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Mittwoch, 19. Juli 2017

Acrylamid statt Acryl Pulli!

So, so das Acrylamid mal wieder. Hmmpf.
Die EU bemüht sich ja gerne an mancher Stelle Probleme für die Bevölkerung nicht regulieren zu wollen, oder setzt stattdessen auf freiwillige Selbstregulation der Wirtschaft - und lässt es somit unreguliert.
Immer gerne genommen werden da bspw. die EU weiten Erhöhungen der Grenzwerte für Strahlenbelastung in Fisch(nach Fukushima) oder auch Endosulfan im Lachsfutter, alles zum hehren Wohle der Verbraucher, is' ja klar.

Beim bösen Acrylamid geht man jetzt aber entschieden in Gegenrichtung vor, auch wenn mir die Forschungslage da eher nicht eindeutig ist, und versucht via Gesetz dem Stoff bzw. seiner Entstehung einen kleinen Riegel vorzuschieben.
Vermeidung von vielem ist sicherlich ein guter Ansatz, so sollte man z.B. doofe Gesetze oder G20 Gipfel vielleicht einfach vermeiden, ist doch schon im Ansatz erkennbar, dass das schlecht ist und schaden wird.

Was mich aber an dieser vorgeblichen Sicherheitsgesetzgebung stört, ist, dass es da scheinbar keinen echten Beweis gibt, ob das Acrylamid im Essen für den Menschen eine Gefahr darstellt oder nicht.
Die Studienlage scheint mir definitiv nicht eindeutig zu sein.

Der Mensch hat vermutlich seit ca. 1. Millionen Jahren Nahrung über dem offenen Feuer zubereitet, dabei entstand sicherlich auch das böse Acrylamid des Öfteren und wurde von unseren weit entfernten Vorfahren aufgenommen.
Mäusen und Ratten ist es hingegen bisher -zumindest meinem Kenntnisstand nach- immer noch nicht gelungen mithilfe von Feuer ihre Nahrung zuzubereiten und am offenen Feuer im Rauch sitzend Pommes Rot-Weiß zu verzehren.

Bedeutet für mich als Hypothese: Menschen hatten die evolutionäre Möglichkeit sich über einen langen Zeitraum mit Acrylamid anzufreunden, die, die es nicht vertragen haben und verstarben, waren vermutlich im Genpool irgendwann nicht mehr die relevante Stellgröße. Wenn wir jetzt das bisher vorherrschende Acrylamid reduzieren, fehlt vielleicht gerade das was, uns gesund hielt.
Wir sind ja vermutlich eher die Nachkommen derer, die sich an Acrylamid im Essen anpassen konnten, es vertrugen ohne frühzeitig das Zeitliche zu segnen.

Mäuse sind hingegen einfach massiv überfordert mit dieser völlig artfremden Form der Nahrung und entwickeln Krankheiten wenn man sie damit füttert -hui!-; wie auch damals, als russische Wissenschaftler Kaninchen mit großen Eigelbmengen und Hirnmasse gefüttert haben, bis diese dann eine der Arteriosklerose ähnliche Erkrankung aufzeigten.
Oder wie es Udo Pollmer ausdrückt:Urheber der kollektiven Cholesterinhysterie der westlichen Welt sind russische Wissenschaftler (James Bond läßt grüßen), die Ende des 19. Jahrhunderts ihre Versuchskaninchen so lange mit Eigelb und Hirn fütterten, bis sie Arteriosklerose entwickelten. Daß die armen Tierchen üblicherweise ganz andere Kost bevorzugen und demzufolge verdauungsmäßig nicht für den Verzehr von Schädelinhalt gerüstet sind, kam damals niemandem in den Sinn. (aus Pollmer/Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer)

Wie gesagt, ich vermute nur, dass es bei der Gesundheitsbeeinträchtigung durch erwärmte und angebrannte Nahrung zwischen Mäusen und Menschen einen Unterschied geben könnte, Entwicklungsgeschichtlich liegt es aus meiner Laiensicht zumindest nahe.
Vielleicht liege ich aber auch auf dem ganz schiefen Dampfer mit der Vermutung - eventuell kann der Herr wvs als Fachmann da was Treffenderes zu schreiben?

Aber insgesamt schön, dass wir mal drüber gesprochen haben.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Besitzer jagt Cheddar-Dieb

... konnte man im investigativen und gammlig-rostigen Sturmgeschütz der Demokratie lesen.

Ich hätte da eine Vermutung wer sich den Käse angeeignet hat. :D