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Montag, 18. Juli 2011

creative drinking...

Sodele,der Blödbabbler ist wieder back in town.

Nachdem er sich, zusammen mit dem Herrn AausB, ein paar angenehme Tagen auf dem Lande gemacht hat.
An dieser Stelle mein Dank an Frau I. und Herrn D. die uns zu unserem Behuf ihr Feriendomizil gaben.

Der Anlass?

Dem werten Herren AausB fiel kürzlich ein Textfragment in die Hände, welches wir dereinst -während eines Jahreswechselsurlaubs auf Texel- verbrochen hatten.
Damals, zu der Zeit, als der Herr Virtualmono in Katzenliteratur -dargereicht in Form von Feldidae- schwelgte und der merkwürdige Spruch "Vloeken is aangeleerd" mit einem Papageienbild an jeder Laterne in Holland zu kleben schien.

Unser einstiger, durchaus spontan zu nennender Versuch einen grotesken Krimi mit finnischem Protagonisten zu schreiben, der, wie zwei spätere Werke, durchaus seinen Weg zum Verlag und einer (minimalen) Leser finden sollte, endete jedoch unvollständig zusammen mit dem Urlaub.
Dann begann er gemächlich in den mächtigen Zip-Archiven des werten Herren AusB zu verstauben.
Bis jetzt!
Doch so schnell lassen wir uns von so gehässigen Dingen wie der Zeit, dem Haarausfall und dem Anwachsen des Bauchumfangs nicht in den Bockshornklee jagen.
Unterstützt von elementaren Ingredienzien fürs spassvolle Schreiben, wie lecker Whisky und einer durchaus asketisch anzumutenden Absenz von Weibsvolk ;-) haben wir nun immerhin den Prolog zu unserer Geschichte fertig, die Handlung steht soweit inklusive der nötigen red herrings.
Und wir haben aus sentimentalen Gründen dazu unseren alten Text unverändert eingebaut, wodurch das ganze einen gewissen Retrocharme bekommen hat.
Heute gängiges Verständnis von Technik in Form von allgegenwärtigen Handys, Touchscreens und abgeschalteten Atomkraftwerke kamen eben vor 15 Jahren noch nicht vor, als wir damit anfingen.
E-Mail war noch eher das Türschild bei Spießers um die Ecke als eine auch am Tage drohende Unterform des Sukkubus.
Stattdessen finden sich darin die (damals) noch gegenwärtigen Münzfernsprecher und auch rauchende Menschen, beide inzwischen als aussterbende Gattung tiefrot in einer Roten Liste markiert.

Wir nahmen uns Zeit, haben uns durch ein paar wunderbare Whiskys und nette Whiskeys geschnuffelt und geschmeckt und dabei viel gelacht und geredet.
Künftige Klassiker wie:"VANILLE, ich rieche VANILLE, und dahinter schmeckt es nach GRAS!" wurden geboren, alte irgendwie fast vergessene Evergreens pleistozänischen Ausmaßes Wooos? Schon gut! betraten erneut die Bühne des unfreiwilligen Humors.
Sehr gut so was!

Die Einsamkeit des Schreiberlings kommt nicht auf und ein eher kollektives Verständnis von Literatur und Schaffensprozess greift Raum.

Nachdem wir uns dann an konsequenten Regenfällen und dem, dass Scheißwetter gekonnt abrundenden Kältesturz erfreuen durften, gewann der wärmende Kamin durchaus mein Herz.
Auch um ihn, den fröhlich knisternden Kamin, zu ehren, erfreuten wir uns an den Resten eines Laphroaig 1/4 Cask und dem immer wieder vorzüglichen Big Peat.
Rauch, in und um uns herum - ein wahrlich vergnügliches Erlebnis und, dank der Abwesenheit von Schwefel, auch durchaus nicht teuflich anmutend.
Um nun unsere begrenzten geschmackliche Grenzen auszutesten und -wenn gewünscht-zu verschieben, erfreuten wir uns ebenfalls an Bulleit Bourbon Frontier Whisky, an dessen Geschmack man durchaus Gefallen finden kann; das extrem klebstoffige Aroma das Bourbons gewöhnlich anheftet, wie Toilettenpapier am Schuh, geht diesem kleinen Racker erfreulicherweise durchaus ab.

Und was wären Schreiberlinge ohne die wärmende Inspiration von "Writers Tears" oder den flüssigen Gesängen des irischen Rotkehlchens in Form seines 12 jährigen Abkömmlings?

So schrieben wir zwar sicherlich keinen neuen Catcher in the rye, tranken aber immerhin einen Vertreter mit roggischer Majorität im Destillations-Amalgam.
Mit diesem Rye Whiskey mochte Herrn AausB so allerdings gar keine Freundschaftbande flechten.
Sei's drum! So blieb denn mehr davon für den alten Blödbabbler Suffkopp' übrig.
Und da wir -wenn auch durchaus mit intensiver South Park Affinität gesegnet- nicht in einem Blame Canada Chor mittun wollten, gab es natürlich auch einen Vertreter aus diesem schönen Land.
Dargeboten wurde er dann in der Form eines Seagram's VO, einem Canadian Whisky gemacht wie von Zwergenhand geschmiedet aus den Tiefen der Gimli Destillerie. Ein angenehmer feiner Start für einen Whisky-Abend.

Um nicht nur bei Whisky kultivierten Gesprächen, dreckigen Witzen und kreativen Schreibanfällen nachzukommen, hatte sich der Herr AausB noch in den Besitz einer Flasche "The Spirit Drink that dare not speak its name" von Glenglassaugh gebracht, einem klaren Destillat, das direkt aus der Destille in die Flasche läuft, quasi die Urform des späteren Whisky, wenn er mindestens drei Jahre in Fässern gereift ist. Ein interesantes Erlebnis, wenn gleich eben nicht vergleichbar mit einem Endprodukt "Whisky". Mal schauen, der weise Herr AausB hat sich ja auch gleich noch eine Flasche des, wenigstens 6 Monate in kalifornischen Rotweinfässern, gereiften Bruders davon "The Spirit Drink that blushes to speak its name" gesichert, der einen wunderschönen rosé Ton hat, aber davon ein anders Mal.

Als Vertreter der wunderbaren nicht-rauchigen Scotch Fraktion begleitete uns der 12 jährige AnCnoc treu durch die Tage der Kreativität und ließ beinahe vergessen, welche Enttäuschung ein Blend aus dem Haus Johnnie Walker-in diesem Falle der 12 jährige J.W. Black, den ich zu Testzwecken, auf die positive Einschätzung der Herren Murray und Buxton, kaufte und einpackte- bereiten kann.
Ein bösartig-garstiges Wasser so fern von jeglichem Genuss den man mit Whisk(e)ys assoziieren mag.
Dieses Machwerk*) kann nur als letzter dram am Abend -wenn die Zunge bereits sediert und die Sinne benebelt sind- getrunken werden. *Rabähundigelspei*

Was bleibt?

Aus unerfindlichen Gründen wurde die Flasche des komplett biologisch produzierten und zertifizierten Benromach Organic nicht dekaptiert.
Sie reiste im Vollbesitz ihrer Verkapselung zurück in die Höhle des Blödbabbler wo sie zu nächster Gelegenheit sicherlich eröffnet und verköstigt werden wird.

Wir haben uns die Tage gut amüsiert, waren produktiv und trinkfest, das ist mehr, als man vom größten Teil seiner Mitmenschen behaupten kann und das ist auch gut so.

Am vorletzten Tag besuchten uns dann noch Frau SausB (mit dem Fahrrad!1!! Immer noch mein Respekt dazu.), Ms. Blödbabbler, Eva und Jonas damit auch ein wenig Jungvolk anwesend war, das uns huldigen konnte. *grins*
Auch und selbst wenn sich die illustre Runde dann doch alle Mühe gab unsern Brunnen der (flüssigen) Inspiration zu leeren, so haben sie es dennoch nicht geschafft, einiger Inhalt trat den Rückweg noch in Flaschen statt in Köpfen an.
Selbstverständlich erst am nächsten Tag, denn wird sind ja alle inzwischen alt und verantwortungsbewusst ;-)

Wenn ich es recht bedenke ist es ein schöner Lebenszyklus, den ein Whisky hinter sich hat.
Geboren in mächtigen Brennblasen (Post Stills oder Columns) reift er in jungfräulichen Fässern (Bourbon) oder darf es sich in Sherry-, Portwein-, Bourbon- oder Rumfässern gemütlich machen und heranwachsen, von der bösen Außenwelt gut behütet und beschützt.
Wie beim Mensch, so beim Schnaps wird er dann später aus dem Zuhause in die Welt geworfen, justement dann, wenn er gerade beginnt, es sich am gemütlichsten werden zu lassen.
Nur, weil ein Whiskyman meint, ihm das Reifezeugnis -in Form einer Flaschenabfüllung- aushändigen zu müssen wird er zum Vertriebenen erster Klasse gemacht.
Danach steht man dann als Whisky abgeflascht eine Zeit lang in der Welt herum, bis sich hoffentlich ein Liebhaber findet, der sich nähert, die Flasche entjungfert (metaphorisch, nicht real *örks!) sich ihr (der Flasche) hingibt und an seinem Leben teilhaben lässt.
Jemand der für den Whisky da ist und der ihn auf seiner letzten Reise begleitet und ihn sein letztes Domizil beziehen lässt – wie zur Geburt nun wieder eine Blase.
Der Rest ist dann Routine.
Hach wie schön! :-D

In diesem Sinne einen schönen Wochenanfang
Ihnen Ihr Blödbabbler

*) Heute Nacht habe ich eben nochmal den Black retastet, inzwischen habe ich den Eindruck das es der teufliche Schwefel ist, der den Gesamteindruck versaut, denn der Rauch ist mit gutem Willen dahinter durchaus zu spüren. Dennoch es bleibt ein böser Blend. Völlig unverständlich. Denn mit dem leckeren Johnnie Walker Green zeigen sie doch das es geht, auch wenn es ein Blended Malt ist.

Dienstag, 5. Juli 2011

Der Irrsinn geht weiter...

... ein blindes Huhn trinkt einen Doppelkorn.
Der oberschlaue W. Schäuble hat mal recht.
Eben bei den Freunden der kultivierten Investigation gelesen: Schäuble nervt die Geldgeber.
Schon erschreckend wenn der Psycho, den sie zum Finanzminister gemacht haben, der Einzige in der Regierung ist der noch einen Blick für die Realität hat.
Man gewinnt immer stärker den Eindruck von vollkommenen Idioten oder aber extrem bösartigen Menschen regiert zu werden - wenn man sich so anguckt, was diese Clowns zur Aufführung bringen.
In meinen eher desperaten Augenblicken wünschte ich mir schon, das ein fettes 16 Tonnen Gewicht dieses Pack einfach platt macht und die Evolution eine Chance bekommt, damit eventuell doch noch intelligentes Leben nachrücken kann.

Sonntag, 3. Juli 2011

Godot arbeitet bei DHL

Verdammt! Da hatte ich in einem von mir schon lange >10 Jahre frequentierten Forum vor kurzem eine Frage unter dem Topic DHL Mitarbeiter loben gestellt
Moin Boardies,
hab ihr eine Ahnung an welche Stelle man bei DHL ein Lob für den Mitarbeiter der in unserem Viertel die Kisten zustellt adressieren kann?
Ich dachte mir, nur immer herum zu maulen, wenn man mit einer Dienstleistung nicht zufrieden ist, ist zwar der gängige Weg - denn dafür gibt es ja ein Beschwerdemanagement bei denen- aber was genau tue ich wenn ich sehr zufrieden bin und das ausdrücken möchte?

Wir hatten in den letzten Jahren meistens ziemliche Dämlacks, die eine sehr eigenwillige Interpretation von Arbeit dargeboten haben.
So war es sehr ärgerlich, wenn man die Pakete ständig bei Postämter abholen mußte, obwohl man den ganzen Tag zu Hause auf deren Eintreffen gewartet hat.
Aber statt der Klingel schrieben diese Clowns lieber Abholzettel

Der aktuelle brave Mann hingegen liefert prompt, trägt sogar die schweren Pakete ohne Murren bis vor die Tür und bleibt dabei gut gelaunt und höflich.

Neben der Trinkgeld Variante würde ich nun aber auch gerne dem Arbeitgeber ein positives Feedback zu seinem Mitarbeiter geben.

Irgendeine Idee wo man da vorstellig werden kann?
und inzwischen kam es dann ganz anders.


Letzte Woche wurde dann allerdings ein Schauspiel der besonderen Art gegeben.
Beteiligt waren: besagter DHL Mann, der Blödbabbler und ein paar Kisten voller Lautsprecher, eventuell Fäden ziehend im Hintergrund "Das System".

Prolog: Nachdem der Blödbabbler dem Drängen, Nörgeln und Quengeln sämtlicher Menschen, welche in den letzten Jahren in heimelige Wohnzimmer gestolpert kamen, nachgegeben hat und den größtenteils noch funktionsfähigen -erst 14 Jahre alten- Röhrenfernseher in Rente geschickt hat, ergaben sich die befürchteten Folgekosten. LED TV sieht Scheiße aus, wenn am analogen Strang des Kabels gefüttert, also da Schüssel oder DVB-T nicht in Frage kamen/kommen, weil wir eh schon über die Nebenkostenabrechnung am Profit der hiesigen Kabelbetreibergesellschaft mittun, wurde mal eben der Antrag auf einen digitalen Anschluss gestellt. Funktioniert auch alles brav, ausser das im Haus anscheinend die Verkabelung so marode ist, das diverse Sender nicht ohne Neuinvestition der Infrastruktur zu haben sein werden. Egal, weder die Ms. noch ich vermissen wirklich den Sender Sixx oder DMAX in digital, aber das nur so am Rande. Da die Surround Anlage inzwischen auch in die Jahre gekommen ist, bot es sich an, bei einem großen Lautsprecherhersteller ein paar neue Säulenlautsprecher nebst Subwoofer + Receiver zu ordern. Gesägt, tun getan. Doch damit begann des Schauspiels erster Akt.

1. Akt (Die Szene spielt auf der Straße vor Blödbabbler Domizil, Akteure sind der nette Mann von der DHL und Blödbabbler himself, in kurzen Hosen mit Gänsehaut im Nieselregen stehend. DHL Mann steckt bereits 5 Minuten in seiner Ladefläche dabei laut grummelnd.)

Blödbabbler: Hallo DHL Mann was geht.
DHL Mann: Geht nich'.
Blödbabbler: Ah, meine Lautsprecher sind da, sehr schön. :-)
DHL Mann: Kann nich' gebe'. System sagt "Error!". Darf nur zusamme' abgebe.
Blödbabbler: ???
DHL Mann: Sin' mehr Paket - darf nur zusamm' abgebe.
Blödbabbler: Wie viele Pakete sind es denn?
DHL Mann: Sin' 4 Stücke, steht drauf Paket 1/4, 2/4 ,3/4 und 4/4.
Blödbabbler: Dann sind doch alle da, oder?
DHL Mann: Ja, Scheiße, System sagt Menge 10, kann dir nich' geben.
Blödbabbler: WTF!1!!!??
DHL Mann: Musse nochmal absprech' mit Station. Komme morge' gleiche Zeit wieder.
Blödbabbler bleibt ziemlich sprachlos und irritiert, aber durchaus auch angepisst zurück.
Vom Nieselregen angefeuchtet und dem brennenden Verlangen mit dem Programmierer des Lesegeräts ein paar Takte unter Kollegen zu reden.

2.Akt (Der nächste Tag, Blödbabbler kriecht beizeiten aus dem Bett und wartete in freudiger Erregung auf die abermalige Wiederkehr der bestellten Lautsprecher.)
Nachdem auch über drei Stunden nach dem angekündigten "Komme morge wieder, gleiche Zeit" Termin noch immer kein DHL Mann da ist, realisiert der Blödbabbler, das er vermutlich einer afrikanisierten Floskel des italienischen A domani! aufgesessen ist und verlässt hoch angesäuert die Wohnung.

3.Akt (Der Blödbabbler hat noch eine Bestellung Lebenswasser inpetto, die ebenfalls mit DHL angeliefert werden soll, früher oder später muss sich also der DHL Mann wieder blicken lassen, malt sich der Blödbabbler in einem spontanen Anfall von resignativem Optimismus aus. Also den dritten Tag in Folge Däumchen drehend auf den Klingelton warten, während man im Internet Informationen über Wordpress und Joomla! sammelt und sich sinnvoll beschäftigt. Zum Glück hat die Ms. heute ihren ersten freien Tag seit 14 Tagen und leistet dem Blödbabbler beim Frühstücken Gesellschaft.)

Blödbabbler: Mal gespannt ob sich heute was tut an der DHL-Front, so langsam reißt nämlich mein Geduldsfaden.
Ms.:Wird schon werden, wenn er doch gesagt hat er kommt.
Blödbabbler: :-D
Kurz vor halb zwölf klingelt es an der Tür, Blödbabbler sieht aus dem Fenster.
Blödbabbler: Hurra, der DHL Mann ist da!
Blödbabbler öffnet die Tür und der DHL Mann steht vor ihm mit einem kleinen Paket, das den bestellten Whisky enthält.
Blödbabbler: Hallo, DHL Mann! Sehr schön, der Schnaps ist da. Haben sie die Lautsprecher auch dabei?
Ich habe gestern übrigens auf sie gewartete, sie wissen schon "Komme morge'" und so.
DHL Mann: Lautsprecher nich' da. In Liste stand nich' vor Montag abgebe'.
Blödbabbler:WTF!1!!!??!! Sie waren damit doch schon vorgestern da und wollten sie bringen.
DHL Mann: Da war abe' mein' Maschin' Scheiße.
Blödbabbler:??? und wer kam auf die Idee einzugeben, dass ich die erst am Montag bekommen darf?
So einen Blödsinn hab ich noch nie gehört.
DHL Mann: Wolle schon vorher habe'?
Blödbabbler: Äh, JA! ich hab die ja eigentlich bestellt, damit ich in der Wohnung lärmen kann und nicht damit die mit DHL spazierengefahren werden bis zum Sankt-Nimmerleinstag. *schnaub*
DHL Mann: Aaah, dann wolle also morge' früh?
Blödbabbler:!!!

Epilog (Samstag morgen 11.30 ,es nieselregnet wieder. Irgendwie klar, denn heute sollen ja die Lautsprecher kommen und was ist schon Lastentragen ohne dabei nass zu werden ;-))
DHL Mann steht in seinem Lieferwagen auf der Ladefläche, die Pakete sind mit den gleichen Labeln beklebt wie 4 Tage zuvor, sein Versuch die einzulesen produziert -wie überraschend- einen Error im Lesegerät. Facepalm
Blödbabbler: Hallo DHL Mann, und klappts heute mit der Übergabe der Lautsprecher?
DHL Mann: Macht Fehler das Gerät, muss alles mit Hand schreibe' kann dauern.
Er fängt an alle Bapper abzupuhlen und ihren Inhalt händisch auf ein vorgedrucktes DinA-4 Blatt zu übertragen.
Nach gefühlt knappen 15 Minuten bei Nieselregen und kaltem Wind, real waren es 14'30'', ist er soweit.
DHL Mann: Du musst da 5 mal unterschreiben, dann alles gut.
Blödbabbler unterschreibt und wuchtet mit der Ms. die Teile in die Wohnung.

Es gibt diesmal kein Trinkgeld, auch weil er die Teile nicht mal bis über die Türschwelle gebracht hat, weil deren cleveres System mich kräftig in den Popo gef*ckt und weil er mich mit seinem "Komme' morge wieder" ganz schön verarscht hat.
Jetzt stehen die Teile unangeschlossen im Wohnzimmer, denn, vor die Kür des Nachbar beschallens (mindestens als Revanche für die letzte Nacht, als sie um 3.30 heimkamen und ab dann bis jetzt Party machen) hat die Ms. erst noch die Renovierung der Räumlichkeit gesetzt.
Und wenn nicht ihr Wort, welches dann sollte mir Befehl sein, fragt
Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 29. Juni 2011

Geschirr mieft nach Hund

Ich hasse es wenn das passiert.

Man öffnet arglos die Geschirrspülmaschine, will sie sich ungehemmt entdampfen lassen und dann riecht es aus ihr nach nassem Hund.
*Raaabä, würg und Igelspei*

Nach Hund! und das obwohl wir seit Jahren tierlos sind.
Hin und wieder verströmt das gewaschene Geschirr die betörende Aura eines Hundesfells nach einem langen Regenspaziergang - durchaus widerlich und Appetit abtötend.

Wieso das so ist und warum es nicht immer stattfindet entzieht sich völlig meines Begriffshorizonts und wie ich feststellen kann, auch dem, der meisten anderen Menschen, die sich im Internet einen Erklärungsansatz erhoffen.

Es ist definitiv nicht die Geschirrspülmaschine die so muffelt, es ist -nach dem Waschgang- eindeutig das Geschirr.
Man muss dann -CO2 Fußabdrücke konsequent ignorierend- den Waschknecht zu einem weiteren Spülgang nötigen, und siehe da es riecht wie es soll -frisch, sauber und nicht hündisch.

Eventuell sollte ich ja einfach einen Becher Catsan mit rein schütten denn Katzen duften nach dem Regen nie so streng. :-D

Ihnen Ihr Blödbabbler

Montag, 27. Juni 2011

Highland Park 12

Diesmal kam mir ein Klassiker unter die Finger, der Highland Park 12 gezeugt in der Destillerie Highland Park auf den Orkney Inseln in Kirkwall.
HIghland Park ist Schottlands nördlichste Destille.
Highland Park 12 Flasche

Der Highland Park 12 kommt in einer ovalen Flasche mit wuchtig-dickem Ausguss und hässlich billig aussehendem Etikett daher.
Das Corporate Design des Etikettes lässt einen schon ängstlich einen dümmlichen CDU Wahlslogan vermuten, aber zum Glück gibt es lediglich Auskunft über rudimentäre Dinge: Single Malt Scotch Whisky, 40%vol und den Ort der Destillation Kirkwall.
Dem Whisky wird leider durch die unsinnige Unsitte E150 mindestens farbliche Gewalt angetan, wenn nicht mehr. :-/
Zuckercouleur sucks!

Nachdem es mir gelungen ist, durch den unvorteilhaften Ausguss der Flasche, deren Form ein böser Mensch im Internet mit Urinflasche umschrieben hat, mein Glas zu befüllen, kann es losgehen.

Wie immer habe ich erst einmal dem Whisky ein wenig Zeit gelassen es sich im Glas bequem zu machen und ein wenig zu entspannen, bevor ich ihn durch die Gegenwart meines Riechkolbens ängstige.
Nach guten 5 Minuten nähere ich mich dem kleinen Racker im Glas vorsichtig und schnuffele was das Zeug hält, erst sachte, dann intensiver und erfreue mich einer angenehmen "Nase" des Destillats.
Ganz schwache Rauchigkeit, ein wenig leichter Zitrusgeruch und später kommt eine süßliche Note hinzu, die mich eher an Toffee denn an Vanille erinnert.
Der in anderen Tastings beschriebene Honig findet sich bei mir definitiv nicht ein.
Die "Nase" ist insgesamt stimmig und bildet eine angenehme Einheit, es drängelt sich nichts vorlaut in den Vordergrund die Balance funktioniert.

Nachdem mir, durch meine Schnuffelei, salopp gesagt das Maul schon ein wenig feucht wird, halte ich es nicht für unangebracht, dem Schnuffeln endlich die Verkostung folgen zu lassen.
Wohlan, tun getan.
Einen ordentlichen Schluck sachte auf die Zunge fließen, für einen Moment verweilen und dann den Rachen hinab rutschen lassen erfreut die Geschmacksknospen und lässt zart sie für einen Moment erblühen.
Hier endlich spüre ich ein wenig des maritimen Charakters des Highland Park 12 in Form einer angenehm zarten Salzigkeit.
Es finden sich Zitrusfrucht-Anklänge, ein sanfter, kaum merklicher Rauch lauert im Hintergrund, während seine volle Malzigkeit der Mundhöhle verführerisch schmeichelt.
Überraschenderweise finden sich auch homöopathische Einsprengsel von reifen Früchten in diesem Amalgam.

Der Abgang ist warm, trocken und wird begleitet von ein wenig bitterlichem Beigeschmack (Eiche?), der von mir aber nicht als störend empfunden wird.

Wenn man sich ein wenig umschaut, kann man die 0,7 Liter Flasche für ca. 26 Euro finden, gewöhnlich liegt der Preis bei knappen 30 und ist auch dafür absolut zu empfehlen.

Wertung Single Malt
Highland Park 12

Geschmack:
Fass4
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4

Fazit: Der Highland Park 12 ist ein süffiger und gut ausbalancierter Whisky. Da sich schwache Rauchigkeit und leichte Süße harmonisch die Waage halten kann man ihn eigentlich 'jedem' anbieten, ein Allday Whisky quasi, oder ein schöner Eröffnungs-dram für eine Erlebnisreise über die Inseln und Islay. Stimmt wohlig ein, läßt aber noch genügend Raum für eventuelle Peat-Monster im Anschluss. Was mich am HP 12 stört, ist das zuschütten von E150 und die 'laschen' 40%, obwohl man ihn durchaus als stärker empfindet. Ich würde mir den kleinen Racker mit 46%, non chillfiltered und ohne Zuckercouleur wünschen, verdünnen kann ich selber und wenn ich es braun mag, dann kann ich Butterbrotpapier ums Glas wickeln.

Highland Park 12 Tasting video bei ralfy.com

Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Dienstag, 21. Juni 2011

SPD - Erfüllungsgehilfe und Büttel der Sicherheitsstaat-Paranoiker

SPD-Innenminister für Vorratsdatenspeicherung können wir angewidert bei heise.de lesen.

Und genau deswegen kann man sich auch von einer anderen Regierung nichts, aber auch gar nichts erhoffen, solange ein möglicher Partner SPD heißt.
Wer ernsthaft geglaubt haben sollte die Verräterpartei würde mal irgendwann aus ihren Fehlern lernen ist selbst Schuld.
Wo es um Einschnitte in Bürgerrechte durch (Anti-) Terrorgesetze oder die Umkehrung des Schuldbeweises durch präventives Datenspeichern geht, sind sie gerne behilflich.
Nützliche Idioten, deren Unterschrift unter Koalitionsvereinbarungen einen ähnlichen Stellenwert zu haben scheint, wie freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft oder deren Unterschrift unter (Atomausstiegs-)Gesetze.
Immer gerne bereit auf dem Altar von vorgeblicher Alternativlosigkeit oder sogenannter Realpolitik ihre Verbündeten zu betrügen, zu hintergehen und den Souverän zu verarschen.
Wir denken noch gerne an die Zeit der MwSt. Erhöhung zurück, als die Sozen ein weiteres Mal die Belastungen gerecht auf die Masse der Kleinverdiener und Rentner abwälzten, während die Kapitalfraktion geschont, hofiert und subventioniert wurde.
Welches Maß an Armseligkeit diese Partei inzwischen erreicht hat, kann man daran sehen, dass sie offenbar noch immer rätseln müssen, wieso sie keiner mehr lieb hat und die Umfragewerte konsequent sinken.
Da steh sie nun die Toren und wundern sich jammerlappig in der Öffentlichkeit, warum es weiterhin bergab geht mit der Zustimmung des Stimmviehs, ohne zu erkennen das ihre Flachpfeifenpolitik der letzten 15 Jahre der offensichtliche Grund dafür ist.

Es ist einfach nur traurig, was sich eine sozial und demokratisch nennende Partei an Verbrechen mitgetragen hat, an asozialer Überwachungsstaatpolitik und welche weiteren Idiotien noch stinkend aus dem dampfenden Haufen SPD heraus laufen mögen.

Geht endlich verrecken!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Sonntag, 19. Juni 2011

Mitmenschen - pain in the ass

Kennt ihr das?

Ihr betretet nichtsahnend die Welt vor eurer Wohnung wohlmeinend und auch ein wenig hoffend.

Doch dort wird heute ein sehr altes Stück aufgeführt, nur leicht zivilisatorisch verkleidet: Beutezug der Sammler und Jäger - dämliche Nervensägen on tour.

Ihre egoistischen Reptiliengehirne fräsen sich Wege ohne Rücksicht auf Verluste tief in dein innerstes Mark.
Amoebengleichen Spießgesellen rotten sie sich zusammen und haben -wie es scheint- nur ein Ziel im Focus ihrer Begehrlichkeit: Mich und meine Nerven.

Wie kann es sein, das wir nicht permanent amoklaufend unsere lieben Mitmenschen so zurecht stutzen, wie sie es -ihren Handlungen nach- auf alle Fälle verdient hätten?
Warum ertragen wir -meistens stoisch- deren Frechheiten, Unaufmerksamkeiten und offenen Affronts?
Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, vielmehr frage ich mich: "Warum gehen einem an manchen Tagen wirklich alle Mitmenschen auf die Eier?"

An den meisten Tagen nervt die Gattung Mitmensch eigentlich nur durch ihr defensiv dummes Handeln - ich unterstelle da keinerlei böse Absicht, die sind halt einfach blöd und penetrant.

Dabei variieren ihre Auswirkungen auf mein Dasein von einem sanften 'geht-mir-eigentlich-am-Poppes-vorbei' bis hin zu einem den Tag versauenden 'verdammt-jetzt-muß-ich-mich-auch-noch-um-den-Scheissendreck-kümmern.
Nicht schön das, aber vermutlich nicht zu ändern, wenn man kein Autist, Eremit oder ein Asozialer ist.

Anders sind diese besonderen Tage des Irrsinns.

An denen ist alles irgendwie wesentlich zielgerichteter; die Irritationen meiner Mitmenschen wandeln sich von einer defensiven Dummheit hin zu einer offensiven Anmaßung.

Gestern war wieder so ein Tag, Postmenschen pöbeln mich von der Seite an, weil ich es wage das noch offene Gebäude um 3 vor 12 zu betreten.
Ich ging davon aus das der Laden bis 13 Uhr offen hätte, wie alle anderen Geschäfte nebenan - aber ein wenig alte Postmentalität ist scheinbar zumindest bei den Öffnungszeiten gerettet worden.
Ein kurzer und höflicher Hinweis und ich wäre brav gegangen, aber dieser Gesichtsclown mault mich an, "Jetzt müsse doch mal endlich Schluss sein! So ginge das nicht! Ich könne doch jetzt nicht hier noch reinkommen blablabla".
Am liebsten hätte ich ihm dafür eine quer gegeben, da ich jedoch über Kinderstube verfüge, fragte ich ihn, wieso er mir so schräg daherkommt.
Worauf er das abstreitet und mich doof und schief angrinst.
Egal, ich mache auf dem Absatz kehrt, nicht ohne ihm noch zu verstehen zu geben, dass, statt mich blöd von der Seite anzubabbeln, eine Reparatur des Geldautomaten-der inzwischen die zweite Woche unbrauchbar ist- die sinnvollere Aktion gewesen wäre.
Natürlich sollte nicht dieser Hirnie den Automaten instandsetzen, aber wenn ich verärgert bin, dann gibt es eben manchmal seltsame Kurzschlüsse. :-D

Anschließend beim Baumarkt gab es dann erlesene Exemplare der männlichen Gattung beim Befriedigen des Einkaufstriebs zu betrachten.
Diese Padawans des Salzsäulen-Einkaufens (siehe dazu wikipedia machten ihren weiblichen Meistern alle Ehre.

An der engsten Stelle blieben sie spontan mit dem Einkaufswagen stehen, um im Wochenprospekt zu lesen.
Vermutlich erscheint das ihren Spatzenhirnen als sinnvolle Handlung.
Warum tut das dieses Pack eigentlich nie in der Nähe der Kettensägenabteilung, sondern immer im Haupteingang oder der Tapetenabteilung?
Vermutlich wissen diese Intelligenz-Amoeben intuitiv, dass ein Amoklauf mit einem Tapetenmesser in der einen und einer Rolle lindgrüner Esprit Vlies-Tapete in der anderen Hand von vornherein kläglich zum Scheitern verurteilt ist.

Dafür strahlte mich dann etwas später, auf dem Parkplatz des örtlichen Discounters, ein freundlich blickendes Augenpaar aus dem KFZ nebenan an.
Doch es war eine gehässige Täuschung, ein devil in disguise, wie ich nur Sekunden später feststellen musste.
Mit dem nächsten Wimpernschlag prasselte die nächste Dämlichkeit des Tages brutal auf mich herein ein.
Sie öffnet ihre Tür -ohne den Hauch von Rücksicht auf Verluste- und hieb mir mit einem satten Wumms selbige gegen mein Auto.
Kein "Entschuldigung!" oder ähnliches kommt ihr über die Lippen, es erschien ihr offenbar selbstverständlich.
Einem Kerl in einem alten Auto einfach mal zu zeigen wer Chef im Ring ,respektive dem Parkplatz ist.

Ich verrenke mich -trotz körperlicher Einschränkungen- prinzipiell um solches Missgeschick zu vermeiden, weswegen ich mich Schlangen gleich aus meinem KFZ herauswinde.
Aber ich besitze eben auch Verstand, Gewissen und Moral, die so manchem meiner Zeitgenossen erkennbar abzugehen scheinen.

Auch für diese Frau wäre ein gepflegter Tollschock sicherlich die adäquate Reaktion gewesen, aber ich war noch so verblüfft, so dass dieses Biest bereits in den Eingeweiden des Billighändlers verschwunden war, bevor ich überhaupt "Ähhhh" oder ähnliches von mir geben konnte.

Für die Zukunft habe ich mir jetzt vorgenommen, zumindest gepflegt in die fremde Türe zu treten, um meine Dankbarkeit für solch eine Art der Behandlung angemessen sichtbar zu hinterlassen.
Jetzt entfleuchte mir doch tatsächlich -zur näheren Klassifizierung der Dame- beinah das böse Wort mit F, das sich auf etwas reimt, was eine reziproke Form der Nahrungsaufnahme umgangssprachlich beschreibt.

Das sich dann auf dem Nachhauseweg noch ein Depp vor mich drängelt, der beim Fahren unkontrolliert bremst und beschleunigt und mich so zu erhöhter Aufmerksamkeit zwingt, rundet den Tag passend ab.
Er hat zwar keinen Traumfänger an seinem Spiegel, aber dafür einen "Jesus liebt alle"-Fisch-Aufbapper am Kofferraum kleben, der mich kurz schmunzelnd von Hammer, Nägeln und meinem Mitmenschen im Auto vor mir träumen lässt.

Als der Tag endlich zu seinem Ende kam, belohnte ich mich mit einem guten Glas Big Peat.
Dabei tröstete mich der Gedanken das solch eine feine Leistung voller Kultur, Ästhetik und gutem Geschmack nicht möglich wäre, wenn es nicht auch ein paar sinnvolle Mitmenschen gäbe.
So sind sie mir am liebsten, weit weg, sinnvolle Dinge erzeugend und mir nicht auf die immer dünner werdenden Nerven gehend.

Das Zitat des Tages stammt vom alten Glubschauge Jean Paul Sartre aus seinem Roman "Bei geschlossenen Türen (Geschlossene Gesellschaft)" der damals schon sehr schön das Dilemma erkannte:
"Also dies ist die Hölle. Niemals hätte ich geglaubt ... Ihr entsinnt euch: Schwefel, Scheiterhaufen, Bratrost... Auch ein Witz! Kein Rost erforderlich, die Hölle, das sind die andern" (Gesammelte Werke Rowohlt 1979 S. 97).


Einen schönen Wochenanfang - ohne die typische Geißelei durch die Mitmenschen- wünscht Ihnen Ihr Blödbabbler.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Burschenschaften rassistisch...

... der Papst katholisch und die Erde doch keine Scheibe?
Wunder über Wunder diese Tage.

Das ehemalige Nachrichtenmagazin titelt "Burschenschafter streiten über "Ariernachweis" und befürchtet einen Rechtsruck des Dachverbandes der Purschenschaften in Deutschland.
Müssen wir uns jetzt tatsächlich alle sorgen, das die Welt noch schlechter wird und wir alle sterben müssen, oder bleibt eigentlich nicht doch alles beim Alten, irgendwie?
Das Pack hat doch schon immer seine kruden Regeln aufgestellt, umgesetzt und gelebt - bisher vom Rest der Gesellschaft unbeachtet oder mit Verachtung gestraft, wie es bei einem denkenden Menschen meistens der Fall war.
Nun wollen sie also keinen Deutschen der ausländische Eltern hat, oder zumindest keinen bei dem man das so genau sieht.
Jetzt hat einer der da mittun wollte, sich das Gesicht schlitzen lassen, dummes Zeug erzählt und trotzdem wollen sie ihn nicht, weil er gesichtlich mehr Schlitze aufweist, als es einer Vereinigung von Idioten doitschen Burschenschaft gefällt.

Vorhandene Sehschlitze, die auf asiatisches Erbgut hindeuteten, machten die verantwortlichen Bumbsköppe offenbar süß-sauer, so etwas geht doch nicht, wenn man sich dem Herrenrassendünkel verschrieben hat - monogolischen Freiwilligenheeren der Waffen-SS zum Trotz.
Um nun eine klare Grenzziehung und Legitimierung ihres rassistischen Dünkels zu etablieren wird in Kürze über eine Änderung der Nürnberger Gesetze Satzung entschieden.

Mein Mitleid über die Ablehnung, eines Deutschen mit chinesischer Eltern durch eine Burschenschaft, hält sich dabei erwartungsgemäß in sehr engen Grenzen.
Man kann sich überrascht zeigen, über den offenen Rassismus der Burschenschaften, man kann sich gar wundern über die Art mit der diese Ausgrenzung stattfindet, aber es ist bei denen ein wenig wie mit der Kirche.
Es gibt eben diese vordemokratischen Orte der Hölle in denen Abschaum intern Regeln aufstellt nach denen ihre Organisationen funktionieren und nach denen sich deren Mitglieder richten sollen.
Ob das die katholischen Schafe sind, die sich über Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Kindersex beschweren und weiter in der Organisation Kirche verweilen, anstatt einem solchen Moloch den Rücken zu kehren und ihn elendig an seiner eigenen Altertümlichkeit zugrunde gehen zu lassen.
Oder eben Burschenschaften, eine isolierte Ansammlung von reaktionärem Abschaum in Vergangenheit, Gegenwart und vermutlich auch Zukunft, der im eigenen Saft seines Hasses und seiner Dünkel schmort ohne in der Demokratie oder bei den elementarsten Menschenrechten angekommen zu sein.

Was ist nun das Problem? Wie kann man es lösen?
Solange man Rassisten, Nazis und anderen primitiven Arschlöchern innerhalb einer Demokratie erlaubt ihr dummdreistes widerliches Gedankengut zu hegen, zu pflegen und auszuleben -gar Netzwerke entstehen lässt und nicht dagegen tut- solange ist es offenbar von herrschender Seite gewollt, das es diese Oasen des Hasses und der Unkultur gibt.
Nicht mehr und nicht weniger können wir feststellen.

Doch zurück zum abgewiesenen Migrantenburschenschaftler-Azubi.
Warum sollte man es nun bedauern, wenn ein schlitzäugiger Deutscher bei den Rassisten, Nazis und Arschlöchern mittun möchte und die anderen dummen Kinder es ihm nicht erlauben?
Na? Eben!
Ich finde man kann aus dem Mittun-wollen lediglich sehen:
Rassismus und Herrenmenschentum sind eben nicht nur an blaue Augen und blonde Haare gebunden, Dummheit und Arroganz sind eindeutig länderübergreifend und ein Schmiss im Gesicht zeigt den Schiss im Gehirn.
Dummheit zieht Dummheit an.

Wer dem Pack die Orte dafür gibt, darf sich nicht wundern, wenn sie dort das tun was sie am besten können, sich über andere erheben und abgrenzen wollen, am besten in den Grenzen von 1937.

Ich nehme das Gejammer der Politik über Menschenrechte in diesem Punkt dann ernst, wenn sie dieses ganze Burschschafterpack auseinandertreiben und ihre schleimigen Horte des Ewiggestrigen schließen.
Eher ganz sicher nicht.

Aber vermutlich geht das auch nicht, weil die Spitzen dort mit Spitzeln des Verfassungsschutzes durchdrungen sind -wie die Vorstände der Naziparteien in Deutschland- und sie Angst um ihre Undercover-Schnuffelköppe haben müssen.

Was bleibt?

Organe der einstigen 4 Gewalt, wie das ehemalige Nachrichtenmagazin, kreiden erschrocken ganz rechtes Gedankengut bei Burschenschaften an und ich stelle fest, Spaghetti sind wohl doch Nudeln.

Ihnen Ihr Blödbabbler