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Leben, merkwürdiges

Samstag, 24. Oktober 2009

Ein Tor der sich hier Böses denkt,...

... weil Kapital das Handeln lenkt.

Es erstaunt mich tatsächlich immer noch , wie mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn es darum geht sich kaufen zu lassen, wird das gerne unter den Attributen 'seriös', kalkulierbar und realistisch / pragmatisch verkauft. Bei unseren Freunden von der Umwelt-FDP auch gerne Realo -Flügel genannt.
Während beim Versuch die gewählte Partei 'Die Linke' in Regierungsverantwortung zu bringen von der gleichgeschalteten Presse und den Kassandras der Pfründeinhaber gerne die Worte 'populistisch', 'unverantwortlich' 'unkalkulierbar' und 'unseriös' zur Denunziation benutzt werden.
Und da ja inzwischen wohl auch die Inhalte der Parteien als Koalitionskriterium (zumindest bei denen die sich selbst als links der Mitte definieren) von einer verqueren Personal-Antipathie-Haltung abgelöst zu sein scheinen, findet man sich eben bei Meldungen wie denen wieder, die sich heute bei SpOn finden lassen.
Grünen-Chef hatte enge Verbindung zu FDP-Politiker

Das jemand in diesem Land allerdings tatsächlich glaubt, das jene, welche in die Ohren der Exekutive und Legislative das Mantra ihrer Herren aus der Industrie wiederkäuen, im Politikersprech - externe Berater genannt, eben objektiv oder im Sinne des Wählerauftrags agieren, kann ich mir nicht ernsthaft vorstellen.
Um so etwas für Real zu halten und zu propagieren, muss man schon hochgradig verblödet oder skrupellos genug sein und das unterstelle ich nur wenigen in diesem Land.
Vor allem nicht in einem halb-öffentlichen Blog, solange es genug Winkeladvokados gibt die ihre miese Gesinnung immer gerne bereit sind in klingende Münze durch das Ablaß Abmahnwesen zu verwandeln.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,657146,00.html


Das heutige Zitat des Tages stammt vom alten Charly Marx:
Die Wahlphilosophie der Parlamentskandidaten besteht demnach einfach darin, dass sie ihrer linken Hand erlauben, nicht zu wissen, was ihre rechte Hand tut, und so waschen sie beide Hände in Unschuld. Ihre Hosentaschen zu öffnen, keine Fragen zu stellen und an die allgemeine Tugend der Menschheit zu glauben - das dient ihren Absichten am allerbesten.“

Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 18. September 2009

Olfaktorische Ärgernisse

Es gibt diese Zeiten, in denen man merkt, das einem eine ganze Menge stinkt und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Heute traf ich ein Mädchen bei der Arbeit, mit welcher ich bereits mehrere Male in der Vergangenheit zu tun hatte. Leider roch sie heute, wie auch die letzten dreimal, nach altem Schweiss , der sich nach einiger Zeit gemütlich im Raum ausbreitete, wie ein Urinfleck im Nichtschwimmerbecken.
Nun muss ein Mensch nicht klinisch rein sein und Rosen-Flieder-Nelken-Duftbaum-Aromen verströmen, aber frischer Schweiß muffelt nicht so, das war schon wie in die Kleider eingenäht.
Gut, nach einem intensiven Wochenende faulenzen und fleißigem nicht aus dem Bett raus kommen, riecht man ähnlich; aber als einigermaßen zivilisierter Mensch, mit der Möglichkeit fließendes Wasser in der Wohnung vorzufinden, reinige ich mich doch, bevor ich wieder unter Menschen gehe, vor allem wenn ich mich in geschlossenen Räumen aufhalte. Bbbbbrrrrr!

Als ich, auf der Fahrt zur Arbeit, über die Dörfer fuhr, stellte ich fest, das die Bauern nicht untätig waren in der letzten Zeit. Sie müssen Unmengen an Scheiße gesammelt und auf die Felder geworfen haben; die Wuchtigkeit des Aufpralls auf meine Geruchsnerven hatte etwas dampframmenartiges und ließ mich die Frischluftlöcher im Auto stante pede verriegeln. Ein bisschen ländlich ist nett, aber wenn es so intensiv riecht , als würde mein Kopf im Anus eines Schweines stecken, dann ist das ein eher missliches Flair, mithin unerwünscht.

Vergangene Woche begab es sich, das diverse Frauen mir ihre Finger in den Mund zu stecken beliebten. Einige hantierten mit Instrumenten, andere nur mit gummierten Fingerlingen und die Prozeduren schoben sich, wohl wegen erschwerter Lage des maladen Zahnes, immer wieder über mehr als jeweils eine Stunde hin. Nun ist es dem alten Blödsack nicht unangenehm, wenn junge attraktive Damen sich bemühen und ihre Arbeitszeit für die Hege und Pflege des Blödbabblers Maulwerk opfern; einzig auch hier wurde ich auf das Unangenehmste, nahezu eiskalt, erwischt.
Eine der zahnmedizinischen Fachangestellten, eine junge Frau -ich vermute mal persischen Eltern- mit den schönsten Augen, die ich bewusst seit langem gesehen habe, beugte sich, beim Versuch mit dem Provisorium den Zahn zu deckeln, sehr Nahe mit ihrem Kopf über mein Gesicht und atmete mir etwas entgegen, das mir das Gefühl gab, sie habe vorher aus des Bauern Trog genascht, bevor jener die Felder damit übergoss.
So etwas wiederliches ist mir bewusst, aus dem Mund eines Menschen, noch nie entgegen gewabert - und ich will so etwas auch nie wieder erleben müssen.
Es gibt viele Orte, an denen ich solch eine Form von Umweltverschmutzung erwartet hätte, eine Zahnarztpraxies war nicht unter meinen Top100 gelistet!

Das Zitat des Tages stammt aus einem alten Gedicht des Blödbabblers - "Hymne auf den Suff":
Menschen laufen hin und her
Sie mögen uns nicht sehr
Weil wir ihr Bier getrunken
Und aus dem Hals gestunken


Ihnen Ihr Blödbabbler

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