Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Montag, 15. August 2011

Schwein gehabt

Die Ms. und ihr Blödbabbler sind gut in der Heimat angekommen, nachdem sie ein verlängertes Wochenende in der Weltgeschichte unterwegs waren.
Dies alles nur, um die Frau I. und den Herrn A. aus H. zu ehren und zu lobpreisen.
Und selbstverständlich auch um nachzuschauen und zu schnuffeln, ob sie inzwischen - dem Alter angemessen - auch wie alte Menschen riechen, zog es uns hin nach Unterfranken ins geradezu ländliche Dörfchen C.
Wir frönten den wichtigsten Grundlagen des Lebens, wir mampften und süffelten was das Zeug hielt und hergab - durchaus ein angenehmes, friedliches und sinnstiftendes Tun.
Nachdem wir uns am Tage bereits den Wonnen von Wein, Weib und Bier hingegeben hatten, liefen wir gegen frühen Abend weinführungs geleitet mindestens 300 Meter in die Weinberge hinein, um uns mit einigen der dortigen Rebsäfte vertraut machen zu lassen.
Das gelang.
Und so zogen wir beglückt gen Grills Kitchen um den Nachdurst mit Bier und Wein, und hin und wieder einem Schlückchen Wasser zu begegnen.
Damit wir nach außen nun nicht wie eine Art friedfertiger Hippiekommune auf die Dörfler wirken, weil aus guten Horrorfilmen weiß man was denen blüht, schlich sich ein wenig persifliertes FDP Gehabe durch die Hintertür ein.
Um nun also dem schnöden Gott des Wettkampfgedanken zu huldigen, hoben Herr KausD und Herr D. flugs einen Kartoffelsalat Contest auf die Agenda und opferten sich auf dem Altar der Dienstfertigkeit.
Weiterhin schwebte - Damokles gleich- über allem noch der legendäre Wettstreit zwischen der Holzkohle und Weber-Elektro-Grill Fraktion, dem berühmten Irrsinn Amiga vs. Atari nicht unähnlich.
Geschmacklich gab es -aus meiner Sicht- bezüglich des Kartoffelsalat-Titanenkampfes keinen eindeutigen Sieger.
Sowohl der kräuterige Salat des Herren D. als auch der -unansehnlichere- brühengeschwängerte des Herren KausD hatten beide etwas für sich und waren angenehm lecker im Abgang. *grins*
Um dann unser Glück noch abzurunden, gab es ebenfalls einen -mir etwas zu süßen?- Kartoffelsalat mit herrlich krossem Speckwürfeln und eine -selbstgemachte mayobasierte- Curryfassung, welcher allerdings etwas mehr Salz und ein Hauch weniger Bitterkeit gut gestanden hätte.
Unmengen von totem Tier einer alten Schweinesorte dampften, zischten und schmurgelten ihrer endgültigen Bestimmung, unserer Verköstigung und Schaffung der Glückseligkeit, entgegen.
Mir fiel dazu der Herr Droste ein, der mal sinngemäß geschrieben hat: "Wenn man die Viecher schon umbringt, soll man sie hinterher wenigstens anständig behandeln."
Dem wurde Rechnung getragen.
Das die vorher noch frisch beim Erzeuger erstandene Flasche Birnenschnaps im Rahmen der "Free-Willy" Aktion ein frühes Ende fand, mag überraschen, war ob der Anzahl der Zecher und deren zum Teil schon semi-professionellem Auftritt aber unvermeidlich.
Der Blödbabbler hatte noch die kümmerlichen Reste einer Flasche Big Peat dabei, die der Frau IausH wohl mundeten, während er dem Rest der illustren Schar solche Garstigkeiten wie:"So etwas widerliches habe ich ja noch nie getrunken!" oder "Bääh ist das fies!" abrung.
Gut so!
Denn was des Jupiter ist, sollte eben auch nicht den Esel schmücken, oder so ähnlich. :-D

So endete ein feines verlängertes Wochenende, Dank sei den beiden Geburtstagskindern und ihrer geladenen Gäste.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 3. August 2011

Jim Beam Rye(Yellow)

Nachdem mir gestern, durch meine grobe Ungeschicklichkeit eine Flasche Jim Beam Rye Whiskey im Treppenhaus zerdeppert ist, stelle ich mal meine Tasting Notes der vorherigen Flasche - als Nachruf für diese Flasche- ein.
Bye bye Miss American Pie,
Drove my Chevy to the levee but the levee was dry
Them good ol' boys were drinkin whiskey and rye
Singing "This'll be the day that I die,
This'll be the day that I die."

Jim Beam Rye Flasche

Der Jim Beam Rye (Yellow) kommt in der üblichen quadratischen Flasche mit abgerundeten Ecken daher, in die Jim Beam seine Bourbons abzufüllen pflegt.
Er hat allerdings ein gelbes statt einem weißen Etikett spendiert bekommen.
Wie in dieser unteren Preisklasse üblich, gibt es einen schönen Schraubverschluss, der den Whiskey elegant am Kork nehmen hindert.

Da ich bisher noch keinen Rye Whiskey getrunken habe und nur die Kennziffern im Vergleich zum Bourbon kenne, bin ich durchaus gespannt.
Da der Straight Rye Whisky aus mindestens 51% Roggen bestehen muss, soll er -im Gegensatz zum Bourbon, welcher aus mindestens 51% Mais besteht- würziger sein.
Mal schauen.
Bourbon darf ja nicht mit Zusätzen wie E150 versehen werden, sodass die Farbe des Getränks eben die Originalfarbe ist, beim Rye muss ich mich erst mal kundig machen.
Soweit ich das aus dem Überbegriff Straight American Whiskey herauslese, unter dem auch der Rye firmiert, unterliegt er dem selben Gesetz von 1964, das auch den Bourbon vorm Reinkippen von unsinnigen Zutaten sichert.
Da auf der Flasche auch nichts von Farbstoff steht, was Pflicht in Deutschland wäre, also der Hinweis, nicht das Zuckerkulör gehe ich davon aus das seine Farbe original ist.

Um den Rye sich vorstellen zu lassen, schnuffel ich vorsichtig an seinen Ausdünstungen und lasse ihm ein wenig Zeit für sich, damit er es sich im Glas gemütlich machen kann.

Der Geruch ist süßlich mit milder Vanille, dahinter kommt ein wenig versteckter Klebstoff, allerdings sehr wenig davon.
Kein Vergleich zu beispielsweise einem Jack Daniels Single Barrel.
Viel mehr kann ich mit meinem limitierten Schnuffelkolben nicht ausmachen, aber das Aroma ist ok und macht Lust und Laune auf mehr davon.

Deshalb verlege ich mich entsprechend darauf den gelben Jungspund zu erschmecken und meine Zungenknospen damit zu befeuchten.
Warm und vanillig begrüßt er meine Mundhöhle.
Leicht mandelig und schwach würzig -da hätte ich mehr erwartet!- bei trockener Eiche und auch hier minimalem Klebstoff.
Das ganze Erlebnis ist mit mouth watering -denke ich- sehr treffend bezeichnet.
Was folgt, ist ein mittellanger Abgang mit einem Hauch Vanille, Holz, einem schwachen Grasgeschmack und überraschenderweise Spuren von Zimt.

Alles in allem nicht das Roggen-Würze-Monster, das ich vermutet habe, sondern ein beileibe spaßiger Whiskey der einem einen schönen Abend bereiten kann.
Für sein Preis-Leistungsverhältnis sicherlich ein durchaus guter Kauf.

Die Flasche gibt es für knappe 15 Euro pro 0,7 Liter im Versand und ist auch im Getränkehandel leicht zu finden.
Der Whiskey hat 40% Umdrehung und ein -wie ich finde- erlesen hässliches Etikett mit den Hackfressen der ehemaligen Altvorderen der Destille.
Egal, dafür schmeckt aber wenigstens der Rye lecker und das ist es ja worauf es mir ankommt.

Da ich noch keine ernsthafte Vergleichsmöglichkeit von Rye Whiskeys habe und vermute, dass es -wenn auch in erschreckend teuren Regionen- noch einiges zu erschmecken gibt, werde ich dem Jim Beam Rye erst einmal eine nicht zu enthusiastische Wertung geben.
Da soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich den Saft mag und für mindestens 'lecker' halte, mal schauen wo er steht, wenn ich mehr Ryes verköstigt haben werde.

Wertung Kentucky Straight Rye
Jim Beam Rye (Yellow)

Geschmack:
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile5

Fazit: Ein Whiskey der einem definitiv den Abend versüßt. Angenehmer Geruch, leckerer Geschmack und ein feiner Preis machen den Jim Beam Rye zu einer klaren Kaufempfehlung. Und sogar merkwürdige Menschen können ihn für Whiskey Sour nehmen, ihn mit mit Eiswürfeln trinken oder zum Abrunden einer Cola missbrauchen. Das alles steckt der kleine gelbe Racker locker weg. Nur lasst ihn bitte nicht sinnlos in Treppenhäuser laufen, wie es dem Blödbabbler geschah, denn so etwas hat er definitiv nicht verdient.



Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Dienstag, 2. August 2011

Ungeschickt lässt grüßen...

Es gibt diese Tage, an denen man am besten einfach gar nichts anfängt, nichts berührt was fragil ist und sich eigentlich von allem fernhalten sollte um jegliches Unheil zu vermeiden.
Man erkennt diese Tage leider nicht immer auf Anhieb.
Prophylaxe versagt ansatzlos und man kann nur nachträglich das erlebte Grauen Revue passieren lassen.
Heute schien endlich wieder die Sonne und es deuchte mir dies könne ein guter Tag zu werden.

Obwohl dem Blödbabbler in früher Morgenstund' eine fremde Frau einen Butterfly in den Arm steckte und ihm in listiger Weise seines Blutes beraubte ließ sich der Vormittag dennoch gut an.
Fröhlichen Mutes wurden Laugen-und Rosenbrötchen beim Bäcker um die Ecke eingepackt.
Dann danach zusammen mit der Ms. zum ersten Mal seit langer Zeit gemeinsam gefrühstückt und das Ziel "Ikea" zwecks Regalkaufs ausgegeben.
Soweit so gut.
Doch vor dem Los düsen galt es noch ein letztwöchiges Malheur zu beheben.
Denn, beim Teutates!
Dem Blödbabbler fiel letzte Woche nach Art der Gallier der Himmel auf den Kopf.
Genauer, der Himmel in seinem Auto.
Dieser löste sich von der Heckscheibe her ab und hing seither nach Art des Baldachins in seinen Innenraum herab.
Lästig, aber definitiv kein Grund für unnötige Hektik und sinnfreies Agieren.

Da allerdings bei Ikea der Innenraum mit Gekauftem gefüllt werden sollte, und auch die Ms. noch Platz zu finden hoffte, wollte ich schnell -bis zu einer richtigen Reparatur in der Werkstatt meines Vertrauens- den Himmel wieder mit Hilfe von Atlas mit doppelseitigem Klebeband fixieren.
Nun, ich kann euch zumindest verkünden:"Datt taugt nich'!" - Das hielt weder am Himmel, noch an der Hölle Karosserie.
Was allerdings Sirup gleich hielt, war der alte Kleber, der -wenn auch zu schwach für seine originäre Funktion- so doch durchaus stark genug war des Blödbabblers Haare an den Armen und sein T-Shirt am Ausschnitt aufs übelste zu verbappen. Widerlich!1!!!
Also ein paar kräftige Flüche 'gen Himmel ausgestoßen und sich danach langsam wieder gesäubert und den mistigen Baldachin Baldachin sein gelassen.
Sollte der Dreck doch ruhig beim Beladen zerreißen, das war dem Blödbabbler in seinem wüsten Grimm in diesem Moment einerlei.
Bei Ikea den Fußwanderweg "Mufflige-Schwielen-Mauke" erfolgreich absolviert, das gewünschte Regal gegrabscht, bezahlt und ins Auto eingepackt.
Es hätte alles so schön sein können, wenn es dabei geblieben wäre, doch der Blödbabbler wurde leichtsinnig.
Auf einen Hupfer rein in einen Getränkegroßmarkt zwecks Preisvergleich von Whiskysorten.
Gesehen, gestaunt und schwubbs noch ein paar Buddeln gekauft, um den Flaschen daheim noch ein paar neue Spielkameraden zur Seite stellen zu können.
Und nun beginnt der dramatische Teil *Tusch*
Beim Ausladen die Flaschen schön in einem Jutesäckchen, allerdings ohne einen "Wale-wollt-ihr-ewig-leben-Aufnäher" in der einen Hand, mit der anderen den Briefkasten eröffnend und schon war es passiert.
Eine unachtsame Drehbewegung und die Tasche schlug leicht seitlich gegen die Treppenstufe, ein Klirr und das Treppenhaus begann sich mit Rye Whiskey zügig zu füllen.
Im Bruchteil einer Sekunde war die Flasche bereits leergelaufen, es hatte den kompletten Boden rausgelöst, mich packte bodenloses Entsetzen.
Der Flur schwängerte sich vanillig vom Aroma dieses Spontan-Abort.
Zwar lecker, aber mir wahrlich kein Trost.
BUUUUUUUUHHHHUUUWWÄÄÄÄÄÄHHH!!!!!!111!!!!!
Zum Glück die billigste der Flaschen, aber es war eben der Jim Beam Rye, den ich eigentlich gerne heute Abend ein wenig gesüffelt hätte.
Vermutlich setze ich mich heute Abend in das Treppenhaus und schnuffele ein wenig vor mich hin, in stillem Gram und tiefer Trauer. ;-)
Beim anschließenden Zusammenbau des Ikea Regals und dem Versuch die Holzdübel ein wenig mit dem Hammer zu treiben, rutsche ich selbstredend ab und verpasse dem einen Regalbrettchen eine Kerbe, die -egal wie herum ich das Regal stellen würde- immer zu sehen ist.
Schwer eigentlich genau diese Stelle so zu maträtieren doch heute gelang es mir mühelos.
Fuck!1!!!
Das eben beim Duschen, seitlich am Duschvorhang, der größte Teil des Wassers heraus, statt daran herablief und dadurch das Bad in den Zustand eines vietnamesischen Reisfeldes versetzte rundet die Ereignisse eigentlich nur noch ab.

Notiz an mich: Heute definitiv die Finger weg von der Ms., keine Basteleien an der Stromversorgung und keinen Bockhornkleesamen lutschen.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Meister der Ungeschicklichkeit.

Samstag, 30. Juli 2011

Besuchszeit

Gestern suchte mich der werte Herr ti heim daheim auf um ein wenig zu klönen und Whiskys zu tasten.
Besonders fein war, das er nicht mit leeren Händen kam, sondern eine Buddel Bruichladdich 15 Second Edition im Gepäck hatte, die er mir auch noch am Ende des Abends überließ. :-)
Außerdem lieh er mir seine Knipse, damit ich heute ihn aller Ruhe Fotos meiner Whisky Flaschen und ihrer Etiketten für die Whisky-Tasting Datenbank machen konnte.
Dankeschön!
Tja, so gegen kurz vor 1 endeten wir, die Ms. war da bereits länger am Schlafen und auch mich zog es in die Federn hin.
Vorher wusch mir der werte Herr ti allerdings noch ein wenig den Kopf, obwohl ich glaube ja eigentlich wollte er nur provozieren, wie es ihm gelegentlich im Blut zu liegen scheint.
Egal, er zweifelte jedenfalls meine vorgeblichen Motive ein Blog zu führen an, fand das decke sich nicht mit meiner angeblichen Misanthropie (ja ich weiß, ich habe dieses Wort benutzt ;-) ) und dem Desinteresse an fremden Menschen.
Muss ich noch mal die Tage drüber nachdenken.
Fakt ist natürlich, ich schreibe Texte hier in einem eher öffentlichen Raum und lasse sie nicht in der Schublade verschimmeln, daraus könnte man den Schluss ziehen das es mir eben auch um Leser geht.
Da ich nun kein vollständiger Idiot bin, streite ich nicht ab, dass es mich durchaus erfreut, wenn mehr als ein Leser bei einem Beitrag aufscheint.
Denn ein Text ist eben auch zum Lesen und nicht nur zum Schreiben da.
Allerdings schreibe ich hier eben nur Dinge die mich bewegen, die mich interessieren und die mir helfen mit Situationen besser umgehen zu können.
Ich schiele nicht, und tat das auch nie, nach einer größeren Leserschaft.
Wenn ich so etwas wollte, müsste ich eingängiger, regelmäßiger und definitiv besser schreiben und das Wörtchen FICKEN in jeden zweiten Satz einflechten.
Das tue ich nicht. Ich schreibe so, wie mir der Schnabel und die Finger gewachsen sind - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Wers mag, der liest halt mit, wers nicht mag ignorierts, wer Lust auf Auseinandersetzung hat, der kommentiert.
So einfach ist die Chose.

Ich halte es da ein wenig mit dem alten Grantler Arthur Schopenhauer:Wenige schreiben, wie ein Architekt baut, der zuvor seinen Plan entworfen und bis ins einzelne durchdacht hat, vielmehr die meisten nur so, wie man Domino spielt.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 27. Juli 2011

paypillepalle - ¡No pasarán!

Wer nach der damaligen Aktion von paypillepalle gegen Julian Assange (Feinde der Meinungsfreiheit) noch immer nicht gemerkt hat, was das für ein besonderer Laden ist, dem er da seine Geldgeschäfte andient, der sollte sich mal den neuesten Gag auf der Zunge zergehen lassen.
Bei golem.de gibt es unter dem Titel Ultimatum - Paypal will in Deutschland Kuba-Embargo durchdrücken ein paar Hinweise darauf, wie sich diese Firma Geschäfte außerhalb der USA spezieller in Deutschland vorstellt.
Es geht ihnen um die Umsetzung das idiotische Embargo, welches die Vereinigten Staaten seit der Kuba-Krise über die Karibikinsel verhängt haben.
Genauer darum, dessen Richtlinie für deutsche Firmen, die mit paypal Geschäfte tätigen wollen, einzufordern.
Amerikanisches Recht angewandt in Deutschland?
So wurde der Versandhändler Rum&Co, bei dem ich in Kürze -jetzt erst recht- einen Schwung Schnaps -genauer Whisky- bestellen werde aufgefordert, den Handel mit kubanischem Rum und Zigarren, ja sogar Aschenbechern einzustellen, da sie unter das Embargo fallen würden.
Hallo? Embargo? Gegen Kuba? In Deutschland?
Es geht übrigens um jenes Embargo, von dem es heißt, Mr. Obama habe es 2009 erheblich gelockert.
Und so sieht das dann aus? Wie fefe schreiben würde: change we can believe in.
Paypal rief den Onlineshop am 25. Juli 2011 an und bot an, die Geschäftsbeziehungen wieder aufzunehmen, wenn alle kubanischen Waren restlos entfernt würden. Sogar Aschenbecher seien betroffen, sagte Altmann. "Das machen wir nicht. Das sehen wir auch absolut nicht ein. Wir liefern innerhalb der Europäischen Union. Ich sehe gar nicht ein, dass US-amerikanische Firmen uns einfach etwas diktieren wollen", erklärte Altmann. Darum sei Paypal aus dem Shop geschmissen worden.

Und, weil der Geschäftsführer von Rum&Co das einzig richtige getan hat, werde ich ihn und seine Firma mit meiner Bestellung belohnen.
Diese wird vermutlich jetzt 1-2 Flaschen mehr enthalten und -obwohl ich ja nicht mehr rauche(n darf)- ein oder zwei der Kotzbalken von Fidel.
¡Hasta la vicoria siempre!

paypal verrecke endlich, niemand braucht dich.

Ihnen Ihr Blödbabbler

P.S. Ich habe heute mal eine Ausnahme von meiner Regel, nicht auf kommerzielle Anbieter zu verlinken, gemacht, weil ich mich über die cojones vom Herrn Geschäftsführer von Rum&Co gefreut habe.

Dienstag, 26. Juli 2011

Eifersucht - drei Dichteleins



Ein Herr aus dem Städtchen Uchte
der Frauen gewöhnlich buchte
Der fand eine Braut
doch wurd' sie geklaut
ihm durch sinnlose Eifersuchte

***

Herr K. befand sich auf der Flucht
von Kriminalern überall gesucht
Er hinterließ nur seine Frau
in grün und auch ein wenig blau
getrieben durch die Eifersucht

***

Anfang vom Ende

Wer einmal naschste von der Frucht
der bitter gall'gen Eifersucht
Geschmeckt hat ihres giftes Saft
dem wurd' die Ratio hingerafft

Wie Säure ätzt sie ihren Weg
Ist morsches Holz an einem Steg
Bereitet garstig deinen Untergang
ist Klippe, über den die Liebe sprang

Ein paar schnelle Hüftschüsse zum Thema : Eifersucht

Sonntag, 24. Juli 2011

Elijah Craig 12

Ich gönnte mir, zur Vorbereitung auf unseren creative drinking Urlaub, einen malerischen Ausflug in die vanilligen Gefilde eines Kentucky Straight Bourbon dargeboten in der Form eines Elijah Craig 12 Jahre.

Elijah Craig 12 Flasche

Die meisten Bourbon Flaschen sind, durch ihre robuste Formgebung eher Blödbabblers Hand-Style, als die meist zierlichen Scotchflaschen, stellte ich wieder einmal gleich zu Anfang meines Tastings wohlwollend fest.
Diese Flasche erinnert mich an die, aus alten Western bekannten Medizin-Buddeln, welche - gewöhnlich mit Schlangenöl zur Heilung jeglicher Wehwehchen - von windigen Händlern unters gutgläubige Volk gebracht wurden. Passt ja irgendwie zum Namenspatron.

Sie wird durch einen wuchtigen Korken verschlossen, der mit einem satten Flummp den Hals verlässt; schon mal ein schöner Anfang.


Nun kann der Blödbabbler zwar mit Religion nichts anfangen, hält sie sogar für das Hemmnis auf dem Weg zu einer friedlichen Gesellschaft, doch ist er immerhin bereit sinnvolle Errungenschaften zu lobpreisen.
Da man schottischen Whisky nachweislich, dank der historischen mittelalterlichen Lieferliste eines Mönchs, mit Gerste in Verbindung bringen kann, verneige ich mich freudig und in Demut vor diesem Mann für seinen sinnvollen Beitrag zur menschlichen Entwicklung und der Kultur.
In den USA gab es nun wohl einen durchaus dubiosen Baptisten-Pfaffen, der neben vielen anderen tollen Taten auch eine kleine Destillerie gründete.
Wie es der Zufall wollte, erfand er angeblich nach einem Brand in der Destillerie, bei dem die dortigen leeren Fässer angekokelt wurden quasi den Bourbon.
Nun ja, ich denke wer an Auferstehungen, Jungfrauengeburten und Unfehlbarkeit glaubt, dem erscheint auch das Mysterium wieso die Fässer innen verkohlt waren und nicht außen, nicht mehr sonderlich widersprüchlich.
Seis drum. Mir geht es ja um den Whisky und nicht um den Namensgeber und seine wunderlichen Taten.

Nachdem man mit dem oben bereits beschriebenen Flummp die Flasche entkorkt hat, läuft der Bourbon nahezu geräuschlos durch den breiten Ausguss in mein Nosing Glas.
Zum Schnuffeln ist das definitiv die richtige Wahl, um den Kerl richtig zu trinken muss ich gestehen, ziehe ich den Jack Daniels Tumbler vor.
Aber eben erst beim zweiten dritten nächsten Nachtasting und nicht schon dann, wenn sich mir der alte Pfaffe erstmalig vorstellt.
Wenn man sich mit Bourbon bekannt manchen möchte, den Kontakt sucht dann sollte man den Geruch von Aceton mögen.
Manche assoziieren damit Nagellackentferner, ich eher Klebstoff, während der Herr AausB an Terpentin denkt.
Ich habe die Vermutung, je nachdem ob man als Kind eher ein Bastelfreund, Fingernagellackierer oder Reinigungsfetischist war assoziiert man anders.
Blödbabbler ist mit den Ramones und ihrem Song "Now, I wanna sniff some glue" groß geworden, trotz der allgegenwärtigen Gefahren die massive Klebstoffausdünstungen in den Werkstunden unserer Grundschule mit sich brachten.
Aber ich schweife ab, hoffentlich nicht doch eine Spätfolge der hirnerweichenden Ausdünstungen von Uhu, Pattex und Co. *grins*

Der werte Herr Craig verströmt ein süßliches Aroma, Vanille und Honig und später im Glas einen Hauch von Tabak, während hinter allem -angenehm unaufdringlich- der Klebstoff lauert.
Sein Antritt ist durchaus wuchtig und stark zu nennen, er wärmt die Mundhöhle in Kürze auf Betriebstemperatur auf.
Toffee und Vanille erscheinen vordergründig auf der Zunge eskortiert von schwachen eichig bitteren Noten an den Flanken.
Nach längerem Zunge gegen den Gaumen pressen und gleichzeitigem Ausatmen durch die Nase, ein Wunder das ich mich nicht auch noch auf den Kopf dabei gestellt habe *grins*, erahne ich auch noch den Geschmack von Heu.
Als alter Allergiker nicht unbedingt mein absoluter Favorit, aber besser als Schmieröl oder alter Lagerhallenboden.
Beim Thema alter Lagerhallenboden fällt mir noch ein, der Elijah Craig hinterlässt im Glas ein schmieriges braunes Etwas, das man am nächsten Tag finden kann, wenn der letzte Tropfen verdunstet ist.
Er scheint ungefiltert zu sein oder sie haben das Lagerhauskehricht noch schnell in die falsche Tonne vulgo das Bourbon-Fass entsorgt.
Der Abgang ist mittellang, vanillig und ein wenig trocken, nicht unbedingt sehr spektakulär.
Nach der unglücklichen Begegnung mit einer missbrauchten Flasche Aberlour 10 hat mich erneut der Korkenteufel erwischt und veredelt den späten Abgang mit sanftem Korkaroma; einer Geschmacksnote die ich definitiv nicht brauche.
Selbst Wasser reinigt hier die Zunge nicht schnell genug von diesem muffigen unangenehmen Überbleibsel, so dass an ein Spaßtrinken mit dieser verunreinigten Fassung des EC12 leider nicht zu denken ist.
Schade.
Denn, wie bei den meisten Bourbons, Ryes oder Candians sehe ich da eigentlich das größte Potenzial, im Gegensatz zum klassischen Single Malt Scotch.
Den will ich genießen, am besten im Blenders Malt oder dem Nosing Glas, dezent schnuffeln und nach Aromen suchen, sich rein vertiefen und entdecken, immer und immer wieder. Mit Wasser, ohne Wasser, bei hellem Lampenlicht oder bei Dunkelheit.
Egal!
Hauptsache Indiana Blödbabbler auf der Suche nach dem dram des Lebens.

Anders beim Bourbon, hier darf es, meiner unbescheidenen Meinung nach, durchaus auch mal der ansonsten aus gutem Grund verpönte Tumbler sein.
Ok, Eis würde ich immer noch weglassen, dennoch, diese Art Whiskey macht Freude und Spaß, ist in meinen Augen weniger connoisseur best choice als vielmehr ein erfreulicher Begleiter für einen -gerne auch mal grenzenaustestenden- Abend.

Die Preisspanne für diesen angenehm vollen Bourbon liegt bei 19 - 28 Euro für die 0,7 Liter Flasche, für 28 würde ich allerdings wohl eher zu einem Buffalo Trace greifen, für knappe 20 Euro ist der EC 12 sicherlich ein wohlfeiler Kauf.

Der Elijah Craig wird mit virilen 47% abgefüllt und kommt -wie es gutes Gesetz ist- ohne Zugaben von Farbstoffen, wie dem sinnfreien E150, trotzdem mit schöner Farbtönung daher.
Hier heißt es für noch viele Destillen in Schottland: von USA lernen wäre ein guter Anfang, lasst endlich diesen Zuckerkulör Müll weg.
Mein kostenloser Tipp an die Hersteller: Packt doch ein Beutelchen E150 den Flaschen bei, falls es jemanden geben sollte, dem die Farbe seines Whiskys nicht gefällt ... aufgerissen ... et voilà das Pulver dazu gekippt und jeder ist glücklich. Vor allem die, die ihren Whisky zuckerkulörfrei vorfänden und diese Beutelchen dann bei ebay verticken könnten.
Denkt mal drüber nach.

Wertung Kentucky Straight Bourbon Whiskey
Elijah Craig 12

Geschmack:
Fass3
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile5

Fazit: Ein Whiskey der einem durchaus den Abend versüßen kann. Wenn er denn nicht gerade in einer korkigen Variante auf dem Tisch steht, aber ich vermute das ist nicht bauartspezifisch bei diesem Bourbon, sondern ein Unglück der Lagerung. Für knappe 20 Euro ein guter Bourbon der sein Geld locker wert ist. Freunde des extremen Klebstoff-Feelings werden allerdings nicht vor Verzückung jauchzen, weder beim Schnuffeln noch beim Verkosten - ein klarer Pluspunkt für alle 'normalen' Trinker. Greift zu wenn ihr ihn für kleines Geld seht, auch wenn ihr ein notorischer Malthead sein solltet; es ist immer spannend zu erleben was auf der andern Seite der Mauer los ist. Vor allem wenn ihr sie nicht gebaut habt :-D


Der geniale ralfy stellt den Elijah Craig 12 in seinem lustigen Bärenfellimitat-Pullover vor. Hier gibts das passende Elijah Craig 12 Tasting video bei ralfy.com

Horst Lüning hat auch ein Tasting-Video vom Elijah Craig 12 bei youtube.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Donnerstag, 21. Juli 2011

Redbreast 12

Während unserem creative drinking Urlaub wurde, neben diversen anderen Whisk(e)ys, auch dem Irish Single Pot Still Whiskey "Redbreast 12" zugesprochen.
Diese Form des Whiskeys ist eine irische Eigenkreation, ähnlich wie Single Malt(nur gemälzte Gerste) die aus einem Gemisch von gemälzter und ungemälzter Gerste dreifach destilliert wird.
Er kommt in einer stabilen durchaus gefälligen Kartonage daher, warum allerdings der Designer bis zur nahezu vollständigen Unlesbarkeit alle Schriftarten, -typen fett, kursiv was weiß ich noch ausgewählt hat, wird mir ein ewig währendes Rätsel bleiben.
Egal!
Ich will ja auch Whiskeyduft inhalieren und dann das fein gereifte Gesöff meinen Rachen herunter rinnen lassen und nicht bei einem Vorlesewettbewerb zum Thema "Der mit dem Rotkehlchen tanzt" gewinnen.
Dennoch versaut das Schriftendesaster den positiven Auftritt ein wenig; obwohl es natürlich auch Gesprächsstoff liefert.
Jonas seine Vermutung das sich, wenn man nur die einzelnen zusammengehörigen Schrifttypen liest, eventuell 3 Geschichten ergeben, war ein cooler Einfall, aber letztlich erwies sich dieser Vernunft geleitete Ansatz als nicht haltbar.

Es bleibt die Vermutung ,das es vermutlich dem Chef der (New) Midleton Destille gefällt oder, dass der Artdirector eine Freeware-Schriftarten-CD auf dem Grabbeltisch gefunden und lieben gelernt hat.
Das ganze wirkt ein wenig, wie die grotesken Suche-Biete-Aushänge von Privatpersonen in Supermärkten.
Bei deren Erscheinungsbild, verursacht durch ein gerüttelt Übermaß an WordArt-Spielerein, jedes habhaft werdende Auge geblendet und jedes Hirn verschreckt wird.
*FURCHTBAR!*

Nun aber genug an Nebensächlichem herum gemeckert, denn eigentlich waren das meine einzigen Kritikpunkte, die mir zu diesem wunderbaren Produkt einfallen.
Redbreast 12 Flasche

Die Flasche ist grün und ein wenig rumbuddelig oder wenn man es feiner formulieren möchte, ahmt eine Pot Still Brennblase in groben Zügen nach.
Bis er zum Etikett kam, gingen dem Irren mit den Schriften zum Glück selbige langsam aus, so dass man durchaus noch von einem schönen und passenden Label sprechen kann; obwohl auch hier weniger durchaus mehr gewesen wäre.

Vom bleiernen Überzug befreit schnappeldiekorken wir uns zum Einfüllen des leider kühlgefilterten, mit Farbstoff farblich passend gemachten und mit 40% abgefüllten Getränks aus dem Hause (New) Midleton in Cork.

Sowohl der werte Herr AausB als auch der Blödbabbler erschnuffelten etwas, was wir mit Kohlegas bezeichneten, wobei wir uns nicht sicher sind, ob das nicht eher den Gläsern, als dem Redbreast geschuldet war.
Der Geruch hielt sich auch nur extrem kurz und war nur beim ersten dram direkt nach der Eröffnung der Flasche zu riechen.
Ansonsten riechen wir eine fruchtige Note, mit einer milden leichten Süße, bei schwacher Vanille und schwachem Malzgeruch.
Ein eleganter leckerer Geruch, der sofort Lust auf mehr macht und den kleinen Sabberreservoirs im Mund erste "Wasser-marsch-Befehle" gibt.

Genug geschnuffelt.
Macht hoch das Glas das Maul macht weit ... und schon wähnt man sich im Whiskey-Himmel, dem Gegenstück zur Whisky-Hölle (siehe dazu irgendwann einmal Loch Lomonds Single Malt No age).
Ein voller Antritt erstürmt die Zunge und erobert den Mundraum augenblicklich ohne Gefangene zu machen.
Die erschnuffelte leichte Süße, das wenig vanillige flankiert den malzigen und durchaus würzigen Geschmack formvollendet.
Es finden sich ebenso leichte trockene und zartbittere Eichentöne, welche mit dem Rest der Aromen ein herrlich rundes Geschmackserlebnis bilden.
Der Abgang ist dann erstaunlicherweise (ein wenig) pfeffrig, warm und lang, allerdings ist die Schärfe weit entfernt von einem Talisker oder ähnlichen kräftigen Beglückern. Etwas Vanille bleibt auch stehen.

Ich muss gestehen, der Robin Redbreast 12 hat mein Herz und meine Zunge im Sturm erobert und mich für Irish Single Pot Still Whiskey eingenommen.
Beim Redbreast 12 handelt es sich um den mit Abstand leckerste Whisk(e)y, den ich in letzter Zeit das Vergnügen hatte, trinken zu dürfen.
Nun hoffe ich mal - mit Jim Murray von dessen drei Wünschen in Bezug auf Irish Single Pot Still Whiskey beim großen Bruder dem Redbreast 15 bereits zwei erfüllt wurden- auf einen Redbreast 12 mit 46%, nicht kühlgefiltert und ohne diesen Karamell Müll zur Farbanpassung.
Bis dahin jedoch, werde ich es dem Rotkehlchen gleich tun und nicht müde werden, nächtens und am Tag von diesem bedeutenden Whiskey ein Loblied zu singen, um die noch tauben Ohren und tumbe Hirne zu erreichen, die sich bisher, aus kretinistichem Snobismus, über einen Single Malt nicht hinaustrauen.

Der Redbreast 12 kommt gewöhnlich in einer 0,7 Liter Flasche für ca. 33 Euro daher und ist gut erhältlich.

Wertung: Irish Single Pot Still Whiskey
Redbreast 12

Geschmack:
Fass5
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4

Fazit: Ein Whisk(e)y bei dem einen die Tränen der Freude übermannen können, auch wenn man nicht, wie es der Herr AausB zu tun pflegt, ins Glas hineinatmet. ;-) Wenn man von den Kritzeleien des Irren absieht, erfreut dieses Getränk vom ersten Augenblick an und lässt keinerlei Langeweile oder Unstimmigkeiten aufkommen. Klasse Nase, Super Geschmack und durchaus gutes bis sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Absoluter Kauftipp.


Der wundervolle ralfy erklärt ein wenig zum geschichtlichen Hintergrund, warum und wieso Pure (Single) Pot Still Whiskeys ein Gemisch aus gemälzter und ungemälzter Gerste als Basis haben. Hier gibts das passende Redbreast 12 Tasting video bei ralfy.com

Horst Lüning hat auch ein Tasting-Video vom Redbreast 12 bei youtube.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Ave EBS, lucrifacturi te salutant!

Die European Business School (EBS) hat, Medienberichten zufolge vermutlich in den Jahren 2009 / 2010 staatliche und durchaus stattliche Zuschüsse zweckentfremdet.
Nachdem bereits durch die Staatsanwaltschaft gegen den früheren EBS-Präsident Jahns wegen des Verdachts der Veruntreuung von Geldern ermittelt wird, nun ein weiteres Kapitel der öffentlichen Darbietung.
Der neue Punkt passt -nach meiner unmaßgeblichen Meinung- zu diesem privaten Hochschul-Projekt, wie der Spendensumpf erprobte Walter Leisler Kieb zur christdemokratischen Schwarzgeldkasse.
Dieser Ehrenmann, der werte Walter Leisler Kiep ist übrigens Ehrenvorsitzender der EBS.
Soviel Ehre und so wenig Moral würden mich beschämen, aber ich bin ja auch nur ein kleiner Blödbabbler und kein (wichtiger) Funktionsträger, gar dazu noch ein christlicher.
Seis drum.
Aber mal ehrlich, was außer den Praktiken Veruntreuen, Zweck entfremden und allgemein das Gesetz beugen und biegen böte sich besser als Lehrstoff an, für unsere sich selbst elitär dünkenden Machtmenschen in spe?
DAS ist doch eigentlich quasi das täglich Brot unserer geliebten Politiker und Wirtschaftsbosse der Next Generation.
Was nun noch fehlt um das Ausbildungsangebot stilsicher abzurunden wäre ein Proseminar "Wie man nicht erwischt wird - Medienmanipulation in zwei Grundzügen" sowie ein Kolloq "Abstreiten und Vernebeln für Führungskräfte 2.0" .
Denn dann wäre diese Farce dank dieses contents und via learning-by-doing nahezu perfekt.

Dann doch lieber Obst für Schulkinder mit Steuergeldern unterstützen, als eine solche subventionierte Ausbildungsstätte der Bessergestellten, bei der das wahre Ziel bereits am Anfang so offensichtlich durchscheint.

Findet Ihnen Ihr Blödbabbler