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Sonntag, 23. Oktober 2011

Hurra die Scharia

Na also, da hat sich ja die militärische Intervention der NATO doch noch prima ausgezahlt: In Libyen soll jetzt die Scharia gelten können wir bei SpOn lesen.
Mein Lieblingssatz in dem Artikel lautet:Vor Zehntausenden Menschen verkündete der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrats Mustafa Abd al-Dschalil in Bengasi außerdem, im neuen Leben werde das islamische Recht Scharia die Grundlage aller Gesetze sein und bestehende Gesetze, die im Widerspruch zum Islam stünden, würden annulliert.
Also damit konnte ja wohl niemand rechen!
Das wird dann sicherlich der Beginn einer wunderbaren demokratischen Freundschaft werden, so für alle die nicht mit der Scharia in Konflikt geraten müssen, wie diese ganzen Ketzer, Schwulen und sonstigen Gegner des Islam.

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Verbrechen überall

In der holzverfassten Wochenendausgabe der Frankfurter Rundschau gab es im Wirtschaftsteil einen Bericht zum Thema "Irland ist wieder wettbewerbsfähig".

Barbara Klimke schreibt darin, dass es de facto zwei Wirtschaften in Irland gebe, einen in dem internationale Konzerne boomen und einen inländischen, der unter den Auswirkungen der Knute des neoliberalen Irrsinns darbt.

So wurden dort, ganz vom großen Vorbild Deutschland lernend, die Bürger mit höheren Steuerausgaben bedacht und die Sozialleistungen drastisch gedrosselt.

Man bat die Masse zur Kasse für die Gewinne und auch die Verluste der Konzerne und der Finanzwirtschaft.

Was haben sie dort wohl noch gemacht, was wir in Deutschland ja auch immer als alternativlos von den ArbeitgeberAusbeuterverbänden gehört haben und ständig hören?
Nun?
Genau!
Sie haben die Lohnnebenkosten, also jenen, als Absicherungsmaßnahme für den Arbeiter gedachten, Teil seines Gehalts gesenkt, wodurch bei gleicher oder steigender Produktivität die Lohnstückkosten gesunken sind.
Das Ergebnis ist bekannt, der Profit und die "Wettbewerbsfähigkeit" erhöht sich.
Es wurde also an der Stellschraube "Variabler Anteils des Mehrwert" geschraubt.
Letzlich erhöht sich Dank solcher Maßnahmen natürlich auch die Wahrscheinlichkeit zukünftig ein Fall für die Reste staatlicher Wohlfahrt zu werden.
Aber das ist dann ja ein persönliches wenn nicht gar privates Risiko für das man selbstverständlich auch bitteschön privat Vorsorge zu treffen hat.
Kommt einem alles irgendwie bekannt vor, oder?
Genau das, was schon bei uns die Kultur eines gepflegten Miteinanders und des zivilisatorischen Fortschritts mit zerstören half, ist Heilmittel für Irlands Genesung.
Denn zum Glück (na wessen wohl?) widerstand in Irland die Regierung, wie es der werte Herr Holger Erdmann von der deutsch-irischen Handelskammer ausdrückt, "[...] dem Druck [...] die konkurrenzlos niedrige Unternehmenssteuer anzuheben."(FR 22/23.10.2011 Seite 15, Die Musterinsel von Barbara Klimke)
Na also, wenn das kein Glück für die Insassen in Irland ist, dann weiss ich auch nicht weiter.

Bin dann mal kurz weg - mich heftig erbrechen.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Heute ist Weihnachten

Ich habe mir dann mal ein Geschenk gemacht, wenn es denn sonst keiner tut. ;-)

Stümmt natürlich gar nicht, denn die Herren ti und AausB haben mir zum Verkosten noch Teile von ihren
  • Ballantine's 17 Jahre
  • Glenrothes Select Reserve
  • Connemara Peated
Flaschen zukommen lassen.
Ein sehr feiner Zug.
Ein dickes

Danke

dafür nochmal auch von dieser Stelle aus. :-)

Aber: meine augenblickliche Beglückung stammt daher, das es mir noch gelungen ist eine Flasche Big Peat Christmas Edition zu ergattern.

Big Peat Xmas Edition Flasche

Somit bin ich einer von 600 glücklichen Käufern in Deutschland.
Hach! Wie fein.

Jetzt kann das Fest kommen.
Denn nun hat es endlich einen Sinn bekommen.

Werbeplakat und mehr Infos kann man bei pressrelations.de nachlesen


Sláinte Ihnen Ihr Blödbabbler

Montag, 17. Oktober 2011

No news on the Rialto

Mal schauen wie es in Tunesien nach der Wahl weitergeht.
Nachdem sich der gläubische Mob mal wieder empört gezeigt hat und das wie üblich mit Gewalt unterlegte, gab es diesmal zumindest eine positive öffentlich Gegenreaktion.
Es scheint, als wenn sich nicht alle Tunesier glücklich fühlen, das ihnen vorgeschrieben werden soll, was idiotische Fanatiker die Vorbeter der religiösen Zensur als notwendig erachten.
Aufhänger ist ein Zeichentrickfilm namens Persepolis, dieser erzählt die Geschichte eines kleinen iranischen Mädchens in den Jahren nach der dortigen Revolution, als die Theokraten Stück für Stück die Freiheiten einschränkten und der Gesellschaft ihre traditionellen Werte aufzwangen.
In einer Szene fand ein Dialog mit einem bärtigen Gott statt, was zu schweren Verwirrungen bei den völlig verblendeten Spinnern Anhängern der reinen Lehre führte.
Gott ein Mann?
Nicht diese -aus gläubisch feministischer Sicht- groteske Grundannahme war ihr Problem, sondern, das sich ein Bildchen vom Eingebildeten machen, war hier die (Achtung Sprachwitz!) Crux.
Also taten sie das, was diese Verrückten am besten können, sie empörten sich und wollten das stummmachen was sie stört, gerne auch in der Geschmacksrichtung für immer stumm.
Ach so, die islamische Partei, der man nachsagt sie sei die gemäßigte, verurteilte die Krawalle, fand aber das man -na was wohl?- durch diese Provokation eigentlich dazu gezwungen wurde.
Merke auf, alles wie immer.
Wenn wir alles weglassen was sie stören könnte, wie Schwulenrechte, Frauenrechte, Freiheitsrechte, Pressefreiheit, Karikaturen, also diesen ganzen westlichen dämonischen Kram von dem die Ziegenficker weisen Schriftgelehrten vor vielen Monden noch nichts wussten, als aus ihrer Einbildung Religion wurde, dann und nur dann lassen sie uns auch leben, weil wir sie nicht provoziert haben.
Sauber!
Als ich so, wie eigentlich immer und überall der Wollust frönte, fragte ich mich ob der Begriff ursprünglich eventuell was mit Schafen, gerne auch Ziegen zur Zeit der Entstehung von monotheistischen Religionen zu tun hatte?
Irgendwie stand mir dabei immer wieder Woody Allen's Daisy vor Augen.

Rätselhaft bleibt es dennoch.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Montag, 10. Oktober 2011

Idiotie - eine tragende Säule von Religion.

Ein Kumpel machte mich auf diesen Vorfall (Ultra-Orthodox Jews picket girls' school) in Israel aufmerksam.
Und ich zitiere ihn mal ungefragt, denn etwas besseres fällt mir dazu sicher nicht ein.
Schwere Geisteskrankheiten haben gelegentlich die selbe Quelle und manifestieren sich mit ähnlichen Symptomen.
Mein naiver erster Erklärungsansatz geht eher in eine bestimmte Richtung der Vergiftung; sehr frei nach Woody Allen wiedergegeben.
Vermutlich trinken die da unten in dieser Region alle schon seit Jahrtausenden aus dem Glas des Dorfdeppen.

Einen gesegneten Feierabend wünscht

Ihnen Ihr Blödbabbler

Trojanischer Grieche - ja wo laufen sie denn?

Es schmeckte komisch und falsch, und ich gestehe: auch ich hatte dieser Tage einen merkwürdigen Geschmack im Mund verursacht von einem falschen Wort.
Denn, nicht ein Gespenst ging um, sondern ein Trojaner suhlte sich in aller Munde und zwang uns kurz den scharfrichternden Blick von den faulen und betrügerischen Griechen der Neuzeit, welche Gazetten und Stammtische beherrschen, abzuwenden.
Wann passierte es eigentlich, dass sich aus einem Trojanischen Pferd, wie die Dinger originär noch richtig und sinnvoll hießen zu der Zeit als Klein-Blödbabbler noch mit einem ZX81 herumfuchtelte, ein Trojaner geworden ist?

Wann genau fand diese Täter-Opfer-Umkehr statt? Wann wurde aus Richtig ein weltweit akzeptiertes Falsch?

Ich vermute mal, da wir ja vorgeblich immer weniger Zeit zur Verfügung haben und deshalb Sprache marktökonomischen Zwängen unterwerfen - die Globalisierung , sie wissen schon *knickknack*- verfälschte verhunzte verkürzte irgendein kretinischer (nicht krethischer!11!!!!) Homunkolous, vermutlich aus Werbung oder Marketing, im Abkürzungswahn das vormalige Trojanische Pferd zu einem Trojaner.
Klingt besser und ist griffiger - bleibt zwar veritabler Quatsch, aber das stört solche Menschen für gewöhnlich eher nicht, sondern ist wichtiger Bestandteil ihres Lebens und Wirkens.
Hach, was sind wir kreativ!

Und, weil sich der gemeine Mensch als denkfaules Wesen gerne kurze und prägnante Dinge merkt, weshalb gäbe es sonst noch die FDP, Kirchen oder weiße Unterhosen mit Eingriff, setzte sich die idiotische und inhaltsfalsche Form durch.
In einer Zeit in der die Form über den Inhalt gesiegt zu haben scheint -hier mein Dank an DIE PARTEI und ihren großen Vorsitzenden Martin Sonneborn für die treffsichere Floskel "Die Inhalte überwinden"- eine logische Maßnahme.

Da vermutlich die meisten heute inzwischen auch mit Troja, Kultur und Geschichte wenig bis gar nicht mehr anfangen können, weil sie die entsprechende App noch nicht gefunden haben, setzte sich dieser Blödsinn also fest.
Auch bei Leuten die es eigentlich besser wissen sollten, wie den Heroinnen und Heroen der wackeren Truppe des CCC.
Obwohl, vermutlich hat auch dort die normative Kraft des Faktischen dazu geführt, dass man eben eine bestimmt Spionage-Technik Trojaner zu nennen pflegt bar ihrer Ursprungsherleitung.
Wenns aber doch alle machen.

Sei‘s drum, in Zeiten in denen die Griechen für den Ursprung der Finanzkrise verantwortlich gemacht werden, während ihr Land unter der Knute einer neoliberalen Troika misshandelt wird, und nicht die wahren Profiteure, ist es ja ein durchaus netter Zug, wenn ausgestorbene Trojaner und nicht die findigen Griechen als Namensgeber dieser Spionagetechnik herhalten müssen.
Richtiger wird es dadurch natürlich nicht, zeigt aber, dass wir es schon im Kleinen mit der Wahrheit nicht wirklich ernst nehmen.

Letzte Nacht träumte ich von einem Indianer der, während ich meine Innereien am Roulettetisch verzockte, mir in seinem Casino weissagte:
"Erst wenn der letzte Banker an der Laterne hängt, der letzte Spekulant gesprungen, der letzte Hedgefond bankrott ist, werdet ihr merken, dass man auch ohne Kapitalismus glücklich werden kann."
Ich erwachte schweißgebadet doch mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen.

Jetzt mach ich mich erst einmal auf den Weg um noch ein wenig Hanfseil besorgen.
Denn, wer weiß schon, wie die nächste Zeit wird und was man dann besser alles daheim haben sollte.

Ah! Ça ira

Ihnen Ihr Blödbabbler

Montag, 3. Oktober 2011

Lehmgeknetetes Pack 2.0

Wenn man sich immer schon gefragt hat, warum man eine Partei wie die FDP nicht nur nicht braucht, sondern warum die sogar schlecht ist, dann sollte man sich einmal die Drohkulisse rund um die Einführung von islamischem Religionsunterricht an hessischen Schulen näher angucken.

Weil es den Liberalen gelb-blauen Marktmullahs bekanntlich nicht schnell genug gehen kann mit der Indoktrinierung von Kindern - nun auch in der Geschmacksrichtung friedensfreundlicher Islam- drohen sie den verbabbten Christenmenschen der CDU mit dem richtigen Ansatz, nämlich die Rechtmäßigkeit zu überprüfen, inwieweit Religionsunterricht an der staatlichen Schule überhaupt etwas zu suchen hat.

Sie drohen also damit, das staatliche Neutralitätsgebot endlich -entgegen der historisch bedingten Festschreibung in der Landesverfassung- zu realisieren.

Alleine das ist traurig genug, das eine vernünftige Lösung, rational und nicht gläubisch gestützt, zur hohlen Drohung in schäbiger Weise herabschmarotzt wird.

Sie nutzen die mögliche Chance nicht, die Kinderseelen vor religiösen Missbrauch in frühstem Alter zu schützen.
Stattdessen benutzen sie diese Möglichkeit billig als Rammbock um noch mehr Türen für staatlich geduldete und finanzierte abergläubische Märchen- und Mythenkunde aufzubrechen.

Viel schäbiger geht es dabei kaum.

Das selbstredend auch die Verräterpartei und die frömmelnden grünen Baumfreunde der gepflegten Nachlässigkeithaltigkeit lieber heute als morgen die Kinder mit Islamunterricht und christlicher Religion in der neutralen Schule bespaßen wollen und es ihnen wie auch der FDP nicht schnell genug gehen kann, zeigt nur erneut, wie wenig man sich auf diese sogenannten linken *muaahaaaa* Parteien verlassen kann.

Sich über politischen Unterricht bei den Nazis oder den Kommunisten empören, Hitlerjugend und FDJ als Indoktrinierung und Verführung der kindlichen und jugendlichen Seele zu recht brandmarken, aber Religionsunterricht in der Schule erweitern, einführen und subventionieren - so sehen Philister und Heuchler aus, der Lehm aus dem gute Gläubische gebaut sind.

Ihr Pack! Ich hoffe ihr brennt dereinst in der Hölle die ihr anderen durch euer lausigesTun auferlegt.

Angefressene Grüße von Ihnen Ihrm Blödbabbler

Samstag, 24. September 2011

Longrow C.V.

Mein heutiger Whisky stammt von der Destillerie Springbank aus Campbeltown.

Einer Destillerie die endlich mal nicht zu einem der wenigen Großkonzerne gehört, sondern die in Familienbesitz ist und eine sehr ansprechende Destillationspolitik an den Tag legt.
Die lieben Springbanker mälzen ihre Gerste noch komplett selbst und fertigen auf ihren Brennblasen den rauchigen Longrow, den nicht rauchigen Hazelburn und eben den 'normalen' Springbank.
In Campbeltown gibt es augenblicklich wieder 3 Destillerien, Springbank, Glen Scotia und Glengyle; vor hundert Jahren waren es noch 21, ein einzigartiger Abstieg.

Traurig.

Umso schöner ist es dann, wenn man eine Flasche vom rauchigen Longrow C.V. (C.V. = Curriculum Vitae: einem Mix aus 7, 10 und 14 Jahre altem Whisky) in den Händen hält.
Abgesehen von seiner abstoßend lieblosen Verpackung fürwahr eine echte Freude.
Smokehead Flasche
Ich habe ja bei den letzten Besprechungen von Smokehead und Bruichladdich 15 2nd. Edition über die Ritterrüstungen für Flaschen gewütet und mein Unverständnis für solche Geldverschwendung geäußert.
Nun, hier macht Springbank alles richtig, ein schlichter labbriger Karton in der Geschmacksverirrung gülden-kariert umhüllt die ansonsten schöne Flasche.
Das Flaschenetikett ist genauso hässlich - warum macht man so etwas?
Eine Wette beim Blindenbingo verloren?
Ganz so fies muss eine Kartonage nun auch wieder nicht aussehen, pfui setzten.

Da widme ich mich lieber den inneren Werten der Flasche und erfreue mich an einer Nase voller dominantem Rauch, allerdings nicht jenem der medizinisch vordergründigen Art der meisten Islay Whiskys, sondern unaufdringlich eingebunden und dabei dennoch intensiv und stark.
Dahinter erscheint, allerdings gut als Einheit eingebunden, eine angenehme vanillehafte Süße die eindeutig Lust auf mehr macht.
Ich vermute mal, diese stammt aus den zum Teil verwendeten Bourbon Casks.
Im Glas macht der Longrow eine gute Figur und ich bin endlich mal wieder glücklich, dass die Springbanker der Philosophie folgen ihren Whisky nicht durch Zugabe von E150 für die Blödies farbecht zu halten.
Wie es sich für heutigen Whisky gehört wird er auch mit angenehmen 46% und ohne Kühlfilterung abgefüllt.

Löblich!

Alleine deswegen schon würde ich meine Zunge gerne öfter mit den Ergebnissen dieser Destillerie benetzten.


Im Mund und auf der Zunge schlägt zuerst die Rauchigkeit zu, trockene Eiche mit einem Hauch Süße vorzugsweise der Richtung Vanille.
Nach Zugabe von einem bis zwei spoons Wasser entwickelt sich dann der Geschmack weg vom namenlosen Rauch hin zum geräuchertem Schinken.
Jamjam.
Der Abgang ist lang, warm und wird von Rauch, Trockenheit und Süße sekundiert.

Mit dem wirklich leckeren Geschmackserlebnis der Marke "Schwarzwälder Schinken" finde ich diesen Whisky eher für die kalte Jahreszeit geeignet.

Auch sollte er definitiv als letzter dram bei einem Tasting an der Reihe sein, außer man packt noch die medizinischen Torf-Keulen aus Islay hinten drauf.
Das geht dann, alles andere verliert sonst spielend die ultimative Schlacht auf den Knospenfeldern des Geschmacks.

Der Longrow kommt in einer 0,7 Liter Flasche im veritabel hässlichen Kartonkleid daher und kostet zwischen 35 und 38 Euro bei den üblichen Verdächtigen.

Wertung Single Malt
Longrow C.V.

Geschmack:
Fass5
Preis-/Leistungsverhältnis:
Smile4

Fazit: Ein sehr feiner rauchiger Whisky der einen nicht durch vordergründigen Torf erschlägt. Rundherum rund und stimmig im Geschmack, mit sehr ansprechender Nasenbeglückung inklusive.
Springbank zeigt eindrucksvoll das man nicht nur auf Islay was von peaty versteht. Ein wirklich geschmackvoller Whisky in einer erlesen geschmacklosen Verpackung. Ein absolutes Muss für jeden Malthead mit Torf im Kopf Moorwasser in den Adern. Klare Kaufempfehlung.


Da es kein ralfy Video gibt hier das Tastingvideo von Herrn Lüning zum Thema "Longrow C.V."


Ihnen Ihr Blödbabbler

Rating-Info
6 Perfekt - 5 Wunderbar - 4 Lecker - 3 Gut - 2 Brauchbar - 1 Widerlich - 0 Fußbad

Dienstag, 20. September 2011

Örks - Piraten treten in heiligen Stuhl

Heilige Scheiße, der Papst kommt uns besuchen.
Wie man es vom Bundespräsidenten in Missionarsstellung nicht anders erwarten konnte, hat er den Paten aus Rom dazu geladen, Deutschland mit sich und all seiner Heiligkeit vollzumachen.
Schlimm! Aber offenbar ein Teil des Konzepts unseres christlichen Fundamentalisten in Schloss Bellevue.
Wie man aus seinen bevorzugten Stellungnahmen feststellen muss, geht es ihm darum "den Glauben" zu stärken, egal ob es sich dabei um den Islam, die evangelikalen Fundamentalisten von ProChrist oder eben das Oberhaupt der Katholen Familie handelt. Hauptsache Glauben!
Da passt es dann natürlich wie heilig auf Stuhl, das der Chef eines Gottestaates dessen Organisation so ziemlich genau gegen die meisten anerkannten Menschenrechte verstößt, auch zum Salbadern vor dem Bundestag eingeladen wird.
Hey, so sagen sie, was interessiert uns die Neutralität des Staates, wir beschicken doch auch schon seit langen unsere Schulen mit den Missionaren und Indoktrinierern - neuerdings sogar auch noch in der Geschmacksrichtung Islam - um Kinder frühzeitig zu beeinflussen und zu manipulieren.
Also, lasst am besten den Mann, dessen Organisation inzwischen wegen manifestem Kindesmissbrauch und der brutalstmöglichen Aufklärung (Trademark by Roland Koch) dieses schändlichen und schäbigen Treibens in aller Munde ist, vor den gewählten Vertreter des Deutschen Bundestages reden.
Denn er ist ja Gottes Stellvertreter auf Erden und -dieser kleine Kniff wird gerne genommen- Staatsoberhaupt eines Staates(*hrhrhr*) dessen größte Errungenschaft für die Menschheit sicherlich die konsequent vollzogene Geldwäsche für die Schwesterorganisationen der Mafia durch die Vatikan-Bank waren.
Außerdem habe sie ja auch den dauerbekifft gickelnden Zwerg aus den Bergen Tibets schon dorthin entsandt und reden lassen.
Dieser hat -bei aller Abneigung die ich für ihn empfinde- allerdings wenigstens kein Missionsziel und will die Welt nicht an seinem Wesen genesen lassen, wie es der alte Grantler aus Rom sicherlich nicht unterlassen können wird.
Auch steht das tägliche Lama nicht als Menetekel für Homophobie, Missachtung von Frauenrechten und die Ablehnung von Verhütungsmaßnahmen.
Dennoch, ich fand es damals falsch ein Kirchenoberhaupt dort sprechen zu lassen und es wird nicht besser wenn man nun dazu übergeht das als Normal anzusehen. Ist es nämlich nicht.
Religion ist Privatsache und hat sicherlich für viele Menschen seine Berechtigung daheim oder an den entsprechenden Orten- das Parlament, zumindest der Theorie nach ein Ort der Vernunft, ist kein solcher.
Wenn dann nicht wenige Abgeordnete die cojones haben und ihrem Gewissen folgend ihren Protest durch fernbleiben ausdrücken und ihre Plätze durch Substituten ersetzt werden, ist die demokratische Farce vollendet.
Anstatt nun zu hinterfragen "Was macht ein Kirchenmensch im Bundestag?", werden Abweichler von der großen Linie "Ich kenne keine Katholiken oder Protestanten mehr, ich kenne nur noch Gläubige" genötigt sich für ihr Handeln rechtfertigen zu müssen.
Nein!
Genau andersherum wird ein Schuh daraus!
Wieso erlauben deutsche Parlamentarier dass ihr Ort der Vernunft und Diskussion durch einen Gotteskrieger okkupiert werden kann?

Welches Staatsverständnis herrscht in den Köpfen der Majorität des Reichstags vor, wenn nicht erkannt wird, dass das wofür Herr Ratzinger steht, nicht nur nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist, sondern darüber hinaus Religion an Orten des Politischen nichts aber auch gar nichts zu suchen hat.

Da waren selbst die Gründungsväter der USA weiter, aber die versuchten ja auch nicht eine Form der Rechristianisierung und eine Zurückdrängung der Werte der Aufklärung, wie es uns der werte Herr Wulff so gerne vorlebt, sondern ein Gemeinwesen konfliktfrei und rational zu festigen.

Ich bin bekanntlich kein ausgewiesener Freund der Piratenpartei, habe in deren Anfängen ein wenig mit ihnen kokettiert, aber ihre "Kein Links kein Rechts"-Ideologie stieß mir zügig sauer auf.
Ebenso einige ihrer rechten Wirr-Führungsköpfe die sich dann ja auch bei den Freaks von "Die Freiheit werden wir bekämpfen und letztlich abschaffen wieder fanden.
Wer meint Politik ohne tieferes Verständnis für Antagonismen weichzuspülen, dient letztlich immer denen die gerade die Macht innehaben.

Eine klare Positionierung ist nicht nur ein nice-to-have, sondern die Grundlage von Politik und Handeln.

Umso erfreuter war ich über die Forderung der Piratenpartei nach strikter Trennung von Staat und Kirche, würde es aber von Kirche gerne allgemeiner auf Religion ausgeweitet wissen.
Es wäre auch zu wünschen das dieses Verständnis aus den kleinen Kreisen der Verräterpartei stärker Eingang in den Mainstream fände.

Was würde musikalisch besser zum Empfang von Ratze passen als ein alter Klassiker von Anti-Flag "Fuck the pope" dessen Text man hier nachlesen kann.


Ihnen Ihr Blödbabbler

#Update20110922
Ich bin ja eher selten einer Meinung mit den Beiträgen des Linkenfresseres adenauerscher Prägung Stefan Laurin bei den ruhrbaronen, aber wo er Recht, hat hat er Recht.
Zum Papstbesuch: Richard Dawkins Begrüßungsrede via ruhrbarone#

Mittwoch, 14. September 2011

Lebenswasser - Übersicht


Bisher vom Blödbabbler getestete und beschriebene Whisk(e)ys.
Wenn im Text eine Zwischennote (bspw. 2-3 Fässer) vergeben wurde, so wird hier nur der niedrigere der beiden Werte angezeigt.


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