den Skandal verwiesen, dass diese Scharlatane auch noch aus Kassentöpfen bezahlt werden - anstatt das Geld zu nutzen um Aufklärung zu betreiben.

Nun ist es am Ende doch wieder in diese Ecke abgetrieben, allerdings sind beide Blöcke ja näher beieinander als auf den ersten Blick zu erkennen:
Ungebildete rennen eben zu denen, die ihnen *HEIL* versprechen, sei es im Diesseits, im Jenseits, sofort oder für alle Ewigkeit.

Pfaffen, Heilpraktiker, AfD-Hetzer und sonstiges Gesocks in einen Sack und ... na ja, ich will hier lieber abbrechen, Gewalt ist noch nie eine Lösung gewesen.
bloedbabbler - 17. Sep, 17:27

Ich freue mich...

... über jedes Aufgreifen meiner Gedanken durch andere, auch wenn es nicht direkt in die Richtung läuft, die ich mir ursächlich gedacht habe.
Mit nunmehr fast 20 Jahre Erfahrung in Foren und Boards ist mir durchaus klar, dass die Intention des Threaderstellers meist nach dem dritten Beitrag ein Eigenleben entwickelt bzw. entwickeln kann. Finde ich nicht wirklich schlimm, praktiziere ich dies ja -auch bei Ihnen im Blog- des Öfteren selbst.
Man erhält ja durch solche Kommentare auch den nötigen Hinweis, was eigentlich interessiert bzw. betrifft - ein wichtiges Element für ein Verständnis der Umwelt außerhalb der eigenen Echokammern.
Man muss ja nicht der gleichen Meinung sein, Meinung per se ist mir ja schon mal wichtig, auch wenn ich das durch mein Art manchmal vielleicht nicht direkt zeige, weil ich natürlich bei bestimmten Themen inzwischen gerne intolerant bin; eine Gleichwertigkeit von Kulturen bezweifle und kritisiere und eben auch beim Thema "Scharlatanerie" inzwischen eher humorlos geworden bin.

Es ermüdet mich auf Dauer mit dem scheinbaren Argument "Aber die Pharmaindustrie...blabla...Gewinnstreben...blabla..." angegangen zu werden, wenn man auf die Unwirksamkeit von Scharlatanerie jenseits des Placebo-Effekts hinweist.
Ich kann doch eine nachweislich unwirksame Methode nicht deswegen relativieren, ehrenretten und für wirksam erklären, weil ein anderer Bereich -der Rechenschaft über seine Methoden ablegt- in der Umsetzung erkennbare Probleme hat.
Wie könnte das Problem der einen Seite für eine Wirksamkeit der anderen herhalten?
Nach vielen Stunden im wahren Leben habe ich da dann nur noch wenig Lust, weil der Käse schlicht gegessen ist.
Ich diskutiere auch mit Menschen nicht mehr über Gravitation oder ob die Erde eine Scheibe ist, warum sollte ich mir das Homöopathiegesülze antun?
Etwas wird eben nicht wahrer, weil Profitstreben und damit verbundene Irrwege einer anderen Sache existieren.

Ihre hoffnungsfrohe Einschätzung über ein Verschwinden der AfD oder ein Dahinsiechen der FDP teile ich ausdrücklich nicht. Die Teile die besonders schädlich sind, die Ideologie des Neoliberalismus im Programm der AfD und der FDP sind ja geradezu das Problem unserer Zeit, mitverantwortlich dafür, dass es in Deutschland, Europa und der Welt so scheißig geworden ist, wie es nun einmal ist.
Diese Teile stehen schon im Programm der meisten Parteien drin, sind Teil der Handlungsmotivation.
Der Teil der sich mit vermeintlichen Geschenken an die ärmeren, abgehängten Schichten bei der AfD richtet, wird entweder mit völkisch und nationalchauvinistischem Furor angegangen, und da vermute ich mal, werden zwar geringe Teile ihren Niederschlag bei den Anderen finden, aber in Gänze eher nicht, ansonsten hätten wir tatsächlich ein ernstes Problem in Deutschland.

Ich habe oben ja auch versucht zu zeigen, dass eben auch die vermeintlichen Wohltaten für die Nichtreichen letztlich dem Ziel einer Schwächung des Staates und einer vermehrten neoliberalen Agenda folgt.
Man könnte das auch als Beruhigungspille nehmen um das Gesamtkonzept durch Riots oder ähnliches gar nicht erst aufkommen zu lassen um das System wieder zu stabilisieren.
Ein Konzept, dass früher auch bei den normalen Parteien etabliert war; zahl‘ Transferleistungen bzw. Unterstützung fürs Lumpenproletariat und halte sie davon ab Unruhe und Gewalt zu schüren, denn dies ist ein Gräuel für die Produktions-und Zirkulationssphäre.
Dieses Wissen scheint leider im Laufe der Gier um Posten abhandengekommen zu sein. Stattdessen sorgt man für ein stetiges Anwachsen jener Schichten die verärgert, weil verelendend oder davon bedroht sind, zerstört man die sogenannte Mittelschicht und deren Sicherheitsbedürfnis, indem das Damoklesschwert der potentiellen Pauperisierung dauerhaft über ihnen schwebt.

Merke: Nur Umverteilung nach Oben schafft ab einem bestimmten tipping point Faschismus, da braucht man kein Prophet sein um das zu erkennen.

Die Klassenkämpfe brechen sich wieder im Öffentlichen Bahn, Gewalt und Unruhe steigen an, letztlich ertönt dann der wohlfeile Ruf nach dem Retter, jenem, der die Ordnung (das ist der Produktionsprozess) wieder herstellt, meist und gerne mit Gewalt und Diktatur.
Ob das nun Louis Bonaparte, der GröFaZ oder Pinochet ist.

Kurze Korrektur, sie schreiben: zu dem Treiben der Heilpraktiker, deren Methoden in 200 Jahren noch nie als wirksam bewiesen wurden .
Das müsste aus meiner Sicht Homöopathen heißen, deren Wunderglaube ist inzwischen 200 Jahre virulent ohne den gelungenen Nachweis einer Wirksamkeit.
wvs - 18. Sep, 00:26

Mit dem Hinweis auf Homöopathie anstatt Heilpraktiker haben Sie natürlich Recht, schon geändert.

Was wir als *Mitte* in unserem Land bezeichnen ist in jeder Hinsicht Mittelmaß - und genau da wird doch der grundsätzliche Mangel sichtbar:
Vernetzung, *networking*, oder einfach nur Vetternwirtschaft bzw. Bestechung sind der Antrieb für die Wahl eben dieses Mittelmaßes in Form der sogenannten "Alt"parteien. Die Wähler die dorthin tendieren wollen keine Veränderung und da ist Frau Merkel genau die Richtige.

Wir sind abgehängt - wenn sogar China wie ich heute las - ab 2030 keine Diesel- und Benzinmotoren mehr zulassen will, eine Maßnahme, die andernorts wohl ebenfalls zu einer Beschleunigung des Ausstiegs führen wird. Ironie des Schicksals ist dabei, dass sowohl Amerika (Ford, Chrysler, GM) wie wir (VW, Daimler, BMW) die Entwicklung verschlafen haben und sich das bitter rächen wird:
Bei uns fallen ganze Produktionszweige weg, in U.S.A. wird es unmöglich dem hehren Ziel des Clowns Trump irgendwie nahe zu kommen und die dortigen Inlandsarbeitsplätze zu vermehre, ganz im Gegenteil.

Trotzdem teile ich nicht ihren Pessimismus was das Staatswesen angeht - vorausgesetzt allerdings, dass es dem Herrn de Maiziere nicht gelingt die Verfassung & die Arbeit der höchsten Gerichte weiter zu schwächen .... und weiter vorausgesetzt, dass Figuren wie Schäuble, von der Leyen, Scholz (HH), Kubicki und Kretschmann noch genügend Gegenwind erleben um nicht all ihre Träume erfüllt zu bekommen ....
bloedbabbler - 18. Sep, 12:16

Früher...

...hieß es bei Polt in Kehraus: "Der Japaner schläft nicht!", inzwischen ist auch der Chinese wach. :D
Da macht sich dann der diktatorische Charakter positiv bemerkbar, ein Beschluss wird gefasst und umgesetzt werden - keine generationenlangen Übergangsfristen, keine Rücksicht auf Verluste -nebenbei erstickte das Land sonst.
Und auch die Idee jedem Chinesen ein Auto mit Verbrennungsmotor zu geben endet wohl meist beim alten Ausspruch von Wiglaf Droste Volker Pispers(?), dass alle noch einmal den Zündschlüssel umdrehen könnten und dann ist Ende Banane mit dem Planeten. Ob nun E-Autos der Weisheit letzter Schluss sind wage ich zu bezweifeln, scheint mir doch die Produktion des Stroms und der Stromspeicher in seiner Ressourcen fressende Form ein neuer Sprung gegen die Wand zu werden.

Dennoch haben auch dort die Chinesen inzwischen einen Vorsprung in Bezug auf Stromgewinnung aus regenerativer Energie in Form von Solartechnik. Deutschland subventioniert solange bis der Chinese die Technik plagiiert hat und besser und billiger produzieren kann, dann wirft es Braunkohlekraftwerke an und entzieht neueren Energiegewinnungstechniken den Innovationsvorsprung durch Kürzung der Mittel, währenddessen pennen die Executives und geraten immer weiter ins Hintertreffen. Aber immerhin haben wir in der Zeit weitere Geschlechter gefunden, die es neutral zu benamsen gibt um ja keinen zu unterdrücken und auszugrenzen. m(

Ich fürchte, sie tun der sogenannten -und von ihnen darob gescholtenen- Mittelschicht unrecht. Diese zerfiel schon immer in Kleinbürger(denen ich mich leider auch zurechnen muss) und echte Bourgeois. Die Unten wollten so sein wie die oben und kopierten fleißig, dabei immer unglücklich und aggressiv, weil der Abstieg immer leichter war, als ein Aufstieg. So kopierte man in diesen Kreisen gerne das, was man sich unter der großen Welt vorstellte um dem ersehnten wenigsten ideologisch näher zu sein. Dabei roch man allerdings trotzdem immer eher nach Kohl denn nach Eau de Toilette und Weltbürgertum.
Der gemeine Bourgeois richtete seinen Dünkel dagegen eher auf die abgestorbenen Reste des Feudalen, imitierte Bräuche und Denken nach, denn bloßer Besitzbürger ist auf Dauer unbefriedigend. So überlebten bspw. Oper und Theater bis in die heutige Zeit, in der der gemeine Mann dann den Besuch für die Betuchteren mal wieder mitfinanziert, via Subventionen für die Kunst.

Diese Mittelschicht war also nie so homogen, als dass man ihr sicher und treffend den Vorwurf machen könnte, dass sie wie eins handelte, war sie doch stets nur Ausdruck herrschender, auch widerstrebender Verhältnisse.
Was allerdings tatsächlich funktioniert zu haben scheint, ist, dass sich weite Teile der Ideologie des Neoliberalismus hingegeben haben, dieser nun der herrschende Erklärungsmusterbogen, sowie auch Propaganda für große, wenn nicht komplette Bereiche der Mittelschicht geworden ist. Und das zieht sich bis nach unten fort. Weite Teile der Habenichtse wollen ebenfalls innerhalb des sie ausgrenzenden Systems leben, nur eben als Teil der ausgrenzt statt da wo sie sind.
Auch dort ist keine Veränderung zu erwarten.

Die wenigen Eliten und Superreichen haben schlicht gar kein Interesse, dass die Politik die sie seit langem begünstigt etwas ändert. Diese sorgen lediglich für eine Aufrüstung um im Falle von sicher zu erwartenden Unruhen das Pack wegkartätschen zu können. Auch dabei ist der -immer öfter geäußerte- Ruf nach Militär im Innern und die Notstandsgesetze kein Zufall, sondern Ausdruck weiterreichender Denkfähigkeit der potentiell von Unruhen betroffenen Kreise.
Es ist ja eben gerade kein Zufall, dass interessierte Kreise offensichtlich die FDP wieder soweit gepusht haben, dass sie dem ein oder anderen bereits wieder als wählbare Möglichkeit erscheint; der Einzug in den Bundestag gesichert dünkt.
Hinweise dazu finden sich bspw. hier, hier oder auch hier. Es gibt berechtigte Interessen des Großkapitals die wieder an die Macht zu putschen pushen.

Interessanterweise verhindert gerade das Weiterwurschteln, das Festhalten an bestehenden Akkumulationsregimen Innovationen und sorgt so letztlich dafür, dass Deutschland zurückfällt. Wer nur in Quartalsgewinnen denkt und keine Visionen hat wo es mal hingehen könnte, der macht sowas wie wir es sehen. Der bescheißt bei Abgaswerten, weil das billiger und ohne nennenswerte Sanktionen in unserem Land bleibt, der macht Bildungspolitik wie wir sie sehen, mit Abiturienten, die vor einem Studium erst einmal Auffrischungskurse benötigen, damit sie überhaupt Hochschulreife nachweisen können und Realschulabgängern die den Kontext von Texten nicht erschließen können.

Leider bekommen die von Ihnen genannten Gruselgestalten ja kaum Gegenwind, ist deren Denken in den Medien meist das der sogenannten Realisten, während man sich verächtlich macht über Visionen und Utopien jenseits einer kapitalistischen Produktionsweise. Dabei merken doch die meisten, dass der Kapitalismus in seinem Untergang begriffen ist, zumindest so, wie er sich augenblicklich darstellt. Wer glaubt denn ernsthaft das wir in 30-40 Jahren noch diese Form von Wirtschaften aufrecht erhalten können? Bis dahin sind die meisten Ressourcen sicher weitgehen Sinn frei in immer kürzere Handyzyklen umgesetzt worden, weite Teile der Welt verarmt und zwei Leuten gehört mehr als die Hälfte des Kapitals. Ob man da also die Charaktermaske Kretschmann ins Bild hängt oder ob das eine Frau Nahles macht ist zweitrangig, die Probleme sind eben nicht, auch wenn es uns so leichter fällt es zu verstehen, Menschen, keine Probleme der individuellen Unzulänglichkeiten, persönlicher Korruptheit und Dummheit, sondern sind Ausdruck einer bestimmten Stufe von Klassenkämpfen, Strukturen eingeschrieben in Institutionen und materielle Verdichtung eines Kräfteverhältnisses. Die jeweiligen Menschen sind nur Vertreter der jeweiligen Machtverhältnisse und meist ohne Anstrengung austauschbar.
wvs - 18. Sep, 18:21

Das Fehlen einer - tragbaren! - Zukunftsvision habe ich schon öfter als wesentlichen Mangel beklagt. Insoweit sind wir also auf der gleichen Schiene ....

Was die *Gruselgestalten* angeht fragt sich was zuerst da war:
Die Idee / Ideologie oder die Person. Nun neige ich dazu Personen verantwortlich zu machen. Denn der theoretische Unterbau wird doch von Personen be- und gefördert - nicht umgekehrt. Mittelmaß im Denken fördert eine mittelmäßige Politik im Lande. Der Witz dabei ist, dass jene Kräfte, die sich der mittelmäßigen Politiker bedienen, selbige verachten und nie als *Gleiche* ansehen, mögen sie auch noch so hoch in Ämtern aufgestiegen sein.
Den Politikern ist das wohl piepegal, denn ihr Leben ist bequem & abgesichert, mindestens finanziell. Sie erfahren eine gewisse Achtung von Seiten derer die von ihnen Wohltaten erwarten und brauchen nicht einmal zu liefern, es reicht wenn sie wohlklingende Versprechen machen ....

Hinsichtlich der Elektromobile fehlt mir eine Berechnung / die Grundlage deren Fußabdruck einschätzen zu können. Mindestens sind sie schon mal keine CO2-Schleudern. was allerdings bei der Produktion an Emissionen verursacht wird habe ich noch nicht herausgefunden - möglicherweise habe ich nur an der falschen Stelle gesucht.

Der Individualverkehr wird sich sowieso in ganz wesentlicher Art ändern (müssen?):
Die Zukunft gehört sicher den selbstfahrenden, computergesteuerten Abruf-Fahrzeugen, was den Besitz durch Einzelpersonen eher unwahrscheinlich macht - ich bezweifle allerdings, dass ich das noch erleben werde. Aber wer weiß, es könnte ja sein, dass ich hundert Jahre alt werde. Stellen Sie sich das 'mal vor, eine Schreckensvision ...!

Nochmal zurück zur AfD. Ich plädiere dafür zuzuhören und immer dann, wenn etwas gefordert wird was gesetzwidrig ist, sollte mit rechtsstaatlichen Mitteln reagiert werden. Das könnte schwer werden, da doch Teile der jetzigen Regierenden Sympathie für (& klammheimliche Freude an) dem Treiben haben, weil die AfD ihnen aus der Seele spricht und sie es deswegen nicht selbst tun müssen.
bloedbabbler - 18. Sep, 20:45

Mut zur Utopie...

... wäre mal eine willkommene Abwechslung im Einerlei der gerne Alternativlosigkeit genannten, armseligen Form von Ideologie.

Es gibt wohl eine aktuelle schwedische Studie
Ich zitiere mal den griffigen Teil in Deutsch, via Chip:Die schwedische Studie kommt zu den Punkt: Ein Fahrzeug mit einem benzinbetriebenen Motor könne acht Jahre gefahren werden, bevor es die Umwelt so stark belastet habe wie die Akku-Produktion für ein Tesla Model S - den Stromverbrauch beim Fahren noch gar nicht berücksichtigt. Bei einem kleineren E-Fahrzeug wie dem Nissan Leaf wären es noch etwa drei Jahre.Und dabei ist das Problem mit der aktuellen Stromzusammensetzung(bspw. Braunkohle...) noch nicht berücksichtigt.

Zum Thema Individualverkehr kann ich nur sagen, ich war nie ein Swinger. :-D

Ich komme da -was die Einschätzung einer potentiellen Henne-Ei-Problematik eben eher von der Marxschen Variante her, Sein bestimmt Bewusstsein, reale Umstände bilden die Grundlage, selbstverständlich ist auch eine Wechselwirkung dabei nicht ausgeschlossen. Aber ich behaupte mal, wir haben genau das als Repräsentanz, was sich aus der aktuellen Struktur heraus ergibt. Scheinbar willfährige Handlanger der Kapitalfraktionen, und weit mit dabei sogenannte Grüne, die aber vermutlich eher auf der payroll von ganz anderer Stelle stehen. Zumindest machen sie die Politik in dieser Richtung, da klingelt ein Primat der Ökonomie vor der Ökologie - etwas wogegen die Grünen mal angetreten waren in seligen Zeiten. Heute hört man hier den gleichen Ruf nach Arbeitsplatzsicherung und Wirtschaft - nur wenn da nix mehr ist mit Planet, dann nutzt auch der Arbeitsplatz nichts mehr, oder verstehe ich das Konzept falsch?

AfD und heimliche Sympathien.
Wie würde Feldwebel Schulz aus "Ein Käfig voller Helden" vermutlich sagen: "Ja, des is' ja grad des!". Da sich der Unterbau eben nicht deutlich unterscheidet und auch der Rassismus in weiten Teilen hoffähig geworden zu sein scheint, liegt man nicht weit weg und kann die einen die 'Aufklärungs'arbeit machen lassen, während man selbst noch aus dem Grundgesetz weihevoll an Sonntagen zitiert. Das Klima und die Spaltung der Gesellschaft ist ja nicht von heute auf Morgen aus dem Himmel gefallen, sondern das Ergebnis von bewusster Politik, sogenannten Sachzwängen(meist Probleme der Akkumulationsregime) und ideologischer Hegemonie. Letztlich hat die Politik sich überflüssig gemacht, ganz nach der Devise" schlanker Staat", den Kapitalfraktionen das Feld überlassen und lediglich (meist wohlwollend) reagiert. Politik hat zugesehen, wie eine Reservearmee von Niedriglöhnern entstand, Druck und Zwang auf die Arbeiter in Gesetzesform gegossen und bedingungslose Flexibilisierung durchgesetzt. Wirtschaftliche Sicherheiten beseitigt und staatliche Formen der Repression hochgefahren. Da war nichts zufällig, das wurde bewusst und mit Absicht umgesetzt. Die sichere und prosperierende Phase des Fordismus mit seinen tragfähigen Säulen eingerissen, nachdem dieses Akkumulationsregime an seine Grenzen gestoßen war und beschleunigt durch den Wegfall der damals noch bestehenden Systemkonkurrenz.
Neues Regime bringt dann auch neue Clowns mit sich, Vertreter der neuen Zeit und so möchte man in Anlehnung an Scheidemann ausrufen:Das Alte und Morsche, die Monarchie Bonner Republik ist zusammengebrochen. Es lebe das Neue; es lebe die deutsche, neoliberale Republik!
wvs - 18. Sep, 23:25

Ist es nicht Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet die SPD/Grüne Regierung unter Schröder genau das Gegenteil dessen geschaffen hat zu was es von seiner Anhängerschaft gewählt wurde?

Danke für die Recherche zur Elektromobilität, das ist doch schon 'mal ein Ansatz.

Zur Wahl:
Es läuft wohl auf schwarz-grün-gelb hinaus - die Schafe erkennen halt nicht ihre Schlächter ...!
bloedbabbler - 19. Sep, 12:57

Wenn es nicht...

... um die SPD ginge, wäre es vermutlich Ironie des Schicksals, so für mich ein weiterer Stein in der Geschichte dieser Partei sich mit den Eliten zu verbünden.
Nebenbei wären die CDU/FDP Kräfte vermutlich ähnlich, wenn nicht garstiger verfahren; einzig dadurch, dass die Verräterpartei und Teile der Gewerkschaften sich in den Dienst des Kapitals gestellt haben, wurde potentieller gesellschaftlicher Widerstand deutlich reduziert.

Eben auch auf Kosten der noch vorhandenen Glaubwürdigkeit der SPD, die darauf folgenden Austritte, spätere Gründung der WASG und die kümmerlichen Ergebnisse bei den Wahlen waren da ja sichtbare Indizien für.

Die Grünen sind eine durch und durch bürgerliche und kapitalismusgläubige Partei.
Die soziale Frage wurde ja auf dem Marsch durch die Institutionen an der Biegung des Flusses begraben.
Nervensägen mit Anspruch und linkem Theoriegerüst wie Jutta Ditfurth traten konsequenterweise aus, wie später auch Oskar Lafontaine bei der SPD.
Danach war man "Realpolitiker" und das bedeutete systemkonform im Dienste des Kapitals unterwegs.

Wirtschaftliche und finanzielle Verwerfungen im Gefolge der Wiedervereinigung wurden als Alibi genommen, die Akkumulationsweise zu ändern bzw. zu verschärfen. Deutschland der kranke Mann Europas(wo ist bei diesen Bildern eigentlich die immer geforderte Gleichberechtigung? Wieso also nicht kranke Frau?) musste durch Befreiung der Wirtschaft von den Fesseln der staatlichen Regulation gerettet werden. Zusammenstreichen von Arbeitsrechten, Zurückdrängen von weitgültigen Tarifabschlüssen, Druck auf die Belegschaften durch einen subventionierten Niedriglohnsektor und der drohende soziale Abstieg dank der Hartz Gesetze.
Das hätte trotz der „Helmut, Helmut“ Rufer aus dem Osten noch genug Potential gehabt für entsprechende Kämpfe, die nicht stattfanden, weil eben die vermeintlich Guten dies umgesetzt haben.

Für mich liegt die Ironie also nur noch darin, dass überhaupt noch jemand freiwillig seine kostbare Stimme der Sozenpartei gibt - die haben fertig.

Ich halte ihre Wahlprognose für vermutlich treffend. Wobei ja die Grünen sich zieren mit der FDP, da sie -wie auch die AfD vermutlich zu viele Schnittmengen ihrer Selbst darin vorzufinden fürchten. In einem Forum habe ich folgendes als Wahl-Ergebnis orakelt:
    CDU/CSU 35%
    SPD 20%
    FDP 8%
    Grüne 7%
    Linke 9%
    AfD 11%
Die Partei und die NPD räumen noch etwas ab... ca 3-4%, and the rest ist silence...
Koalition stellt CDU/CSU FDP Grüne.
Da ich für Nachkommastellen zu doof bin, habe ich kaufmännisch gerundet.
wvs - 19. Sep, 14:30

Ich würde mir wünschen:
CDU/CSU < 30%
SPD < 20%
das würde eine weitere große Koalition ausschließen.
Dann noch Die Linke > 10%, jedenfalls mehr als die AfD.

Aber es wird wohl anders werden ....
bloedbabbler - 20. Sep, 11:11

Bei der Jugendwahl 2017...

... wäre ihr Wunsch in Bezug auf die CDU und ihre kleine hässliche Schwester SPD in Erfüllung gegangen.
U18 Jugendwahl 2017 ;)

Partei Prozent
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 16,60 %
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU/CSU) 28,49 %
DIE LINKE 8,08 %
Freie Demokratische Partei (FDP) 5,74 %
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 19,81 %
Ab jetzt…Demokratie durch Volksabstimmung 0,03 %
Allianz Deutscher Demokraten 0,19 %
Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz 0,36 %
Alternative für Deutschland (AfD) 6,80 %
Bayernpartei (BP) 0,13 %
bergpartei, die überpartei – ökoanarchistisch-realdadaistisches sammelbecken (B*) 0,04 %
Bündnis Grundeinkommen (BGE) 0,12 %
Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) 0,10 %
DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) 0,15 %
Deutsche Kommunistische Partei (DKP) 0,15 %
Deutsche Mitte – Politik geht anders... (DM) 0,17 %
Die Grauen – Für alle Generationen (Die Grauen) 0,09 %
DIE RECHTE 0,04 %
Die Urbane. Eine HipHop Partei (du.) 0,11 %
FREIE WÄHLER 0,80 %
Magdeburger Gartenpartei (MG) 0,01 %
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) 0,42 %
Menschliche Welt – für das Wohl und Glücklich-Sein aller (MENSCHLICHE WELT) 0,14 %
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 1,14 %
Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) 0,44 %
Partei der Humanisten 0,03 %
Partei der Vernunft 0,00 %
Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI) 2,94 %
Partei für Gesundheitsforschung 0,22 %
Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei³) 0,51 %
PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) 3,90 %
Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) 2,68 %
Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale (SGP)

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