Grotesk-Protest

Freitag, 26. Januar 2018

Elfenbeine sind sexy, die Türme nicht

Und weiter gehts mit der Bevormundung im Umfeld der vermeintlich Guten.

So konnte man heute nur in der Printausgabe der FR lesen(FR 26.01.2018, F4 Frankfurt, Florian Leclerc: "Asta schafft 'Quartier Latin' ab), der Asta der Goethe Uni in Frankfurt veranstalte dieses Jahr nach 64 Jahren kein Quartier Latin, wegen Sicherheitsbedenken( in der Onlinefassung steht der Text entschärfter, von einer Anja Laud.Update) Schwerwiegenderer Grund war aber, so konnte man nur in der Printausgabe lesen: "Die Veranstaltung ist zum Massenbesäufnis verkommen" und "Die Kostüme, in die sich die Besucher kleideteten(sic!), um Einlass ins Gebäude zu erhalten, seien teils 'niveaulos und sexistisch' gewesen."
Stattdessen wolle man lieber, so der Asta Sprecher Bengican Gülegen,"[...]kulturelle und subkulturelle Veranstaltungen fördern.[...] beispielsweise feministische Hip-Hop Konzerte im Koz oder das Asta Sommerfest.

Tjo. Hmm. Das ist jetzt echt schwierig für mich. Fand ich doch das Quartier Latin schon zu meinen Zeiten an der Goethe Uni Kacke und unnötig. Ein Treffpunkt für spießigen Juristennachwuchs und BWL Blitz-Mädchen, die es an Fasching mal krachen lassen wollten.
Alkohol floss damals auch in Strömen, Sexismus wurde noch nicht nach der neuen Lesart verfolgt, also ein falscher Blick war noch kein schwerer Mißbrauch, sondern nur ein falscher Blick -schlimme Zeiten!1!!1!!
Damals schon ein Ort für schnelle Paarungsversuche und selbsterlebten und produzierten Kurzschluss zum täglichen, angepassten Alltagsstudium oder dem Studienalltag, schlicht ein kurzes, gelebtes Verharren auf dem Weg zur späteren Karriere.

Quasi ein Spiegelbild zum normalen Karneval in Deutschland - Saufen, Sex und schlechter Atem, Dreigestirn der närrischen Zeit.
War, wie gesagt, nie mein Ding. Ich habe stets anlasslos getrunken, mit größtem Anstand und voll Würde, eben nicht wie Betriebswirte und Juristen feiern, sondern wie ein Germanist lebt. :-D

Und und Aber, es wäre mir im Traum nicht eingefallen, deswegen, weil deren Gebaren nicht meins ist, diese Veranstaltung verbieten bzw. nicht stattfinden lassen zu wollen.
Vorallem wegen sexistischen Kostümen(wer befindet da worüber und wo ist es deklariert, was sexistisch ist, die Scharia Polizei oder doch das Feministische Plenum?) und Massenalkoholexzess? Wen störts?

Oder stört den neuen, linken universitären Betrieb eher das Massenphänomen daran?
Hat man sich auf dem Weg zur Elite-Uni auch wieder gegen den Massenteil in Massen-Uni zu verwahren? Sind uns die Massen an der Uni ungeheuer geworden, Bürde statt Hoffnung der Ideologie?

Passt die neue linke Prüderie nicht mehr zu der Realität vor Ort und schafft man deswegen dann lieber die Realität ab? Vom Kopf auf die Beine und zurück? Eine Art 360 Grad feedback der marxistischen Art?

Oder ist das genau die besagte Politik des Asta, wie man in der FR im Jahr 2017 lesen konnte: "Die neue Vorsitzende Schentke gab an, mit ihrer Stellvertreterin Sarah Fey „ganz deutlich für eine feministische Politik“ einstehen zu wollen.", bei der solche unfeministischen Veranstaltungen mal eben gekippt werden sollen?
Wenig überraschend stammt die Asta Frau aus der Grünen Hochschulgruppe und hat mit diesem Ansatz sicherlich Zukunftschancen in der Bundespartei.

Wenn wir schon bei den Grünen sind, fällt mir vor Ort auch immer öfter auf: es sind die Grünen die sich gegen Prostitution und gegen Spielhallen aussprechen, Orte die nicht in das moralisch-protestantische Weltbild passen und mit denen diese akademische Öko-Bourgeosie ungerne Kontakt hätte, wenn sie die eigene Brut aus dem Rudolf-Steiner-Gedächtniskindergarten abholen mit dem SUV.
Diese ganzen Privatschulen haben ja schon mal den Vorteil, dass man sich nicht mit den ganzen Ausländer- und Hungerleiderkindern gemein machen muss und so die eigene moralische refugee welcome und Mama Erde Ideologie erhalten bleiben kann. Malte-Jan, tanz mal deinen Namen!
Allein der verhuschte Gedanke an all die Unzucht und das Spiel scheint schon genug abzuschrecken, schiebt man gerne pastoral klingende Menschenbeschützungsformeln vor, auch und besonders oft gegen Interessenvertretungen der Betroffenen selbst und deren Kenntnis vom Milieu.

Das mit dem Biedermeier ist ja kein Witz, die Prüderie die sich eben auch durch oder mittels #meetoo breit macht, sicherlich ein deutlicher Rückschritt zu einer offenen Gesellschaft.
Mehr Sondergesetze und Ausnahmen fördern eben gerade keine (juristisch) gleichere Gesellschaft, sondern schaffen und beschützen Pfründe, sind Machtstellungen bei Verteilungskämpfen.

Aber zurück zu den Grünen, die sich inzwischen immer öfter ein Beispiel an den Errungenschaften des real-verreckten Sozialismus der kleinbürgerlichen Art der DDR zu nehmen scheinen.

So forderte ein Grünen Mensch in Bremen zu prüfen, "[...]ob Bands wegen populistischer Krawall-Texte verboten werden kann, in der Hansestadt aufzutreten.[...]".
Wargalla laut „Bild“: „Ich finde, dass Frei.Wild in ihren Songtexten Grenzen überschreitet. da stehts oder via burks
Das ist schön, denn Empfinden ist sicherlich die neue Münze mit der wir es den Bösen im Land heimzahlen, wer braucht da schon bestehende Gesetze oder solch absurde Dinge wie Meinungsfreiheit oder gar Kunstfreiheit, gelle.

Ich finde dieses Band auch kacke, zwingt mich aber keiner deren Dreck zu hören. Also noch nicht. Hat mich damals auch keiner gezwungen den Bots zu lauschen oder irgendwelchen dieser wirklich schlimmen Bands die auf den Demos aufgespielt haben, Betroffenheitslyriker mit miesem Gitarrenspiel, und dennoch sind die ein wichtiger Teil der Grünenhistorie. Vermutlich weiß das aber keiner mehr.
Doch zurück zu rechten Bands und Auftrittsverboten. Ich denke die Linie ist klar: Falls die Texte strafrechtlich relevant sind, dann sollte da der Staatsanwalt übernehmen, falls nicht, dann lasst die spielen.

Moralische und ideologische Bedenken als Richtlinie für öffentliches Handeln gesetzt, können sicherlich nicht der Maßstab sein, mit der eine Gesellschaft langfristig besteht.
Dafür sind allgemeingültige Gesetze notwendig, also lasst die Juristen wenigstens einmal im Jahr bei Quartier Latin die Sau rauslassen, sonst bleiben uns hinterher nur die autoritären Betroffenheitsapostel mit ihren Menstruationstassen und Quinoa-Müsliriegeln übrig, die den Rahmen für gesellschaftliches Handeln abstecken und unverstandenen Spaß und munteres Treiben moralinsauer sanktionieren.

Und diese Nasen will ich sicher nicht!

Ihnen Ihr Blödbabbler

Freitag, 19. Januar 2018

Falsch? Oder doch nur unpassend?

Die Tage kann man wieder beobachten was passiert, wenn vermeintlich Richtiges gesagt wird und es vom falschen -weil ideologischen- Gegner kommt.
Wacht auf, Empörte dieser Erde,
die stets man noch zum Jammern zwingt!

, möchte man lauthals die Internationale covern.
Was ist passiert?
Der amerikanische Teufel mit den selbstgefärbten, orangenen Haaren hat sich erlaubt darauf hinzuweisen, dass es shithole countries gibt und die garstige Protofaschistin Ann Coulter sekundierte auf twitter:Okay, yes -- Trump shouldn't call them "shithole countries." A little respect is in order. They are shithole nations
Nun kann man sich darüber echauffieren oder fragen ob da nicht was dran ist.
Man könnte sich fragen, wieso es in Haiti so aussieht, wie es aussieht, obwohl -im Gegensatz zu Kuba- nicht nur keine Sanktionen das Land in bitterster Armut halten, sondern massive Entwicklungshilfe nichts bewirkt hat, vielmehr Teil des Problems zu sein scheint.
Nun haben die USA sicherlich einen gerüttelten Anteil daran, sei es über vergangene systeminstallierende bzw. später stabilisierende Maßnahmen oder sei es über Zerstörung des heimischen Marktes durch hoch subventionierte Reisimporte der nordamerikanischen Farmer.

Wenn unser auswärtiges Amt als Reisewarnung folgendes schreibt:Die gesamte Infrastruktur des Landes (Gesundheitssystem, Straßennetz, Telekommunikation, Wasser- und Energieversorgung etc.) funktioniert nur eingeschränkt. Die Mobilfunkabdeckung ist in den Städten meist gewährleistet, jedoch nicht in ländlichen Gebieten.link Dann ist das für mich ein Hinweis auf ein typisches shithole. Gleiches kann man übrigens über die USA schreiben und -was das Gesundheitswesen angeht wohl auch langsam über GB. Man kann sich fragen, ob die Wortwahl gut war, aber am Kern der Sache gibt es schlicht nicht viel zu deuteln.
Man kann, wie Norwegen einen guten Anteil seines Ressourcenreichtums bei der Bevölkerung ankommen lassen, oder es stattdessen für goldene Paläste und der großzügigen Förderung des islamistischen Terrorismus ausgeben.
Norwegen hat sich für den ersten Teil entschieden, ein weiterer shithole country, Saudi-Arabien für den anderen.

Natürlich kommen mehr Menschen aus quasi failed states auf der Suche nach einem Leben als aus einem satten, sozial gut da stehenden Staat wie Norwegen, natürlich variieren die wirtschaftlich verwertbaren Interessen an den Menschen unterschiedlich. Muss man nicht gut finden, ist aber halt so.
Ein wichtiger Grund, warum sich übrigens auch Deutschland langsam mal ein Einwanderungsgesetz geben sollte, um den sinnfreien und staatlich erzwungenen Asylmissbrauch zu beenden, zu verringern und tatsächlich benötigten Menschen ein Auskommen legal zu ermöglichen.
Und ja, mir ist bewusst, dass man damit die Wirtschaftskraft der Länder aus denen migriert wird, damit nachhaltig schwächt.
Fragt mal Griechenland, Spanien oder Portugal nach ihren flexiblen, gut ausgebildeten jungen Menschen, die sich hier im Norden zur Arbeit eingefunden haben ob denen diese nicht fehlen. Aber da nennt sich dies ja EU-Freizügigkeit, gelle. ;-)

Man kann doch die Augen nicht davor verschließen, dass es Länder auf diesem Planeten gibt, die nichts gebacken kriegen, in denen korrupte Eliten das Volk auspressen und Bürgerkrieg immer eine Option für den nächsten Tag zu sein scheint.
Da haben Milliarden an Entwicklungshilfe nichts gebracht, außer dem Aufbau einer Hilfswerkindustrie in den Geberländern und oftmals als Kolateralschaden die völlige Zerstörung einheimischer Märkte bei den Nehmern.
Sich satt zurückzulehnen und immer und ewiglich dafür den Kolonialismus oder den klassischen Imperialismus -quasi als ewige Konstante der Verdammnis- heranzuziehen geht meines Erachtens deutlich fehl.

Viele der Staaten sind -ja, ja ich bin eurozentriert- eben tatsächlich Dreckslöcher; Dreckslöcher aus denen die Menschen in Legion fliehen, vor Armut, Krieg und Hunger, um Schutz und Arbeit, sowie ein Leben für sich und ihre Kinder zu suchen - gerne auch in der Festung Europa oder den USA. Warum sollte man das nicht so benennen? Aus falscher Rücksicht oder Diplomatie?

Und nun hat sich die AfD auch noch erlaubt das Parlament vorzuführen. Hammelsprung in Berlin statt Panthersprung nach Agadir, die Zeiten ändern sich.
Und was hat die gemeine Presse zu sagen, was die betroffenen Parteien und deren Diätnehmer? Wie damals, die nehmen das Parlament nicht ernst, die wollen uns mit dem Recht vorführen blabla. Und?
Wenn ihr eure Arbeit machen würdet und kein Gewohnheitsrecht auf Leistungsbezug ohne Arbeit eingerichtet hättet, wäre das ins Leere gelaufen. So waren zu wenig von Steuergeldern bezahlte Parlamentarier im Parlament um beschlussfähig zu sein. Der Fehler lag bei euch, meine lieben Altparteien und Diätennehmer, nicht bei denen von der AfD. Nur weil ihr euch in bequemen Unregelmäßigkeiten eingerichtet habt, ist es deswegen nicht falsch, wenn euch jemand qua Geschäftsordnung daran erinnert, was Recht und Gesetz sind. Egal, ob das von der braunen Brut kommt oder von wem auch immer. Macht euren Job, dafür werdet ihr nicht kleinlich bezahlt.

Ihnen Ihr Blödbabbler, kein Fan vom amerikanischen Orang-Utan oder dem dampfenden Haufen namens AfD

Mittwoch, 3. Januar 2018

2018...same procedure as last year?

Zwischen den Jahren wollte ich es ganz im deutschlandtrendigen Biedermeier halten.
Alles privat, muffig und gemütlich, kein unnötiger Ärger oder kein unnötiges Aufregen über meine Mitmenschen, egal ob positiver oder negativer Natur.
Aufreger?
Da dachte ich mir: da kannst du auch was im neuen Jahr zu schreiben, rennt ja nicht weg.

Nun musste ich feststellen: Andere tun meinen Job, besser und ausführlicher, als ich es tun könnte oder wollte. So bleibt mir nur, mit dem Satz aus "Time warp" der Rocky Horror Picturre Show anzumerken:

It's astounding;
Time is fleeting;
Madness takes its toll.


Deswegen ein paar kurze Meinungen von mir und die links zu den besseren Beiträgen.

Mir stieß positiv auf, dass sich die aktuelle Schachweltmeisterin über ihren "Sport" erhob und sich nicht bereitfand in der Saudi Arabischen Diktatur auf ihre Menschenrechte zu verzichten. Dafür verliert sie ihren Titel.
Und damit es auch so nicht zu viele Teilnehmer gibt, hatte man -den dortigen Gepflogenheiten folgend- die Juden sowieso vom Turnier ferngehalten; klar, deren Land, deren Rechte. Muss man verstehen, oder? Und sicherlich auch Respekt dafür aufbringen, man kann ja nicht jeden ins Land lassen, also nach Saudi Arabien. ;-)
Und da Juden auch bei den arabischen Brüdern aus Kuwait nicht fliegen dürfen und deutsche Gerichte das für einen normalen Geschäftspassus halten, kann man ja auch den israelischen Teilnehmern die Teilnahme am Wettkampf versagen. Logisch, oder?
Wo war da eigentlich der empörte Aufschrei unserer altvorderen Betroffenheitskamarilla, bitte in der Lautstärke den diese ganzen Arschgeigen z.B. wegen Trumps Muslim ban ausstießen?
Ich wies ja vor Monaten bereits darauf hin, dass es Einreiseverbote für Juden im nahezu gesamten arabischen Raum gibt. Stört nur keinen dieser Kulturrelativiererarschlöcher im Land.

Aber zurück zu Anna Musytschuk, wie gesagt, mir gefiel, dass die Frau zweierlei zeigte: Eier und Rückgrat, etwas was man hierzulande leider mit der Lupe suchen muss. Selten geworden sowas.
Dazu hatte burks bereits am 30.12 passend berichtet.

Ein weiterer Fall für den Blutdruck fand sich bei meinem Lieblingsverein wenns ums Thema "Fußball" geht, der Eintracht aus Frankfurt. Als Eintracht Anhänger hat man es bekanntlich nicht leicht, sportlich schon gar nicht. Deswegen erfreut es, wenn aus der dortigen Vorstandsetage eine klare Aussage zum Thema "Vereinbarkeit" oder besser "Unvereinbarkeit" von rechtem Gedankengut und Mitgliedschaft kommt. Der aktuelle Präsident der SGE hat sich im Gespräch mit der FAZ geäußert, wie man dort lesen kann:
„Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen“, sagte Fischer im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung / Rhein-Main-Zeitung [...]. „Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt.“[...]Wir sind als Gegner der Antisemiten bekannt.“ FAZ

Soweit so klar.
Jetzt könnte man anfangen zu lamentieren, AfD, zugelassene Partei, gewählt, blabla... oder man erfreut sich einfach daran, dass ein Mann klare Worte findet und sein Geschäft(die Eintracht) klar positioniert. Wie die Eintracht das auch in der Vergangenheit öfters getan hat. Mir ist allerdings auch noch aus den späten 70'ern und frühen 80ern das "Schiedsrichter-Judensau!" Geschrei aus dem G-Block im Ohr, die Faschos die damals unter den Fans standen und viele 'normale' Fans die das mitgegröhlt haben. Zwar nicht so systemisch wie bei den Dortmundern mit ihrem SS-Siggi, aber dennoch widerlich und abstoßend.
Zu dieser Thematik gab es einen lesenswerten Beitrag bei den ruhrbaronen.

Heute Morgen las ich einen Kommentar von André Mielke in der FR, der ein klares Problem, dass mit beiden obigen deutlich korreliert, in seiner Kolumne ansprach. Ungleichbehandlung. Vorauseilender Gehorsam und absurde Verrenkungen die Vätcherschen Staat(nicht nur der) an den Tag legt, wenn es um Flüchtlinge und Migranten aus den Ländern der gelebten Intoleranz und der systemischen Ungleichbehandlung von Geschlechtern kommt.
Der Aufhänger im Beitrag lautet:Vor der Anhörung fragt sie(eine Entscheiderin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge) jeden Asylbewerber, „ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist“. Falls nicht, übernähme womöglich ein männlicher Kollege.
Mein letzter Versuch beim Finanzamt nicht mit jener Frau reden zu müssen, die mich 'auf dem Kieker' hat und stattdessen lieber mit ihrem netten Kollegen, der sich sogar mit der Band "Slime" auskennt und auch gepflegten smalltalk beherrscht, wurde leider abschlägig beschieden. Da war nicht viel zu spüren von "Wahlfreiheit". Lag aber vermutlich an mir.
Wenn nun aber der Staat oder seine Bediensteten angehalten sind, 'Geschlechterunwohlsein' oder eine Herrenmenschenattitüde nicht nur nicht zu sanktionieren, sondern gar in vorauseilendem Gehorsam zu etablieren, sollte man sich nicht wundern, wenn das dem normalen Bittgänger in Deutschlands Ämtern und auf Deutschlands Straßen schwer bis gar nicht zu vermitteln ist. Während via #metoo Hexenjagd Männer generell unter Verdacht gestellt werden, schlichte und mögliche, unpassende Nebensätze zu schwersten Traumatisierungen hochstilisiert werden, wird von amtlicher Seite scheinbar aus falsch verstandener Rücksichtnahme (und mit dem Wohlwollen jener Frauen, die sich in Amt und Würden gerne mal verschleiern aus kulturellem Respekt m( ) eine Parallelgesellschaft etabliert, statt tatsächlich allgemeine Werte wie das Menschenrecht und die Gleichheit der Geschlechter klar und deutlich zu positionieren und zur Richtschnur hiesigen Handelns zu machen. Falsch und aus meiner Sicht dringend zu ändern.

Doch stattdessen schwappt die Empörungswelle über dumme und einfache Tweets von derer „von Strolch“ und Konsorten durch die Gazetten und politische Kommentatoren. Ernsthaft? Lasst die ihren Hass raushauen, lasst sie zeigen, wes Geistes Kind die sind, oder –falls die Kritik berechtigt ist- lehnt sie nicht ab, nur weil die Falschen sie artikulieren.
Kritik sollte an der Sache stattfinden und nicht an Personen aufgehängt werden.

Und nein, ich bin auch im neuen Jahr kein AfD Anhänger.
Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Recht so?

Glückwunsch. Ein weiteres Produkt, steuerfinanziert und mit einem Nutzen für die Insassen der BRD, wird kostenpflichtig.
Man kennt diesen Akt, "Freie Wirtschaft vs. Staat", bereits vom Depublizieren, jenem stupiden Akt der Vernichtung steuerlich finanzierten Contents den unsere ach so freien und innovativen Privatmedien durchgesetzt haben, um sich in einen safe-space vor staatlicher Diktatur und Wettbewerbsverzerrung zu suhlen.
Nicht qualitative Inhalte, als Mittel der Kundengewinnung, und ein überzeugendes Angebot stehen im Vordergrund, sondern protektionistische Maßnahmen, bei denen der gemeine Bürger am Ende der Arsch ist.
So verschwinden Inhalte und es wird nebenbei verhindert, dass ein Archiv dieser steuerfinanzierten Inhalte sich etablieren kann, jenseits von paywalls und Abo-Modellen der privaten Anbieter.
Bedeutet in Konsequenz, Geschichte und Nachrichten werden dem allgemeinen, öffentlichen Zugriff in letzter Instanz entzogen, es entscheiden private Geldgeber darüber, was im Netz weiterhin auffindbar ist, Geschichte wird kostenpflichtig.

War eben dabei schon ein Ärgernis und sicherlich auch von stärkerer Reichweite und politischer Bedeutung für die Gesellschaft, als das Gerichtsurteil aus dem November gegen den Deutschen Wetterdienst(DWD), welches diesem verbietet seine kostenlose Warn-Wetter-App weiterhin kostenlos anzubieten.
Geklagt hatte die Firma "WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen GmbH" vor dem Landgericht Bonn, und von den Richtern den Zuschlag erhalten.

Nun hat der DWD seine App zweigeteilt. Es gibt nunmehr eine kostenlose, die kastriert und verstümmelt eher nicht mehr sinnvoll erscheint, sowie eine kostenpflichtige, bei der dann der Bürger -der bereits via Steuern für das Erstellen und zur Verfügung stellen der Daten dieser Bundesbehörde gezahlt hat- nochmal zur Kasse gebeten wird um dem Richterspruch Folge zu leisten.
Dies ist -dessen sollte man sich im Klaren sein- nicht die Schuld des DWD, sondern das Ergebnis jenes Gerichtsurteils, welche diese privatwirtschaftliche Firma angestrengt und in der ersten Instanz auch gewonnen hat.
Ich hoffe mal ganz gemein auf den Streisand Effekt und eine daraus resultierende, zügige Insolvenz des privaten Anbieters. Denn offenbar schaffte er es mit seinem Modell(Werbefinanziert/Kaufmich) nicht genug Umsatz zu generieren, bzw. die Reichweite der behördlichen App zu erreichen.
Bei den Bewertungen im Google Playstore fließt bereits die Umsetzung des Gerichtsurteils mit in die Bewertungen ein; Verärgerung und 1 Sterne Wertungen werden vermutlich das Rating in kürzerer Zeit stark tangieren.
Mal sehen, ob sich das für diese Firma nicht noch als ein Pyrrhussieg erweisen wird.

Mich kotzt es schlicht an, wenn sogenannte Marktteilnehmer es nicht schaffen sich durch Qualität oder Innovation abzusetzen, in diesem Fall auch noch von einer Behörde...lol.
Wenn ein behördliches Organ innovative und scheinbar performantere Software herstellt als jemand der damit Geld verdienen mag, dann sollte man nicht klagen, sondern sich mit dem Thema "Qualitätsmanagement" und "Innovation/Kreativität" auseinandersetzen. Mehr Geld für F&E statt für die Juristen ist immer ein guter Anfang.

Und ich höre schon den werten Herrn wvs sagen: "Wetter-Apps sind eh' Käse", läge doch deren Vorausschauen meist unter dem zu erwartenden GrundrauschenShhhhh beim Werfen zweier IGing Münzen.
Mag stimmen,... nein, stimmt! Doch jetzt kommt mein Aber.
Mich interessierte darin weniger das "Wie ist das Wetter gerade vor der Tür", sondern mehr der Bereich des "Warnwetters", Glatteis und Sturmwarnungen etc. solche Prognosen, die in dieser App signifikante Ergebnisse lieferten, zumindest für meine kleine Welt hier.
Aber der Ärger speist sich insgesamt eher daraus, dass steuerfinanzierter Content mal wieder zugunsten privatwirtschaftlicher Profitmaximierung übersteuert wird.
Man könnte meinen, es gäbe einen Primat der Wirtschaft im Grundgesetz vor Bürgerrecht.
Bleibt mir die Hoffnung, dass eine höhere Instanz das Urteil vom Landgericht Bonn kassiert, aber da bin ich nicht allzu erwartungsfroh.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Jubiläum der Schande

5 Jahre ist es nunmehr her, dass man es für wohlfeil hielt, religiöses Elternwohl über die körperliche Unversehrtheit von männlichen Kindern zu stellen.
Es wurde mit Religionsfreiheit argumentiert, mit der Verantwortung von Eltern und deren Wunsch, dass ihr Kind in den Himmel kommt, oder wo auch immer das ewige Ziel ihrer Einbildung liegen mag.
Dies sei nur so für den verstümmelten Nachwuchs möglich, weil der große und allmächtige Schöpfer von Himmel und Erde und den ganzen Multiversen braucht unbedingt männliche Kinder ohne Vorhaut.
Hmm.Klingt ein wenig nach den sexuellen Vorlieben der üblichen Verdächtigen aus den Kreisen der Kurie, betrifft aber hier eben Juden und Moslems und deren spezifische Form von Doofheit.
Dieser Allmächtige, der offenbar unfähig war männliche Kinder ohne Vorhaut aus Lehm zu kneten, fordert also als Opfer von seinen ihm folgenden Schafen deren fremdgesteuerte Verstümmelung von ihren Kleinkindern. Klingt schräg und irgendwie psychotisch.
Er kann dafür nicht mal warten, bis die Kinder alt genug sind um eine eigene Entscheidung zu treffen, nein, das muss zügig geschehen um das Schaf in die Herde zu pressen, soviel zur Eigenentscheidung der Religionszugehörigkeit.
Wenn Zeit auf Gott nicht anwendbar sei, wieso dann die Eile?

Wenn man Religion nicht schon aus offensichtlicheren Gründen ablehnt, sollte man es spätenstens danach tun. Widerlich!

Damit man nicht vergisst, welche Parteien, aber auch wer namentlich damals für die Abschaffung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit für muslimische und jüdische männliche Kinder gestimmt hat, hier nochmal der Link zu den Abstimmungsergebnissen.
Kein Vergeben, kein Vergessen! Namen merken und wenn mal wieder von unteilbaren Menschenrechten oder ähnlichem fabuliert wird diese Personen damit konfrontieren.

Auch der hpd hat einen Beitrag zum 5 jährigen Jubiläum, in dem Stellungnahmen folgender Organisationen zitiert werden.
    DAKJ - Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
    BVKJ – Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
    DGKCH - Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V.
    DGKJ - Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
    DGSPJ - Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V.
    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) e.V. - Sektion Kinder- und Jugendpsychosomatik
    (I)NTACT – Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen e.V.
    MOGiS e.V. - Eine Stimme für Betroffene
    TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V.
Ihnen Ihr Blödbabbler

Samstag, 9. Dezember 2017

Sack Kichererbsen fällt um in Nahost

Nachdem ich meine letzte Freizeit ein wenig in Leserbriefen herumgeirrlichtert bin, selbst was geschrieben habe und dann feststellen musste: Leserbriefschreiber(und besonders Innen) haben zu viel Zeit und deutlich zu wenig Humor, kommen heute ein paar warme Worte von mir zu aktuellen Begebenheiten.

Nachdem sich empörte Teile der Welt und deren ideologische Symbionten über Trumps Aussage zu Jerusalem als Hauptstadt Israels aussprechen, gab es drei Beiträge auf die ich stieß und die ich fast direkt komplett unterschreiben mag.
Keiner von denen war allerdings im Tenor derer abgefasst, die sich in den Gazetten und den Straßen empörten.

Den Anfang machte Don Alphonso der etwas spitz, aber gewohnt wohlfeil und treffend, das Verhältnis auf den Punkt gebracht hat:
Ehrliche Zeiten im deutsch-jüdischen Dialog. Mehr als diesen kurzen Dialog brauchts nicht um es auf den Punkt zu bringen.

Ebenso fand sich bei burks ein weiterer Beitrag der sich mit dem Thema auseinandersetzt, gespickt mit ein paar Hinweisen die man zur Kenntnis nehmen könnte, bspw. dem Jerusalem Embassy Act.

Am besten gefallen haben mir jedoch die Beiträge bei der Titanic, "No more Mr. Nice Goy", der zu den angekündigten "Tagen des Zorns" folgendermaßen aufmacht:Nach Donald Trumps Ankündigung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, haben die Palästinenser zu drei "Tagen des Zorns" aufgerufen – ein erstaunlicher, radikaler Schritt für ein bisher als ausgeglichen und zurückhaltend geltendes Volk[...weiterlesen].

Auch die Ruhrbarone fanden unter dem Titel: "Tages des Zorns: Wie die Palästinenser die Welt überraschen könnten" treffend als Punkt 3: Hamas- und Fatah Verscheuch-Tage. Palästinenser haben gute Gründe zornig zu sein. Sie sind arm, sie werden unterdrückt, die Perspektiven sind schlecht – und die Schuld daran tragen Hamas und Fatah. Beide Organisationen statt der Israelis ins Meer zu jagen und durch eine demokratische, säkulare Vertretung der Palästinenser zu ersetzen, würde sich lohnen.[...den Rest lesen]

Meine Meinung dazu ist klar: Wer dreimal versucht hat seinen vermeintlichen Feind via Krieg zu eliminieren und dreimal dabei kläglich gescheitert ist der sollte das Maul halten!
Stattdessen lieber versuchen eine Gesellschaft aufzubauen die nicht auf Hass und Irrsinn gründet, sondern den ganzen arbeitslosen Kindern eine Zukunft bietet.
Israel fürs eigene jämmerliche Scheitern der gewählten Repräsentanten verantwortlich zu machen ist schlicht absurd.
Und das Geheul der "arabischen Brüder" so verlogen, wie die Aufnahme der Palästinenser in deren Gemeinschaft nicht erfolgte. Deutlich und Unmissverständlich.
Um nun meine menschenfeindliche Attitüde, die man mir beim Leserbriefen erklärte, anzubringen, erlaube ich mir anzumerken: Wenn Israel es darauf anlegte, so wie die Palästinenser es umgekehrt an den Juden fordern, diese auszulöschen und ins Meer zu treiben, dann hätten sie es schon getan. Und ehrlich, manchmal frage ich mich auch warum sie es nicht einfach tun.

Wenn wir nun schon beim Irrsinn sind, dann sind gewöhnlich die Grünen nicht weit.
Beim Versuch es den Religioten recht zu machen arbeitet man sich an eine Aufhebung des staatlichen Neutralitätsgebots an Schulen in Berlin heran.
Verstehn' schon, kopftuchtragende Lehrerinnen werden ja sowas von unterdrückt, quasi berufsverbotet durch dieses Neutralitätsgesetz, muss man was machen gegen!11!!!!! Kann man sich gar nicht ausdenken sowas.
Zum Glück gibts noch ein Häuflein aufrechter Grüner, in Form der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Säkulare Grüne, die sich dagegen aussprechen.
Schlimm, dass man um Normalität zu simulieren inzwischen schon auf einzelne Bereiche einer Partei angewiesen ist die sich noch wehren und versuchen demokratische Grundsätze zu erhalten. Das Gesamtkunstwerk "Grüne" und ihr ostdeutscher, pastoraler Flügel "Bündnis '90 sind aus meiner Sicht fast schon so krachend gescheitert, wie die Sozialdemokratie. Aber das pastorale Element wuchert sicherlich früher oder später mit denen aus der christlichen Partei zusammen, no shit, Sherlock!

Die Grünen haben im Garaus machen ja Erfahrung, setzte man in NRW doch mit Barbara Steffens eine Gesundheitsministerin ein, die sich bei den "Alternativen Heilern" wohlfühlte, anstatt diesem Treiben gesetzliche Riegel vorzuschieben hofierte sie lieber die Eso-Szene.
Oder, um vor der eigenen Tür zu kehren, hatten wir hier in Hessen ja mit Kultusministerin Karin Wolff (CDU) eine Frau vorsitzen, die dem Kreationismus nahestand und die Schöpfungsgeschichte in den Lehrplan hereinfordern wollte.
Dummheit scheint somit kein Alleinstellungsmerkmal der Grünen; und fairerweise angemerkt: in dieser unseligen, damaligen Zeit in Hessens Opposition kritisierten sie ja auch noch den durchsichtigen Versuch Religion wieder zu mehr Einfluss in der Schule zu verhelfen.
Ach, wie sang der werte Nobelpreisbarde einst:" ...for the times they are a-changin'"
Vielleicht verstehn‘ die sich deswegen inzwischen mit der CDU so gut? Wer weiß?

Kürzlich zwei Abende nebenbei Talkshows geguckt. Am ersten Abend saß dort Frau Petry, der man meiner Betrachtung nach nicht nachsagen kann, sie sei doof.
Unredlich vielleicht, gierig eventuell, aber sicher nicht doof.
Am Tag darauf hingegen sah ich Frau Dorothea Bär von der CSU auf einem Sofa neben einer Unternehmerinnenvertreterin sitzen und lauschte ihren hehren Worten.
Da verhielt es sich -im Gegensatz zur Petry- eher so, dass ich ihr potentielle Unredlichkeit nicht vorwerfen konnte, es schien komplett Gegenteiltag zu sein.
Ich wundere mich dann immer, was sich Parteien und deren Führer dabei denken, wenn sie solche Menschen aufsteigen und Einfluss bekommen lassen.
Also ich bekomme da immer Politikverdrossenheitspickel vor lauter Erregung.

Ihnen Ihr Blödbabbler, Misanthrop und mit "so viel Hass innendrin" wie mir gesagt wurde :-D

Donnerstag, 9. November 2017

Unfehlbar?

So, so. Der heiligste aller Väter, das Oberhaupt des tuntigen Operettenstaats Vatikan macht sich Gedanken um die Gesundheit seiner Insassen.
Wir erinnern uns kurz, in der römisch -katholischen Theokratie in Rom ist es erlaubt, weibliche Kinder, also Mädchen, ab 14 Jahren zu verheiraten, bei den dort beliebteren Knaben sind es 16.
Man hat in diesem Zwergstaat zwar das Schutzalter 2013 auf 18 Jahre hochgesetzt(es lag vorher bei 12(!) Jahren), dieser Schutz gilt aber nicht innerhalb der Ehe. *knickknack*

Der Kirchenmann mit dem Phallus Pallium möchte -und tut es auch- den Zigarettenverkauf im Vatikan verbieten. Hurra! Erst nimmt man also den Priestern ihre potentiellen12 jährigen Knaben weg und dann auch noch die Zigarette danach...scheint konsequent, brauchts ja nun nicht mehr.

Wenn dem gottgleichen Unfehlbaren nun noch auffiele, dass der Kontinent Afrika und seine Bevölkerung an Aids leidet wie nicht gescheit und sein bigotter Trachtenverein eine nicht geringe Mitschuld daran trägt, könnte er ja vielleicht endlich bitte mal das Totd und Siechtum bringende Kondomverbot verbieten....nur so als gütlicher Vorschlag gemeint.

Stattdessen jedoch werden Teile ruhiggestellt, die das Verbot vermeintlich umgangen. Das ist mal ein wirklich fortschrittlicher Papst...Hosianna!

Freitag, 3. November 2017

Nachtrag zu "Kinderficker, minderschwer!"

Der Missbraucher zweier 15 jähriger Schutzbefohlenen, den ich in meinem Beitrag "Kinderficker, minderschwer!" besprach, jener, der bis auf weiteres bei vollen Oberstudienratsbezügen suspendiert war, wurde nun zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Mal wieder nur zur Bewährung... vielleicht fehlte da ein hysterischer METOO Hashtag um die Tragweite anzudeuten?

Die Richterin wertet es als Glück für den Angeklagten, den missbrauchenden Oberstudienrat der seinen dämlichen Erwachsenen-Schwanz in seine Schülerinnen auch noch ohne Kondom gesteckt(und sie vermutlich, so lese ich das "Beim Sex mit den damals in dieser Hinsicht völlig unerfahrenen Mädchen hatte er nicht verhütet[...]" deflorierte) hat, dass selbige nicht auch noch schwanger wurden, denn dann und nur dann "wäre eine Bewährung nicht mehr möglich gewesen". So ein Glück aber auch!

Dieser vermeintliche Erzieher hat also Schutzbefohlenen unter 16 Jahren Alkohol und Marihuana gegeben, sie gefickt und in sein sexuelles Spinnennetz hereingeschmeichelt - mithin seine Stellung völlig ausgenutzt.
Dafür gibts dann nur eine Bewährungsstrafe. There's something rotten in the state of justicia.

Aber immerhin wurde der Mittvierziger nicht nach Jugendstrafrecht abgeurteilt, muss man ja heute schon froh drüber sein. m(

Es ist ein kleiner Trost, wenn es denn stimmt, dass der Täter aus dem Schuldienst ausscheiden müsste, wenn das Urteil denn rechtskräftig wird.
Etwas besser also, als bei den religiösen Kinderschändern, die meist in einer anderen Gemeinde fröhlich weitermachen durften mit ihrem widerlichen Treiben.

Wenn ich nicht schon krank wäre, würde mich das alles krank machen.

Ihnen ihr Blödbabbler

Dienstag, 31. Oktober 2017

Tag des antisemitischen Religionsstifters und stupider Gruselkommerz

Aufgrund von gesundheitlicher Beeinträchtigung diesmal nur ein - schon mal benutztes- Bild nebst schlichter Reimerei sowie ein Musikhinweis.



The Pumpkins are united...

Hoffentlich bis demnächst

Ihnen Ihr Blödbabbler

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Kinderficker, minderschwer!

Heute im Lokalteil der FR, der Aufmacher, Lehrer gesteht Sex mit Mädchen von Stefan Behr, dem -unter anderem- genialen Gerichtsreporter der FR. Neben Stephan Hebel einer der beiden guten Gründe die Rundschau noch zu lesen.

Ein Mitvierziger, Oberstudienrat und somit wohl Besoldungsstufe A14 hat sich an zwei 15 jährigen Mädchen bei sich zu Hause vergangen und nebenbei auf seinem Rechner noch Kinderpornos angesammelt.
Diese seien aber von minderer Bildqualität gewesen, die Bilder, nicht die Mädchen, sodass er darauf wohl nicht abspritzen konnte. So lese ich das "[...]um sich an ihnen delektieren zu können."

Der Sex mit dem einen Mädchen fand wohl nach einem Trinkgelage mit drei weiteren Mädchen bei ihm daheim statt, die drei anderen schliefen, während oben im Schlafzimmer der Missbrauch stattfand.
Schülerinnensex und viel Alkohol in der eigenen Wohnung, wer wollte nicht, dass ein Lehrer mit so viel privatem Engagement die eigenen Kinder unterrichtet?
Wer wäre es schon unter uns, dies fröhliche Handeln anzuklagen?

Nun, zum Glück hat eines der Mädchen der Vertrauenslehrerin ihre Geschichte erzählt, danach kam dann still und leise der Stein ins Rollen. Nun steht er vor Gericht.
Bis auf weiteres ist er erstmal -bei vollen Bezügen- suspendiert. Mal sehen was da später bei rumkommt und an welcher Stelle im Unterrichtsprozess der Mann weiter seine Runden ziehen darf.
Oder ob der Missbrauch von Schutzbefohlenen mal mit größerer Konsequenz geahndet wird, wie ich immer noch träumerisch hoffe.
Ein weiterer Fall auf Seite F6, trägt die Überschrift "Mildernde Umstände" und das beschreibt gut, um was es darin geht(leider finde ich den nicht in der Onlinewelt der FR, deswegen der Link zur Oberhessischen Presse).
Ein anderer Mann hatte ein sogenanntes Liebesverhältnis mit mindestens zweimal vollzogenem Sexualakt mit einer 12 jährigen.
Strafmildernd befand das Gericht, die 12 jährige habe das "Liebesverhältnis" mit dem 26 jährigen ausdrücklich gewünscht.
Deshalb wurde das Ganze als minderschwerer Akt gewertet und mit 1 Jahr und 10 Monaten zur Bewährung für den Angeklagten ausgesetzt.

Und da saß ich nun, alleine beim Frühstück die Zeitung vor mir und das Brot in der Hand, den Mund weit offen.

Minderschwerer Fall? Ein Kind wünscht sich eine "Liebesbeziehung" zu einem Erwachsenen und das ist dann- wenn dieser dem nachgibt oder es ausnutzt- weniger schwerwiegend?
Hat sich das Kind den Sex wirklich ganz von alleine gewünscht? Oder wurde ihm der Wunsch vielleicht nahegelegt, mit kleinen Aufmerksamkeiten, Drohungen oder Versprechen beispielsweise?
Muss man das Schwärmen eines Kindes als Handlungsaufforderung verstehen, der man Folge zu leisten hat, ohne moralische oder rechtliche Bedenken? Mit was für einem Menschen haben wir es zu tun, wenn er 12 jährige Kinder betört und zu sich mit nach Hause nimmt und dort missbraucht? Kann solch eine Handlung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind tatsächlich "einvernehmlich" sein?
Ich denke, Nein.

Kann denn also, so frage ich mich, eine 12 jährige tatsächlich schon abschätzen worauf sie sich einlässt, wenn sie mit einem Erwachsenen ins Bett steigt?
Kann sie ahnen oder wissen, was eine "Liebesbeziehung" unter gleichberechtigten, erwachsenen Menschen bedeutet? Was man hinzunehmen bereit ist und was gegen den eigenen Wunsch geht. Kennt sie die Grenze zwischen einvernehmlich und aufgezwungenenem Sex? Wohl eher nicht.
Hat sie bereits die Kraft gleichwertig ihre Wünsche zu vertreten und auch zu behaupten?
Oder ist sie nicht vielmehr massiv und gezielt steuer-und manipulierbar durch einen wesentlich älteren Erwachsenen?

Weitere Klassiker der Rechtsprechung wären vielleicht noch: reduziertes Strafmaß wegen Alkohol oder Drogenkonsum, oder -immer öfter quasi der newcomer- wegen anderer kulturellem Verständnis von Geschlechterrollen.
Und wenn wir schon bei vergeigter Gerichtsbarkeit sind, eben -um mir den Magen weiter zu übersäuern- noch beim hpd gelesen: Der Hohn Berliner Richter, in welchem es um ein aktuelles Urteil zum Thema "Genitalverstümmelung" an kleinen Kindern in Deutschland geht.

Nachdem ja eine unheilige- oder muss man sagen heilige?- Allianz männliche Kinder muslimischen und jüdischen Glaubens vor 5 Jahren vom Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit ausgeschlossen hat, finden weiterhin solche Genitalverstümmelungen eben auch in den Hinterhöfen der Republik statt und werden, wenn sie denn geahndet werden, wohl eher lächerlich niedrig sanktioniert.

Im Urteil dann darauf hinzuweisen, dies "[...] sei eben Sitte in der Kultur" ist ein Schlag ins Gesicht jedes Bürgers, der sich den hiesigen Gesetzen unterordnet und ein kräftiger Tritt des Richters zusätzlich ins Gemächt des beschnittenen Jungen ist es obendrein.
Damit, also diesem kulturellen Bullshitgeseiere, könnte man wohl ebenso die Beschneidung von Frauen und Mädchen rechtfertigen, aber die wurden ja wohlweislich von der Regel ausgenommen, weil hier die Lobbyarbeit der Genderisten und Bionade(hmm die gehörten ja zu Radeberger und nun zu Hassia, trinken die Arschlöcher die dann überhaupt noch? Muss ich mal recherchieren gehn) Kamarilla ganze Arbeit geleistet hat. Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus / Zünd’ and’re an!

Und dann brennt uns auch noch der Goetheturm ab. Scheisstag!

Ihnen Ihr Blödbabbler

#Nachtrag 16.10.2017 zur Kenntnisnahme: Interview mit dem Anwalt der Mutter, Nebenklägerin in dem einige der oben von mir kritisierten Punkte in Bezug auf die Beschneidung und das Urteil relativiert werden.#

Ein Blog Mirror steht unter

wordpress zur Verfügung.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Ohne weiter auszuschweifen: Die...
Ohne weiter auszuschweifen: Die Politoffiziere und...
wvs - 13. Apr, 01:48
Schon immer mochte ich
... lieber Frühkartoffeln als Spätaussiedler. ;-)
Lo - 12. Apr, 22:57
Die Einheit...
... wurde geschätzt zu einem Viertel durch die...
bloedbabbler - 11. Apr, 16:34
Nur zum Punkt Rente: Da...
Nur zum Punkt Rente: Da hat doch die letzte Regierung...
wvs - 11. Apr, 15:49
Ich bin ja...
... inzwischen völlig konsterniert, wie man die...
bloedbabbler - 11. Apr, 13:51
Nachdem Drohnenmorde...
Nachdem Drohnenmorde schon als "Alltag" kaum noch der...
wvs - 11. Apr, 04:14
Das mit der Ansteckung...
...wäre ja eine Maßnahme, allerdings sorgt...
bloedbabbler - 11. Apr, 00:03
Aha, also nur die "echt...
Aha, also nur die "echt Verpeilten" sind gemeint. Das...
wvs - 10. Apr, 22:19

Blödbabblers Favoriten

Meine Kommentare

Die Einheit...
... wurde geschätzt zu einem Viertel durch die...
bloedbabbler - 11. Apr, 16:34
Ich bin ja...
... inzwischen völlig konsterniert, wie man die...
bloedbabbler - 11. Apr, 13:51
Das mit der Ansteckung...
...wäre ja eine Maßnahme, allerdings sorgt...
bloedbabbler - 11. Apr, 00:03
Hallo mein lieber Herr...
... ich schrub oben zum Herr Lo schon, mir geht es...
bloedbabbler - 10. Apr, 20:02
:-D
Ich habs ja nich' so mit Reptilien.
bloedbabbler - 6. Apr, 14:19
Meine liebe Frau Araxe,...
... mit dem Wissen über das Innerste der Dametoiletten...
bloedbabbler - 6. Apr, 14:17
Diese Bilder...
... vom auf Pfennigabsätzen auf nassen Klobrillen...
bloedbabbler - 5. Apr, 19:41
Wohl wahr,...
...meine liebe Frau IGing, wohl war. :-) Vorhin hatte...
bloedbabbler - 4. Apr, 14:22

Suche

 

Status

Online seit 3341 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 13. Apr, 01:48

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Web Counter-Modul



*plonk*
Bilder und Grafiken
Erkenntnisse eines blödbabblers
Gedanken, eigene und fremde
Gelesen & Geglaubt
Gewusst wie
Grotesk-Protest
Leben, merkwürdiges
Lebenswasser
Lebenswasser Übersicht
Little Helpers
Musik...zwo...drei...vier
Phrasen, gedroschene
Reimische Frohnatur
Videos
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren