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Freitag, 9. Dezember 2011

Bushmills 10

Aus Nordirlands einziger Whiskey Destillerie "Old Bushmills" kommt der Bushmills 10 Single Malt.
Er wird -wie bei den Iren üblich- dreifach destilliert was dann ein eher mildes Destillat ergibt.

Der Bushmills 10 durfte in Bourbon und Sherry Fässern reifen was ihm sichtlich bekommen ist.Bushmills 10 Flasche
Er wird in einer -wie sollte es anders sein?- grünen rechteckigen Pappdose mit abgerundeten Ecken geliefert.
Auf meiner Dose steht "Ireland's oldest Whiskey Distillery", obwohl sie diesen Platz inzwischen an Kilbeggan abgeben mussten.
Allerdings berufen sie sich nun auf die ersten Nachweise für Destillation im Jahre 1608 in der Gegend, 'the territory of the Rowte' in Co. Antrim, aus denen dann später Bushmills hervorging.
Who cares about this shit?
Ob das nun 1784 oder 1774 erstmalig lizensiert wurde oder 2001 ist mir ja so was von wumpe.
Hauptsache ist und bleibt für mich nicht das Alter einer Destillerie, sondern einzig, dass die dort einen anständigen feinen Whiskey herstellen.
Und das tun die wackeren Mannen vor Ort nun tatsächlich.

Der Bushmills 10 riecht angenehm vanillig süß und fruchtig und leicht. In der Nase also eher Ex-Bourbon als Sherry Fass.

Er hat für seine 40% einen erstaunlich starken Antritt.
Der Geschmack kommt schön malzig und mit leicht herber trockener Eiche daher.
Ich hatte zwischenzeitlich sogar den Eindruck etwas Orange zu schmecken, leichte Sherry-Aromen sind hier ebenfalls spürbar.
Es ist ein durchaus süßes Erlebnis, auch hier ist eher Vanille denn Honig anzutreffen.

Der Abgang ist enttäuschen kurz, dabei aber warm und trocken mit einem Hauch Toffee.

Im Gegensatz zu den leichten (Pure) Pot Still Whiskeys wie Redbreast oder Green Spot ist der Bushmills 10 ein echter Single Malt, besteht also nur aus gemälzter Gerste.
In seiner Gänze ist er etwas voluminöser und ihm geht dadurch die 'Leichtigkeit' der vorgenannten ab.
Macht aber nichts -trotzdem gut.

Der Bushmills 10 kommt in einer 0,7 und in einer 1 Liter Flasche auf den Markt. Mir lag die 0,7 Liter Flasche vor, die ich für knapp 20 Euro erstanden habe. Für diesen Preis durchaus ein angenehmes Schnäppchen.
Meistens jedoch liegt der Preis für den Liter bei 30-34 Euro.

Wertung Single Malt
Bushmills 10

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4
Fazit: Ein guter Einsteiger Single Malt Whiskey aus Nordirland für -wenn man ein wenig schaut- einen guten Preis. Die Erde bebt nicht gerade beim Trinken, aber für einen Songs of the Irish Rebels Abend sicherlich ein netter Begleiter. Und -wenn man sie für 20 Euro sieht- sicherlich eine klare Kaufempfehlung.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Wagenknecht in der FAZ

Einen guten Überblick über die augenblickliche Krisensituation, schuldige Akteure, stümperhaftes Krisenmanagment und einen möglichen Lösungsansatz kann man diesmal in der FAZ nachlesen.

Sarah Wagenknecht von einem Teil der Idiotenpresse nur als das "Schöne Gesicht des Kommunismus" oder "Rosa-Luxemburg-Look-a-like-Contest-Gewinnerin" gehandelt, zeigt -von oberflächlicher Betrachtung abstrahiert- das Verstand ein wichtiges Mittel beim Verstehen eines Prozesses ist.
Auch Eurobonds werden nicht helfen: Die Finanzkrise, von neoliberaler Politik verschuldet, greift vor allem den Mittelstand an - und damit die Demokratie. Aber noch ist es nicht zu spät.
... hier steht der ganze Artikel bei der FAZ.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Glen Garioch [1797 Founder's Reserve]

Aus der Destillerie Glen Garioch(sprich Glen Geery) stammt ein netter Einstiegswhiskys mit Namen 1797 Founder's Reserve.
Die Destillerie existiert seit eben diesem Jahr -1797- in Oldmeldrum in der Nähe von Aberdeen und ist damit eine der ältesten Brennereien Schottlands.
Dieser Whisky ist eher jung und kommt sowohl in 0,7 als auch in einer 1 Liter Buddel daher.Glen Garioch 1797 Founder's Reserve Flasche
Ich mag die Flaschenform und ich mag den Pappkarton mit seinem Tartanmuster und der Firmenhistorie. Schlicht, kostengünstig und doch informativ und nett anzuschauen.
Die 1 Liter Buddel ist eigentlich eine aufgepumpte Fassung der 'normalen' kleinen Flasche und wirkt dadurch ein wenig plumper und dennoch nicht plump.

Der 1797 Founder's Reserve wird mit wunderbaren 48% Alkohol abgefüllt und -für wen auch immer- blöderweise noch mit der E150 Kelle farblich angepasst.
Ich vermute mal, da der Whisky noch eher jung ist, wäre er den Blödies unter den Whiskytrinkern sonst noch zu farblos. *Hmpf*

Ich hatte von diesem Whisky in diesem Jahr sowohl die 0,7 Liter Flasche, als auch die Literflasche unter meiner Fittiche und stelle einen leichten, aber dennoch wichtigen Unterschied fest.
Die 0,7 Liter Flasche war im gesamten wesentlich weicher und weniger sprittig, als es die -später gekaufte- 1 Liter Flasche noch ist. Ob das ein Unterschied zwischen der Befüllung der unterschiedlichen Flaschen ist, oder einfach eine Schwankung in der Fassqualität kann ich nicht beurteilen. Ich beobachte das aber mal weiter.

Die Tasting Notes beziehen sich sowohl auf die kleine, als auch auf die große Flasche.

Der Glen Garioch 1797 Founder's Reserve riecht angenehm süßlich nach Karamell mit einer spürbaren Malznote.
Vermutlich seinem jungen Alter geschuldet ist auch ein wenig der Geruch nach frischem Gras mit dabei.
Allerdings in angenehmer Form und nicht, wie beim Loch Lomond No Age, der nach kompostierten Grünabfällen muffelt.

Sein Geschmack ist würzig, stark und dabei (leider) etwas sprittig brennend.
Das kann man dann allerdings durch Zugabe von etwas Wasser -bei 48% durchaus sinnvoll machbar- abmildern, so dass die anderen weicheren und feinen Anteile stärker in den Vordergrund treten.
Gut so.
Über allem liegt eine sehr schöne süßliche Honignote, Malz und auch eine Spur von Gras.
Etwas trockene Holzelemente mischen sich ebenfalls noch dazu und ergeben ein angenehmes Trinkgefühl im Mund.
Der Abgang ist dann warm, leicht trocken und eher kurz mit deutlicher Grasnote bei vorherrschender Toffee-Süße.

Ein durchaus schöner Highland Whisky, der auch einen Anfänger nicht verschreckt und durch all zu viel Komplexität erschlägt. Wenn der leichte Hang zur Sprittigkeit wegfällt (wie bei meiner 0,7 er Flasche) dann ist das einer meiner Highland Lieblinge, wenn nicht, dann bleibt er dennoch ein veritabel guter Whisky.

Überraschenderweise haben die Preise scheinbar schon wieder angezogen. Denn, als ich den 0,7 er Anfang des Jahres kaufte, da kostete dieser knapp 27 Euro und die 1 Liter Flasche knappe 34.
Inzwischen liegen die Preise schon wieder 2-3 Euro darüber. Sehr ärgerlich.

Der wunderbare ralfy hat ein Tasting Video zum 1797 Founder's Reserve; ebenso gibt es von Herrn Lüning ein passendes youtube Video.

Wertung Single Malt
Glen Garioch 1797 Founder's Reserve

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Dieser Highland Whisky kann durchaus gefallen, wenn seine Sprittigkeit wegfällt oder weniger dominant ist, wie in der ersten Flasche die ich davon hatte. Dann ist es ein guter bis leckerer Whisky, der auch Anfängern sicherlich schmeckt. Ob nun allerdings der aktuelle Preis im Vergleich zu -beispielsweise einem 15 Jahre alten Dalwhinnie- gerechtfertigt ist, bezweifele ich. Ich denke wir füttern unsere Mädchenwhisky-Front weiterhin eher damit. :-D


Ihnen Ihr Blödbabbler

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Dienstag, 6. Dezember 2011

Verräterpartei at it's best

  • Wir denken mit Grausen zurück an die Zeit, als unter Helmut Kohl alle Besserverdiener und Reichen in diesem Land am Bettelstab gehen mussten, weil für sie der Spitzensteuersatz bei 52% lag.
  • Wir denken mit Grausen zurück an die Zeit unter dem kleinen dicken König, als es sich alle in der sozialen Hängematte breitgemacht hatten und es dem Land furchtbar ging, weil Lohnerhöhungen noch über der Inflationsrate lagen.
  • Wir denken mit Grausen zurück an die Zeit, als noch sozialer Frieden herrschte und die Verteilungsgerechtigkeit -trotz natürlich bestehender Schere- noch nicht eine klare Verteilungsungerechtigkeit war.
  • Wir denken mit Grausen zurück, als Kapitaleinkünfte noch mit dem individuellen Steuersatz veranlagt wurden und nicht mit der pauschalen 25% Abgeltungssteuer.

  • Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man den SPD Rechten - eigentlich inzwischen ja definitiv eine Tautologie - beim salbadern auf dem Parteitag zuhört.

    Da wimmert ein Steinbrück, das die Starken nicht verprellt werden dürften und sein Kumpel im Geiste der andere BetonSteinkopf warnt davor zu überziehen, also bei den Reichen selbstverständlich.

    Nebenbei öffnen die liberalen Sozialdemokraten ihr Herz der Vorratsdatenschnüffeleispeicherung.
    So kennt man das Pack diesen Verein.

    Mir hat auch gut gefallen das Gabriel von "neuer Ehrlichkeit" sprach.
    Wieso neu?
    Habt ihr die alte kaputt gemacht?
    Reicht es nicht einfach nur ehrlich zu sein?
    Und ist dann nicht das, was bisher stattfand, eben verlogen oder unehrlich gewesen? So als Gegenteil zur Ehrlichkeit?

    Nun schaukeln sie sich auf dem Parteitag gegenseitig die Eier und glauben vermutlich selber, dass sie einen erneuten Aufstieg vor sich hätten.

    Ich befürchte durch solche massive kognitive Dissonanz hindurch kann man gar nicht mal darauf hinweisen, dass die letzten Wahlen nicht gewonnen wurden, sondern sich der Abwärtstrend nur verlangsamt hat.
    Meistens reichte es doch schon, wenn die Vertreter der Schlüpferkoalition noch mehr an Stimmviehkreuzen einbüßten als die Verräterpartei, um der abgehalfterten SPD ein Kopf-an-Kopf -schlagen mit der schwarzen Pest zu bescheren.

    Und das wird schon als Erfolg gewertet? Oh weh!

    Der übergewichtige Erzengel Gabriel sieht durchaus richtig, wie die Frankfurter Rundschau schreibt, das "Im Kern [...]die These [steht], dass die entfesselten Märkte gescheitert sind und das verbreitete Gefühl der Ohnmacht in der Bevölkerung die Demokratie bedroht."(fr-online)

    Nur, wer hat uns denn diesen ganzen Irrsinn in seiner extremen Form eingeschenkt?

    Gut, der kleine dicke König hat mit dem Privatisierungsirrsinn angefangen und Tafelsilber verkloppt, weil ja privat immer besser als staatlich ist, gelle.
    Zwar jetzt nicht unbedingt für die Insassen der BRD, aber für jene, die das Staatseigentum übernommen haben, durchaus.

    Danach haben uns dann die grünen Baumschmuser und die Verräterpartei als aktiven Kriegspartner tief in den Anus der NATO und der USA geschoben. In einen Angriffskrieg nebenbei bemerkt.

    Währenddessen dankten uns diese Nasen innenpolitisch für -das von den Wahlschafen erteilte- Vertrauen mit der systematischen Zerschlagung des Sozialstaats, der Schaffung eines Druckmittels gegen Arbeiter und Angestellte in Form von HarzIV und Niedriglohn und Abbau von Bürger-Rechten. Sauber.

    Und genau die gleichen Pappenheimer die sich suhlten im Kober des Herren Sinn und seiner neoliberalen Saubande Prophetenschar, genau die gleichen wollen uns heute erzählen sie machen das jetzt alles anders.

    Weil, man es ja nicht sehen konnte, das es ganz dolle Scheiße werden wird in Deutschland, wenn man die Masse ausplündert zugunsten weniger, wenn man dem spekulativen Finanzkapital Tür und Tor öffnet oder wenn man dem Staat große Bereiche der Steuereinnahmen entzieht.

    Also, wenn man all das nicht sehen konnte, in exponierter Stellung und in Verantwortung für den Bürger und den Staat, dann war man doch entweder blind oder eindeutig korrupt ein Idiot.

    Da nun diese ganzen Kerle aber alle ihren Platz alleine beim Parteitag gefunden haben, ist die Wahrheit vermutlich offensichtlich, oder?

    Ihnen Ihr Blödbabbler
#Edit20111207: Das falsche Löhne ersetzt durch Lohnerhöhnung#

Mittwoch, 30. November 2011

Rechtsprechung mit Beigeschmack

Das Bundesverwaltungsgericht sprach Recht und hatte sogar mal solches.
Auch, wenn inhaltlich meines Erachtens nach der Begriff "Glaubensfreiheit" in öffentlicher Schule arg überstrapaziert wird.

Denn, wieso schränkt es die Glaubensfreiheit ein, wenn kultische Handlungen nicht in einer staatlichen und mithin neutralen Schule vollzogen werden sollen?

Wieso gilt hier der Grundsatz das "Er [...] die Einschränkung seiner Glaubensfreiheit hinnehmen [muss], weil durch die öffentlichen Ritualgebete der Schulfrieden gestört werde!" nicht generell?

Wieso nur in diesem speziellen Fall?

Was haben bitteschön gläubische Dinge in der Schule zu suchen?

Und selbstverständlich ist der Schulfrieden immer gefährdet, wenn religiöse Handlungen im öffentlichen Raum stattfinden, nur interessiert das leider niemanden.
Jeder Atheist beispielsweise fühlt sich dadurch gestört, nur wird da nonchalant drüber hinweg gegangen.
Interessiert ja keinen, was die Ungläubigen wollen, die sind ja nur die stärkste größte Gruppe in Deutschland.

Was genau will mir der Vorsitzende Richter Herr Neumann sagen, wenn er meint :"Grundsätzlich müsse der Staat wegen der Glaubensfreiheit aber religiöse Bezüge in Schulen zulassen".
Wieso? Was meint er damit?
Muss man zulassen?
Nö! Muss man nicht sage ich.

Wer setzt hier wem die Grenzen welcher Blödsinn zumutbar ist?

Ob Pastafaris mit Nudelsieben auf dem Kopf dem Unterricht folgen wollen, Christen ihre Kreuze aufhängen und Krippenspielen oder Moslems nach Mekka beten, sind nicht einmal graduelle Unterschiede desselben.

Privater Glaube wird an öffentlich neutralem Ort praktiziert mit der Absicht einer Missionierung, gerne auch unter der Prämisse des Überlegenen.

Was hat aber dieser private Glauben an einem Ort des Wissens, der Ausbildung und der staatlichen Neutralität zu suchen?

Wieso muss der Staat, wie Neumann postulieren zu müssen glaubt, diesen Blödsinn zulassen?

Weil sonst Odin wütende Blitze schleudert oder Zarathustra seine Glut vom Berg herab ins Tal zu den Menschen bringt?

Humbug bleibt Humbug, den gerne jeder daheim oder an den kultischen Orten seiner jeweiligen Glaubensrichtung vollziehen kann und auch darf, denn das ist Glaubensfreiheit.

Den Kram aber in Schulen und Universitäten zuzulassen ist es sicherlich nicht.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Caol Ila 12

Von der wunderlichen Insel Islay kommt aus einer großen weißen Destillerie ein Tröpfchen Whisky, das neben einem Ardbeg Ten, einen Laphroaig 1/4 Cask und einem Big Peat eigentlich immer im Haus sein sollte.

Ich mag die Destillerie, auch, weil selbst Whisky-Händler gerne mal Kuul Eila sagen statt Kaal-Iila (oder englisch ausgesprochen Cull Eela wie es schön auf der Verpackung steht).

Aber, besonders natürlich, mag ich den Stoff aus dem die feuchten (rauchigen) Träume sind, der aus den Trögen dieser Destillerie heraus läuft.
Hier also der rauchige Standard 12 jährige Single Malt der mit brauchbaren 43% abgefüllt wird.

Die Verpackung ist schwarz reliefig mit der Silhouette der Destillerie und der seaside davor, Pappkarton und elegant gleichermaßen, sehr löblich.
Das geht also doch.
Der Whisky wird in einer grünen Flasche verkauft, die ein ebenfalls zeitlos geschmackvolles Label ziert. Caol Ila 12 Flasche
Nicht Sinn frei überfrachtet und nicht durch idiotisch viele Schriftarten einem kursierenden Mode-Irrsinn unterworfen.

Alleine schon Verpackung und Flasche machen mir mehr Freude, als so manch anderer stylish Whisky im Ganzen.

Im Glas gibt der Caol Ila 12 dann auch eine gute Figur ab.

Sein Aroma ist angenehm rauchig.
Dabei allerdings nicht die Lagerfeuer- oder kaminrauchige Art des Nachbarwhiskys Laphroaig 10, sondern leichter, mit deutlich wahrnehmbarer Zitrusnote, die das Geruchserlebnis weicher abrundet.

Der Antritt ist stark, mit feinem Rauch, ein wenig Öligkeit und Spuren von Salz. Mit dabei ist angenehme Honig Süße.
Trotz des starken Antritts bleibt der Caol Ila 12 leichter als es z.B. ein Lapa 10 ist.

Der Abgang ist mittel bis lang und erfreut auch dabei konsequent mit rauchiger Süße.

Der werte Herr AausB und meine Nichtigkeit haben, bei unserem letzten creative drinking retasted Aufenthalt, mal die Probe aufs Example gemacht.
Einen Abend tranken wir erst Caol Ila 12 und danach Laphroaig 10 um es dann am nächsten Tag vice versa zu halten.
Interessanterweise schmeckte jeweils der danach genossene Whisky leicht und nahezu rauchlos.
Es schien als würden sich die ureigenen Qualitäten eben nicht in Rauch, sondern ins wahre Nichts auflösen.
Sehr spooky das Ganze. :-D
Auf jeden Fall schmeckte der jeweils Zweitgetrunkene eben nicht.

Den Caol Ila 12 gibts in der 0,7 Liter Buddel für um die 30 Euro und das ist er definitiv wert.

Was mich an Caol Ila (zumindest den rauchigen) allerdings immer ein wenig irritiert, ist der Geruch nach Schiffsbilge, der sich nach einiger Zeit im Glas breitmacht und manchen sicherlich abstößt.
Am Tag darauf riecht das Glas dann allerdings angenehm süßlich und jeder Ansatz von Schmieröl, abgestandenem Salzwasser und rostigen Schiffsinnereien ist verflogen.

Tasting Video von ralfy zum Caol Ila 12 und von Herrn Lüning.

Wertung Single Malt
Caol Ila 12 Jahre

Geschmack:
Fass5
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile5
Fazit: Der elegante Caol Ila 12 ist ein gelungenes Beispiel dafür, das einen Rauch nicht dumpf erschlagen muss, wenn man ihn gekonnt durch frische Zitrusaromen abrundet und ergänzt. Ein sehr feiner Standard Whisky der bei mir definitiv in die "Sollte-man-daheim-haben-Liste aufgenommen wurde.


Ihnen Ihr Blödbabbler

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Montag, 28. November 2011

Klopf, klopf - jemand zu Hause?

Es scheint so, als sei das Sandmännchen bereits da gewesen.
Zwei Träumerles äußerten sich zu Afghanistan, schlafmützig und noch sehr hirnträge wie es mir vorkommt.
Der Blindfisch Verteidigungsminister Maiziere sonderte folgenden Satz ab:
"Wir können nicht jeden vom innerafghanischen Aussöhnungsprozess ausschließen, der einmal das Schwert in die Hand genommen hat"
und meinte damit die Taliban, jene Steinzeitfanatiker, die das Land bis zum Einmarsch der USA und ihrer Büttel unter der Knute hielten.
Jene, die heute gerne Schulen und Mädchen attackieren, weil der Prophet Bildung für Frauen und Mädchen nicht vorgesehen hat.

Ich fand und finde den Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan falsch, muss aber feststellen, dass dieses Pack sicherlich mit mehr Recht vertrieben wurde, als Saddam und Gaddafi.

Aber so, wie einige innenpolitisch am liebsten auch mit allen Nazis in Deutschland reden wollen, um sie von ihrem Irrsinn zu überzeugen und zu heilen, so setzt man auf der Hardthöhe nun also auf einen Dialog mit den islamistischen Verbrechern.
Übersehen wird jedoch hier wie dort, das eben keiner gezwungen wird Nazi oder Islamist zu sein um seine Mitmenschen durch dümmliche Abstrusitäten zu quälen und umzubringen.

Aussöhnung findet nicht zwischen Freunden, sondern zwischen bisherigen Gegnern statt."
Und wie es im Text heißt:
Es gehe darum, junge Männer dazu zu bringen, sich von ihren extremistischen Führern loszusagen, die Verfassung zu respektieren und in ihre Dörfer zurückzukehren.
Klar, um so etwas müsste es gehen.
Aber mal ehrlich, welcher vom Islam befallene Kopf wird sich sagen: "Ja, ok. Dann steinigen wir mal die Frau jetzt nicht, weil diese Hure ihr Gesicht nicht verschleiert hat, sondern klagen sie vor einem Gericht an. Denn sie hat ja verfassungsmäßige Rechte."
Ich denke den Prozentgehalt dieser Wahrscheinlichkeit kann man sich an einer Hand abzählen, vorausgesetzt sie wurde einem nicht im Zuge der Scharia abgehackt.
Und mal nebenbei gefragt, wenn laut dem Kriegstreiber Struck "Unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt" wurde und wird, was wird dann daraus, wenn wir den ehemaligen Feinden wieder das Feld überlassen?
Was, außer erneuter Zerstörung über 10 Jahre hat dieser Afghanistan-Einsatz der Büttel und ihres Dominus dort hinterlassen?
Die Brunnen und Schulen werden sicherlich nicht lange bestehen wenn die Spaßbremsen der Taliban dort wieder das Sagen haben.
Das korrupte Pack das sie ins Amt gehoben haben, wird vermutlich auch die erste Woche nicht überleben und danach ist dann wieder alles beim Alten
vermutet Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 27. November 2011

Hurra! Radioaktive Dekontaminierung gehört uns

Aus dem Land des teuren Whiskys - Japan - kommen mal wieder ein paar Hinweise, wie es im Gefolge des Atom-Desasters weitergeht.
Und wisst ihr was?
Genau so würde es bei uns auch kommen, da bin ich mir mal so etwas von sicher.

Die vom AKW Fukushima 1 ausgetretenen und heruntergefallenen radioaktiven Substanzen gehörten nicht Tepco, sondern den betroffenen Landbesitzern, liess der Konzern gemäss Asahi Shimbun Weekly Area verlauten.
Und wer in letzter Instanz für eine Dekontaminierung von durch Tepco radioaktiv verseuchtem Boden aufzukommen hat, wird dann mal eben locker festgestellt.
Das Gericht könne daher Tepco nicht anordnen, die Säuberungsarbeiten vorzunehmen. Die Verantwortung der Dekontaminierung liege beim Staat.
Na, wenn das mal keine Überraschung ist, dann weiß ich auch nicht!1!!

Von dieser Stelle aus ein DANKESCHÖN! an all die Leute im Wendland die sich nicht vom Bahnhofs-Kretschmann appeasen lassen.

Ein strahlungsfreies Wochenende wünscht

Ihnen Ihr Blödbabbler

Donnerstag, 24. November 2011

Spitzenrunde braucht Hirn- und Herzspende

Das nur Scheiße herauskommt, wenn Politiker zusammen sitzen und Arbeitskreise bilden, war eigentlich immer nur eine Vermutung von mir.
In den letzten Jahren haben sich dazu dann allerdings diverse Beispiele zur Unterfütterung meiner These ergeben.
So auch jetzt wieder.

Ich habe in der Vergangenheit bereits zum Thema Organspende hier und hier etwas geschrieben, aber was nun als Kompromiss aus der sogenannten Spitzenrunde *rofl* herauströpfelt ist, ist einfach nur peinlich.

Beim Thema "Organspende" haben sich die freiwilligen Selbstverpflichter wieder von ihrer dümmsten natürlichen Seite gezeigt.
Einmal im Laben sollen die Bundesbürger sich damit beschäftigen, ob sie sich ...äh ... nun ja vorstellen könnten, das sie irgendwann einmal tot seien und ... tja, eventuell brauchen sie dann ihre Organe nicht mehr so oft, also ...ähh... würden sie ...oder könnten sie sich das vorstellen? Also, nicht das sie tot sein werden, sondern, dass sie ihre Organe dann nicht mehr brauchen? Und, das ein Mensch der darunter leidet alle zwei Tage an die Blutwäschemaschine angeschlossen zu werden, das dem dann mit ihren -für sie ja nutzlosen Organen- geholfen werden könnte?

Ich frage mich ja immer, was das für Menschen sind, die das ablehnen können.

Religiöse Menschen?
Jene, die ihren Körper -der ja welchem Gott auch immer gehört- unbeschadet zurückgegeben müssen, während er doch einzig von den Würmern, Maden und Bakterien zerfressend im Erdreich vor sich hin sottet.
Per se hartherzige Menschen, ängstliche Menschen?
Ich kann es mir einfach nicht vorstellen.
Wenn der Tod eingetreten ist, dann ist es doch egal in welchem Zustand der Körper ist, außer natürlich ich hänge altägyptischen Glaubensformen an, aber selbst deren Mumien waren leergeräumt. Also?
Mir fällt einfach kein richtiger und vernünftiger Grund ein, wieso man Organe lieber verrotten lässt, als sie zu spenden.
Wenn man schon nicht der Widerspruchslösung - die ich durchaus für den besten Weg hielte - folgen mag, warum hat man dann nicht eine Bonus - Malus Variante vorgesehen?
Denn, wenn jemand seinen Mitmenschen seine Organe vorenthalten möchte, völlig ok, wenn auch unverständlich, dann bitteschön bekommt diese Person eben erst als letzter ein Organ für den Fall, dass er denn eins benötigen sollte.
Das klingt in meine Ohren fair.
Wer an dem System "Organspende" nicht teilhaben möchte, der wird dazu nicht gezwungen, sollte dann aber auch bitteschön den Anstand haben nicht im Notfall die gleichen Rechte besitzen zu wollen, wie jene die bereitwillig ihren Anteil signalisiert haben.

Findet Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 23. November 2011

Aberlour 15 Jahre, Cuvée Marie d'Ecosse

Bisher kannte ich von Aberlour nur den zehnjährigen Single Malt, der mir durchaus gut gemundet hat.
Der ist, in der 1 Liter Flasche für unter 30 Euro, ein leckerer und süffiger Speysider.
Nun also gönnte ich mir den 15 Jahre alte Whisky aus dem Hause Aberlour, dessen verschiedene Anteile in Bourbon- und Sherryfässern reifen durften.
Danach wurden sie zusammengeschüttet um ein breiteres Geschmacksszenario zu ermöglichen - daher das Cuvée im Namen.
Da auch der Rest auf der Verpackung in französischer Zunge verfasst ist, scheint es zu stimmen, dass dieser Whisky für den französischen Markt abgefüllt worden ist.
Ich finde, indem man diesen Whisky nach Maria Stuart (Marie d'Ecosse) benannte, zeigte man einen gewissen Sinn für Komik - geköpfte Königin wird im Land der Guillotine gehandelt.
Nun ja, französischer Markt hin oder her, trotzdem wird er fleißig in Deutschland verkauft.

Egal und gut, denn so haben wir auch was davon. :-)Aberlour 15 Cuvée Marie d'Ecosse Flasche
Das Stöffchen kommt in einer gedrungenen 0,7 Liter Flasche mit dickem Körper und dickem Hals daher - eine durchaus ansprechende Gestaltung.
Ohne diesen dicken Hals wäre die Flaschensilhouette fast der Umriss von FJS gewesen, eher kurz dafür dick und voluminös. :-D
Vermutlich zum Schutz vor des Franzosen liebsten Spielzeugs, der Guillotine, war bei meiner Flasche noch ein umgebender Halsring angebracht, welcher die Flasche in ihrer Pappdose zentrierte.

Nun aber zu den wichtigen Dingen.

Der Aberlour 15 riecht fruchtig und süß-malzig, allerdings ist da auch ein Hauch von unausgefegter Maschinenhalle mit enthalten - etwas irritierend und auch nicht unbedingt Appetit anregend.
Diese Off-Note verfliegt allerdings mit der Zeit und störte die restlichen drams aus der Flasche nicht mehr. Deshalb erwähne ich sie, aber das geht nicht in meine spätere Wertung mit ein.
Keine Ahnung was das war, öfter will ich das aber auch nicht schnuffeln.
Es war nicht der liebliche Bilgengeruch, den ich gewöhnlich mit Caol Ila assoziiere, das war fieser.

Auf der Zunge ist der Aberlour dann überraschend ölig, voll malzig und honigsüß.
Dabei zeigt zudem angenehme Würze, leichte Bitter- und Trockenheit der Eiche.

Sein Abgang ist dann enttäuschend kurz, jedoch mit leicht pfeffriger Wärme (woher kommt die denn?) und immer noch angenehmer Süße.

Mir hat der Aberlour 15 Jahre, Cuvée Marie d'Ecosse anfangs nicht richtig geschmeckt, ich bedauerte schon das Geld nicht lieber in eine Flasche des 10 jährigen Standards angelegt zu haben.
Doch mit der Zeit hab ich den kleinen dicken Kerl dann lieb gewonnen.

Er ist deutlich komplexer als sein kleiner Bruder und wenn man ein wenig aufpasst, dann bekommt man die Buddel für deutlich unter 40 Euro - ich habe vor einem halben Jahr 35.xx gezahlt.

Augenblicklich liegt er bei den meisten Händlern jedoch um die 40 Euro - angemessen aber nicht günstig.
Er kommt mit brauchbaren 43% daher, wie sein kleiner Bruder, wenn man die 1 Liter Flasche erwischt - in der 0,7 hat der sonst meines Wissens nach nur 40%.

Ein Tasting Video von Herr Lüning zum Aberlour 15 gibts hier.

Wertung Single Malt
Aberlour 15 Jahre, Cuvée Marie d'Ecosse

Geschmack:
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Der große dicke Bruder vom 10 jährigen Aberlour macht deutlich mehr Spass, benötigt allerdings auch etwas mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Ob einem das dann den doppelten Preis wert ist, muss jeder mit sich und seinem Budget ausmachen. Ich für meinen Teil werde vermutlich nicht mehr allzu oft dazu greifen, obwohl dieser Whisky durchaus gut und lecker ist. Wer einen guten Speysider der besseren Einstiegsklasse trinken möchte, macht hiermit sicherlich nichts falsch.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Wieder einer weniger

Nachdem bereits Franz Josef Degenhardt am 14.11 verstorben ist, hat sich jetzt auch Georg Kreisler angeschlossen und ist nicht mehr.
Ich mochte den alten Grantler gern und selbst die Ms. mag seine Lieder gerne hören.
Außerdem passt zur augenblicklichen Lage in unseren Demokratien sein Klassiker "der Furz" wie selbiger aufs Auge.
Machs gut und grüß' den Degenhardt.