Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Donnerstag, 15. März 2012

Schmieriges Etwas du!

Die Dichter vom Untermain haben sich wohl das Thema Ehrensold für den heutigen Tag auserkoren.
Mir entrann dazu lediglich

Endlich!

Der Wolf hat sich nun doch getrollt
und hat dabei auch noch geschmollt
doch war der Käs' ratzfatz gerollt
denn BILD war ihm so gar nicht hold
Egal, für ihn gibt's ja den Ehrensold

Aber viel wichtiger und deutlich besser war der lyrische Erguss des Poetron welcher nach anständiger Fütterung herauskam.
Würdig der Nachwelt erhalten zu werden.

Eine Ode an die Ehrensold

Wulff.
Ach schmieriges Etwas du!
Ehrensold, meine geklaute Phantasie.
Jenseits der Nacht in ewiger Zeit!
Nassauert!
Welch grausames Scherzen!
Wulff du.
Blausam in Future und Past.
Ehrensold zwischen Schmusen und Erfordern.
Ehrensold so seltsam.

Ich denke damit ist alles auf den Punkt gebracht. :-D

Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 14. März 2012

Wowereit, CDU!

Da kommt man nun einmal später heim und schaltet - ganz entgegen der normalen Gewohnheit- den Fernseher bei den öffentlich-rechtlichen Profis der ARD an, und staunt plötzlich nicht schlecht.

Ein Beitrag im Nachtmagazin über den Berliner Bürgermeister Wowereit, in dem es um angenommene "Vergünstigungen" von einem Unternehmer und das dazugehörige Geschmäckle von finanzierten Wochenendreisen nach London ging, beglückte den Betrachter mit der Einblendung:

Klaus Wowereit, CDU
Regierender Bürgermeister Berlin

Die falsche Parteizugehörigkeit wurde aber, bevor ich einen Screenshot machen konnte, stillschweigend in SPD abgeändert. Schade!

Mir jedoch gefiel vorzüglich, dass dem verantwortlichen Politik-Praktikanten der ARD offenbar beim Thema "Schnorrer, Vorteilsnehmer und Nassauertum" zuallererst die CDU in den Sinn kam.

Und mal ehrlich, diesen Ruf wie Donnerhall den haben die sich auch wacker -quasi über das Gewohnheitsrecht- erarbeitet.

Immer noch schmunzelnd

Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 11. März 2012

Kabarettist Gauck?

Ich tue das hier im Blog nicht oft, dass ich mich entspannt hinter einen Text zurücklehne, welchen ich nicht selber geschrieben habe.

Doch, beim grandios leichtfüßigen Ritt durch das Leben des zukünftigen Bundespfaffenpräsidenten Joachim Gauck, geschrieben von Konrad Hartmann-Meister bei telepolis mit dem Titel:"Mit allen Wassern ungewaschen", mache ich das ohne Frage gerne.

Solch einen feinen, treffenden und zielgerichteten Text habe ich lange nicht gelesen.

Leider bleibt einem, bei aller darin dargereichten Erkenntnis, immer öfter das Lachen im Hals stecken, wenn man denn den präsidialen Countdown im Blick hat.

Es scheint so: was das Postwesen für jene von Thurn und Taxis war, war der Stasi Dokumente-Schuttabladeplatz der Zeit für den werten Herrn Gauck.
Ein Mittel sich das eigene Leben mit validen Informationen gut abzusichern.

Wenn man denn - was ich durchaus tue - dem gut ausgeschilderten Gedankengang des Textes folgen mag, dann liegt das eben so auf der Hand.

Klarer Lesetipp von

Ihnen Ihrm Blödbabbler

Sonntag, 4. März 2012

Simon's Bavarian Pure Pott Still Whiskey

Die Welt des Whiskys dreht sich beständig.

Waren es einst die Iren und Schotten, die sich im Destillieren von Lebenswasser eine Vormachtstellung erarbeiteten, gibt es inzwischen auf der ganzen Welt ambitionierte und auch gute Erzeuger.

Ob es sich nun um indischen Stoff aus den Trögen von Amrut handelt, wie beispielsweise dem Amrut Fusion, dessen Tastingnotes ich demnächst hier auch mal hochschupsen werde, schwedischen Spaßmacher von Macmyra und eben auch deutsche Whiskys von Slyrs, einen Whesskey der Brennerei Höhler oder auch einer blauen Maus von Fleischmann.

Heute jedoch geht es um den Simon's Bavarian Pure Pott Still Whiskey des Weinguts Simon in Alzenau.Simon's Bavarian Pure Pott Still Whiskey Flasche
Ein 6 jähriger Whiskey, dessen Gerste aus eigenem Anbau stammt. Und wie es sich für einen Pot(t) Still gehört, ist er eine Mischung aus gemälzter und ungemälzter Gerste.

Dank dem Herren AausB, der wie die Jungfrau zum Kinde zu diesem Whiskey kam, konnte ich ein paar drams davon verkosten.

Die Flaschenform ist ansprechend und fern vom üblichen Whiskyeinerlei, sie scheint, wie das Etikett der Brennerei-Standard bei den Bränden zu sein.

Im Glas bin ich ein wenig überrascht, allerdings erst einmal nicht angenehm.
Meine Mitschnuffler beschrieben das Aroma ungalant als "Obstler meets Grappa", es war ein wenig potstillig, karammellig, aber irgendwie im Ganzen eine komische "Nase".
Es lud irgendwie nicht direkt zur freudigen Verkostung ein.
Aber, auch eine Durian vulgo Stinkfrucht erfreut ja nicht unbedingt durch ihren Geruch.

Der Geschmack ist leicht, dabei etwas ölig und auch mit einem gutem Hauch Eiche gesegnet.
Er ist angenehm malzig, mit feiner Würze und macht den Mund warm und auch ein wenig trocken.

Der Abgang ist bei schwacher Süße kurz bis mittellang.

Nicht wirklich spektakulär, aber durchaus ein gutes Stück Handwerk, das sich nicht hinter einem normalen Scotch zu verstecken braucht.

Was mich bei vielen der deutschen Whisk(e)ys jedoch massiv stört, ist, dass man noch deutlich am Preis-Leistungsverhältnis feilen muss.
Die meisten sind, für das was man letztlich im Glas hat, definitiv zu teuer.
Und mal ehrlich, wenn mich dieser Whiskey so zwischen 57 und 60 Euro kostet, dann fallen mir immer Gründe ein, ihn genau nicht zu kaufen.
Das ist schade, denn er ist definitiv einen Versuch wert.

Wertung Pure Pot(t) Still
Simon's Bavarian Pure Pott Still Whiskey

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile2
Fazit: Ein durchaus anständiger bis guter deutscher Whiskey mit einer Nase, an der man noch arbeiten sollte, bei ansprechendem Geschmack und grottigem Preis. Mal schauen wie der schmeckt, wenn er mal älter wird. Vermutlich ist er dann allerdings nur noch für russische Plutokraten zu haben. Schade!



Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Donnerstag, 1. März 2012

Organspende nach Jehovas Art

Die großangekündigte Neuregelung der Organspende ist beschlossen und wisst ihr was?

Wenn sich Pappnasen zusammensetzen, dann kommt eben auch immer ein dementsprechendes, wenn nicht gar adäquates *hihi* Ergebnis raus.

Ich schrieb ja bereits in der Vergangenheit Spitzenrunde braucht Hirn- und Herzspende, freute mich , dass das Hirn regnete vom Himmel... und postulierte Wir wollen ihre Leber!.

Nun hat sich also, man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen,
Eine Spitzenrunde von Opposition, Koalition und Bundesregierung [...] am Donnerstag in Berlin geeinigt, wie der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, mitteilte.(Zitat aus dem Spiegeltext)
Nur gut, dass es eine Spitzenrunde war die über das Thema beraten hat, wer weiß was sonst dabei rausgekommen wäre. m(

Jetzt also die "Zeugen Jehovas" Lösung!

Die Bürger aufdringlich penetrant solange heimsuchen, bis man eine aufs Maul kriegt, das Klingeln beflissentlich ignoriert wird oder man einen Wachturm respektive ein Organ los ist.
Spontan könnten einem bei diesem Blödsinn auch die Organe aus Frust von alleine versagen.

Halbgarer Unfug aus den Waschtrögen der christlichen Nächstenliebe vermengt mit konsequenter Eierlosigkeit.
So sehen die Ergebnisse aus, wenn sich Politiker zusammensetzen und nach Rückgrat, Hirn oder eben Eiern suchen.

Peinlich, eine Art Selbstverpflichtungmöglichkeit der Bürger, das Pendant zur Selbstverpflichtung in der Wirtschaft und wir wissen ja, wie gut das immer klappt.

Mal gucken ob ich später auch selbst bestimmen darf, dass zumindest meine Reste kein Politiker bekommen darf, denn dann sollen sie lieber auf dem Bauhof entsorgt oder an die Schweine verfüttert werden.

Und wieder kein 16 Tonnen Gewicht da, das das Pack einfach erschlägt.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Samstag, 25. Februar 2012

Penis, Alk und die Fleischtheke

Sachen gibts, da kann man einfach nur noch ungläubig staunen oder losprusten.
Es scheint, als lerne man einfach nicht aus, selbst in fortgeschrittenem Lebensalter konfrontieren uns unsere Mitmenschen mit Dummheit, Ignoranz oder einfach erfrischender Naivität, meistens jedoch einem Amalgam aus allem davon.
Und leider ist man auch selber nicht davor gefeit sich zum Gespött zu machen.
Aber der Reihe nach.

Da war ich also vor ein paar Tagen zur Röntgenkontrolle meines Hüftkopfes und legt mich im Krankenhaus ziemlich entspannt, und mit portablem Eierbecher bestens ausgerüstet, auf den Tisch.
*Blitzelblatzel* und ein paar Sekunden später waren die beiden Aufnahmen geschossen.
Wenige Stunden Minuten später mir bereits ausgehändigt, also dackelte ich brav damit zum Prof. damit er mir seine Einschätzung geben konnte.
Wie staunte ich allerdings, als er die Bilder an das Röntgenbildbetrachtungsgerät anklickte und ich neben dem gewünschten Hüftkopf noch brav den Teil meines Gemächts, der nicht im Eierbecher ruhte, fotogleich abgebildet sah.
Ich dachte bisher, naiv wie ich bin, durch solche Weichteile gehen die Strahlen einfach durch, ohne ein Abbild zu hinterlassen.
Doch qualitativ besser als ein Scherenschnitt, ein für wahr garstiges Wort im Zusammenhang mit dieser Körperregion, zeichnete sich mein alter Freund und Spielkamerad ab.
Immerhin hatte der Arzt wenigstens den Anstand nicht zu lachen oder das Offensichtliche anzusprechen.
Ich hoffe nun mal, dass dieses Bild zügigst in der Versenkung verschwindet und werde beim nächsten Mal sicherlich meine Lagerungslogistik besser planen. :-D

Um mir auf diesen Schreck hin was Gutes zu tun, zog es mich zum Irish-Live-Musik-Abend in eine naheliegende Kneipe.
Dort gab es dann die Möglichkeit einem -ehedem bekannteren- Musiker zu lauschen, der trotz Erkältung seine Sache gut machte.
Blöderweise gab es Guinness und Paddy in Kombination und ich weiß jetzt, das 4 Pint Guinness und 6 Paddy (der werte Herr JausD wollte seine ja nicht mehr haben) -wenn man denn vorher auch noch einen Grappa gegen den übervollen Wanst getrunken hat- keine gute Idee für einen gepflegten Morgen danach sind.
War aber ein schöner Abend und hey, wenn einem die Nacht gehört, wer braucht da schon den Morgen?

Eben beim Einkaufen erfreute mich eine Frau, geschätzt um die Mitte 50, durch ihre vollständige Ahnungslosigkeit beim Erstehen von einem Stück totem Rind.
Haben wollte sie Rouladen, genauer Rinderrouladen, aber bitte BIO.
"Ham wer leider nicht mehr", sagte die Fleischfrau, "wollen sie lieber einen Rinderbraten haben?"
"Kann ich denn daraus Rouladen machen", fragte die Biofrau.
Da zog es bei mir bereits unwillkürlich heftig an den Mundwinkeln.
"Könnten sie machen, das taugt dann aber nicht", belehrte sie die Fleischfrau.
"Was mache ich denn dann damit?", fragte etwas entgeistert die Rouladenfrau zurück.
Offenbar hatte sie noch nicht sehr viel Erfahrung mit Fleischgerichten jenseits der Roulade gemacht.
Schon Scheiße, dass man sinnvolle Dinge wie Kochen nicht in Basisdiskussionsgruppen lernt, gelle.
Mit der erprobten Geduld einer Fleischfrau antwortet diese: "Sie braten das an und dann ab dafür in den Ofen".
Das leuchtete der verhinderten Rouladenfrau ein und sie bestellte tapfer "400 Gramm Rinderbraten", denn sie hätte ja 3 Gäste.
Lolwut1!!!!111
Die Verkäuferin guckte erstaunt und erwiderte trocken:"Nehmen sie lieber 500 Gramm, es sei denn sie sind alle keine großen Esser."
In diesem Moment hatte ich den Eindruck, es wäre einfach gnädig, wenn sich die Erde auftun würde und mich verschluckte, bevor ich an meinem eigenen Sabber beim Giggeln ersticke.
Aber, nie öffnet sich der Boden, wenn man es denn nötig braucht.
Also, Nähkästchen auf und losgeplaudert: Wenn ich einen Rinderbraten hole, der für die Ms. und mich hinreichen soll, dann sollten das schon mal eher 750 Gramm, gerne auch 1 Kg sein.
Dann gibt es allerdings dazu auch noch Klöße oder Semmelknödel und natürlich diverses Gemüse.
Meistens ist dann noch ein bis maximal zwei Stückchen totes Tier übrig und das schmiegt sich dann wunderbar in kalter Form abends auf ein Butterbrot.
Rumms ist das Kästchen wieder zu.
500 Gramm? Für vier Personen?
Egal, zurück zu unserem beiden Fleischtheken-Plaudertaschen.
Nachdem die Jetzt-Braten-Frau sich nochmal versichert hat, dass das auch wirklich BIO-Fleisch sei, fragte sie aus Gründen der Klarstellung erneut, "Und wie genau mache ich das jetzt nochmal? Also, mit dem Braten und dem Ofen?"
Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich bereits wie eine der Wachen von Cäsar im Leben des Brian den man mit schwanzus longus traktiert, also den Wörter. ;-)
Dass ihr die Fleischfrau dann, ohne mit der Wimper zu zucken folgendes riet, machte meinen Tag.
"Da schalten sie den Backofen auf niedrige Temperatur, so um die 180 Grad und dann so für knapp 2 Stunden in den Ofen rein und langsam garen lassen."
S E N S A T I O N E L L !
Ich vermute mal, dass das Fleisch in dieser Größe bei diesen Temperaturen vermutlich locker nach 60 Minuten schon eine nicht zu unterschätzende Trockenheit erreicht und nach zwei Stunden dann den Gästen sicherlich Freude machen dürfte.
Also, nicht das Fleisch an sich, sondern, dass davon nur eine homöopathische Menge dargereicht wurde.

Mahlzeit Ihnen Ihr Blödbabbler

Montag, 20. Februar 2012

Endlich! Springer stellt den Bundespräsidenten

Das erste Mal als Tragödie und das zweite Mal als Farce.

Nachdem die Springerpresse und in deren Gefolge der Rest, der sich pressefrei dünkenden Holzmedien, den Präsidenten erfolgreich und sicherlich nicht zu Unrecht angeschlagen haben, halten wir kurz inne.

Wir erinnern uns, wer den Kandidaten Gauck vor anderthalb Jahren ins Gespräch brachte - Thomas Schmid (Die Welt)- und von wem aus die Enthüllungen über die Machenschaften und Freundeskreise des Herren Wulff 'aufgedeckt' wurden.

Cui bono?

Wenig überraschend haben sich die verrottenden Teile des Dampfers SPD wieder für den 'Freiheitskämpfer' Gauck als Präsidenten ausgesprochen.
Das sagt allerdings weniger etwas über dessen Qualifikation, als eher über den traurigen Zustand der deutschen Sozialdemokratie aus.
Also, so wird das sicher nichts mit einem glaubwürdigen Wechsel - allerdings ist zumindest mir sowieso klar, dass man deren neoliberale Lobotomie nicht umkehren kann.
Die Totengräber von Helmut Schmidt über Schröder und Steinbrücks und -meyers haben bereits ganze Arbeit geleistet.
Die SPD zappelt zwar noch, aber das sind nur nervliche Nachzuckungen nachdem das Rückgrat gebrochen wurde.

Was es an Kritik zum neoliberalen Pfaffen Gauck zu sagen gab, habe ich bereits vor über einem Jahr(1 2 3 4) angemerkt.
Inzwischen hat er dann noch sein Unverständnis über Finanzmarktkritiker der occupy Bewegung geäußert und den wackeren Streiter für ein besseres rassenreineres Deutschland Thilo "Das wird man doch noch sagen dürfen" Sarrazin ob seines Mutes gelobt.
Ein richtiger Sympath, König der Herzen Regent des Verstandes - das muss ich schon sagen.
Wir erinnern uns, auch den Vize-König bei Gazprom, vulgo Genosse der Bosse lobte er für seinen Mut Deutschland mit Harz IV gespalten zu haben mit den Worten:"Als Gerhard Schröder einst die Frage aufwarf, wie viel Fürsorge sich das Land noch leisten kann, da ist er ein Risiko eingegangen. Solche Versuche mit Mut brauchen wir heute wieder.
Wir erinnern uns daran, dass er eigentlich die meisten Sauereien nur als ein Vermittlungsproblem ansieht: Also, wenn dieser Mann nicht ein wahrer Hoffnungsschimmer in düsteren Zeiten wird, dann weiß ich auch nicht. m(

Dass die gleichen illustren Menschen, wie beim großen bösen Wulff, - beispielsweise der saubere Herr Maschmeyer - in seinem Dunstkreis herumschleichen, erscheint da nur folgerichtig.

Und, das sich angeblich die Deutschen den Pfaffen Gauck, diesen Kandidat der Herzen (verdammt, jetzt ist mir wirklich übel geworden) als Staatsoberhaupt wünschen, ist nur konsequent.
Scheinbar die gleichen Gannefs, welche in den Umfragen ja auch mit überwältigender Mehrheit bis heute noch keine Verfehlung bei Guttenberg, Wulff oder Adolf Hitler ausgemacht zu haben scheinen.

Umfragen sind die Statistik der Neuzeit; ich glaube nur denen die ich selbst gefälscht habe - aber ganz sicher nicht solchen, die von Instituten oder Medien veröffentlicht werden, welche sich den neoliberalen Weg des Herren Gauck als Kampfmetapher auf ihre Fahnen geschrieben haben.

Nebenbei gefragt, gibt es eigentlich einen Gegenkandidaten?
Oder ist, um dem Herren Gauck gehässig mit seiner ostzonalen Vergangenheit zu konfrontieren, mit einem Wahlergebnis von 99% zu seinen Gunsten zu rechnen?

Das dann die Piratenpartei offensichtlich eine Ansammlung von Tranfunzeln und selbstverliebten Kleindarstellern zu sein scheint, die -wenn sie nicht gerade esoterischen Quatsch dulden, Naziphrasen dreschen oder mächtig einen lostwittern- leider immer verpassen ein Zeichen zu setzen, scheint mir zum Grundsatzprogramm zu gehören.

Schade! So wird das nix mit Erneuerung.

Statt die Eier zu haben und meinen Lieblingskandidaten Georg Schramm einfach mal zu nominieren, jemanden der bewiesen hat, dass er sowohl ein Gehirn besitzt und dieses auch gebraucht, verharren die Damen und Herren "weder links noch rechts" in intellektueller Apathie.

Prima, sogar die schwarze Brut war schneller als ihr.

Geschwindigkeit ist manchmal eben nicht nur bei Downloads wichtig.

Denkt mal drüber nach meint

Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 19. Februar 2012

Ballantine's 17 years old

Heute mal wieder ein Blend, genauer ein Premium Blend und im Jahre 2011 der Whisky des Jahres in Jim Murray Whisky Bible.

Meine Erwartungen lagen also hoch, als ich -dank der Generosität des Herren ti- in den Besitz einer Flasche dieses Stöffchens kam.

Um den Whisky richtig zu würdigen, habe ich ihn erst einmal eine ganze Zeit stehen lassen, um den richtigen Moment abzupassen.
Vielleicht war das ja der Fehler, oder die hohe Erwartungshaltung verstellte mir den Blick, oder der Whisky ist einfach für solch schlichte Gemüter Geschmacksnerven wie meine zu gut.

But, who really cares?

Der Whisky kommt in einer edlen Pappschachtel daher die durchaus etwas hermacht.Ballantine's 17 years old Flasche Es steckt eine grüne 1 Liter Flasche drin, die durch ihre ein wenig angedickte Form meinen Gefallen findet.
Ein elegantes klassisches Label rundet den positiven Gesamteindruck ab.

Im Glas kommt der Whisky mit seinen 43% farblich durch E150 angepasst an.

Das Aroma ist leicht und schwach, mit sanft karamelligem süßen Duft, etwas fast pot-stilliges riecht hervor.
Nicht unangenehm, aber eben auch überhaupt nicht aufregend, weder im Guten noch im Bösen Sinne.
Da habe ich mir mehr erwartet, aber eventuell entgehen mir auch nur die ganzen feinen Nuancen, da mein Riechkolben und die Zunge eben nicht so geschult sindt, wie bei den Meistern und Großmeistern der Zunft.
Jim Murray der deft grain and honey plus teasing salty peat gerochen hat, muss eine komplett andere Flasche gehabt haben, denn was definitiv nicht dabei war, war auch nur ein Hauch von peat.

Im Mund entfaltet sich sanft vanillige Süße, die schnell den Mund warm macht, gefolgt von einem Hauch Bitterkeit.
Lecker und nicht unangenehm, aber eben auch überhaupt nicht aufregend, weder im Guten noch im Bösen Sinne.

Der Abgang ist kurz bis mittellang, mit angenehmer Süße, etwas cremig und pelzt ein wenig auf der Zunge.
Im Rachen etwas pfeffrig und für diesen leichten Blend mit unerwartet scharfem Effekt.

Tjo, was soll ich schreiben?

Der Ballantine's 17 years old ist ganz sicher kein schlechter Blend, angenehm zu trinken aber auch irgendwie belanglos.
Das Feuerwerk, welches ich mir erhofft hatte, blieb leider aus.
Im Vergleich zu seinem ganz jungen Bruder -dem Ballentine's Finest-, bei dem jeder meistens bereits zu Unrecht die Nase rüffelt, wenn die erste Silbe ausgesprochen wird, lohnt sich aus meiner unmaßgeblichen Sicht der Aufpreis nicht.
Der 'billige' Finest den man im Supermarkt für 10-11 Euro pro 0,7 Liter erhält, kann -was die Milde und Sanftheit angeht- fast mithalten, Geschmacklich unscheinbarer, hat er aber im Preis-Leistungsverhältnis sicherlich die Nase deutlich vorn.

Der Ballantines 17 years old kostet gewöhnlich irgendwas um die 55-65 Euro, was der ganze Liter kostete, weiß ich nicht, da es wie gesagt eine Gabe des Herren ti an mich war.

Bei ralfy gibt es ein Video zum Ballantine's 17 years old.
Angucken, alleine schon wegen ralfy in seinem lustigen braunen Bärchenpullover. :-D

Wertung Blended Whisky
Ballantine's 17 years old

Geschmack:
Fass3 bis Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile2
Fazit: Ein guter bis leckerer Blend, der mir aber definitiv zu teuer und aus meiner limitierten Sicht betrachtet deutlich überbewertet scheint. Für den Preis einer Flasche davon bekomme ich fast drei Flaschen Bailie Nicol Jarvie oder einen 27 jährigen Caol Ila Single Cask Malt. Beides würde ich jederzeit und immer vorziehen.



Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad