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Freitag, 16. Dezember 2011

Esoterischer Trojaner in der Piratenpartei

So, so.

Eine Ex-FDP Frau die beruflich in esoterischen Humbug macht, sitzt für die Piraten - in der Funktion als Fraktionsgeschäftsführerin - im Berliner Senat.(via Schockwellenreiter)

Warum überrascht mich das nicht?

Nun, wer in der Sekte FDP großgeworden ist, hat doch bereits bewiesen, dass er anfällig für hirnerweichendes Gedankengut ist, denn der Neoliberalismus ist inzwischen -wie ich vermute- ja als Geisteskrankheit anerkannt.

Das sich allerlei Geschmeiß merkwürdiges Volk bei den Piraten angesammelt hat, konnte und kann man ja auch so immer wieder ohne Anstrengung sehen.
Wenn mal z.B. ehemalige Führungsköpfe der Piraten bei den Nazis Kämpfern für ein sauberes und ausländerfreies Deutschland Gründungsmitglieder sind oder auch wenn ihre braune Vergangenheit als Jugendsünden kaschiert dargestellt werden.
Das solche Dumpfhirne auch jeglichem esoterischen Geschwurbel gerne aufgeschlossen gegenüberstehen, weiß man nicht erst seit den Zeiten von Heinrich 'auf der Suche nach dem Heiligen Gral' Himmler.

Das sich ein widerliches Gedankenbild hinter "Wer-krank-wird-ist-selber-schuld" Thesen verbirgt und das Heilung durch Lichtwasser und ähnlichen Quatsch häufiger zum Exitus der Behandelten führt, weil 'nachweislich' sinnvollere Therapien abgelehnt oder zu spät begonnen werden, ist nun ja kein Geheimnis.

Allerdings, und das muss man leider auch so hart sagen, scheint mir das durchaus ein Teil von Evolution zu sein.
Wer denn sein Leben einem Scharlatan und seiner Methode angedeihen lässt, sollte sich eben nicht wundern, wenn er am Ende nicht geheilt, sondern totkaputt ist.

Ich verstehe das man sich an jeden Strohhalm klammert, wenn man schwer erkrankt ist und einem Heilung mehr als recht ist, egal woher sie kommt. Sehe ich genauso und habe ich so gesehen.
Ich hab mal zu meinem behandelnden Arzt gesagt: "Und wenn dafür ein Schamane Eigenurin trinkend nachts bei Vollmond um ein frisch ausgehobenes Grab tanzen muss um mich zu heilen, dann soll er das eben machen!"

Wie gesagt ich verstehe Leidensdruck und Hoffnungslosigkeit, allerdings gibt es beim Irrsinn auch noch unterschiedliche Stufen.

Wer Schulmedizin in Bausch und Bogen verdammt und einzig Zuflucht bei Eigenurinsäufern und Über-das-Wasser-gehern sucht, wird darin sicherlich auch umkommen.

Das sind nun aber die Opfer vom Geschäftsmodell "esoterischer Neoliberalimus" ,egoistischer Eigennutz und elitäres Geschwafel.
Besagte Frau Scherler sitzt auf der anderen Seite, sie ist Täter, denn sie bringt diesen Unfug in die Welt, indem sie Seminare gibt und Bücher schreibt und sich die Taschen mit Blut Geld vollmacht.

Sie profitiert von Leichtglauben und Krise.

Das meine lieben Freude ist definitiv dramatischer und unangenehmer, als es ein abgefahrener (Autoaußen)Spiegel sein kann.
Wieso in den Medien bisher allerdings diese Lappalie aufgegriffen wurde?

Ich habe ein kleine These:

Das sich Spiegel online darüber, also den zerbrochenen Krug Spiegel, so aufgeregt hat, kann meines Erachtens nur an der Namensgleichheit gelegen haben.
Sie verstehen Spiegel-Spiegel ... hrhrhr m(

Und glaubwürdiger wird der Piraten Forderung nach klarer Trennung von Staat und Kirche nicht, wenn man nun statt der institutionalisierten Narrenschiffe die anderen Menschenfischerkutter aus dem Trockendock holt.

Findet Ihnen Ihr Blödbabbler

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Merkel erwartungslos

Ich wollte ja nichts zu der ganzen Wulff Sache schreiben, weil tja, weil das Privatdarlehen ganz sicher das geringste Problem bei diesem Mann ist.
Da stoßen mir die andern Fälle rund um AWD oder dieser evangelikale Quatsch viel eher auf, aber egal.
Wieso ich jetzt doch was schreiben muss, ist aufgrund der lustigen Formulierung bei SpOn, die den ehemaligen ZDF Mann Seibert folgendermaßen wieder gibt, nötig.
Zu den Erwartungen der SPD, Wulff solle sich persönlich zu den Vorwürfen äußern, erklärte Seibert, Merkel richte keine Erwartungen an den Bundespräsidenten.
Und überraschend übereinstimmend mit Frau Merkel geht es auch mir so.
Ich habe bei diesem Staatsoberhaupt definitiv auch keinerlei Erwartungen.
Ganz sicher, die hatte ich noch nie!
Und das hat er in seiner Amtszeit bisher auch genauso ausgefüllt wie man es sich erwartungslos von ihm vorstellen konnte.

Was wäre das hier für ein Land geworden, wenn Georg Schramm dort in Bellevue residierte, statt diesem Karrieristen aus Hannover.
Vermutlich ein Gutes.
Jens Berger hat im Spiegelfechter ein schönes Interview von Georg Schramm ausgegraben. Unbedingt die Zeit nehmen und reinhören.

Ihnen Ihr Blödbabbler, der Erwartungslose

*Ein Tag später online als gedacht - Danke knallgrau für die mal wieder lustige Unmöglichkeit einen Beitrag einzustellen oder zu kommentieren.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Drohne mir nicht

Wie geil ist das denn?

Nachdem die US-Amerikaner den Iran nicht mit Hilfe einer Drohne ausspioniert haben und diese dann folgerichtig dort auch nicht abstürzte oder abgestürzt werden konnte, fordern sie nun selbige zurück. :-D

"Och menno, will mein Spielzeug wieder haben", sagte das eine ungezogene Kind zum anderen, während beide damit beschäftigt waren, keck in den Sandkasten zu urinieren.

Kommt das nur mir so vor oder werden die Meldungen in der Vorweihnachtszeit immer lustiger?

Ist vermutlich wie mit den Flugzeugabstürzen oder Naturkatastrophen die traditionell auch in dieser Zeit einen sicheren Platz zu haben scheinen.

Ich denke es ist offensichtlich: Gott hasst Weihnachten! :-D

Agnostische Grüße von Ihnen Ihrm Blödbabbler

Montag, 12. Dezember 2011

Panzer und Steinzeitmenschen

Und diesen Steinzeitmenschen liefert die BRD dank der Schwarz-gelben Schlüpferkoalition Kriegsmaterial.
Warum?
Nun, weil diese Steinzeitmenschen wichtige Verbündete und Geschäftspartner sind und da zählt dieser Käse mit Menschenrechten eh nicht einen Heller.
Tat es noch nie.
Auch selbst, wenn man noch mal darüber nachdenkt und sich darüber klar wird, dass diese Saudis ebenfalls die Quelle des gesamten islamistischen Scheissendrecks sind der über die Welt schwappt, ist es egal.
Sollte man mit denen deshalb etwa keine Geschäfte machen?
Nicht doch.
Betroffene sind doch sowieso nur Frauen, Hexer und ähnliches Pack.
Also nichts, was man nicht auch bei uns eigentlich gerne noch verfolgen würde, wenn man denn noch könnte.
Wer hat denn denen überhaupt Menschenrechte angeboten? Sie etwa?
Bah, Religion!
Und eine gepflegte Waffenlieferung an die Saudis bringt wenigstens Geld in die klammen Kassen der Mordexporteure und ihrer Lakaien (Export von Kriegswaffen nimmt deutlich zu) in den entscheidenden Gremien, während uns beispielsweise die Lieferungen von U-Booten an Israel eigentlich nur Steuergelder kosten. Um das eine zu finanzieren muss man eventuell das andere tun?
Unterm Strich ist es egal, denn es bleibt der alte Klassiker: Deutsche Waffen deutsches Geld morden mit in aller Welt.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Internettalent Guttenberg

Haha, Sie sucht Talente. Ich mach mich nass!
Was qualifiziert denn den Betrüger Großkotz gefallenen Gel-Engel von und zu Googleberg besonders für den Posten?
Das seine blondierte Gespielin als investigative Internetfallenstellerin für RTL2 unterwegs war und wohl wieder sein wird?
Dass sie sich für Internet-Zensur ausspricht?
Oder ist es doch der besonders kreative Umgang mit seiner -wegen Betrugs aberkannten- Doktorarbeit?
Oder, dass er letztlich über die Arbeit vieler Freiwilliger im Netz gestoppt und überführt wurde?
Das er uneinsichtig bis zum Schluss geblieben ist? Quasi bis zur letzten Patrone, sie verstehen schon ...
Macht ihn das zur ersten Wahl?
Oder ist es doch eher seine zur Schau gestellte Skrupellosigkeit im Umgang mit der Wahrheit?
Oder seine offenbare sehr selektive Wahrnehmung der Realität?
Und nein, werte Frau Neelie Kroes.
Egozentrische Realitätsverleugung nennt man nicht virtuelle Realität und das hat dann auch eher nichts mit dem Internet zu tun.
Seine Tätigkeit in den vorgeschobenen zwei Ämtern kann es ja nicht gewesen sein, denn dort hat er -wie man lesen kann- eher nichts bewirkt und diversen Bruch hinterlassen.
Aber eventuell ist das ja auch der wahre Grund. Die wollen das Internet kaputt machen. *lol*

Immer noch ganz feucht nass vor Freude

Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 11. Dezember 2011

3 Videos zur Muße

An grauen NovemberDezembertagen sollte man sich ruhig mal den schönen düsteren Gefühlen hingeben.
Immer nur übermütig, straightforward und hibbelig ist auf Dauer nicht gesund. ;-)

Deshalb hält der clevere Mensch hin und wieder inne und macht sich die Technik der Muße wieder urbar.

Für eine angenehme und stimmige Untermalung unseres Jetzt auf seiner Reise der Gedanken sind mir drei alte Klassiker unter die Finger geraten, welche ich deshalb mal wieder als Video verlinke.

Der allseits geschätzte Mr. Tom Waits -einstmals ein veritabler Trunkenbold vor dem Herrn- ist inzwischen ja auch eher trocken, macht aber dennoch auch heute noch wirklich gute Musik.
Davon konnte man sich auf dem aktuellen Album Bad as me gerade erst wieder überzeugen.
Aber als Stimmungsaufheller ist mir augenblicklich altbekanntes Liedgut lieber - Tom Traubert's Blues aka Waltzing Mathilda vom Rockpalast Auftritt 1977.





Dann, um sich der Endlichkeit seiner unseligen Existenz mal wieder ein wenig bewusster zu werden, bietet sich für die präweihnachtliche Irrsinnszeit sicherlich der alte Bob Dylan Klassiker "Death is not the end" an.
Allerdings kann ich die näselnde Singerei von Dylan dabei so absolut nicht ab, deshalb die wesentlich 'schönere' Fassung von 1995.
Dort bezaubern Nick Cave, Kylie Minogue, Blixa Bargeld und der zahnstummelige Shane MacGowan alle Sinne des Rezipienten.
Am Anfang des Videos ist noch der geniale Ray Cokes zu sehen, der damals wirklich einzige Grund MTV einzuschalten; wenn man von Beavis und Butthead mal absieht. :-D
Und deshalb startet das Video aus Sentimentlitätsgründen eben nicht direkt mit dem Lied.




Und wenn wir schon bei Shane MacGowan sind.
Dieser hat zwar inzwischen auch -nach Art des Pol Pot Paul Potts- neue Zähne erhalten, aber im folgenden Video in dem er uns mit einer Dirty Old Town Fassung beglückt, ist er noch zahnstummelig wie zu seiner besten Zeit zu sehen.


Ihnen ihr müßiggängerischer Blödbabbler

Samstag, 10. Dezember 2011

Sucker in the rye

Wie krank ist das denn?

Ein Umrechnungskurs gemacht für die Ewigkeit.
Wohl auf dem Stand von 1950, wenn wir den Euro mit der DM 1:1 gleichsetzen würden.
So ist es real eben fast das doppelte davon. ;-)

Der Grund meiner Empörung
Von einem meiner Lieblingsbourbons, dem Bulleit Frontier Whiskey aus der Four Roses Brennerei, gibt es auch eine 'roggenbasierte' Rye Fassung.
Den hätte ich mir ja wirklich gerne mal gekauft, kostet er in den USA doch lediglich ab 22 USD die 0,75 Liter Flasche.
Und wie wird der dann umgerechnet in Deutschland angeboten?
Na?
Nun, wenn man sich noch shipping Kosten und sonstiges Gesumms dazudenkt, dann sollten es doch sicherlich nicht mehr als 22 Euro sein, denke ich mir in einem Überschwang aus offenbar verblödeter Naivität.

Denn, ein wenig Internetsuche später und siehe da, ich finde ihn für 62 Euro die 0,7 oder 72 Euro für die 0,75 Liter Flasche in einigen deutschen Onlinestores.
Selbst bei den Engländern, das sind die mit den hohen Steuern auf Alkohol, taucht er für 37 GBP auf, also irgendwas um die 43 Euro.
Bei uns werden dann also, statt der knapp 17 Euro die er in den USA kostet, mal eben die vierfachen Kosten aufgerufen.
WTF!1!!

Wer würfelt denn hier in Deutschland die Preise aus?
Die drei Stooges oder Onkel Dagobert himself?
Wisst ihr was liebe Händler - sauft euren Dreck alleine und erstickt daran.

Ihnen Ihr Blödbabbler geht jetzt vor Wut mal eine Runde catchen in the rye...

#Update20111212 Umrechnungskurs GBP korrigiert - hab sinnigerweise mit 26 GBP statt 37 gerechnet. Warum auch immer, an der Aussage ändert sich dadurch aber nichts.#

Freitag, 9. Dezember 2011

Bushmills 10

Aus Nordirlands einziger Whiskey Destillerie "Old Bushmills" kommt der Bushmills 10 Single Malt.
Er wird -wie bei den Iren üblich- dreifach destilliert was dann ein eher mildes Destillat ergibt.

Der Bushmills 10 durfte in Bourbon und Sherry Fässern reifen was ihm sichtlich bekommen ist.Bushmills 10 Flasche
Er wird in einer -wie sollte es anders sein?- grünen rechteckigen Pappdose mit abgerundeten Ecken geliefert.
Auf meiner Dose steht "Ireland's oldest Whiskey Distillery", obwohl sie diesen Platz inzwischen an Kilbeggan abgeben mussten.
Allerdings berufen sie sich nun auf die ersten Nachweise für Destillation im Jahre 1608 in der Gegend, 'the territory of the Rowte' in Co. Antrim, aus denen dann später Bushmills hervorging.
Who cares about this shit?
Ob das nun 1784 oder 1774 erstmalig lizensiert wurde oder 2001 ist mir ja so was von wumpe.
Hauptsache ist und bleibt für mich nicht das Alter einer Destillerie, sondern einzig, dass die dort einen anständigen feinen Whiskey herstellen.
Und das tun die wackeren Mannen vor Ort nun tatsächlich.

Der Bushmills 10 riecht angenehm vanillig süß und fruchtig und leicht. In der Nase also eher Ex-Bourbon als Sherry Fass.

Er hat für seine 40% einen erstaunlich starken Antritt.
Der Geschmack kommt schön malzig und mit leicht herber trockener Eiche daher.
Ich hatte zwischenzeitlich sogar den Eindruck etwas Orange zu schmecken, leichte Sherry-Aromen sind hier ebenfalls spürbar.
Es ist ein durchaus süßes Erlebnis, auch hier ist eher Vanille denn Honig anzutreffen.

Der Abgang ist enttäuschen kurz, dabei aber warm und trocken mit einem Hauch Toffee.

Im Gegensatz zu den leichten (Pure) Pot Still Whiskeys wie Redbreast oder Green Spot ist der Bushmills 10 ein echter Single Malt, besteht also nur aus gemälzter Gerste.
In seiner Gänze ist er etwas voluminöser und ihm geht dadurch die 'Leichtigkeit' der vorgenannten ab.
Macht aber nichts -trotzdem gut.

Der Bushmills 10 kommt in einer 0,7 und in einer 1 Liter Flasche auf den Markt. Mir lag die 0,7 Liter Flasche vor, die ich für knapp 20 Euro erstanden habe. Für diesen Preis durchaus ein angenehmes Schnäppchen.
Meistens jedoch liegt der Preis für den Liter bei 30-34 Euro.

Wertung Single Malt
Bushmills 10

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4
Fazit: Ein guter Einsteiger Single Malt Whiskey aus Nordirland für -wenn man ein wenig schaut- einen guten Preis. Die Erde bebt nicht gerade beim Trinken, aber für einen Songs of the Irish Rebels Abend sicherlich ein netter Begleiter. Und -wenn man sie für 20 Euro sieht- sicherlich eine klare Kaufempfehlung.


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Wagenknecht in der FAZ

Einen guten Überblick über die augenblickliche Krisensituation, schuldige Akteure, stümperhaftes Krisenmanagment und einen möglichen Lösungsansatz kann man diesmal in der FAZ nachlesen.

Sarah Wagenknecht von einem Teil der Idiotenpresse nur als das "Schöne Gesicht des Kommunismus" oder "Rosa-Luxemburg-Look-a-like-Contest-Gewinnerin" gehandelt, zeigt -von oberflächlicher Betrachtung abstrahiert- das Verstand ein wichtiges Mittel beim Verstehen eines Prozesses ist.
Auch Eurobonds werden nicht helfen: Die Finanzkrise, von neoliberaler Politik verschuldet, greift vor allem den Mittelstand an - und damit die Demokratie. Aber noch ist es nicht zu spät.
... hier steht der ganze Artikel bei der FAZ.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Glen Garioch [1797 Founder's Reserve]

Aus der Destillerie Glen Garioch(sprich Glen Geery) stammt ein netter Einstiegswhiskys mit Namen 1797 Founder's Reserve.
Die Destillerie existiert seit eben diesem Jahr -1797- in Oldmeldrum in der Nähe von Aberdeen und ist damit eine der ältesten Brennereien Schottlands.
Dieser Whisky ist eher jung und kommt sowohl in 0,7 als auch in einer 1 Liter Buddel daher.Glen Garioch 1797 Founder's Reserve Flasche
Ich mag die Flaschenform und ich mag den Pappkarton mit seinem Tartanmuster und der Firmenhistorie. Schlicht, kostengünstig und doch informativ und nett anzuschauen.
Die 1 Liter Buddel ist eigentlich eine aufgepumpte Fassung der 'normalen' kleinen Flasche und wirkt dadurch ein wenig plumper und dennoch nicht plump.

Der 1797 Founder's Reserve wird mit wunderbaren 48% Alkohol abgefüllt und -für wen auch immer- blöderweise noch mit der E150 Kelle farblich angepasst.
Ich vermute mal, da der Whisky noch eher jung ist, wäre er den Blödies unter den Whiskytrinkern sonst noch zu farblos. *Hmpf*

Ich hatte von diesem Whisky in diesem Jahr sowohl die 0,7 Liter Flasche, als auch die Literflasche unter meiner Fittiche und stelle einen leichten, aber dennoch wichtigen Unterschied fest.
Die 0,7 Liter Flasche war im gesamten wesentlich weicher und weniger sprittig, als es die -später gekaufte- 1 Liter Flasche noch ist. Ob das ein Unterschied zwischen der Befüllung der unterschiedlichen Flaschen ist, oder einfach eine Schwankung in der Fassqualität kann ich nicht beurteilen. Ich beobachte das aber mal weiter.

Die Tasting Notes beziehen sich sowohl auf die kleine, als auch auf die große Flasche.

Der Glen Garioch 1797 Founder's Reserve riecht angenehm süßlich nach Karamell mit einer spürbaren Malznote.
Vermutlich seinem jungen Alter geschuldet ist auch ein wenig der Geruch nach frischem Gras mit dabei.
Allerdings in angenehmer Form und nicht, wie beim Loch Lomond No Age, der nach kompostierten Grünabfällen muffelt.

Sein Geschmack ist würzig, stark und dabei (leider) etwas sprittig brennend.
Das kann man dann allerdings durch Zugabe von etwas Wasser -bei 48% durchaus sinnvoll machbar- abmildern, so dass die anderen weicheren und feinen Anteile stärker in den Vordergrund treten.
Gut so.
Über allem liegt eine sehr schöne süßliche Honignote, Malz und auch eine Spur von Gras.
Etwas trockene Holzelemente mischen sich ebenfalls noch dazu und ergeben ein angenehmes Trinkgefühl im Mund.
Der Abgang ist dann warm, leicht trocken und eher kurz mit deutlicher Grasnote bei vorherrschender Toffee-Süße.

Ein durchaus schöner Highland Whisky, der auch einen Anfänger nicht verschreckt und durch all zu viel Komplexität erschlägt. Wenn der leichte Hang zur Sprittigkeit wegfällt (wie bei meiner 0,7 er Flasche) dann ist das einer meiner Highland Lieblinge, wenn nicht, dann bleibt er dennoch ein veritabel guter Whisky.

Überraschenderweise haben die Preise scheinbar schon wieder angezogen. Denn, als ich den 0,7 er Anfang des Jahres kaufte, da kostete dieser knapp 27 Euro und die 1 Liter Flasche knappe 34.
Inzwischen liegen die Preise schon wieder 2-3 Euro darüber. Sehr ärgerlich.

Der wunderbare ralfy hat ein Tasting Video zum 1797 Founder's Reserve; ebenso gibt es von Herrn Lüning ein passendes youtube Video.

Wertung Single Malt
Glen Garioch 1797 Founder's Reserve

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile3
Fazit: Dieser Highland Whisky kann durchaus gefallen, wenn seine Sprittigkeit wegfällt oder weniger dominant ist, wie in der ersten Flasche die ich davon hatte. Dann ist es ein guter bis leckerer Whisky, der auch Anfängern sicherlich schmeckt. Ob nun allerdings der aktuelle Preis im Vergleich zu -beispielsweise einem 15 Jahre alten Dalwhinnie- gerechtfertigt ist, bezweifele ich. Ich denke wir füttern unsere Mädchenwhisky-Front weiterhin eher damit. :-D


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad